65.Vom Bildungs-Zivilisations-Kultur-Lernen (Bildungs-
lernprinzip eines alten Zeitalters) zum Kulturations-Entwicklungs-Kultur-Lernen (gotisches Lernprinzip)
eines neuen Zeitalters).
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Das Neue Lernen wird dem alten Bildungsfächer-
lernen gegenüber gestellt.
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1765.) Die Grundfunktion beim Bildungs-Kultur-Lernen geschieht in und durch die jeweiligen Bildungsfächern.Die Aufgabe ist die Förderung der kognitiven Entwicklung der Schüler und sie zu mündigen und verantwortungsvollen Persönlichkeiten reifen zu lassen und den Einzelnen vom Gegenwärtigen zu erfassen.Die allgemeine,notwendige Lebens-Vergesellschaftungs-Horizontalität steht im Zentrum des Lernens (schulbedingtes, altes Lernen,aber das Leben besteht nicht aus Bildungsfächern).Die Lernprinzipien des Entwicklungs-Kultur-Lernens sind Entwicklungs-Individuali- sierungs-Eigenschafts-Tugenden des gotischen Lernprinzips als naturgesetzlicher Elementardrang als Lebenspotenzidee.Die Aufgabe ist zu individualisieren eines eingeborenen Entwicklungslernprogramms einer Lebensin- dividualordnung als das oberste aller Ge- bote.Die Indivi- dualität ist die begriffliche Fassung des Lebens und was noch nicht Eigenes ist, ist noch nicht die (Bildungs)wahrheit.Der Entwicklungs-Individualisierungs-Lebenslauf als Lebensweg wird als ein präformiertes Leitbild als Eigengesetz verstan- den und ist in der menschlichen Natur angelegtes, lebens- tragendes, lebensorientierendes und lebensübersteigendes Lernprogramm, welches auf einen nicht beeinflussbaren, beabsichtigen Endzustand der Unver- wechselbarkeit, Einzigartigkeit und Notwendigkeit hinaus- läuft und den Einzelnen vom Zukünftigen her erfasst.Die individuelle, immanente Lebenssinnvertikalität einer Lebenslage steht
im Vordergrund (lebensdingtes, neues Lernen, weil das
Leben aus den Entwicklungs-Kulturfaktoren besteht).
Die Notwendigkeit des Neuen Lernens entwertet die bishe-
rige Monopolstellung der Schule als primäre Bildungsan-
stalt. Das Neue Lernen wird dem traditionellen Bildungs fächerlernen gegenüber gestellt.Entwicklungs-Kulturfakto- ren des Neuen Lernens sind z.B:
1776.) Stirn an Stirn stehen sich zwei Denkformen, zwei Lern-
methoden gegenüber von so senkrechter Verschiedenheit, dass es zwischen Ihnen eine Verständigung weder gibt noch geben kann. Es ist der Spannungsbogen der Bildung zwischen Ordnung und Freiheit. Entwicklungs-Kultur-Lernen wurde nicht erfunden, sondern hat sich entwickelt und es ist die Natur des Menschen. Es ist jene Kraft, die ständig ringt und darauf bedacht ist, das geschaffene Werk zu einer höchst möglichen Vollendung zu führen. Alles was getan wird in der Absicht, das Vorhergehende zu überwinden.
- Das traditionelle, statische abstrakte Bildungs-Kultur-Lernen steht dem evolutionären, dynamischen lebens- authentischen Entwicklungs-Kultur-Lebenslernen wo sich jedes Einzelleben abbildet als gotisches Lernprinzip polar aber auch komplementär gegenüber.
- Beim Bildungs-Kultur-Lernen wird in der Zeit gelernt, während beim Entwicklungs-Kultur-Lernen die Zeit im jetzt transzendiert wird. Der antiquierten, evo- lutions- losen Geisteskultur steht die moderne, evolutionistische Geisteskultur gegenüber.
- Bildungs-Kultur-Lernen wird von den voluntiven Kräften beherrscht, Entwicklungs-Kultur-lernen wird von evo- lutiven und epigentischen Kräften gesteuert.
- Bildungs-Kultur-Lernen erfogt in der Schule.Entwick- lungs-Kultur-Lernen erfolgt in der Lebensschule.
- Beim Bildungs-Kultur-lernen ist die Ökonomie unser Schicksal.Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen ist die Entwicklungs-Individualisierung unser Schicksal.
- Beim Bildungs-Kultur-Lernen ist der sichtbare Verant- wortungs-Ausdruck was ich getan habe und Entwick- lungs-Kultur-Lernen erinnert daran, dass wir auch verantwortlich sind, was wir (noch) nicht getan haben.
- Die Bildungslernidee lebt für die Bildungsinstitution, weil sie aus der Institution und dem Lehrkörper kommt (geistige bildungspädagogische Signatur Humboldts).
- Beim Bildungs-Kultur-Lernen geht es um Lehrsätze, Einzelheiten, die schulische Wissenshorizontalität und die Bewusstseinsausbildung aller Lebenskategorien steht im Vordergrund (vor der Reife).Im Grunde genommen stehen sich Kulturwerte (Elementardrang als ein Ver- hältnis zur Seele, die Wirklichkeit hinter der sichtbaren Welt) und Zivilisationswerte (wissenschaftliche, sinnliche Abbildung der Welt) gegenüber Beim Entwicklungs-Kul- tur-Lernen stehen die Lebensgrundsätze, das Ganze, die Lebensvertikalität und ein tief greifender Bewusstseins- wandel im Zentrum allen Bemühens (nach der Reife). Vor der Reife ist von aussen angestossen und ich kann der gleiche bleiben, der ich bin und nach der Reife ist von innen angestossen, Veränderung und Neuschöpfung und Vollendung.Das aber lebt nicht, was von aussen her bewegt wird. Nur das lebt, was von innen her initiiert wird
- Die Entwicklungslernidee (gotisches Lernprinzip) lebt für den Menschen, weil sie aus dem Menschen kommt (seelische kulturpäda- gogische Signatur Meister Eck- hart),weil für ihn ein Stück Entwicklung mehr wert ist als die ganze Welt. Die Welt vergeht aber die zeitlose Ent- wicklung bleibt ewig.
- Einer entwicklungs-Kultur lichtlosen Zeit wird die " Ent- wicklungs-Kultur-Lichtgestalt " einer gotischen Kathe- drale als Lebensgrundgefühl der Entwicklung und Höhepunkt europäischer Kunst als Aufbruchsideal für die Jugend und "Alt- jugend"gegenüber gestellt, weil der Sturm und Drang und die Sternen vom Himmel holen der jugendlichen überschwenglichen Seele eigen ist.
- Im allerletzten wird in den > 1700 nachstehenden, belie- bigen verschiedenen Alltags-Lebensbereichs-Entwick- lungs-Kultur-Lernen Beispielen Nr.1 bis Nr.72 dem Kultur- pessimismus der oberflächlichen Bildungsunvollkom- menheit ein neuer optimistischer, lebensverankerter, tragender Kulturbegriff positioniert, der im gotischen Lernprinzip unserer Lebenswelt verwurzelt ist, dem Leben einen neuen (Friedens)kulturbegriff geschenkt und über dieses unerschöpfte Bergwerk nachdenken, nicht mehr zur Ruhe kommen lässt, weil jeder das Gefühl bekommt, dieser sei nur für ihn da und er jetzt zu Hause angekommen ist und nicht mehr weiter zu suchen braucht.