70.Vom Bildungs-Zivilisations-Kultur-Lernen (Bildungs- (Diese Webpräsenz ist nicht tablet-und mobiloptimiert). "Entwicklungs-Kultur-Lernen auf den Spuren eines Johann Wolfgang Goethes durch die Kulturhauptstadt Weimar". Johann Wolfgang Goethe-Dichter. * Am 28.August 1749, in Frankfurt am Main als Johann Wolfgang Goethe geboren und am 22.März 1832 in Weimar gestorben, gilt als dichterisches Genie und einer der bedeutendsten Repräsentanten deutschsprachiger Dichtung. Inhaltsverzeichnis
Goehtische Entwicklungsleitgedanken+Gedankensplitter zu allen Lebenslagen > 140 Beispiele). Charakterprolog des Dichter Johann Wolfgang Goethe und des Dichters Friedrich Hölderlin. Goehtische Entwicklungsleitgedanken von gestern und für heute.Es ist der Weg vom musealen Weimar-Goethe zu meinem Goethe in Weimar. 1.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen strebt das menschliche Leben nach Lust, dem aus-und erleben und möglichst viel zu haben.Es ist die Tragödie des fleischgewordenen,friedlosen Menschen (Unfrieden-Goethes Faust Teil I). Beim Entwick- lungs-Kultur-Lernen strebt alles menschliche Leben letztlich nicht nach Lust und dem noch mehr von allem, sondern nach Erlösung durch Überwindung von den quälenden, unruhi- 2.) )Goethe war ein Südwestdeutscher und hatte eine kern- deutsche Seele.Der Rhein wird als Deutschlands Schicksals- fluss, kulturgeschichtlich als die Seele der Nation beschrie- ben und galt auch als Sehnsuchtsort der Rheinromantik.Die geistige Nähe zu Johann Wolfgang Goethe und die heimat- lichen Landschaftseindrücke sind offensichtlich.Der Rhein war sein Heimatstrom.Überall wo er gewesen war, flossen die Nebenströme (Neckar, Main, Nahe,Mosel) dem Rhein zu.Jede Region hat ihre eigene Seinsart, monumentale Eigenschaften, die Chemie und der Säuregehalt der Luft ist ein andere und hat entwicklungswirksame Formen,welche ihn jahrelang in der Kindheit, Jugend und bei Reisen unbe- wusst geprägt haben.Die Epoche der Romantik dauerte etwa von 1795 bis 1848, was auch Goethes Spätjahre waren (1749- 1832). 3.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen wird das von den Deut- 4.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen fahre ich in die Kultur- 5.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen zogen sich die Bildungs-Klassiker Herder, Goethe, Schiller usw. von ihrem gefähr- lichen, verzehrenden Feuer des Sturm- und Drang zurück 6.) Seine Berufungsaufgabe zu finden gleich in welchem Beruf, ist nicht jedem gegeben und oft schier unmöglich. Es öffentlichte er so gut wie nichts.Diese praktische Zeit wird von den Goetheverehrern als eine nutzlose Zeit betrachtet, weil kaum Zeit blieb für Reime.In diesen vielen Jahren erblickte nicht ein "Zweizeiler" das Licht der Welt. 7.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen ist es die Sichtweise des Altmeisters Johann Wolfgang Goethes, dass man nur sieht, was man weiss (Bildungs-Begriffs-Dualismus). Ich muss wissen, um glauben zu können " (Denkakt als Intellek- tualisierung des Glaubens). Beim Entwicklungs-Kultur-Ler- nen ist es die quantenphysikalische Sichtweise, dass ich schon weiss, was ich glaube zu sehen"(Entwicklungs-Begriffs- Universalismus) ich muss erst glauben (Vertrauen), um ver- * Es ist die Erscheinung des "An-sich-Sein": Wir erkennen die Welt immer nur durch unsere menschliche Brille – geformt durch Raum, Zeit und die Kategorien unseres Verstandes."Das Ding an sich" ist ein zentraler Begriff der Philosophie von Immanuel Kant und bezeichnet die Wirklichkeit, das Wesen hinter der Erscheinung,wie sie unab- hängig von unserer Wahrnehmung und unserem Denken existiert. Kant argumentierte, dass wir die Wirklichkeit nur durch unsere Sinne und unser Denken wahrnehmen können und wie sie sich uns dar stellt, aber nicht in ihrer absoluten Wirklichkeit , welche z.B. erst ganzheitlich z.B. durch die Glaubenskraft erfasst wird. 8.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen analysiert der Forscher nur die Gegebenheiten der Natur und beobachtet das Leben. Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen war und hatte z.B. J.W. Goethe die Natur und rief sie ins Leben. 9.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen wird Goethes Roman " Die 10.) Johann Wolfgang Goethe nannte seine Straßburger Jahre (1770- 1771) sein bedeutendes Lebensereignis. Es ist die Entwicklungs(übergangseintritts)zeit gekommen die, wie damals Johann Wolfgang Goethe, im deutschen Lande, den Funken der " Gotikbessenheit" entzündete. Solange das Feuer der Begeisterung dafür nicht erloschen ist, werden immer neue (Lebens)kathedralen entstehen. Ich glaube, dass erst die zukünftigen Generationen der gotischen Kathedrale würdig " im Sinne einer Individualisierungs-Lebensweg-Reife sind " und die religiöse Symbolik der gotischen Bauformen individuell interpretieren können,aber gerade für die " Jugend " wurde die vom Feuer zerstörte Notre Dame im Jahre 2019 in Paris wieder aufgebaut*. * I.) Goethes Straßburger Zeit (April 1770 bis August 1771) war eine entscheidende Phase. Er kam als 21-jähriger Jurastudent in die Stadt und verließ sie als gereifter Dichter und Mitbegründer des Sturm und Drang. II.) Das Prinzip der Gotik ist der Aufbruchsgeist als das schöpferische Lebensprinzip, weil der gotische Kunstform- wille in erster Linie motivierend zur Nachahmung zwingen möchte. Es ist der Lebenswille als gotisches Lernprinzip, der einst elementar in die Formen gelegt wurde und diese Willenskraft ergreift jeden gotischen (Entwicklungs)men- schen und reisst ihn mit und lässt den Blick nach oben schauen. Die Formen und Schönheit einer gotischen Kathe- drale werden nebensächlich. Das durch die Dynamik ausge- löste Freiheitsgefühl, Emporgehobensein und die Seelen- authentizität werden hauptsächlich. III.)Am Anfang eines jeden Entwicklungsweges steht die Gotik. Auf- bruch, himmelwärts und nach den Sternen greifen. Deshalb geht jeder Entwicklungsweg nur über und durch die gotische Kathedrale als Ausdruck des Höherstrebens und als gotisches Lernprinzip ,weil bei Entwicklungs-Individualisierungs-Reife jeder das Gefühl vermittelt bekommt und keinen mehr gleichgültig lässt, dass die gotische Kathe- drale nur für ihn gebaut worden und er endlich zu Hause ange- kommen und nicht mehr weiter suchen muss. Erst wenn ich das gotische Lernprinzip kenne, bin ich im Leben angekommen. Nur wer individuell wird, existiert wirklich. In jeder Möglichkeit ist der Mensch ein Einzelner. Erst nach einer Lebenskrise öffnen sich die Eingangs- portale der gotischen Kathedrale für mich. Mit dem Münster fing es an und mit dem Münster hört es auf. Es ist seine Entwicklungszukunft in der scheinbar unreligiösen, evolutionären, säkularen Nachfolge Christi zu gestalten. IV.)Es ist von der gotischen Kathedrale, bei der es damals darauf an- kam, den Gläubigen der Zeit mit der Mystik des gotischen Domes zu erreichen (Glaubenslernen in der Ruhe, stille Gebetsmomente mit Gott) zur gotischen Kathedrale heute, wo es darauf ankommt, mit seiner genauso tiefen architektonischen Entwicklungsallegorie jeden Individualisierungs-Entwicklungsweg zu erreichen (Entwicklungs- Individualisierungs-Reife-Lernen im unruhigen Lebensalltag als der Weg " vom der ständigen Weltunruhe zu immer mehr Frieden mit sich selbst). V.) Goethe und das Straßburger Münster:"Wie oft bin ich zurück ge- kehrt.Von allen Seiten aus,von allen Entfernungen,in jeden Licht des Tages zu schauen seine Würde und Herrlichkeit". VI.) Der gotische Baustil ist voller Mystik wie eine Barockfassade, ein Gedicht von Johann Wolfgang Goethe, Beethovens Sextett, wie jedes Kunstwerk von Rang oder alles, was das seelische Innenleben befruchtet und erhöht und schlicht einfach Kultur genannt wird. VII.) " Eile herbei, dass du schauest sein treffliches Werk " schrieb Goethe in seinem Essay " von deutscher Baukunst ".Für ihn war das Gotische der Inbegriff des Freien, Charakteristischen und Authen- 11.) Ich bin z.B. von Beruf Bankkaufmann und bewerbe mich in den gängigen Jobportalen und habe die Qual der (Aus)- wahl.Ich bin aber von der Berufung Johann Wolfgang Goethe und habe nur die Wahl der Qual,dass mich keiner haben will, mich keiner versteht und die Gefahr besteht,mittellos zu werden, weil ich keine Qualifikation vorweisen kann.Ich gehöre nur noch mir selbst. Je mehr ein Mensch seinen Entwicklungs-Individualisierungs-Weg seiner Berufung be- schreitet,desto mehr gehen die Chancen auf dem Arbeits- markt dem Nullpunkt entgegen.Die Erscheinung des Menschen sagt aber mehr aus als sein Beruf. Die Tätigkeit ist wenig,aber die Person ist alles. Das Wirklicheitsleben kann nicht in Buchstaben oder in einem Beruf untergebracht wer- den.Wenn ich mich selbst bin, bin ich ein Original und es gibt keine Berufsbezeichnung mehr.Der besondere Mensch wird erspürt, gefühlt, füllt den Raum mit seinem Dasein. Es gehen von einem Kräfte aus ohne etwas zu tun.Es ist seine eigene Natur sich zu verschenken.Er gehört sich nicht selbst, sondern muss nur (da) sein.Die schöne Seele hat nur ein Verdienst zu sein.Je mehr der Mensch für eine gemeinsame Idee arbeitet,desto edler ist der Mensch.Wenn man sich selbst ist,trägt man sich auch selbst.Obwohl unbezahlbar, verdient er kein Geld. Sein Dasein war nicht fakturierbar. Jede Schraube hat eine Aufgabe,ich habe keine,so hätte Goethe geantwortet*. * I.) Der jugendliche Herzog Carl August von Sachen-Weimar-Eisenach berief den 26-jährigen Goethe 1775 an seinen Hof in Weimar, wo er schließlich für den Rest seines Lebens blieb. Er bekleidete dort als Freund und Minister des Herzogs politische und administrative Ämter und leitete ein Vierteljahrhundert das Weimarer Hoftheater. II.) Bildungs-Kultur-Lernen sind vom beruflichen Werdeverlauf gegangene, von Berufsordnungen anerkannte und populäre Wege, deren Lebensentwürfe sich in den Berufen wie Pfarrer, Manager, Psychologe, Krankenpfleger oder als Selbständiger wiederspiegeln und dieser sich im Ruhestand vollendet (Berufserledigung). Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen gibt es in der Regel keine staatlich anerkannte und populäre berufliche Werdegänge und deshalb eine eigene, unbetretene Bahn jenseits von " ausgetretenen Pfaden" gegangen werden muss, weil noch keiner mei -nen Entwicklungs-Individualisierungs-Weg gegangen ist und deshalb auch eine traditi- onelle, anerkannte Berufskammerbezeichnung nicht in Frage kommt. Johann Wolfgang Goethe hätte auch kei nen seinem Wesen nach ent- sprechenden Job in einem Bewerbungsportal gefunden".Aber wer einen Tag seinen Entwick- lungs(berufungs)weg gegangen ist, das gilt als höhe rer Wert als seinen Rentenanspruch nach vierzig Berufsjah- ren erreicht zu haben "(Berufungserfüllung). 12.) Bildungs-Kultur-Lernen ist quantitatives Bildungs-, Ausbildungs- und Qualifizierungswachstum (z.B. 200 000 Ärzte im Jahr (Symbolzahl) als mehr vom Gleichen auf dem Arbeitsmarkt. Entwicklungs-Kultur-Lernen ist qualitatives Entwicklungs- wachstum des Individualisierungsstrebens im Geiste Goethes (z.B. immer mehr Entwicklungseinzelne in der Gesellschaft und im Berufsleben*.
13.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen gelte ich als klug, wenn ich über andere und über anderes Bescheid weiss. Es ist die gebildete Seite des Menschen, welches höchstes (gesell- 14.) Goethes Lebensformel bildet der Kreis. Geschlossene Linie, volle Rundung und Umfassung des Daseins, ewige Rückkehr in sich selbst, gleiche Distanz zum Unendlichen, zum unverrückbaren Zentrum als Lebensmitte, allseitiges Wachstum von innen her. Er ist das beste Beispiel dafür, wie er ungestört in den Tumulten der napoleonischen Kriege seine innerste Schanze verteidigt hat die er " Zitadelle " 15.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen haben die Traditionalis- 16.) Bildungs-Kultur-Lernen ist z.B. Verse vom Dichter Frie- drich Schiller oder Johann Wolfgang Goethe auswendig lernen (Rezitationslernen). Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen sind nicht die Dichterverse, sondern seine Lebensstationen für mich von Interesse. Ich begebe ich mich auf eine litera- rische Spurensuchreise zu den musealen Quellorten z.B. nach Frankfurt, Wetzlar, Straßburg, Weimar, Ilmenau, Marienbad und Rom, um "die Chemie dieser Luft" zu atmen und seine Vita besser nachvollziehen können (Biografielernen).
17.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen werden "Grosse Persön- (Macht +Lebensleistung) und das Denkmal steht meistens an zentralen Punkten einer Stadt (Ganzheit)*.
18.) Mit dem Bildungs-Kultur-Lernen verbindet man die europäische Kulturstadt Weimar von 1999 (z.B.Schiller, Goethe, Herder,Wieland), aber was nur (alter) mittelbarer Geist zweiten Ranges ist. Mit dem Entwicklungs-Kultur-Lernen verbindet man die Entwicklungs-Individualisierungs-Stadt Straßburg (z.B. Freigeister, Mystiker, Theologen, Humanisten), was (neuer) unmittelbarer Geist ersten Ranges ist. 19.) Bildungs-Kultur-Lernen ist die Zeit des Bildungs-Goethe und des Dichters Schillers, aber das einst von Goethe zu- sammengefasste ist geistig und zeitlich vorüber,weil alles dem ehernen Gesetz des Vergehens und Werdens unterliegt.
II.) Was damals z.B. Dichtung und Theater der Volkserzie- hung diente ist heute z.B. das Entwicklungs-Kultur-Lernen. Goethe hätte dazu wahrscheinlich sich lapidar geäussert, dass es doch gleich bleibt, "ob die Katze schwarz oder weiss ist.Die Hauptsache,sie fängt Mäuse". III.) Das Wort erreicht die tieferen Seelenschichten, nicht mehr,sagte ein Pfarrer,weil die Menschen durch die mantrahaften Predigerworte abgestumpft sind und bewegen niemanden mehr zur angemahnten Umkehr. Es ist die Erfahrung, dass die Selbstgewißheit des Denkens grosser Genies und der Propheten nicht ausreicht, um Seelen wach zu rütteln, eine Aufbruchstimmung auszulösen und den Geist wieder zu erwecken. Auch schon vor fast 300 Jahren erkannte der Komponist Sebastian Bach,dass die (indirekten) Worte der Theologen fruchtlos blieben und er z.B. das Weihnachtsoratorium erschuf, wo Gott darin wohnte, um durch die direkte Musik die Herzen der Menschen zu brechen. Die gleiche Frage stellt sich auch heute,wie kann ich die Herzen der Menschen erreichen ? Es sind erst die Leiden der persön- lichen Schicksalsschläge und Katastrophen in der Welt als der Lebenskrisenführungs druck, welchen den Menschen erst zuhör-, veränderungs- und anpassungsreifebereit werden lassen. * Von dem Jahr der Geburt Christi und die darauf folgenden Jahre werden oft mit dem Zusatz „nach Christus“, oder „nach Christi Geburt“ (abgekürzt n. Chr.) versehen, früher meist lateinisch mit „Anno Domini“ zu nach Christus könnte auch eine Nachfolgeperson als Wiederankunft gemeint sein,den besonders die Christen weltweit erwarten,der eine Zeitenwende als Vorbildreifewirkkraft einleiten wird und damit das Predigen erhört wurde.
21.) Von den zwei Gesichtern Napoleons,der Konsul der dem Land Ordnung und Frieden wieder gab und der cäsarische, menschenverachtende Wahnwitzige, dem Kriegsführen zur Manie geworden ist, dem jedes Einzelleben gleichgültig und nur die "Grand Nation" und seine Kriegslust wichtig war (ca. 3 Millionen Tote und ausser dem code civil ist nichts geblie- ben) und sich höher schätzte als alle Könige,für ihn im Leben alles nur Glücksspiel gewesen ist, aber den Goethe so ver- ehrte und das Ritterkreuz der französischen Ehrenlegion erhielt.Für ihn war er "der Bändiger der Massen und Über- winder des Chaoses, er hatte die Nation gerettet als sie drohte, zugrunde zu gehen" und ihn einst in Erfurt begegnete zum "Napoleon der Entwicklung", wo zur Entwicklungs- opferfahne gerufen wird,nur jedes Einzelleben wichtig und jeder ein potentielles Genie der Selbstevolution ist und "den Marshallstab in seinem Tornister trägt"(welcher der Mensch- heit fehlen würde)*. * Die historische Begegnung zwischen Johann Wolfgang von Goethe und Napoleon Bonaparte fand am 2. Oktober 1808 während des Erfurter Fürstenkongresses in der damaligen kurmainzischen Stadt- halterei (dem heutigen Erfurter Regierungsgebäude) statt.Während der etwa einstündigen Audienz würdigte der französische Kaiser den Dichterfürsten mit den unsterblichen Worten: "Vous êtes un homme!" (Sie sind ein Mann !). Napoleon, der ein großer Verehrer von Goethes Die Leiden des jungen Werthers war, diskutierte mit ihm über Literatur sowie Politik und zeichnete ihn später mit dem "Kreuz der Ehrenlegion" aus. Für Goethe, der Napoleon als eine faszinierende "Naturkraft" und Verkörperung des genialen Geistes bewunderte, blieb dieses Treffen ein unvergesslicher Höhepunkt seines Lebens. Ausführlich festgehalten wurde das Zusammentreffen unter anderem in Goethes eigenen Aufzeichnungen sowie im Essay des Historikers Gustav Seibt. 22.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen sind Dichterverse von Goethe geformte Wortreihen, welche meistens mit einem Reimwort enden in aller Munde (mittelbare Indirektheit) Entwicklungs-Kultur-Lernen führt zu einer Lebensverdich- tungsform und endet mit Entwicklungsprozesserfahrungen, welche von Mund zu Mund gehen (unmittelbare Direktheit). 23.) Von das Läufergenie eines Weltklasseläufers liegt in den Lauffersen zum Universalgenie der Weltliteratur eines Johann Wolfgang Goethes, welches in den Dichtungsversen liegt. 24.) Bildungs-Kultur-Lernenende leben meisten in der Zukunft, im Morgen und hasten und jagen dem späteren Zeitpunkt entgegen z.B. in drei Stunden habe ich Feier- abend,in zwei Wochen gehe ich in Urlaub, in zwei Jahren gehe ich in Rente, das Geld reicht noch für fünf Monate. Entwicklungs-Kultur-Lernende leben nur im Lebensvertrauen im hier und jetzt und gewinnen ein anderes Verhältnis zur Zeit.Es ist die Verantwortung für den Augenblick und jeder Augenblick ist neu als Möglichkeit im positiven wie im ne- gativen Sinne.Es ist keine Uhrzeit und kein Datum mehr im Blickfeld haben als wenn die Zeit stehen geblieben wäre. Einen anderen Zeitpunkt wie das Jetzt als kleinste Zeiteinheit gibt es nicht. Das Jetzt ist vergleichbar mit einem impres- sionistischen Maler, der den Augenblick fühlt und ihn auf der Leinwand verewigt. Die Zukunft ist auch nur ein ewiges Jetzt,ein ewiges Heute und beginnt in jedem Augenblick aufs neue. Das Jetzt ist das lebenslange Lernen auf den Punkt gebracht. Jeder Augenblick, der nicht bewusst gelebt wird,ist ein verlorener Augenblick.Das Jetzt ist die Zeit gebändigt in der Ewigkeit und die Verzeitlichung des Ewigen. Durch das Leben im zeitlosen "Jetzt " ist heute die Zukunft länger als die Vergangenheit.Für Johann Wolfgang Goethe war zu jeder Stunde der letzte Augenblick der Reichste.Es waren nur die Augenblicke die zählten,nicht die Dinge.Nichts war höher zu schätzen als der Wert des Jetzt*.
Die Zeit ist stillstehend. Es gibt keinen Unterscheid zwischen dem Jahr 1963 und dem Jahr 2026. Jede Erinnerung ist so lebendig,als wenn sie gestern gewesen wäre.Die Zeit geht spurlos an einem vorbei. Deshalb entfällt auch jedes Zeitgefühl. in der Ewigkeit, weil alle Zeit, kann deshalb auch keine Zeit eingehen und eine Minute und zehntausend Jahre sind gleich wahr.Die Ewigkeit ist nicht zeitlos, vielmehr ist sie gleichzeitig zu allen Teilen der Zeit und umgreift alle Zeit. In dem alle Zeit mit Anfang und Ende begrenzt ist, muss die Ewigkeit als Gegen- satz dazu ohne Anfang und Ende unbegrenzt sein. Es war einmal, es wird einmal sein entfällt. Es gibt nur ein ist als ein ewiges Jetzt. Die zeitlose Existenz ist jenseits aller Kausalität und jeglichen Werdens und Vergehens. Siehe Textfortsetzung in evolutionäres Alltzeitnut- zungslernen 25.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen wird die Kunst um seiner selbst willen geliebt. Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen wird
26.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen gilt; Der Wissenschaftler Isaac Newton untersuchte die Natur und stand dem Volke distanziert gegenüber. Wissenschaft ist immer Mathematik und diese löst keine Euphorie und eine Aufbruchsstimmung aus. (Für die Makrophysik ist nur die Aussenwelt (sinnliche Materie/Reproduzierte) wirklich).Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen gilt; Johann Wolfgang Goethe war eine Urnatur und ein Bürger unter Bürgern. Sein verfasster Briefroman "Die Leiden des jungen Werthers" über eine unglückliche Liebesbeziehung war derzeiten ein Bestseller und löste Begeisterungs-und Nachahmungsstürme aus und gab der Jugend ihren Wert und Würde zurück. Es war der Wille eines genialen Individuums, welcher sich mit dem seines Volkes begegnete.Je weniger sich der Mensch äusserlich von seinen Mitbürgern unterscheidet, desto besser ist er für sie und desto echter wird er sein. Goethes froher Lebensge- nuss und seine vielseitige ministeralen,praktischen Tätig- keiten haben auch dazu beigetragen(für die Mikrophysik ist die Innenwelt (Nichtsinnliche-Materie/Bewusstsein wirk- lich)*. * Trivia: Spyridon Louis (griechisch Σπυρίδων Λούης, Rufname auch Spyros;) war ein griechischer Langstreckenläufer und der erste Sieger des eigens für die Olympischen Spiele 1896 in Athen kreierten Marathonlaufs.Er galt als Nationalheld, konnte nicht lesen und schreiben, aber im Herzen verkörperte er die Sehnsucht der Bevölke- rung.Wenn er etwas sagte, "das klang fast wie Gotteswort". 27.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen befindet sich Goethe und Johann Peter Eckermann, enger Vertrauter Goethes im Gespräch: Professoren predigen immer über alte Lehren, obwohl diese längst durch neue Erkenntnisse widerlegt worden sind.Diese Leute geben den Irrtum weiter, weil sie diesem ihre Existenz verdanken. Sie müssten umlernen, aber das ist eine unangenehme Sache (und mit der Existenz ver- 28.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen schlinge ich Biografien über Genies z.B. Johann Wolfgang Goethe in mich hinein und bin davon gefesselt (Spiegelbild). Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen beginne ich selbst ein Genie der Selbstevolution zu werden (Selbstbild). 29.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen sind es die technischen Innovationen,welche unsere Lebenswelt verändern.Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen sind es nur potentiell die Goethes-Individualisierungs-Wahrheiten, welche den einzel- nen (bei Reife) Menschen verändern. 30.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen heisst es, dass man * Die Individualität wird in der Gesellschaft (noch) nicht gefordert und spielt noch überhaupt keine Rolle. Die Gesellschaft ist aber nicht fähig aus sich heraus sich zu wandeln, der Gesellschaftsmensch ist wenig entwicklungsfähig und nicht der wirkliche Mensch, sondern nur der sich entwickelnde Einzelne ist wirklich und die tragende Kraft unserer Gesellschaft und gibt die Werderichtung mit seinen Entwicklungsimpulsen an. Der Entwickler ist unersetzbar und weil das wertvollste Mitglied, " das Salz der Gesellschaft " und deshalb " system- relevant ". Er ist es, der die Anderen durch " sein-anders-sein " weiterbringt. Einer muss es zuerst gedacht und getan haben. Durch ihn wird die Welt zu einem besseren Ort.Siehe Textfortsetzung in Gesellschafts-und Entwicklungsmensch 31.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen ist Goethes Faust als die Summe seines lebenslangen Denkens kaum noch Pflicht- lektüre und viele Schulen lassen Goethes "Faust" nicht mehr lesen."Ein jeder lernt nur, was er lernen kann", heißt es im "Faust" selbst (Welt-Literatur). Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen gehörte z.B. Karl May in den sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts zu den meist gelesenen Schriftstellern der Welt (und ist heute nicht mehr dem Zeitgeist der Jugend gerecht). Seine Reiseerzählungen weckten Kinderträume, entfachten Jugendideale,waren Kopfkissenbücher und wurden von den jugendlichen Lesern verschlungen (Trivial-Literatur).
* Bildungs-Kultur-Lernen ist senil und greisenhaft. Dieses hat keine Zukunft und es fehlt die Richtung der Zeit. Wir blicken festhaltend, verharrend rückwärts und leben so vorwärts, dass es so weiter geht und ich der Gleiche bleiben kann der ich bin. Entwicklungs-Kultur-Lernen ist jung, denn nur die Jugend hat Zukunft, ist Zukunft und die Richtung der Zeit. Der Sturm und Drang und die Sternen vom Himmel zu holen ist jeder jugendlichen Seele eigen.Wir blicken vorwärts und leben rückwärts, dass es nicht mehr so weiter geht wie bisher und ich nicht der Gleiche bleiben kann, der ich bin. 32 Teil II.)Zukunft bedeutet, für welche Ideen sich zu leben lohnt. Deshalb ist die dichterische Wertesignatur und die weltfernen bibelhaften Weltweisheiten nicht mehr im- stande,die Probleme unserer Zeit zu inspirieren.Wir befinden uns in einem epochalen Zeitenwandel des Umbruchs, und am Beginn eines neuen Frühlings der Menschheit.Die Um- weltklimakrise,die weltweite Staatsverschuldung,die Technikabhängigkeit, die Erosion der Wirtschaft und die damit verbundene zunehmende Arbeitslosigkeit (jeder zweite hat Angst um seinen Arbeitsplatz),geopolitische Krisen,der zunehmende Werteverfall einer Maßlosigkeit und Unehrlichkeit etc.) lassen sich nicht mit dem Faust Drama Teil 1 und Teil 2 und Theateraufführungen lösen.Darüber hinaus wird z.B. das heute erst zu einem ernst genommen Lernthema und ein zu verankernder Lernprozess nicht mit einem Satz abgetan ist.Goethe war auch ein aktiver Naturforscher. Die Natur war für Goethes Faust ein Zufluchtsort.Wenn sich der ökologische Fußabdruck des Menschen nicht schlagartig verbessert und nachhaltig den Klimawandel stoppt, hat der Mensch gar keine Möglichkeit mehr zu einem Zufluchtsort, wo er sich weiter entwickeln kann.Wenn man bedenkt, dass nach Goethes Zeiten der Mensch wissender wurde als in der gesamten Menschheitsgeschichte davor sind die daraus ergebenden Fragen, von der Goethe gar nichts wis- sen konnte, auch noch nicht beantwortet.Vieles ist bis zum zerreissen angespannt.Untergangspropheten verkünden sogar,dass wir uns inmitten einer neuen Weltstunde, in der sich die letzte im Diesseits bereits zu diesem (un)religiösen Jenseits-Lernen-Ereignis befindet, was den Vergleich mit kosmischen Katastrophen nicht scheut.Die grossen Krisen würden beginnen mit dem "Abfall von Gott und dem Er- löschen der Religion" ,weil die Grundfesten nicht mehr das Bibelwort sind und die Kraft Gottes verleugnet wird, so argumentieren religiöse Fundamentalisten. "Das 21. Jahr- hundert wird religiös sein oder es wird nicht sein“ wird von dem französischen Schriftsteller und Philosophen André Malraux gleichermaßen alimentiert.Früher fragte man nach der letzten Ursache und heute geht man vom erkennenden Ich aus. Viele sind der Meinung, dass dem Menschen den Boden unter den Füßen weggezogen wurde und diese haben es noch nicht bemerkt. Die Entleerung der Welt ist end- gültiger und umfassender, als was die beiden Kriege des letzten Jahrhundert angerichtet haben.Die kaputte Welt ist an einem Punkt angelangt, wo etwas Grundlegendes ge- schehen muss,weil sie keine regenerative Kraft mehr hat.Es ist nicht fünf vor zwölf, sondern fünfzehn Minuten nach zwölf und der Abstiegsdestruktionsweg kann nur zu Ende gegangen werden. Dann steht der tiefgründigste Wandel und schwere Zeiten an. Unsere Probleme sind so bedrückend, dass wir keine Zeit mehr haben auf alte, verbrauchte und in allen Richtungen durchgearbeitete Ideologien und Rezepte zurückzugreifen. Neue Nöte bedürfen neuer Gedanken.Nur wenn bestehende Ordnungsregeln gebrochen werden,verän- dert sich etwas. 32 Teil III.)Ein Potential der Weltveränderung ist aus den bisherigen Weltanschauungen nicht möglich. Die bestehende Welt ist eine vergangene Epoche. Ein Haus (gesellschaftliche Gehäuse) auf schwankendem Fundament kann nicht mehr gestützt werden. Man kann es nur noch verlassen. Die neue Welt seit dem Jahr 1949 ist eine zweite Auflage der alten Welt, welche das gleiche Schicksal erleiden muss. Jede Krise vernichtet immer etwas, worauf der Mensch Gewissheit und Geborgenheit seines Bewusstseins und seine Selbstbestäti- gung gegründet hatte.Zum ersten Male in der Geschichte steht der Mensch überall nur sich selbst gegenüber. Wenn eine Geschichtsepoche vorüber ist, versagen plötzlich ihre Werte und ihre Methoden. Von der Bewusstseinserkenntnis ging die Krise aus, welche nie die Totalität des Menschen erfasst und das Ganze uns tragende darstellt und deshalb in die Krise der Bewusstseinserkenntnis und des alten, ver. brauchten Kulturverständnisses schliesslich führen muss. Die Geschichte hat nicht mehr die Kraft den Menschen zu tragen und der Mensch hat nicht mehr die Kraft die Ge- schichte zu formen.Das ganze Kultur,-Ökonomische-Techni- sche und Bewusstseinsgebäude bricht in dem Augenblick zusammen, indem diese Erhaltungs- und Erneuerungskraft des "homo faber" nachlässt und die Zivilisationskraft zu erlahmen beginnt. 32 Teil IV.) Es ist von politischen Mehrheitsprinzip gewählten, politischen Führern, welche in der Masse nicht auffallen , wenn man diese nicht kennen würde ("Ein Fürst, der das Volk nur verwaltet, wird das Volk wenig achten) zu charismati- schen Führern und (Vorbilder nicht-parlamentarischer Art, als das, was unser Land und die Menschen besonders in Krisen brauchen und sie sich mit diesen identifizieren kön- nen ("Ein Fürst der das Volk führt, wird das Volk hassen"). Es war immer so gewesen,dass historische Persönlichkeiten in der Epoche grosser sozialer Veränderungen dann auf die Bühne traten.Wo ein einziger (grosser) Mann den Staat erhalten kann stellt sich aber auch die Frage, ob der Staat in seiner Fäulnis wert ist,erhalten zu werden ? (Quelle unbe- *I.) Ein historisches Beispiel für den Materialismus-Werte-und Sicher- heitsverfall und damit verbundenen mehrmaligen Neufang zeigt uns die deutsche Neuzeitgeschichte. Wer im Jahre 1949 in Deutschland " fünfzig Jahre alt " war, hat in seinem Leben mindestens sechsmal von vorne anfangen müssen. Zum ersten Male 1919 nach dem ersten Weltkrieg, dann 1924 nach der Inflation, 1933 nach der Wirtschafts- krise, mindestens einmal zwischen 1939 und 1945, schliess lich nach dem Zweiten Weltkrieg und letztendlich am 20. Juni 1948 dann mit der Einführung der deutschen Mark. Die Ursache war immer die Gleiche, weil (Diesseits)realität und die (Jenseits)wirklichkeit gleichgesetzt wurde,was es aber nicht ist und diese Spaltung zwischen Rathaus und Kathedrale immer wieder zu einem ernüchternden Neuanfang geführt hat. II.) Die Ursachen des Verfalls waren über all die Gleichen. Sie bestan- den darin, das der Mensch Kultur und Bewusstsein mit der Schöpfung und dem Sein, das Wesen und das Wesen hinter der Erscheinung verwechselte und dass er sich infolgedessen allein auf die Zivilisa- tionskultur und Bildungsbewusstsein begründete und die Fähigkeit des Getragenseins durch ein "anderes Gegenüber" eines Kulturbe- wusstseins einbüsste. Das System muss zusammenbrechen ohne kulturpessimistisch zu sein, weil es eine alte Auflage und Wieder- holung ist der alten nur auf bewusst seinsbegründeten Systemen ist. Jede Krise vernichtet immer etwas, worauf der Mensch die Sicher- heitsgewissheit seines Bewusstseins und seine Selbstbestätigung gegründet hatte Der Mensch darf sich nicht alleine auf die Zivilisa- tionskultur und das Bildungsbewusstsein begründen und seine Sicherheitsexistenz davon abhängig machen (Aussenblick), weil das einer anderen Begründung eines Entwicklungsbewusstseins (Innen- blick) bedarf. III.) Unsere gesellschaftliche Ordnung ist wie eine gotische Kathe- drale, wo der Schlussstein die gesamte Konstruktion durch gegenseitigen Druck selbsttragend macht (als Metapher für Gott) immer mehr entfernt wird und aus der Lebenswelt verschwindet. Deshalb ist es nur eine Frage der Zeit, wann das Bauwerk (künstliches gesellschaftliches Gehäuse) wegen der inneren Lebenswidersprüche und Spannungen, weil nichts mehr trägt, in sich zusammen bricht. 32 Teil V.)Fest steht aber,dass das Neue und Befreiende aus dem deutschen Geist wieder kommen wird, im Gegensatz zu Ideologien,Verschwörungstheorien,der Macht, dem Reich- tum, der Wirtschaft, einem hochdotierten Professoren- Lehrstuhl oder anderen traditionellen, gesellschaftlichen Werten.Das Omega der Welt ist ein Einzelner, der das Ganze rechtfertigt. Oder wie der Historiker Jacob Burckhardt es ausdrückte,dass die Sache alleine durch asketische Men- schen entschieden wird. Die grösste Autorität und Vorbild-Wirkkraft ist dort, wo die Askese dem Diesseits fern und dem Jenseits zugeneigt ist und für den alles vergänglich und Gleichnis ist.Alles Große kann nur religiösen Ursprungs sein. Das Elementare siegt immer über das Ephemere und das Metaphysische ist wirkmächtiger als das Physische.Was bleibt ist nur das Echte und Wahre.Der letzte Kampf beginnt, in welcher die Zivilisation ihre abschließende Form erhält zwischen Geld (Gier) und Blut (Geist).Die alte, jetzige und die neue sich entwickelnde Ordnung vertragen sich so gut wie Wasser und Natrium.Es ist der Wandel vom Bildungs-Kultur-Lernen-Haben zum Entwicklungs-Kultur-Lernen Sein und geschieht dann,wenn die grossen Niederlagen zu verarbeiten sind. *I.) Ohne die Körperlichkeit als Beziehung zur Welt verliert die Seele die Möglichkeit sich unmittelbar in der Geistwelt zu entwickeln, weil sie ihres Weltbezuges und den Weltwerkzeugen beraubt ist. Der Geist braucht die Beziehung mit der materiellen Welt als polare Spannung, die erst in den sinnlichen Entwicklungs-Lebens-Wider-spruchs- Reizen des praktischen Alltagsweltlebens gegeben ist. Ohne Lebensreize ermattet das Leben.Aussen und innen sind unlösbar miteinander verbunden.Der Mensch spiegelt sich in seiner Umwelt und die Umwelt spiegelt sich im Menschen. Er erkennt die Aussenwelt nur durch sich und erkennt sich selber nur über das Mittel der Aussenwelt. "Meister Eckhart sagt dazu:Könnte der Mensch Gott erkennen ohne die Welt, wäre sie nie um seinetwillen geschaffen worden. Die Sinnenwelt ist göttlichen Ursprungs.Wir brauchen sie, um zu wachsen, weil das Ewige sich im Vergänglichen offenbart. II.) Der ökologische Fußabdruck ist ein Rechenwert, der zeigt, wie viel Fläche auf der Erde nötig ist, um den Lebensstil eines Menschen oder einer Gruppe zu ermöglichen. Er misst, wie viele Ressourcen verbraucht und wie viel Abfall oder CO2 erzeugt werden. III.) Siehe auch "Landesnot ist Führungsnot" Nr.1461 in Kulturler- nen-30-Nr.VI 33.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen wird die Bildung und der Goethegeist als Bildungsfortschritt im Bildungssinne gedeutet. Goethe hat das Bildungsbürgertum des 20.Jahr- hundert geprägt. Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen wird die Bildung und der Bildungsgeist als Bildungsfortschritt im Sinne einer Verfallsidee gedeutet*. * An wichtigen Punkten der Evolution treten Wertwenden auf
34.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen wird gerne der Altmeister Johann Wolfgang Goethe zitiert, "das seine Sachen nie populär werden.Sie sind nicht für die Masse geschrieben, sondern nur für einzelne Menschen, die ähnliches wollen und suchen und in ähnlicher Richtung begriffen sind". Eigentlich ist Dichtung das Überflüssigste was es gibt und es ist noch niemand dadurch satt und reich geworden.Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen heisst es,was zu Goethes Zeiten nur für Einzelne galt, gilt heute für eine grössere Anzahl von Menschen und bald für die breite Masse, weil wir heute in einer Entwicklungszeit leben und die Zeitreife dafür gege- ben ist.Keine Zeit war besser und entwicklungsherrlicher zu leben als diese. Noch nie waren die Umstände so günstig und es gab noch nie so viele Möglichkeiten.Erst die heutigen, sozialökonomischen Verhältnisse,eine lange Friedenszeit viele Freiheiten in allen Lebensbereichen und die Leerheit der Kulturangebote und Techniken ermöglichen erst das, wovon Goethe nur träumte und jeder überspitzt gesagt, potentiell zu einem "eigenen Balkongott" als Metapher für die Individualisierungs-Einzigartigkeit, Größe,(Genie)Unikat, und sonst zu nichts nutze bei Entwicklungsreife werden kann,auch wenn es zur Zeit visionär erscheint ein uner- setzlich Einzelner zu werden, was das Lebensgesetz ist.Es Jede Zeit hat auf dem geistigen Gebiet seinen "heimlichen Kaiser" und die Geschichte bestätigt, dass die grössten geistigen Kräfte zu ihren Lebzeiten meistens unerkannt blieben. Man sieht die Sonne nicht, weil sie scheint. Siehe auch Heute ist die beste aller Entwicklungszeiten*. *I.) Die Individualität ist die begriffliche Fassung des Lebens,die Unterscheidung vom Anderen und der Einzelne ist nur wahr, wenn er individuiert d.h. Dinge lebt und Dinge tut, was keiner so tun kann (nur ich kann es) und es das Einzige ist,wo er zunutze ist und deshalb nur gross ist und dort seinen Platz hat, wo er hingehört. Individuali- sierung bedeutet einer grossen Idee nach kommen, für die man sein ganzes Leben bereit ist zu zu leben und zu sterben. Individualität haben heisst Seele haben..Erst durch die Entwicklung begründet und definiert sich jedes Individuum. Der Mensch, der nicht individuell auf seinem Entwicklungsweg individuell wird, existiert als Einzelner nicht und hat seine persönliche Freiheit aufgegeben. Deshalb gilt, wenn das Leben aber nicht individuell gelingt und damit seinen Sinn be- II.) Erst die heutigen politischen, technischen und sozialökonomi- schen Verhältnisse (Freiheit, Wohlstand, Möglichkeitsvielfalt, Kom- munika-tionszeitalter, Wertwenden, Freizeit, Prosperität, Sättigungs- grad, Kulturlosigkeit, wankende Sicherheiten, Religionsferne, Sicher- heitsängste, Lebenssinnleere, Lebenskrisen, Überfluss, Generatio- nenwechsel, Wertewandel des Materialismus etc.) haben die Ent- wicklungsvoraussetzungen für Genie(individualisierung) geschaffen. Aber auch erst in Krisen weiss der Mensch, wer er wirklich ist. Ein hoher Lebensstandard, Eigentum als auch die demokra- tischen Grundwerte bilden erst die Grundlage jeglicher sozialen Ordnung und sind das Sprungbrett für das " Entwicklungswohlergehen". III.)Die Gesellschaft ist aber nicht fähig aus sich heraus sich zu wandeln, der Gesellschaftsmensch ist wenig entwicklungsfähig und nicht der wirkliche Mensch, sondern nur der sich entwickelnde Einzelne ist wirklich und die tragende Kraft unserer Gesellschaft und gibt die Werderichtung mit seinen Entwicklungsimpulsen an. Nur der Vorbildeinzelne ist eine Hilfe, den anderen muss geholfen werden. Erst durch die Entwicklungs-Individualisierung wird der Einzelne zu einem unersetzbaren Entwickler und weil das wertvollste Mitglied, " das Salz der Gesellschaft " und ist deshalb auf der tiefsten Ebene " systemrelevant ".Vorbildentwickler machen den Unter schied aus, weil es die Anderen schon gibt. Einer muss es zuerst gedacht und getan haben. Durch ihn wird die Welt zu einem besseren Ort. Er ist es, der die Anderen durch " sein-anders-sein " weiterbringt. Entwickler machen den Unterschied aus, weil es die Anderen schon gibt. Ent- wickler sind machtvolle,verkannte Einzelgänger und bilden die zukünftige Elite der Gesellschaft. Die Zivilisation rechtfertigt sich, wenn sie Einzelne hervor zu bringen vermag. Das Ganze erhält seinen Sinn vom Einzelnen und nicht umgekehrt.Es kann nicht genug betont werden, aber im menschlichen Kultur-,Berufs-und Krisenleben ist der Starke, der Nichtangepasste. Nur die Menschen, welche etwas gewagt haben,haben den Menschen den Fortschritt gebracht. Immer waren es schöp- ferische,nicht angepasste exemplarische Einzelgänger, welche Ausserordentliches erreicht und Umwälzungen eingeleitet haben.Nur wer sich entfaltet, bewirkt gutes oder Entwicklungs-Individualisierung nicht zu tun ist schlimmer, als etwas schlechtes zu tun Der Gradmesser für die Höhe einer Kultur des Volkes sind nicht das Bildungsniveau des Einzelnen, die Höhe des Sozialproduktes oder die Anzahl der Museen, sondern die Anzahl der Entwicklungseinzel- nen sind vom nationalen Interesse. Jedes Land kann stolz sein, wenn es mehr Einzelentwicklung zulässt. Mit dem Aussterben des Einzelnen beginnt die Destabilisierung und der Zerfall der Gesellschaft. Jeder kennt den Roman "Glasperlenspiel" des Schriftstellers Hermann Hesse; "Eine Gesellschaft zerfiel, weil sie nicht wandlungsfähig war". Siehe Textfortsetzung in Gesellschafts-und Entwicklungsmensch 35.) Die Weimarer Klassiker werden einseitig vermittelt. Einerseits sind die Bildungsinhalte sind noch das bürgerliche Kulturideal vom allseitigen befreiten Menschen im 18.und zu Beginn des 19.Jahrhunderts und bspw. im goethischen Den- ken kann die individuelle Erfahrung nicht erschlossen werden. Zu einer gesunden Persönlichkeit gehört aber nicht nur die geistige, helle, sondern auch die sinnliche, dunkle Lebensfreude, die Versöhnung von Geist und Sinnlichkeit. Johann Wolfgang Goethe war ein sinnlicher Lebe-Genuss-Mensch, aber in seiner idealistischen Dichtung fehlt die sinnliche Seite und damit ist sie weil nur abstrakt das halbe Leben.Deshalb ist unter Umständen in einer Biografie eine grössere Lese- und Lernidentifikation und mehr Philosophie gegeben als in einem geistigen Werk, weil dort auch die polare, notwendige, dunkle Lebensseite mitgegeben ist. Die Autoren, die über Goethe schreiben und die Lehrer, die darüber unterrichten, sollten auch wie Goethe leben mit Ausnahme der Biografen. Bei den Bildungsklassikern wird nur bezwungener, etablierter, aufgeklärter, denkender Bildungs- Schöngeist vermittelt, aber der Mensch besteht nicht nur aus Geist, sondern auch aus Trieben, Gier, Leiden- schaften, Ängsten,Interessen,Krankheiten,seinem Besitz, Abhängigkeit-und Verantwortlichkeiten als Lebenswider- spruchsgeist und lebt in einer Welt,wo das Geld der Maßstab aller Dinge ist. Es ist die Eigenschaft der menschlichen Seele, dass sie sich dann am schnellsten erhebt, wenn sie am stärksten niedergedrückt wird bemerkte Goethe einst. 36.) Bildungs-Kultur-Lernen ist an einer Kulturreise auf Goethes Spuren in Weimar" teilnehmen. Entwicklungs-Kultur-Lernen ist seinen eigenen Entwicklungs-Individua- tionsweg in der säkularen, evolutionären Nachfolge Chris- ti, der völlig unreligiös aussieht, gehen und auf diesem seine Vorbildspuren hinterlassen.Siehe auch unten Nr.133* * Siehe auch Entwicklungs-Individualisierungs-Weg durch die gotische Kathedrale in Straßburg lernen * Siehe auch Entwicklungs-Individualisierungs-Weg durch die Banken-und Bürowelt der Grossstadt Frankfurt lernen (in Vorbereitung). * I.) So wir wir sind, ist die Welt. Jeder Mensch ist sein eigenes Univer- voller als alles Geld der Welt. Wenn einer den Weg gegangen ist, hat er ihn frei gemacht für andere ist dass das wissenschaftliche Spiegelbild der Relati- vitätstheorie von Albert Einstein. Es wurde (Entwicklungs)- raum als physische Realität geschaffen, der vorher nicht da war und erst diese Raumexpansionsmagie gibt jedem die Chance, in den (Vor- bild)kraftraum einzutreten wenn diese auch das praktische Moment der Veränderung beinhaltet, diese transzendierende Möglichkeit (durch Selbstentwicklung) wahrzunehmen. Der Raum ist nicht be- grenzt, sondern so gross, wie der gedacht werden kann. Es ist we- niger die Kunst des Möglichen, sondern im Rahmen des Möglichen, wozu ich auch wirklich reifebereit bin als eine neue Kulturkategorie eines Kulturlernens,wo ich meiner Lebenswelt in der Auseinander- setzung gegenübertreten und Kultur schaffe. II.) Alleine durch seine Existenz wird er zum Vorwurf und zur perma- nenten Forderung nachzuahmen und ihm nachzufolgen.Wer sein eigenes Leben erkannt hat, hat es für alle erkannt. Der Dichter Friedrich Schiller würde sagen; " Was einer im Reiche der Wahrheit erwirbt, hat er für alle erworben. Nur dieses ist der archimedische Punkt und prima causa (Heils-,Entwicklungs-,Nachfolge-und Lebens- wert), auf den es ankommt. Wenn der Mensch sich durchgerungen und den Vorbildweg gegangen ist, ist das wie ein Tropfen, welcher ins Meer fliesst, wo das Meer sich in den Tropfen verwandelt und ein Einzelner zur Menschheit wird und nicht der Tropfen zum Meer wird. Der kleinste aller Samen kann den grössten Baum hervorbringen und ein einzig erwachter Mensch kann eine neue Menschheit entstehen lassen. Es ist die Bewahrheitung, dass "die Stillen im Lande" die lautesten Gedanken haben. Das ewige Wort wird nur in der Stille laut. 37.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen werden Werke von grossen Dichter z.B.Goethes Faust und Denker gelesen,Musik von grossen Komponisten gehört oder Werke von Künstlern in Museen bewundert, weil diese Kulturphase als abgeschlos- sen gilt.Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen gilt eine Kultur noch nicht abgeschlossen, welche ein höheres, nicht-sinn- liches Ziel mit einer unheimlichen, lebendigen Wirksamkeit in sich trägt, was über den Menschen hinausweist und er fähig sein kann, wenn er sich entwickelt. Nur soweit uns etwas noch aus einem Werk anspricht, ist es für mich lebendig und es wird damit die Vergangenheit aufgehoben. Solange es mich lebendig anspricht wird es kulturell und nur darauf kommt es an. 38.) Bis zur Epoche der Aufklärung war das Genie nichts, was 39.) Je größer ein Mensch,desto grösser sind seine Leiden- schaften und Lebenswidersprüche.Johann Wolfgang Goethe war ein sinnlicher Lebemensch,war auch kulinarischen Ge- nüssen nicht abgeneigt, hatte einen vielfältigen, erotischen Werdegang und hat oft in den Frauen seine eigenen Ideen geliebt und meistens die Frauen hochstilisiert.Er hatte fünf Kinder, wo nur der älteste Sohn das Säuglingsalter überlebt hat. Ihm werden weitere 12 prägende Liebschaften nach gesagt z.B. Käthchen Schönkopf (1746–1810): Seine erste große Jugendliebe in Leipzig.• Friederike Brion (1752–1813): Die Pfarrerstochter aus Sessen- heim, der er berühmte Liebesgedichte widmete.• Charlotte Buff (1753–1828): Das Vorbild für die Lotte in seinem berühmten Werk" Die Leiden des jungen Werthers".• Charlotte von Stein (1742–1827): Die Hofdame in Weimar, die ihn über ein Jahrzehnt tief inspirierte und mit der er eine enge platonische Seelenverwandtschaft pflegte und Goethes Ganzheit erahnte.• Christiane Vulpius (1765–1816): Seine langjährige Lebensgefährtin und spätere Ehefrau, mit der er mehrere Kinder hatte. Aber "In einem Goethe-Zweizeiler ist trotzdem mehr ewige Substanz enthalten als bei allen Liebesaben- teuern eines Casanovas". Warum? Wenn das Sexlustverlangen durch die Kanäle der Denkkultur gelernt wird, kommen grosse Werke zustande. Jetzt heisst es, was der Selbsterhaltung, der Fortpflanzung als Schaffung neuen Lebens und der Aus-und Erlebenslust diente und Leben hervorbringt, dient jetzt der Fort- und Höherentwicklung einer Schaffens- und Selbstverwirk- lichungslust als Umgeburt und die Fruchtbarkeit bringt geistiges Leben hervor, weil in der Sexualität eine Kraft steckt, welche über den Menschen hinausführt. Der Ge- schlechtstrieb wird unwichtig, die Lebensschöpfung wird wichtig. Das Leben pflanzt sich auf höherer Entwicklungs- stufe fort, weil die Triebkraft in den Dienst der Aufgabe gestellt wird. Nur wo Leidenschaft ist, da ist Grösse und diese wird erst durch Sublimierung gross. Die Libidio (Lust) wendet sich zu einem Objekt als neues Ziel zu, wo sie ihre Gefühlsspannung übertragen kann im Dienste der Offenheit als Tor zu einem höheren Bewusstsein. Die Liebe war und ist der Humus für jeden Dichter und sonstigen Schaffenden.Die Leidenschaft der Liebesnacht wird zur Brautnacht einer neuen Dichtung und anstatt im Bett zu verglimmen wird die Sexualität nicht ausgelebt, sondern schöpferisch produktiv und transzendiert,weil man nur einen Gedanken im Kopf haben kann.Die geistigen Geschöpfe müssen wie die leib- eigenen Kinder aus der Leidenschaft heraus gezeugt wer- den.Das geistige Kind des Buches scheint ihm eigentlich als das körperliche Seinige zu sein, da er in dieser Empfängnis Vater und Mutter zugleich ist "Die Bücher, die er seine Kinder nannte und jedem ein Kindsnamen gab" ist ein bekanntes Schriftstellerzitat. In Goethes Faust zweiter Teil heisst es: "Das ewig Weibliche zieht uns hinan"; es ist das ewig Weib- liche als Schöpferkraft, was uns weiter bringt. Siehe Text- fortsetzung Nr.369 in Kulturlernen-9*. * Das altgermanische Wort für Seele war weiblich und Seele galt als das Synonym für das Leben.Goethe verwendet dieses Wort im letzten Sinne als letzte weibliche, schöpferische (Lebens)wirklichkeit. II.) Was ist das Leben ? Gott ist das Leben*. *Meister Eckhart. III.) " Das Weib ist mein Hauptwerk, Gustav Klimt " *.
IV.)Bei Katharina der Großen wird kolportiert, dass in der Zeit ihrer grössten Leidenschaften die grössten Gedanken und Entscheidungen geboren wurden. V.) Siehe Textfortsetzung Nr.369 in Kulturlernen-9 40.)Beim ewig, jungen Olympier Johann Wolfgang Goethe besitzt der gesellschaftliche angepasste Alltagsmensch die Lebensauffassung eines ruhigen, sicheren persönlichen, glücklichen, lebensleichten, rhythmischen griechischen Geistes.Die Lebensauffassung eines Entwicklungs- Individua- lisierungs-Menschen ist einem unruhigen, unsicheren, lei- den- den, lebensschweren, überpersönlichen, unrhythmi- schen gotischen Geist geprägt. 41.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen werden die absoluten Lebenswahrheiten eines Faust von Johann Wolfgang Goethe gelernt und wieder gegeben. Faust gilt als eines der bedeu- tendsten und meist zitierten Werke der deutschsprachigen Literatur und hat seinen Fingerabdruck damit auf den Seiten der menschlichen Kulturentwicklung hinterlassen.Er hat es geschrieben in der Absicht,das es in 500 Jahren noch lesenswert sei (Wahrheit an sich-vor der Entwicklungsreife). Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen gelten nur Wahrheiten, welche zu entwickeln gilt. Entwicklungswahrheiten sind selbtserzieherische Wahrheiten.Die Wahrheit enthält nur soviel Wahrheit, wie sie Entwicklungs-Individualisierungs-Wahrheit enthält und das Leben enthält nur soviel Wahr- heit, wie es Entwicklung enthält. Es geschieht zwar viel in der Welt und um uns herum, aber in Wahrheit geschieht alles nur in mir. Diese Wahrheit erweist sich nicht als wahr, weil sie sich durchsetzt, sondern sie setzt sich durch, weil sie wahr ist und beweist sich selbst.Was nützen die absoluten Wahrheiten, wenn sie unerreichbar hoch am Himmel leuchten (Wahrheit für mich-bei Entwicklungsreife)*.Siehe auch Nr.129. * I.) Die 1808 veröffentlichte Tragödie greift die Geschichte des histori- schen Doktor Faustus auf und wird in Faust II zu einer Menschheits- parabel ausgeweitet. II.) Wozu ist ein Mensch auf Erden ? Es ist die Verpflichtung die indivi- 42.)Siehe den Gliederungspunkt Wissenschaftsgrenzen der Makro-und Mikrophysik und der Technik.Ich ehre die Mathe- matik sagte Goethe als die erhabenste und nützliche Wissen- schaft, solange man sie da anwendet, wo sie hingehört. Aber ich kann nicht loben, wo sie Anwendung findet, die gar nicht in ihrem Bereich liegt und wo die edle Wissenschaft zugleich als Unsinn erscheint. Noch schärfer urteilt der Philosoph Schopenhauer, dass die niedrigste aller Geistestätigkeiten die Arithmetische sei und dieses wird dadurch belegt, dass diese die Einzige ist, welche durch eine Maschine ausgeführt werden kann*. *Die künstliche Intelligenz denkt,aber weiss nicht dass sie denkt.Der Unterschied zwischen KI und dem Menschen ist nicht das Denken, sondern das Erkennen.KI kann viel von Liebe erzählen, aber sie nicht spüren.KI kann die Stille beschreiben aber kennt sie nicht.KI kennt die Funktion, aber nicht deren Bedeutung. KI kann sagen was ein Lebenssinn ist, aber kann keinen Lebenssinn geben.KI kann viel über Gott wissen,aber hat nie eine Gotteserfahrung gemacht.KI kann et- was zum Problem sagen, aber es nicht durch Transzendierung lösen. Durch KI habe ich Zugang zu vielen Informationen aber nicht zur Weisheit.KI gibt viele Antworten aber keinen Frieden.KI weiss sehr viel, aber hat kein Gewissen.KI kann auch nicht staunen, Angst haben oder sich freuen. Alles was KI nicht kann ist das, was das menschliche ausmacht und umgangssprachlich als Seele bezeichnet wird. Wenn die Seele den Menschen ausmacht, dann geht mit dem Verlust des seelischen durch KI der Mensch verloren. Bei KI ist das Denken wich- tiger als das Menschsein.Wo aber das KI-Denken endet beginnt das menschliche Bewusstsein und mein Dasein ist ein Ausdruck vom (Selbst)bewusstsein und des Seins als das Wesen ("Ding an sich)hinter meinem Erscheinungs-Dasein. Siehe Textfortsetzung Nr.Kulturlernen-68 43.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen wird der Alkohol als schäd- lich, lebensjahreverkürzend verteufelt und selbst kleinste Mengen erhöhen das Risiko für Krebserkrankungen und Leberschä- den erheblich,was nicht im Geringsten in Frage gestellt wird. Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen beflügelt Wein die Phan- tasie. Es werden Schriftsteller,Dichter und Musiker zitiert, welche erst nach einigen Gläsern Wein zu ihren schöpfe- rischen Schaffens-Höchstleistungen fähig waren und den Wein als Lebenselexier brauchten, um produktiv zu sein."Ich muss zittern, aufgedreht und rausch- haft sein, damit ich schaffen kann" sein lautet ein Schrift- stellerzitat. (Das verzehrende Feuer des Sturm und Drang wird als "Jugendrausch einer Gotttrunkenheit ohne Wein" interpretiert).Der Wein lässt die Herrlichkeit der Schöpfung spüren."Der Schriftsteller Ernst Jünger z.B.wurde 102 Jahre alt und es wird kolportiert, dass er täglich 3 Flaschen Rotwein trank. Im Wein liegt eben die Wahrheit". Wein lässt, insofern mäßig getrunken, Dinge klarer sehen und über die wahren Dinge besser schreiben, erzählen und reimen Goe- the trank am Tag zwei bis drei Flaschen Wein (der Volu- menalkoholgehalt lag damals bei 8-10 % gegenüber 12-15 % heute)und wer diese Menge täglich trinkt, gilt heute als Alkoholabhängiger. Ob- wohl Alkohol- und Drogenmiss- brauch Konzentrationsvermögen, Gedächtnis und Moti- vation beinflussen, wirkte Goethe auf seine Umgebung nie betrunken, bestenfalls nur heiter und beschwingt, hatte bis zum Lebensende keine kognitiven Schwächen gezeigt,seine Gedanken waren immer klar und tief und auch sein hoher Weinkonsum hat nicht im Alkoholdelirium geendet*. *I.) Goethe ist im Weinland aufgewachsen und groß geworden. Der Wein als Familienerbe. Der Großvater väterlicherseits, Friedrich Georg Göthe, der Gasthalter und Weinhändler war, hatte einige große Weinfässer hinter lassen, die im Keller des Hauses am Großen Hirsch- graben in Frankfurt gelagert wurden. Der Wein war allgegenwärtig. Außerdem besaß die Familie Goethe einen Weingarten vor den Toren der Stadt. Schon sehr früh lernt Johann Wolfgang alle Schritte des Weinbaus kennen und auch die Weinherstellung einschliesslich der Verkostung*. *Trivia:Der Autor dieser Webpräsenz kommt von der Mosel und hatte auch scherzhaft gesagt "den Rebensaft schon in der Mutter- milch". Deshalb kann er diesen Goetheaspekt nachvollziehen, auch wenn er als Kind nicht wie Goethe schon Wein getrunken hat,was damals für Kinder normal und fast schon gesünder war, als das verun-reinigte Frankfurter Brunnenwasser.
II.) Goethe hatte in Weimar einen großen Weinkeller und gab gut 20 Prozent seines Einkommens für Wein aus.Der Weimarer Geheimrat bestellte zwischen 1826 und 1830 beim Eisenacher Weinhändler Kraeger gut 1.000 Liter Wein, davon im Fass: Assmannshäuser (Rot- wein aus Spätburgundertrauben), Würzburger und Eschendorfer (fränkischer Weißwein) sowie Moselwein. In Form von Flaschen wurde Champagner, Burgunder und noch mehr Assmannshäuser Höllenberg geliefert.Gleichzeitig orderte Goethe bei Thaler und Döring in Dettel- bach (Unterfranken) Jahr für Jahr Weine ebenfalls mit einem Gesamt- volumen von 1.000 Litern, darunter der Würzburger Stein, ein Silva- ner. III ) Wie keine andere Pflanze rankt die (Wein)rebe in Rich- tung Licht und dass die Rebe dabei nicht nur das physische, sondern auch das geistige Licht assimiliert. Dabei geht es weniger um die Weinlage und den Jahrgang, sondern um den Lichtgehalt des Weines. Die Qualität des Weines ist auch die geistige (Licht)qualität. Der objektive Wert des Gegenstan- des wird durch den Anteil von Licht (Geistanteil) bestimmt, der ihm inne- wohnt und der hohe Preis eines Spitzenweines u.a. damit begründet wird. Es ist der metaphysische Licht- sinn der Gotik "Gott ist Licht", dessen Lichteigenschaften sich im Wein wiederfinden."Kein Mensch würde den Wein nicht so sehnsüchtig begehren, wenn Gott nicht in ihm wäre".* *1.)Licht ist die Erscheinung Gottes", welches die Energie der Schöpfung und allen Lebens ist und den Dingen ihre Schönheit verleiht. 2.)Gott denkt in ausgewogenen Lichtwellen und sein universaler Körper ist vollkommen im Gleichgewicht. Bewusstsein war das Licht, welches sich als biologisches Leben weiter entwickelte, als es sich materialisierte. In der Lichtmetaphysik ist das Urlicht Gott selbst und alle Dinge dieser Welt sind umso wesenhafter,je mehr sie an diesem Urlicht teilhaben d.h., transzendiert worden sind, was auch das Gottentwicklungsverständnis eines Meister Eckhart ist. Deshalb auch seine Gotterkenntnis, dass ein Stück Entwicklung mehr wert ist als die ganze Welt. Die Welt vergeht aber die zeitlose Entwicklung bleibt ewig. Gott ist Licht. Das ist auch eine grundlegende Erkenntnis der modernen Quantenphysik 1-3.In der menschlichen Ernährung bspw. gelten die Lebensmittel umso höherwertiger, je höher der Lichtgrad der Nahrung ist. Dieser ist bei Natursäften z.B. grösser als bei Schweinefleisch und Naturhonig ist qualitativ besser als Zucker-Raffinade. 3.) Von dem gotischen Lernprinzip der Mauer- und Steinauflösung durch die Durchfensterung der Mauern, welches die Dunkelheit und die Schwerkraft durch die Leuchtkraft in die Immaterialität aufzu- lösen scheint (Licht als Baustoff,weil die Doppelnatur des Lichtes der Doppelnatur der Materie De-und Entmaterialisierung) zum Entwicklungsprinzip der Entwicklungs-Transzendierungspro- zess-Auseinander- setzung, welches die Dunkelheit der Entwicklungsun- wissenheit und die Schwerkraft der Lebensschwere in die Entwick- lungsimmaterialität aufzulösen scheint (Licht als Lebensstoff).Siehe Textfortsetzung in Entwicklungsgotik-8 4.) Trivia: Die Frage, ob prestigeträchtige, teuerste Weine den Preis von € 10 000 und mehr wert sind, heißt eine Antwort,"dass nur naive Menschen diese Frage stellen. Erstens haben Emotionen keinen Preis. Zweitens würden texanische Ölmillionäre, russische Oligarchen, britische Hedgefonds-Manager, indische Stahlmagnaten, chinesische Parvenus und Porsche fahrende deutsche Chefärzte wesentlich mehr zahlen, wenn sie die Chance bekämen, an ein paar Flaschen zu kom- men" und als ironische Hintergrundmusik singt Jacques Brel "Sans Paroles".Siehe Textfortsetzung in Kulturlernen-39 44 Teil I-III.) Johann Wolfgang Goethe war ein überzeugter Anhänger der Reininkarnation und der Seelenwanderung. Er lehnte zwar kirchliche Dogmen ab, glaubte aber fest daran, dass die Seele unsterblich ist und nach dem Tod in immer neue Formen (Metaphormose) wiederkehrt, um sich stetig zu vervollkommnen*. * Goethes Unsterblichkeitsglaube basierte jedoch nicht auf religiö- sen, sondern philosophischen Prämissen, etwa auf der Leibnizschen Konzeption der unzerstörbaren Monade oder der Aristotelischen Entelechie und eine Sterbe-und Nahtodforschung war ihm fremd.Er kannte noch nicht die bewiesene Tatsache der modernen Wissen- schaft auf Grund von subatomaren, mathematischen Aussagen und empirischen Ergebnissen, welche die Mikrophysik aufgezeigt hat, dass Elektronen unzerstörbar sind, eine unendliche Lebensdauer besitzen und deshalb der Mensch geistig/jenseitsmässig weiter lebt (exitus immortalis). 44 Teil II.) Es gibt nicht wenige, welche an diese Wiederver- körperungs-Spekulationsthese Goethes glauben und freut sich zunehmender Beliebtheit,"dass wir einen neuen Faust im Jahre 2000 erwarten".Es wird 1949 so die These als das neue Reininkarnations-Geburtsjahr als "Heiliges Jahr" angeben, also 200 Jahre nach seinem Geburtsjahr, welches eine "neue Goethezeit" einleitet und die Goethetradition des Beharrenden beerdigt (z.B. das heutige Entwicklungs-Ver- änderungs-Kultur-Lernen als Neues Lernen wird bei Goethekennern als eine "potentielle neue Goetheprosa" betrachtet,wo sich die Dichtung zur Lebensverdichtung wei- ter entwickelt hat). Wir leben in einer Achsenzeit und der Morgenröte eines Goethe-Paradigmenwechsels.Weil die alte Goethezeit nach dem ehernen Gesetz "Werdens und Ver- gehens" zeitlich und geistig (ausser dem Kulturtourismus und seine Zitate für jede Lebenslage) vorbei ist.Nicht die ewig alten Wahrheiten, sondern die ewig jungen, erneuernde Wahrheiten sind die besten Wahrheiten.Die Zeiten und Ver- hältnisse vermögen sich noch so sehr verändern, aber der Mensch bleibt doch immer derselbe mit seiner (unbewusst- en) Sehnsucht nach Selbstverwirklichung der Entwicklungs-Individualisierung als die wahre Lebensquelle. 44 Teil III.) Die dichterische Goethe-Werte-Signatur ist nicht mehr imstande, lebensnah das zu sagen, was gesagt werden muss und diese Dichtungswelt hat auch keinen lebensaf- finen Interessensbezug zum Berufs-, Lebens-und Schulalltag des Einzelnen, ist deshalb als Vorbild und Lehrstoff un- brauchbar geworden und schwerlich geeignet noch ein Ideal in der jugendlichen Seele zu erwecken.Goethe vertrat oft eine maximal-Idealistische Verkommnungspositionen, welche für den Normalsterblichen unerreichbar sind, aber um mit Goethe zu sprechen, dass man nicht aufhören soll es trotzdem zu versuchen.Der wertkonservative "Goethebieder- meiergeist" gilt heute als verstaubt, muffig, unsexy und um den historichen Begriff zu gebrauchen ist nicht mehr zeitge- nössisch. Weimar steht zwar für Tradition und für das Alte-, Bewahrens-, Verwaltens-und Wiederholungswerte, aber dieses ist nur noch eine "untergehende Sonne im Sumpf". Es sind zwar lange noch nicht alle autobiografische Fragmente des Altmeisters ausgewertet, aber auch neue Erkenntnisse der Goetheforschung sind dieser abgelaufenen Tradition verhaftet.Das Steinzeitalter endete nicht, weil es keine Steine mehr gab und genauso wird das Goethezeitalter enden, obwohl es noch viele Altgoetheanhänger gibt. Jede Zeit bringt aber "einen neuen Goethe" hervor und eine Reminiszenzwiederholung der alten Goethezeit" wäre nur Entwicklung zur "Ruine" zurück, auch wenn diese These bei Goetheverehrern und Goetheverantwortlichen Kulturerb-Entsetzung hervorruft, aber der "Goethemohr" hat seine Schuldigkeit getan*. *I.) Jedes Bildungs-Kultur-Lernen tritt nach anfänglichem Überschwang unvermeidlich in das duldsame Stadium, wo das Engagement dafür nicht mehr da ist, die Bildungs- II.) Nichts ist befestigt und absolut, ein ständiges ausdehnen vom bewegten Hier zum bewegten Dort. Die Entwicklung ist irreversibel, da jede Stufe auf der vorhergehenden aufbaut. Vergangenheit ist verflossene, alte Energie und die Verschiebung hat bereits den Punkt der Rückkehr überschritten. Weil das Leben im Fluss ist,bedeutet stehen bleiben automatisch, dass das Leben an einem vorbei fliesst und ich mich im Rückstand befinde. Damit ist der Entwicklungspro- zess nicht mehr umkehrbar d.h., es gibt keine Entwicklung zurück und wäre genauso absurd, einen ICE-Hochgeschwindigkeitszug mit 300 km/h mit blossen Händen stoppen zu wollen. Eine Restauration und Wiederholung wäre nur ein instabiler Entwicklungsstillstand. Wenn die Zeit dafür abgelaufen ist und es trotzdem versucht wird künstlich z.B.mit Geld am Leben zu erhalten, wird im- mer auf das" Konto Lehrgeld" gehen.
arm. Das Signum für Entwicklung ist die Spirale. Der Mensch ist nicht dazu geschaffen worden, wie ein Zirkus- pferd in der Manege immer im Kreise herum zu laufen.
45.) Johann Wolfgang Goethe fand Erleuchtung (Erkenntnis) in jedem Gegenstand, in jedem Augenblick,in jeder Ge- sprächsbegegnung,in jedem Geschehen, in jedem Irrtum und in jedem Tun,was heute Entwicklungs-Kultur-Lernen heisst. " Jedes Bonmot was ich sage kostet eine Börse voll Gold.Eine halbe Million meines Privatvermögens ist durch meine Hände gegangen um zu lernen, was sich jetzt weiss".Es ist einerseits das evolutionäre Allzeit-Jetzt-Nutzungs-Lernen und andererseits das Dematerialisierungs-Kultur-Lernen als Wegweiser, Hilfe, Probierstein und Mittler für den Weg nach oben, was den Menschen übersteigt, welches nicht an die Seele heranreicht, um die Sehnsucht nach oben wach zurufen, was man selbst noch nicht, aber Menschenaufgabe ist und in der Individualisierungsentwicklung verwirklicht werden soll.Das bedeutet, alles was einem begegnet und insbesondere jeder Lebensirrtum-Nr.240-243 wird als Entwicklungs-Individualisierungs-Hinweiszweck betrachtet und der Primitiv-und Geldmaterialismus des Alltages wird, weil sich eine neue Tür öffnet, zum Geistmaterialismus als neuer Kulturlebensbegriff geadelt.Zwei Zitate werden Goethe dazu nachgesagt."Wenn du nicht irrst, kommst du nicht zu Verstand.Wer nicht mehr liebt und nicht mehr irrt, der lasse sich begraben"*. *I.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen bekomme ich bei Fehlern eine schlechtere Schulnote (Schulnoten als Fehlerkultur eines Belohnungs- und Bestrafungssystem). Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen mache ich keine Fehler, sondern lerne nur dazu und ich bekomme für jeden gemachten Fehler eine neue Irrtumschance ." Wer einen tadelt, stellt sich mit ihm gleich, hat der "Balkongott" Goethe einmal bemerkt "." Wenn ein Mensch jetzt gut ist, ist er so gut, als wenn er nie einen Fehler gemacht hätte" (aufgegriffene Chance als Lernkultur eines Selbstbeloh- nungssystem). II.) Entwicklungswahrheiten sind Irrtumswahrheiten. Der Weg des Irr- III.) Nach Meister Eckhart ist jegliche Kreatur ist Gottes voll und ist ein aufgeschlagenes Buch und wer darin recht zu lesen weiss, der braucht keine Predigt mehr. Das Viele ist nur da, um zu dem Einen (Gott) zu gelangen "Könnte der Mensch Gott erkennen ohne die Welt, wäre sie nie um seinetwillen geschaffen worden. Die Sinnenwelt ist göttlichen Ursprungs.Wir brauchen sie, um zu wachsen, weil das Ewige sich im Vergänglichen offenbart. 46.) Alleine die Ermahnung, das keine Aufgabe auf der Erde wichtiger ist als die Selbsterziehung eines jeden Menschen zu höherer Entwicklung,was als Unsterblichkeitslernen auch bezeichnet wird, bleibt erst einmal frommes Wunsch- denken. "Sterben lernen" ist begrifflich negativ belegt und erst einmal eine aussagelose Leerformel und aktuell generell bedeutungslos. Wer lernt schon gerne zu sterben und noch freiwillig dazu ? Das Erwachsen und älter werden wird auch mit Recht als lebenslanger Trauerprozess beschrieben. Denn immer wieder gilt es, sich von etwas zu lösen,freier zu werden und sich zu dematerialisieren. Was ich nicht brauche als Frieden und Freiheit ist besser, als wenn ich es mir für viel Geld kaufen kann, was wieder Unfrieden und Unfreiheit ist.(Damals gab es noch nicht die Konsumgesellschaft mit der materiellen Überfülle und deshalb war auch noch nicht die Zeit reif für "Heute ist die beste aller Zeiten).Ich muss zuerst etwas haben,bevor ich es als Mittel zum Individuali- sierungszweck alimentieren kann.Deshalb waren die Aufbau- jahre nach 1949 des vorhergenden Jahrhunderts "Hast du was,bist du was" für die Dematerialisierungsstufe notwen- dig. Auch Johann Wolfgang Goethe bemerkte dazu, dass das Unsterblichkeitslernen nicht jedermann Sache ist aber betonte, "so lange du das nicht hast dieses "stirb und Werde", bist du nur ein trüber Gast auf der dunklen Erde"und dass das Leben unsterblich und nicht tot zu kriegen ist, war für ihn todsicheres Wissen. 46.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen gibt es heute wegen der Wissensfülle, Wissensdifferenzierung und den vielen Forschungsdisziplinen keine Universalgelehrte mehr Universalgelehrte wie z.B.Leonardo da Vinci, Walter Russel, J.Wolfgang Goethe oder Gottfried Wilhelm Leibnitz. Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen werden Fach-und Universal- gelehrte immer mehr zu Ganzheits-und Einheitsgelehrten. Weil sich in der Einheit alles Universelle aber wieder findet, wird es mehr "Einheitsgelehrte" geben mit dem Lehrauftrag "Ruhe (als Einheit) ist aller Entwicklungsbewegung Ziel".Die moderne Physik (Feldtheorie, Informationsbiologie, Quan- tenfeldtheorie) und Kosmologie haben das Bild vom Uni- versum (lat. universus „gesamt“, von unus und versus „ in eins gekehrt ") als ein unteilbares, dynamisches grosses Ganzes unwiderruflich bewiesen.Der Universalgelehrte war zu Beginn ein glaubender Mystiker, dann erkennender Wis- sender und nun ist er ein lebensentwicklungskonformer Ganzheitsbetrachter im Bewusstseinskonditionierungsakt. 47.) Johann Wolfgang Goethe gilt als einer der bedeutends- ten Schöpfer deutschsprachiger Dichtung. In Goethes Faust wurden Gedanken geboren, welche die Geisteswelt bis heute in Atem halten. Die meisten gebildeten Menschen in der Welt kennen ihn und Scharen von Kulturtouristen pilgern nach Weimar,wo er fast 60 Jahre lebte und wirkte. Seit Mar- tin Luther war der deutsche Geist nie so aktiv und vielge- staltig.Aber seine Mutter Catharina Elisabeth Goethe be- kannt unter ihrem Spitznamen Frau Aja sowie als Frau Rat unter dem Titel ihres Ehemanns kennen nur wenige, ist fast vergessen, welche ihren "Hätschelhans"innigst liebte. Die Kindheit ist aber lebensprägend, lebenstragend, lebensent- scheidend und gibt dem Leben erst Bedeutung, Sinn und Wert als der Urgrund von Allem. Die Kindheitserlebnisse und Empfindungen der ersten 3 - 5 Lebensjahre sind entschei- dend für die zukünftige Entwicklung. Wir stehen immer " im Banne der Kindheit " und vom Grundlebensgefühl bin ich und bleibe mein eigenes Kind und komme nicht aus meiner Kindheit heraus. Das Beste hatte er von zu Hause mitbe- kommen.Im Hause hat es begonnen, was heute im Vater- land leuchtet und er hatte fast alles seiner Mutter zu verdan- ken. "Wenn du wüsstest,wie viele Tränen deine Irrtümer deiner Mutter gekostet haben".Ohne diese wäre er zu einem heutigen, vergessenen "No Name" geworden und sein Grab- stein (Gruft) würde nur von den darüber laufenden Ameisen besucht werden. Es wäre sinnvoller die Biografie der Mutter von Goethe"zu kennen als Goethes Bildungs-und Werdegang. Dieser war nur äusserlich, aber jene bestimmte ihn innerlich. Deshalb sollte seiner Mutter heute neben dem Denkmal für Catharina Elisabeth Goethe im Frankfurter Palmengarten auch einen besonderen Ehrenplatz in Goethes Verehrung eingeräumt werden*. * Der gleiche, verkannte,unterbewertete Sachverhalt trifft auch für Goethe Ehefrau Christiane Vulpius zu. Bis Mitte des 20. Jahrhundert wurde Christiane als eigenständige Person kaum wahrgenommen, obwohl sie im eheähnlichen Zustand 18 Jahre mit ihm zusammen lebte und beide danach nochmals knapp 10 Jahre verheiratet waren. Sie ist es wert, aus dem übermächtigen Schatten ihres Mannes ins Licht gestellt zu werden.Jeder kennt das Sprichwort; "Wenn aus einem Manne etwas Grosses wird, steht immer eine Frau dahinter". Ohne die Frau wäre der Mann ohne Glanz. 48.) Wie Goethe ein Leben lang an seiner Faust-Tragödie gearbeitet und diesen verfeinert hat soll jeder einzelne Mensch ein Leben lang durch das Neue Lernen an seiner Vervollkommnungsentwicklung arbeiten in metaphorischer Anlehnung an die Freimaurer* als legitime Nachfolger der gotischen Kathedralenbaumeister, welche den Stein mit dem Leben gleich setzten, welcher ein Leben lang bearbeitet werden muss.Es ist die Realisierung der Goethe-Wahrheit " dass die Gottheit uns vollendet einst gedacht "*. * Freimaurerei als Instrument der Charakterbildung. 49 Teil I.) Was ist der Kulturunterschied zwischen Johann Wolfgang Goethe und Meister Eckhart ? Es ist der kulturelle Fortschritt vom vergangenen, unsinnlichen, konservativen, idealistischen Bildungs-(Werther)Vorbild Johann Wolfgang Goethe in Frankfurt und Weimar (Goethe hasste die Revolu- tion) zum zukünftigen, sinnlichen, evolutiven und epigene- tischen wirklichkeitsidealistischen Entwicklungsvorbild Meister Eckhart in Erfurt und Straßburg*. * Goethe steht für die literarische Faust-Verwirklichung eines Dichter- geniegefühls.Meister Eckhart steht für die literarische Predigten und Traktenverwirklichung eines religiösen Urgefühls.Goethe war ein Lehrmeister für viele Generationen.Meister Eckhart ist ein Lehr- meister für 100 Menschengeschlechter.Goethes Faust wurde zu Teilen noch zu seinen Lebzeiten veröffentlicht, während zu lange der Schatz der eckhartschen Schriften in den Kellern der Gelehrsamheit geruht hatte.Goethe hat versucht das Göttliche zu erfassen,während Meister Eckhart den tiefsten Blick ins "göttliche Licht" getan hat.Es ist der stille Kampf mit dem tiefsten und reinsten nordischen Lebensgrund-Urgefühl der Wikingergotik, welches die Mystik eines Meister Eck- hart widerspiegelt und was immer gegenwärtig war, wenn in Europa oder sonst irgend wo etwas Neues mit elementarer Kraft zutage trat. 49 Teil II.)Weimar steht für das Alte-, Bewahrens- und Verwaltenswerte, während Straßburg für das ewig junge, Aufbruchs- und Erneuerungswerte eines Sturm und Drang und der Geschichte wegen steht.Es ist die Weiterentwicklung der Bildung mit seinen statischen, entwicklungslosen Bil- dungs(lern)begriffen, welche von den geistigen Wurzeln ro- manisch und griechisch sind und als Ausdruck der erstarrten Bildungsklassik gelten zur Entwicklungs-Individualisierungs-Selbstbildung als dynamischer Entwicklungs(prozesslern)- begriff, welcher seinem Wesen nach dem gotischen Lernprin- zip angelegt ist.Deshalb hat sich das Vorreifeprivileg in Wei- mar zu wohnen sich zum Reifeprivileg in Straßburg zu woh- nen gewandelt. 49 Teil III.) Meister Eckhart ist eine Schlüsselgestalt der (Individual)geschichte. Mit ihm oder gegen ihn werden Entscheidungen getroffen, machen den Sinn und Wert oder Unsinn und Unwert unserer Lebensexistenz aus und er lebt in der Urkraft seines hinterlassenen, monumentalen Werkes, ein ständiges ineinander von Lehre und Leben als theolo- gische Lebensgrundwahrheit und Ungebundenheit aller Religion weiter. Der Autor dieser Webpräsenz stellt die These auf, Meister Eckhart ", eine Volksnatur, "der Mund" und das eingeborene Wesen des deutschen Volkes" in reli- giösen Dingen nicht zu kennen und sich mit seinen deut- schen Predigten, Traktaten und Aphorismen > 290 ausein-anderzusetzen, wo die deutsche Sprache zur individuellen, religiösen Wirkungs-Wirklichkeits-Mächtigkeit wird (Seins- modus), einer Lebensminderung gleich kommt. Das bis- herige Leben war dann nur ein grosser Lebensirrtum ohne tieferen Lebenssinn, obwohl derzeit nur eine homöopa- tische Anzahl von Menschen sich mit seinem Gedankengut auseinandergesetzt hat, aber auch eine not wendige Entwicklungsreife vorausgesetzt und gehört für die Men- schen, die das Gute und Wahre zu sichten wissen. Sein Denken ist champnerisierende Denkfreude für den Moment, welche durch sich selbst Geist, Wahrheit,Licht und Leben verbreitet. Deshalb wird Meister Eckhart nur aus der theo- logischen Sichtweise interpretiert nie volkstümlich werden, weil zu hoch absolut gedacht, für das säkulare, sinnliche Erkenntnisbewusstsein nicht nachvollziehbar und nur für wenige Auserwählte, aber durch die entmystifizierte, prak- tische Lebensanwendung in der " (Individualisierungs)- entwicklung " hat er das Potenzial zu einer Massenbewegung als die Zukunft einer Christusreligion schlecht hin zu wer- den,wo jedes unverbildete religiöse Gemüt zustimmen kann.
49 Teil V.) Wissenschaften einschliesslich der Schul- theologie sind dagegen ein Nichts und z.B .Martin Luther, Immanuel Kant oder Johann Wolfgang Goethe wirken im Geistesvergleich dagegen "wie ein Spielen im Sande".Es ist das religiöse Bewusstsein als gemeinsamer, menschlicher Besitz. Deshalb ist er eine ökomenische über alle Konfessi- onen und Religionen hinweg gerne zitierte Autorität und deshalb hat das Christentum eine lebendige Zukunft vor sich und mit ihm das Entwicklungspotential zu einer Mensch- heits-und Universalreligion zu werden.Dieses darf als das Grundwesen des Christentums verstanden werden.
weil dort auch die polare, notwendige, dunkle Lebensseite mitgegeben ist."Dunkel war sein Wesen,hell seine wirkungs- weise". 52.) Eine Individualisierungsentwicklung ist in der Gesell- schaft nicht vorgesehen und ein Einzelner ist in der Gesell- schaft nicht gewünscht. Die Normen und Werte, die auf Systemerhaltung und Entfaltung ausgerichtet sind, sind geschützt, während dagegen Normen, die aus persönlichen Entwicklungsüberzeugungen und einer Entwicklungsfreiheit hergeleitet sind, nicht. Das Ganze erhält seinen Sinn vom Einzelnen und nicht umgekehrt.Der sich entwickelnde Ein- zelne ist der Schlüssel für alles, weil ein Staat, eine Gesell- schaft als Ganzes sich nicht entwickeln kann. Im gesellschaft- lichen gibt es keinen Fortschritt und deshalb hat nur ein Ein- zelner Wirklichkeit. Nur über die Entwicklung des Einzelnen definiert sich eine Gesellschaft. Seinen individuellen Weg gehen, der in der vorherrschenden Gesellschaftsordnung nicht vorgesehen ist, bleibt eine Gratwanderung der Margi- nalisierung und vorübergehenden Heimatlosigkeit als Bür- ger (gelungenes Leben) und Bohemien (verpfuschtes Leben) zugleich, ein Gesellschaftsmensch nach aussen, aber einer Einzelner nach innen, in der kulturlosen Zivilisation leben, aber die Zivilisation im Verborgenen als " Namenloser " und stilles Vorbild kultivieren. Es ist das Kunststück der Kontrast- erfahrung zwei Herren gleichzeitig zu dienen Es ist im Äus- seren möglichst normal zu bleiben und mit der Schutzfarbe der " Unauffälligkeit und der Tarnkappe Unscheinbarkeit " durch die Welt gehen, um den Weg zu sich zu finden. Nach aussen sozialkonform und innerlich frei bleiben bedeutet aber einerseits gesetzeskonform bleiben, aber auch bürger- liche Konventionen und Maßstäbe zu überwinden,was einem zivilen Ungehorsam gleich kommt.Nur wenn Regeln gebro- chen werden, verändert sich etwas.Siehe Textfortsetzung in Gesellschafts-und Entwicklungsmensch.Goethe mein- te nur lapidar dazu "dass es der weit bringen wird in der Welt, der nicht fragt, ob es gefällt".Aber es ist immer die "Gretchenfrage", wie hälst du es selbst mit dem, was du verkündest. Goethe setze auf Kontinuität,konnte sich anpassen und war kein Querdenker und trotziges Genie wie z.B.Ludwig van Beethoven,den Goethe auch persönlich durch einen Kuraufenthalt kannte.Nichts war für ihn gefährlicher als die Gewöhnung, ziviler Gehorsam, satte Zufriedenheit," alle-Jahre-Wiederholung" und die faule Ruhe.Die spießbür- gerliche Gesellschaft war nicht gross genug für diesen Revo- lutionär der Musik und es fehlte die Luft zum freien atmen. Er war der beste Freund der Leidenden und Kämpfenden. Der Selbstdarstellungsdrang bei Goethe wär stärker als ein Missionierungsdrang. Deshalb er für einen solch instabilen und unsicheren Lebensentwurf als Vorbild nicht in Frage*. Siehe auch unten "Goethe war sowohl ein literarisches und geistiges Vorbild..... " Nr.132 Teil I bis Teil III * Die Gesellschaft ist aber nicht fähig aus sich heraus sich zu wandeln, der Gesellschaftsmensch ist wenig entwicklungsfähig und nicht der wirkliche Mensch, sondern nur der sich entwickelnde Einzelne ist wirklich und die tragende Kraft unserer Gesellschaft und gibt die Werderichtung mit seinen Entwicklungsimpulsen an. Nur der Vorbildeinzelne ist eine Hilfe, den anderen muss geholfen werden. Erst durch die Entwicklungs-Individualisierung wird der Einzelne zu einem unersetzbaren Entwickler und weil das wertvollste Mitglied, " das Salz der Gesellschaft " und ist deshalb auf der tiefsten Ebene " systemrelevant ".Vorbildentwickler machen den Unterschied aus, weil es die Anderen schon gibt. Einer muss es zuerst gedacht und getan haben. Durch ihn wird die Welt zu einem besseren Ort und ist noch daran schuld. Er ist es, der die Anderen durch " sein-anders-sein " weiterbringt. Entwickler machen den Unterschied aus, weil es die Anderen schon gibt. Entwickler sind machtvolle,verkannte Einzelgänger und bilden die zukünftige Elite der Gesellschaft. Die Zivilisation rechtfertigt sich, wenn sie Einzelne hervor zu bringen vermag. Das Ganze erhält seinen Sinn vom Einzelnen und nicht umgekehrt.Es kann nicht genug betont werden, aber im mensch- lichen Kultur-,Berufs-und Krisenleben ist der Starke, der Nichtan- gepasste. Nur die Menschen, welche etwas gewagt haben,haben den Menschen den Fortschritt gebracht. Immer waren es schöpfe- rische,nicht angepasste exemplarische Einzelgänger, welche Ausser- ordentliches erreicht und Umwälzungen eingeleitet haben.Nur wer sich entfaltet, bewirkt gutes oder Entwicklungs-Individualisierung nicht zu tun ist schlimmer, als etwas schlechtes zu tun Der Grad- messer für die Höhe einer Kultur des Volkes sind nicht das Bildungs- niveau des Einzelnen, die Höhe des Sozialproduktes oder die Anzahl der Museen und Millionäre, sondern die Anzahl der Entwicklungs- einzelnen sind vom nationalen Interesse. Mit dem Aussterben des Einzelnen beginnt die Destabilisierung und der Zerfall der Gesell- schaft. Fast jeder kennt den Roman "Glasperlenspiel" des Schrift- stellers Hermann Hesse; "Eine Gesellschaft zerfiel, weil sie nicht wandlungsfähig war". Jedes Land kann stolz sein, wenn es mehr Einzelentwick- lung zulässt. 53.) Wir entwickeln uns,ohne zu wissen, was eigentlich Entwicklung ist. "Nicht der Mensch macht Entwicklung und das Leben ist für mich da (Dominationsmacht), sondern die Entwicklung macht den Menschen" und ich bin für das Leben da (Wirkmacht) und alles von selbst (vom Selbst her) ge- 54 Teil I.) Religion ist die Substanz der Kultur und Kultur ist die Form der Religion, was unsere Kulturwelt bis auf den heutigen Tag bestimmt hat, aber heute nur eine Zivilisa- tionskultur (Irreligion) ist. Die zweite Natur des Menschen (Kulturkonsum, Spasskultur und seine Kaufkultur) hat die erste Natur des Menschen (Individualgenese)ersetzt, über- formt und dieser Kulturrelativismus hat das Prädikat "Kul- tur" als Alibifunktion nicht mehr verdient, weil unter der "Tarnkappe Kultur" alles (z.B. Ess- und Trinkkultur, Unter- nehmenskultur, Wohnkultur, Aktienkultur, Palaverkultur (Talkschows),Reisekultur, politische Kultur, Theaterkul- tur,Designerkleidung (Fashion is Art) in Verbindung gebracht wird, was im eigentlichen kulturellen Sinne kulturlos ist und auch kein Kulturraum geschaffen wird, weil kein Mensch sich dadurch jemals verändert hat und zum besseren gesellschaftlichen Menschen geworden ist.
als Lebensstandard. Der Mensch steht der Kultur nicht mehr gegenüber, sondern ist nur noch ein (besessener und be- sitzender) Teil von ihr. Der Mensch existiert nur als halbwegs kultivierter Mensch, weil sich ohne Kultur innerhalb der ge- setzlichen Normen und Gesetze der gesellschaftlichen- und wirtschaftlichen Ordnungsspielregeln, der Menschenrechte und internationalen Konventionen besonders mit viel Geld auch ganz gut kulturarm und ohne individuellen Lebenssinn mungs-Kultur), aber kein inneres Wiedererkennungs-Seelen-Erlebnis, wo er das Gefühl vermittelt bekommt, dass dieses Werk nur für ihn geschaffen wurde, er endlich im Inneren angekommen ist und nicht mehr weiter suchen muss.
von Wirtschafts-, Konsum-und Unterhaltungsinteressen und naturwissenschaftlichen Erkenntnissen geopfert".Unsere Kultur ist zur blossen Zivilisation verkommen und hat ihr Greisentum erreicht.Das Wesentliche der modernen Kultur besteht primär aus materiellen, technischen Errungenschaf- ten, wissenschaftlichen Erkenntnissen und viel Geld. Es glaubt keiner ernsthaft, dass "das Kulturelle" noch einen Einfluss auf eine bessere Welt und besseren Menschen Welt hat. Unsere Kulturhüter (Denker, Professoren, Lehrer, Ökonomen,Geistes-und Naturwissenschaftler, Kulturpoli- tiker und deren Vertreter ) haben noch nie einen wirklichen Einfluss auf Wirtschaft und Politik und auf die Kulturent- wicklung eines jeden Einzelnen ausgeübt.Der Gradmesser für die Höhe einer Kultur des Volkes sind nicht das Bildungs- niveau des Einzelnen, die Höhe des Sozialproduktes oder die Anzahl der Millionäre und Museen, sondern die Anzahl von Entwicklungseinzelnen,welche allen Anpassungswider- ständen zum Trotz ihren individuellen Entwicklungsweg z.B. in der Gesellschaft, im Beruf und in die Kirche gehen.Deshalb ist Entwicklungs-Kultur-Lernen der Meinung, dass wir einer Kulturstimmung angehören, deren Kultur in Gefahr ist, an den Mitteln der Kultur zu Grunde zu gehen" (Friedrich Niet- zsche, Philosoph)*.
55.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen wird die Welt immer technischer,komplexer, dynamischer,maßloser, unplanba- rer, schriller,nerviger fremdartiger, unhistorischer, sprach- verquaster, inflationärer,die Verfallzeiten werden immer kürzer,die Abweichungen vom natürlichen Normalzustand immer grösser, und deshalb wird alles geist-, kraft-und zukunftsloser und insgesamt leerer. Entwicklungs-Kultur-Lernen bekommt dann seine Stunde,wenn das vorherr- schende Kultur- und Bewusstseins(geld)gebäude zusammen bricht, indem diese Erhaltungs- und Erneuerungskraft des "homo faber" nachlässt und zu erlahmen beginnt und die angehäufte Geld-und Vermögenssubstanz aufgebraucht ist.Der Mensch existiert nur noch aus der Zersetzung der kulturellen Restsubstanz und dem Finanzkapital voran- gegangener Generationen und wenn dieses aufgebraucht ist, nur noch das künstliche Korsett der Gesetze und Rahmenbe- dingungen als auch das Trägheitsgesetz der Masse es ist,was alles zusammenhält.Deshalb ist Entwicklungs-Kultur-Lernen weiter der Meinung, dass wir einer Kulturstimmung ange- hören, deren Kultur in Gefahr ist, an den Mitteln der Kultur zu Grunde zu gehen" (Friedrich Nietzsche, Philosoph).Es ist die Weisheit des Altmeisters Johann Wolfgang Goethe, dass uns Gott so wohlgefällt,weil er uns sich nie in den Weg stellt*.
III.) Alles unterliegt eben dem ewigen geschichtlichen Entwicklungs- gesetz Gesetz des Vergehens und des Werdens, des Welkens und Blühens einer Wendeltreppe- spiralförmigen Weiterentwicklung und deshalb eine Ent- wicklung zurück von ihrer Gesetzesnatur nicht geben kann. Die Entwicklung ist irreversibel, da jede Stufe auf der vor hergehenen aufbaut. Vergangenheit ist verflossene, alte Energie und die Verschiebung hat bereits den Punkt der Rückkehr über- schritten. Damit ist der Entwicklungsprozess nicht mehr umkehrbar d.h., es gibt keine Entwicklung zurück. Wir leben in einer untergegangenen, ver- gangenheitsorientierten Welt und versuchen eine abgelebte, entwick- lungslose, sterbende Epoche zu mumifizieren, indem wir rückwärts- gewandt versuchen ein neues Gleichgewicht wieder herzustellen, ohne die Dynamik der Gegenwart in die Zukunftsdimension mit einzubeziehen.Der zukünftige Entwicklungsweg des Menschen führt nicht von der Gegenwart unmittelbar wie wir es gewohnt sind nach vorne weiter, weil "das Vorne" von der Vergangenheit schuld- mässig vorbelegt und deshalb vorbestimmt ist. Eine andere Zukunft kann sich nur aus einer anderen Vergangenheit entwickeln. Die Zukunft ist nicht in dem Sinne offen, dass ich vom Stand- punkt der Gegenwart nur planen und mir neue Möglich- keiten erschliessen muss, um damit die Zukunft zu gestalten, sondern sie ist bereits durch die Vergangenheit abgesteckt, eingegrenzt und vorent- schieden worden. Dem Menschen kann in Zukunft nur das begegnen, was er früher war. IV.) Die wirklichen Zukunftsfragen werden erst gestellt, wenn die grossen Niederlagen zu verarbeiten sind, die satte und selbststolze, bürgerliche,systemische, technikgläubige Existenz zu Ende geht und es wird jedem dann jedem einleuchten, wie sinnlos diese Existenz war, weil sie sich alleine auf die Dinge, Techniken und Weltvertrauen gegründet hatte. Dann müssen erst einmal die Enttäuschungen und entwicklungslosen, verlorenen Lebensjahre verarbeitet, Schuldzu- 56.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen ist Goethes geistiges Erbe für Kenner und Bewahrer nichts Neues und folgt seinem gebieterischen Geist notgedrungen,weil ich muss. Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen wird Goethes Erbe durch den immanenten Lebensvollzug alles neu und drängt mich zu folgen,weil ich bei Reife meinem inneren gebieterischen Geist folgen muss und nicht mehr anders kann*. * Beim Bildungs-Kultur-Lernen wird ein mir bekannter Text als lern- uninteressant abgetan (Textwissensinterpretation). Beim Entwick- lungs-Kultur-Lernen ist die Begegnung nach einiger Zeit mit einem vertrauten Text,der mir wieder " fast wie neu und unbekannt" vor- kommt und mich zu neuen Erkenntnissen und Handlungsanwei- 57.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen herrscht das allgemeine Kulturverständnis des Suchens des Absoluten in den kultu- (z.B. Cezanne), Philosophie (z.B. Schelling), Wissenschaft (Newton) etc. an denen wir weiter uns bilden und entwickeln können und sollen im Mittelpunkt (normativ). Beim Entwick- *I.) Mit jedem richtigen Lernen ist das Unrichtige gegeben. Mit II.) Es ist das Nobeldilemma in allem. Der Friedensnobelpreis wird an den und diejenigen verliehen, welche sich für den Frieden einsetzen und seine Erfindung (Dynamit als Waffe) nicht gegen andere anwenden. 58 Teil I.) Von der Quantenphysik wissen wir, dass es unter anderem keine Materie gibt und dass der Geist und die Ma- terie austauschbar sind und nur (unser) Geist die Wirklich- keit und die Ursache für die materiale Realität ist.Es wird im Lernprozess " universeller Geist " in Bewegung gebracht und dadurch (schöpferisches) Entwicklungsbewusstsein gebildet (geistig durchdrungener, sich entäussernder Geist und ent- wick lungs mässig überformt). Es ist aktiver Geist gestalte- risch in Bewegung gebracht als die bekannte einsteinsche Fomel E=mc2 (Energie ist Masse multipliziert mit Lichtge- schwindgkeit zum Quadrat).Information ist der Grund baustein aller Materie und durch die schöpferische Macht des Überwindungs-Transzendierungs-Bewusst- seins wird diese manifestiert und verfestigt. Die Welt ist nicht mit den Händen gemacht, sondern mit dem Wort, wie es so treffend heisst.Wenn wir Herr sind über die Information sind, sind wir Herr über die Materie.Dadurch ist im Bereich der Mikro- physik der Unterschied zwischen Subjekt und Objekt gegenstandslos geworden. Subjekt und Objekt bedingen sich gegenseitig. Indem ich erkenne, gestalte ich das Erkannte mit. Der Glaube z.B. ist der aktive Mitvollzug, ja sogar die Mitgestaltung durch den Glauben.Er ist nicht nur eine philo- sophische,theologische Kategorie,sondern die Kraft des materiellen wahr machens und das die Tatsachen sich nach dem Glauben richten.Dieses ist mikrowissenschaftliches Fakt,weil Wissenschaft immer Mathematik ist. Goethe bemerkte dazu: "Der richtige Gedanke bewährt sich daran, dass er Stoff organisiert und sich in der Einheit und Ruhe wieder findet". 58 Teil II.) Gedanken sind nicht nur Mittel der Logik, zur Erkenntnis, des Wahrnehmens und zum Verstehen, sondern fibrierende Lebens-und Selbstverwirklungskräfte, mikro- physikalisch betrachtet bewegte und gesteuerte Energie. Der Makrokosmos des Schöpfungsberichtes wandelt sich zum Mikrokosmos des Bewusstseins einer Schöpfung, welches die Unterscheidung von Licht und Schatten ist.Es ist das form- lose,unsichtbare Energiefeld unabhängig von Raum, Zeit und Ort. Es ist die dynamische Auffassung der For- menerfassung als Prozessprägekraft als Schöpfungsakt der Realitätserzeugung und Manifestierung. Wirklichkeit und Information sind dasselbe.Information ist der Urstoff des Universums, aus dem alles erschaffen wird. 59.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen folge ich den Vortragsspu- ren meines Reiseführers (Audioguide) beim zweistündigen Spazier-Goethe-Rundgang durch Weimar.Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen folge ich den jahrelangen Erinnerungsspuren (seit der Wende 1989) als Entwicklungslebensführer mit meiner verstorbenen Lebenspartnerin Karin,deren Herzens- stadt Weimar gewesen war und ich erst durch sie und mit ihr Weimar zu einem Juwel wurde*. * In eigener Sache: Wenn das Wort Dankbarkeit in den Mund genommen wird, was nicht oft genug getan werden kann, gilt dieses in erster Linie meinen Eltern (siehe auch Nr.47), danach kommen die Lehrer, welche das (Entwickler)holz noch nicht erkannten, aus wel- chem man sich selbst geschnitzt hat und es sich noch nicht herumge- sprochen hatte,dass nur Träumer die Welt verändern, dann beson- ders die vielen Arbeitgeber in meiner Entwicklungs-Lebenslaufbio- grafie und auch noch besonders " andere "ohne bewusste Namens- nennung, welche mich haben stillschweigend gewähren lassen. Zu allerletzt aber gilt das höchste Lob und der grösste Dank meiner langjährigen, einzigartigen Lebenspartnerin Karin, besonders in den " dunklen Kellerjahren ",weil immer " noch Brot vor Geist gilt einerseits "die Fahne hochgehalten hat" und anderer ideellerseits, weil ver- gleichbar mit Goethes Muse Charlotte von Stein, welche Goethes sinnliche Triebe als Muse zur Dichtungsschöpfung veredelte und deshalb die Erstellung meiner drei Webpräsenzen www.entwicklungs- zukunft.de, www.entwicklungschristentum.de und www.die gotische Kathedrale.de ,welche sich in der Einheit wiederfinden, ohne sie unmöglich gewesen wäre. sentliche).Es ist die Todesweisheit als das vollkommene Lebensgeheimnis, dass etwas sterben muss, dass ich weiter leben kann.Wir werden geboren, um zu sterben. Sterben ist so natürlich wie das Leben.Der Tod ist nicht das Gegenteil vom Leben, sondern ein Teil davon. Alles Leben ist nur fort- gesetztes Sterben und Auferstehung in einer neuen Le- bensform. Der Altmeister Johann Wolfgang Goethe sagte dazu treffend, dass der Tod der Kunstgriff ist, viel Leben zu haben. 61.) Das Bildungs-Kultur-Lernen von Weimar pflegt den Kulturkonsum,die Eintritts-, Spass-,Kauf-,Unterhaltungs-und Restaurationskultur (ökonomische Gesundheit). Das Ent- wicklungs-Kultur-Lernen eines J.W. Goethes eröffnet eine Kultursehnsucht und Kulturauseinandersetzung, und der Drang immer wieder nach Weimar zu kommen, wo der Mensch immer mehr selbst zur Kultur wird (seelische Gesundheit)*.Siehe auch unten Erlebnisbericht "Weimar- besuch" Nr.133 * Wenn ich mich z.B. in der Dichtung Goethes wieder erkenne, ist diese mir ebenbürtig und diese Erkenntnis erfolge nicht durch Bücher oder Deduktionen von Gedanken.Keiner vermag das hinaus zu erkennen, was er selbst nicht in sich hat. Wenn ich mich in der Erkenntnis wieder erkenne, handelt es sich um einen lebendigen Prozess, der den gesamten Menschen erfasst und dieser selber verwandelt wird. Das Subjekt und das Objekt der Erkenntnis sind identisch und die Spaltung ist aufgehoben. Diese Erkenntnis ist tat- sächlich Weg, Wahrheit und Leben zugleich und zieht kein Handeln mehr nach sich, sondern Erkenntnis und Verwirklichung sind eins. Nur mit der blossen Macht des Daseins werden Entscheidungen herbeigeführt, ein Ge schehen, was von selbst geschieht. Ein Mann macht viele, weil seine Individualität in der Individualität aller aufgeht. 62.) Das Bildungs-Kultur-Lernen verfolgt z.B. das Ziel Unzivi- lisierte zu zivilisieren und gesellschaftlich zu integrieren (z.B. gesellschaftliche Randgruppen). Das Entwicklungs-Kultur-Lernen verfolgt das Entwicklungsziel " von der Natur zur Kultur " (Das Ideal der Dichter und Denker z.B. Goethe, Schil- ler,Herder, Wieland)*. *I.) Bildungs-Kultur-Lernen ist von begrifflichen Idealen ausgehend um auf Tatsachen zu schliessen (Die Bildungsidee beherrscht das Leben,aber der Bildungsidealist, welcher wie ein Dichter in seiner strahlenden Märchenwelt lebt wird von der Alltagsrealität wieder eingeholt und zerbricht). Entwick lungs-Kultur-Lernen ist von Lebenstatsachen ausgehen, um auf begriffliche Ideale zu schliessen (Die Entwicklungsidee herrscht über das Leben und der Entwicklungs- idealist transzendiert durch Überwindung den Alltag und das Ideal wird immer mehr zum Real. Erst durch den praktischen Lebensbezug bingt das Ideal Frucht*. * So fruchtbar ein lebendiger Idealismus sein kann, wenn er unbe-
II.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen wird aus der (Kindheits)natur ein Zivilisations(geld)mensch.Beim Enwicklungs-Kultur-Lernen wird aus der Kindheitsnatur ein Kultur-Entwicklungs-Mensch.Siehe Textfort- setzung in Kulturlernen-63 63.) Bildungs-Kultur-Lernen ist die Meinung des Bildungs- 64.) Bildungs-Kultur-Lernen ist durch die Schule gelehrt werden. Entwicklungs-Kultur-Lernen ist durch das Leben belehrt werden." Es ist keine Zeile darin, die nicht erlebt worden wäre, hat Johann Wolfgang Goethe einmal von seinen Gedichten gesagt. Heute würde man salopp für das Berufsleben bspw. überspitzt sagen: "Jede Erfahrung kostete 65.) Weimar ist ein Kulturbeispiel,dass "Geist anziehender ist als das Geld"und geistiges und sinnliches zugleich ist.Die zunehmende Vermarktung des Dichtergeistes von Weimar im nachhinein bestätigt,dass Goethe zu einer salopp gesagt "Geldruckmaschine" geworden ist. Der Besichtigungs-, Übernachtungs-, Unterhaltungs-, Restaurations-,Eintritts-und Kauftourismus bringt Geld, der Stadt Steuern, schafft Arbeitsplätze und gibt Weimar seinen (Goethe)glanz und im Gegenzug schlagen die Einheimischen wieder platt gesagt "drei Kreuze",wenn die Touristen die Stadt verlassen haben, auch wenn viele vom Tourismus leben und der Besucher nicht kultureller durch seinen Besuch geworden ist,was auch niemanden im Nachhinein weiter interessiert. Er war nur da, aber ist nicht bei sich gewesen.Er reiste noch, aber war noch nicht zu Hause angekommen*. * Siehe auch den Gliederungspunkt "Kulturkritische Betrach- tung eines Besichtigungs-und Massen Tourismus" in Kultur- lernen-73 66.) Bildungs-Kultur-Lernen ist im Unterrichtsfach Mathe- matik die mathematische Zahl als Maß, Größe, Funktion, Beweis und formalisierte Logik kennen lernen in einer mess- baren, linearen und unaufhaltsame Abfolge der Zeit (z.B.
IV.) Siehe auch https://www.entwicklungszukunft.de/Wissenschaft-Technik
67.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen ist der Lernprozess als konstruktiver Aufbau und Höherbildung ausgelegt ". In dem hinauf ", wie der Dichter Lessing es fordert, bildet sich der Mensch (Bildungskonsens). Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen ist der Lernprozess eine geistdurchdrungene Auseinander- setzung der Transzendierungs-Zerstörung als wertschöpfe- rischer Akt wie Goethe es sieht.Nicht im bloßen Hinauf, sondern in dem auf und ab des Lebens liegt die eigentliche schöpferische (transzendierende) Kraft und der Lebenspuls beschlossen (Entwicklungspolarität)*.
68.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen wird der Geniebegriff
69.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen steht das neuronale, kognitive Lernprozess-Bewusstsein als intellektuelles Be-
Da steh' ich nun, ich armer Tor, Auch was nützt mir alles medizinische Wissen über eine Krankheit, an der ich leide, aber nicht gesund werde. Das Wissen bekommt erst eine machtvolle Qualität im individu- ellen Entwicklungs-Auseinandersetzungs-Transformations-Transzendierungs-Prozess (" durchgebissen, gelitten, über- wunden, Wahrheitsindividuation, und durch Erfahrung er- probt "). 71.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen wird vieles und alles gelesen.Es wird den Gedanken der Anderen gefolgt, aber fremde Gedanken " greifen nicht ans Herz" und brennen nicht ". Es sind Gedanken die man niederschreibt (bil- dungsgemässes Begriffsdenken).Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen ist seinen eigenen Gedanken folgen und an grossen Gedanken anderer sich empor arbeiten (z.B.gotische Kathe- drale 1-9 oder z.B. Goethe).Es ist " die Glut des jungen Denkens ", die einen treibt.Es ist wie J.W. Goethe einst sagte; Man sollte immer nur das lesen, was man bewundert (lebensergreifendes Entwicklungs-Motivations-Denken)*. *I.) Ein " Buchbestseller" sollte nicht an der verkauften Auflagen- II.) Beim Bildungs(eigenschafts)lernen leihe ich mir z.B. Bücher in der Bibliothek aus, behandle diese pfleglich und gebe sie innerhalb der Leihfrist wieder zurück. Entwicklungs(eigenschafts)lernen dagegen ist eine bewusste, schriftliche Entwicklungsauseinandersetzung mit dem Gelesenen im Buch selbst. Es ist das allbekannte " Bleistift lesen" 72.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen wurde mir durch die schlechte Schulnoten die Lernlust z.B. für das Unterrichts- fach Deutsch genommen und der " Geheimrat Goethe ver- grault"(Lernwiderstand). Beim Entwicklungs-Kultur-Lern- en habe ich erst durch viele kulturelle Weimarbesuche und durch das Lesen seiner Biografien "den "Balkongott" wieder lieben und viel von ihm gelernt. In seinen Biografien und " zerissenen auf-und-ab-Leben"fand ich mehr Weisheit, als in seiner Dichtung,was auch der rote Faden in meinem Leben gewesen war (Das Gesetz des Lebens ist ihr Widerspruch)*. * Das Leben muss erst einmal scheitern, wenn es gelingen soll und * Siehe auch den " Gliederungspunkt " Meister Eckhart > 290 Aphoris-
perativ des Philosophen Immanuel Kants gelehrt; " Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde" (pflichtnor- mativ und entwicklungsarm). Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen gilt der kategorische Entwicklungsimperativ " des Johann Wolfgang Goethe und Meister-Eckhart. Darauf setze all dein Studieren und alle deine Bemühungen, dass du dich weiter entwickelst" oder des "Stirb und werde" eines Unsterblichkeitslernens ( konstitutiv und entwicklungs- reich)*.
77.)Bildungs-Kultur-Lernen ist z.B. das Gedicht "Über allen Gipfeln ist Ruh "des Dichters Johann Wolfgang Goethes auswendig lernen (ich habe es gelernt ).Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen ist das Entwicklungsprozessgeschehen in der Entwicklungsauseinandersetzungs- Transzendierung zur Wirklichkeit verdichten lernen (ich habe mich entwickelt)*. "Über allen Gipfeln ist Ruh". In allen Wipfeln spürest Du,
78.) Bildungs-Kultur-Lernen ist formales, anerkanntes lernen, das üblicherweise in einer Bildungs- oder Ausbildungsein- richtung stattfindet und in Bezug auf Lernziele, Lernzeit oder Lernförderung strukturiert ist und zur Zertifizierung oder zum entsprechenden Erfolg führt und aus der Sicht des Ler- nenden kategorial zielgerichtet ist. Beim Entwicklungs-Kul- tur-Lernen ist nicht-formales, nicht anerkanntes persönli- ches interessierendes Neues Lebenspotenzlernen als auto- didaktisches lebenslanges Lernen und bezieht sich auf alles Selbstlernende, dass sich in unmittelbaren Lebenszusam- men hängen ausserhalb des formalen Bildungswesens ent- wickelt und üblicherweise nicht zu anerkannten, vorzeig- baren Zertifizierungen führt. Gleichwohl ist es systematisch in Bezug auf Lernziele, Lerndauer und Lernmittel und nur aus Sicht des Lernenden ist es final zielgerichtet. Es findet an informellen Bildungsorten wie im Alltag, am Arbeitsplatz, im Familienkreis, in der Freizeit, in der Erlebniswelt z.B. beim Sport treiben, während der Computerbenutzung, in Le- benskrisen, als Mitglied der freiwilligen Feuerwehr oder " als stiller Lese-Autodidakt" statt. Es ist aus und von allem lernen und es kommt nur darauf an, was ich daraus gelernt habe und ob es entwicklungsmässig ein Segen war. Es ist das gotische Lernprinzip, wo es immer etwas zu tun gibt. Was gelernt,erkannt und getan wurde zählt nicht mehr und nichts ist getan, solange es etwas zu lernen gibt.Nach Schät- zungen findet siebzig Prozent des lebenslangen Lernens ausserhalb von Bildungsinstitutionen statt (bspw. waren Johann Wolfgang von Goethe (Dichter), Vincent Van Gogh (Maler), Michael Faraday (Forscher), Theodor Storm (Schrift- steller) überwiegend Autodidakten).Dieses unzertifizierte Wissen wird im schulischen Sinne nicht als lernen empfun- den,weil es nicht bewusst abläuft*. *Das digitale Zeitalter hat bspw.eine praktische, virtuelle ökonomi- sche, technische Bildungs- Berufs-, Kommunikations-und Kulturdi- mension und eine noch tiefere idealistische , transzendierende Lebens-Entwicklungs-Dimension z.B. ver-gleichbar mit der Erfindung der Buchdruckerkunst konnten erst Martin Luthers reformatorische Ideen eine Verbreitung finden und zu einer Bewegung werden. Die weltweite Vernetzung erlaubt es, was als eine höhere technische Entwicklungsstufe der Ideenverbreitung weltweit eingestuft wird
80.) Bei einer Bildungs-Kultur-(Erlebnis)reise steht nach dem Goethe-Weimar-Rundgang "ein Dreigang-Goethe-Menü" auf dem Reiseprogramm (schmeckt gut und die Magenfrage steht im Vordergrund). Bei einer Entwicklungs-Kultur-(Erkenntnis)reise erkenne ich mich in den Kulturschöp- fungen wieder (tut der Seele gut und die Entwicklungs-Indi- vidualisierungs-Erkenntnisfrage steht im Vordergrund)*. *I.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen suche ich mir Reiseziele aus, wo ich noch nicht war und die ich mir leisten kann (Touristenort). Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen suche ich mir Reiseziele aus, wo ich mich kulturell wieder finde (Seelenort). II.) Wie heisst es in einem Bonmot so treffend," dass die Touristen die Kathedralen besuchen und die Einheimischen die Kneipen". 81.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen werden oft kluge Zitate-Sprüche von Goethe, buddhistische Weisheiten, moralische Belehrungen, Lebenserfahrungsregeln ausgesprochen oder die letzte Neujahrsansprache des Bundespräsidenten rezitiert, aber sie bewirken und verändern nichts. Das Leben kann nicht erlesen und durch Aufzählung von Zitaten ge- lingen (Vor der Entwicklungsreife). Beim Entwicklungs-Kul- tur-Lernen erschliessen sich erst oft im weitern Leben in der fortlaufenden Entwicklung diese Zitat-Erkenntnisse, bis ich selbst in der Selbstveränderung zu dieser Wahrheit gewor- den bin (Bei Entwicklungsreife). 82.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen schreibt am Ende seiner Karriere ein erfolgreicher Manager mit 75 Jahren seine Bio- 83.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen sind Gedanken aus dem vielbenutzten Goethes-Faust Zitatenreservoir in gelehriger Munde. Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen gilt bei Reife, "nichts, was Namen hat genügt mir mehr" und ist deshalb auch von nichts mehr abhängig und beeindruckt.Er genügt sich nur noch selbst,will nicht mehr sein und nur (da)sein*. * Es kann weiterhin nicht oft genug wiederholt werden, dass es unwichtig ist was die neuesten Nachrichten sind, was andere sagen und tun, wie prominent jemand ist, Mißstände zu kritisieren sondern nur was ich tue. Es geschieht zwar viel in der Welt und um uns herum, aber in Wahrheit geschieht alles nur in mir.Die Welt ist nicht das Schwierige, sondern das Schwierige bin ich selbst Es ist der Weg von der Verwandlung der Welt, um diese in der Aussenwelt z.B. eine Krise bspw. durch Reformen, Technik, Schutzmassnahmen und viel Geld zu verbessern und retten zu wollen und der Andere der Schuldige ist 84.) Die Faust-Tragödie, an der Goethe an dieser verzehren- den Aufgabe mehr als sechzig Jahre lang arbeitete, bezeich- net der Faust-Experte und Herausgeber des Bandes mit den Faust-Dichtungen in der Frankfurter Ausgabe Albert Schöne als die "Summe seiner Dichtkunst“. In metaphorischer Anleh- nung wird das Entwicklungs-Kultur-Lernen Nr.1 bis Nr.74 als "Summa" einer Entwicklungskunst bezeichnet,wo die Ent- wicklungs-Kultur-Bewegung von vielen Einzelerfahrungen in vielen Lebenskategorien zu einer ständigen Zunahme von Organisiertheit und Einheit zustrebt und die Regeln gebro- chen werden, welche die Welt verändern. 85.) In der Weimarer Republik wurde Goethe als geistige Grundlage des neuen Staates beschworen. 1919 verkündete der spätere Reichspräsident Friedrich Ebert jetzt gelte es, die Wandlung zu vollziehen, "Vom Imperialismus zum Idealismus und von der Weltmacht zur geistigen Größe".Wir müssen die großen Gesellschaftsprobleme in dem Geiste behandeln, in dem Goethe sie im zweiten Teil des Faust und in Wilhelm Meisters Wanderjahren erfaßt hat“. Der "Geist von Weimar“ wurde als Kontrapunkt zum überwundenen geglaubten "Geist von Potsdam“ gesetzt. Praktische Wirkung hatte dieses Bekenntnis jedoch nicht.Das Gleiche trifft auch heute für die Entwicklung vom " Materialisierungszeitalter eines Primitivmaterialismus zum Individualisierungs-Geistzeitalter eines Dematerialisierungs-Materialismus" zu. Aber bis heute hat auch dieses Bekenntnis (ausser durch den Lebens-Füh- rungs-Erziehungs-Druck) keine praktische Wirkung und wird nicht als Mittel und Probierstein zum Weiter-Entwicklungs-Individualisierungszweck als Vorgeschichte so verstanden.Es ist der Sinn der Materie, welcher für den Geist geschaffen wurde, um sich von ihm zu befreien und damit das alte Mate- rialismus-Ding und Habenverständnis zum Geistmaterialis- mus und Seinsverständnis aufwertet. 86.) Johann Wolfgang Goethe wird beim Bildungs-Kultur-Lernen als ein grosser Deutscher genannt,eine Naturge- walt,eine weltliteraische Berühmtheit, beinahe ein Überir- discher. "Goethe als der Heilige hier und der Meinige dort". Seine Lyrik erlangte Weltgeltung und er ist einer der berühm- testen deutschen Dichter und Denker.Er ist Namensgeber von Instituten,Museen, Stiftungen, Häusern, Straßen, Pro- dukten und Denkmälern (Goethekultur). Es ist die einst goethische Betrachtungsweise der deutschen Geistes- geschichte,wo Goethe als die allbeherrschende Sonne, deren Strahlen in ihrem Umkreis erst Licht verlieh. Beim Entwick- lungs-Kultur-Lernen wird erkannt, dass sein literarisches Schaffen seiner Gedichte, Dramen, Romane, Novellen, Epen, Übersetzungen, Niederschriften von Gesprächen, Briefe- sammlungen und naturwissenschaftliche Schriften bis auf wenige Einzelne nicht im Denken und im Herzen der Men- schen volksnah verankert, nachvollziehbar, lebensbestim- mend und wirklich nützlich sind.Es sind alltagsfremde,hoch- fliegende Gedanken,aber diese brennen nicht und für diese auch die Entwicklungs-Individualisierungs-Lesereifeinte- resse fehlt. Die Zeit und die Inhalte für das einst von Goethe Zusammengefasste ist vorbei.Es war Goethes Lebensweg, aber nicht mein persönlicher Lebensweg. Bildungsintellek-tualität besonders, wenn es so viel Weisheit,Wahrheit und ein Pflichtprogrammbesuch ist, wird nie volkstümlich und vorbildhaft (Nivellierung des Goethekultbildes)*. *I.)"Der hochmoderne laute "Bildungsschwall" hält sich beim Bil- dungs-Kultur-Lernen beinahe für fertig und als das Maß der Dinge (oberflächlicher Massengeist,Trivialität,"geht auf Stelzen", überheblich,mehr geistreich als wahr, der Geist der Intellektualität ). Entwicklungs-Kultur-Lernen sieht diesen Verstandesdünkel im Bildungsnebel als ein Zeichen, dass sie bald fertig ist, weil die Tiefe des Lebens nicht gewahrt wird, die Individualität des Menschen ausser Acht gelassen,ohne wirkliche Reife ist, nie volkstümlich sein kann, weil sie nicht in der Erde wurzelt (der Geist der Scholle, Unscheinbarkeit ist urdeutsch)"*. *Quelle unbekannt.
87 Teil II.)Das gleiche trifft für Meister Eckhart ein Mann der Mensch- heit und über allen elitären und nationalen Eitel- keiten erhaben. Er ist eine bodenständige Volksnatur, "der Mund" und das eingeborene Wesen des deutschen Volkes" und in religiösen Dingen ihn nicht zu kennen und sich mit seinen deutschen Predigten, Traktaten und Aphorismen> 290 auseinanderzusetzen, wo die deutsche Sprache zur individuellen, religiösen Wirkungs-Wirklichkeits-Mächtigkeit wird (Seinsmodus), einer Lebensminderung gleich kommt. Es ist die Verwendung der deutschen Sprache, welche die christliche Mystik zur deutschen Mystik macht.Erst in der deutschen Sprache wirken sein Gedankengut genuin ohne jeg- liche Vermittlung als religiöse kraftvolle Wirklichkeit. Meister Eckhart hat die deutsche Sprache beseelt und das Leben als religiöse Wirklichkeit und geschriebenes Gottes- gefühl "verdeutscht". 87 Teil III.)Er sieht die Deutschen als Urvolk mit einer eigen- ständigen, ursprünglichen lebendigen Sprache an, welche sich Z.B. von dem Neulateinischen unterscheidet. Religion ist immer individuell und deshalb ist die Sprache immer indivi- dueller Sprachempfindungsnatur und nicht formel- haftes, rezitatives, etwas sich vormachendes,kaltes Latein (bis zu Martin Luther sprach Gott Latein), welches den Sprachkern, die semantische Sprachfülle und Sprachdichte nicht erschliesst). Deshalb so lautet die Hypothese, dass die deut- sche Urtümlichkeit nicht mehr von Meister Eckhart los kommt und das hat nichts mit einer Deutschtümmelei zu tun.Jedes Wort, was er gesprochen oder geschrieben hat," ist nicht mit Gold aufzuwiegen".Deshalb hat seine Begriffslehre eine solche Anziehungskraft.Die Wahrheit bleibt trotzdem immer die Gleiche.Er lässt sich nicht konfessionell einreihen und hat mit seiner Religions-Lebens-Philosophie die Enge der kirchlichen Lehre gesprengt, das Lehrgebäude weit hinter sich gelassen und wird als die Einheitsreligion der Zukunft alternativlos universell und interkulturell betrachtet,weil wir alle religions-und glaubensunabhängig die gleiche Wahr- heit in uns tragen*. *I.) Von der illusionären Identifikation mit seiner Heimat, seinem Land oder einer Region (ich bin Saarländer, Litauer oder Europäer) zur tatsächlichen Identifikation mit sich und seinem Selbst (ich bin Mensch,Individuum, Weltenbürger. II.) Von dem Christentum, welches andere Religionen aus- schliesst, weil sie sich im alleinigen Besitz der Heilswahr- heit glaubt (Intoleranz),weil jede Religion oder kulturelle Gruppe meint, dass ihre Vorstellung von Gott die einzig richtige sei zu kein Heilsweg zu Gott ist direkter als ein anderer ". Im Himmel gibt es keine Religionen. Keine Religion ist die einzig wahre Religion. Kein Volk ist das auserwählte Volk. Kein Prophet ist der grösste Prophet. Es gibt viele Lampen, aber nur ein Licht (Gott). Es gibt viele Religionen und viele Aspekte der Wahrheit, aber die ganze Wahrheit ist nie in einem Buch, in einer Religion oder sonstigen Ideologie zu finden (Der Buddhismus ist eine asketische,das Christentum eine therapeutische und das Judentum eine moralische Religion.Alle Religionen sprechen vom Gleichen in der Dreiheit": Schöpfung,Erhaltung und Zerstörung nur in anderen Geschichten.Neben dem einen Licht gibt es auch andere Lichter, neben dem einen Wort Gottes auch noch andere Worte Gottes, ne- ben der einen Wahrheit noch andere Wahrheiten.Es würde ja dann die anderen Religionen ausschliessen. Toleranz be- deutet, dass auch die anderen Religionsgründer wie Mohamed, Moses, Buddha nicht minderheiliger sind als Jesus (Interkulturelle Theologie),auch wenn diese uns nach dem christlichen Verständnis nicht erlöst haben. Es ist keine Religion oder Gesetz höher als die Wahrheit. Der Weg zur Wahrheit wird wichtiger, als die Wahrheit selbst. Es gibt viele Religi- onen, aber nur eine Moral (John Ruskin).(Entwicklungs)ethik ist wichtiger als jede Religion. Wir kommen nicht als Mitglieder einer bestimmten Religionsgemeinschaft auf die Welt, aber die ethischen Entwicklungs-Individualisierungs-Prinzipien als das Individual-Logos sind angeborener, menschlicher Natur über alle geografischen und kulturellen Grenzen hinweg. Gott spricht deutsch, japanisch, jiddisch oder türkisch, sonst hätte er mich nicht verstanden. Der Geist kennt kein Geschlecht, keine Hautfarbe, Nationalität, Kulturunterschiede, Volks-oder Glaubenszugehörigkeit, weil der " allumfassende Geist ", die Beziehung aller Teile zum Ganzen und zu seinen Teilen ist.Unser (Selbst)bewusstsein steht in Verbindung mit dem universellen Ganz- heitsbewusstsein, was alles überlagert, alles zusammenhält und jeder daran Anteil hat. Deshalb tragen wir alle die gleiche emazipa- torische Wahrheit in uns, deshalb ist jede Wahrheit konfessions-, partei-und ideologielos, frei von jedem eliminatorischen völkischen Gedankengut und jeglicher Diskriminierung sei sie rassistisch,religiös, sexistisch,ideologisch oder sozial motiviert. Es ist die Toleranzpolitik gegenüber Rassismus, Hetze, Ausgrenzung und Fremdfeindlichkeit. Menschen mit unterschiedlichen Interessen finden ein gemeinsames Ziel das grösser ist, als die individuellen Interessen. III.) Völker und Sprachen gibt es viele,aber nur eine Menschheit. Als Person ist man verschieden, dem Wesen nach aber sind wir eins.Es gibt nur eine Gleichheit der Menschen vor Gott, aber es gibt keine Gleichheit der Menschen in der Gesellschaft. Es ist der Kosmopolitis- mus, die säkulare Ethik und Inklusion, der alle grossen Geister und Gebildeten gehuldigt haben,der bisher nur durch die abstrakte Ver- nunftseinsicht, aber nicht durch das Gesetz, den wissenden Verstand und Erkenntnis-Reife-Einsicht der Interverbundenheit begründet war und latent in vielen Köpfen noch vorherrscht. Die moderne Physik und Kosmologie haben das Bild vom Universum (lat. universus „ge- samt“, von unus und versus „ in eins gekehrt ") als ein unteilbares, dynamisches Ganzes unwiderruflich bewiesen. Jede Religion ist nur ein (Friedens)weg zum Einheits-und Ganzheitsverständnis eines Multiversums,welches von der Quantenphysik bestätigt wird. Wenn das zum Grundsatz jeder Religion geworden ist, sind alle Religionen versöhnt, alle religionsmotivierten Kriege in der Welt ("wo immer nur Gott das Problem ist") werden ins ad absurdum geführt und die Quantenphysik wurde endlich verstanden. 88.) Das Christentum sollte zwar den gesellschaftlichen Zu- sammenhang im Volk fördern, doch für die geistige Elite war dieses aus Goethes Sicht überflüssig.Er zeigte auch zeitlebens eine gewisse Abneigung gegen die christliche Offenbarungs- religion.Er wollte die Wahrheit frei wissen ohne Dogmatis- mus. "ich sehe eine Zeit kommen,wo Gott keine Freude mehr an ihr(Chris- tentum) hat und er abermals alles zusammenschlagen muss zu einer verjüngten Schöpfung" oder ich kann das Predigen nicht vertragen; ich glaube, ich hab in meiner Jugend mich daran übergessen". Aber er sagte auch einmal, wenn je das Göttliche auf Erden erschien, so war es mit der Geburt Christi und auch,dass "Du nicht schiebst, sondern geschoben wirst"d.h.,es gibt noch etwas Größeres,was hinter und über dir steht und im Inners- ten die Welt zusammen hält.Es ist im Kern die gleiche "über- flüssige Christentums-Institutionssichtweise" eines Meisters Eckharts,weil dieses keiner weiteren Vermittlung bedarf und im Leben alle Religion zu finden ist, welche der Mensch be- nötigt. Religion (Jenseits) und Leben (Diesseits) sind zur Zeit zweierlei, aber das Leben selbst ist Religion und deshalb ist jeder Mensch unbekehrbar religiös auch in säkularisierter Form. Die menschliche Natur ist Religion als ein gewaltiges Leben in Gott.Was ist das Leben ?Gott ist das Leben sagte Meister Eckhart einst. Deshalb ist die Lebensfrage ist immer die Gottesfrage und diese bleibt die persönliche (Gott)ent- wicklungsfrage.Es gibt nichts in der Welt als Gott allein,was auch die Weltformel für alles ist. Religion ist angeboren, gehört konstitutiv zum Menschsein und ein "Gottes-und Christusbewusstsein" haben alle Menschen aus einem vor-und nachweltlichen Leben ins diesseitige Leben herüber gebracht. Die Religion und der Glaube an Gott sind als Anlage eines Individual-Logos als "Gottesgen" (Gott will sich in jedem Einzelnen sich selbst immer mehr werden) mitge- geben. Ob wir etwas von Gott wissen, religiös erzogen worden sind, konfessionell geprägt, Atheist,Papst oder Milliardär sind, spielt dann keine Rolle mehr. Die Entwick- lung eines jeden Menschen geschieht auch ohne diesen Hin- tergrund,weil Religion wesentlich zum Menschsein gehört ohne dass es danach aussieht.Weil Gott mitten in unserem Leben gestaltlos und unsichtbar jenseitig ist, existiert das Jenseitige im weltlichen Diesseits, das Ewige sich nur im Vergänglichen offenbart und die Kernspaltung des Seins überwunden ist.Es ist des Mystikers sicheres Wissen,dass alles Sein dieser Welt getragen und aufgehoben ist im gött- lichen Urgrund.Alles Heilige muss aus dem Leben kommen und muss im Innerweltlichen aufgehen. "Weil die Sonne scheint, sieht man sie nicht"*. * Das Anliegen vieler deutscher Denker, Dichter und Philosophen war nicht die Religion zu überwinden, sondern ihre Wahrheiten frei von dem traditionellen Ballast der Theologie und Dogmen zu verstehen und aus der Wahrheit keinen alleinigen Dogmenanspruch zu machen. Es ist der Irrtum, es gäbe einen Bestand "X" an ewigen Wahrheiten. 89.)Beim Bildungs-Kultur-Lernen zogen sich die Bildungs-Klassiker Herder, Goethe, Schiller usw. von ihrem gefähr- lichen, verzehrenden Feuer des Sturm- und Drang zu- rück,weil Begeisterung schön ist, aber blind macht und nahmen dankbar die Protektion der kulturell aufge- schlossenen Herzöge in Weimar an. Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen bleibt die Zielspannung der Sturm-und Drang- ideale bis zur Verwirklichung weiter auch im gereiften Alter noch bestehen, welche aber in geordneten Bahnen abläuft und nicht abgebrochen oder aufgegeben wird.Wer ein Jugendideal verfolgt,bleibt zeitlebens ein Kind und ewiger Knabe im Herzen, auch wenn es erst einmal Glorifizierun- gen und keine Welt des Alltags sind.Es ist gut als Kind und Jugendlicher Ideale zu haben (wer wollte nicht Held oder eine Prinzessin sein ?), aber es ist frustrierend, sie im fortge- schrittenen Entwicklungsalter nicht realisiert zu haben. Die Lebensspannung wird durch weitere Aufgaben, sportliche Betätigung, Disziplinierung,Sublimierung (Nr.39), dem Un- sterblichkeitslernen und insbesondere den Vertrauens- glauben (Siehe den Gliederungspunkt Die zehn Glaubens-Ringens-Stufen)an seine Sache aufrecht erhalten,weil es niemanden gibt, der nicht seine Stunde hätte.Wer an Gott glaubt, für den gilt "Gottes Wege können in die Ungewissheit der Dunkelheit führen, aber sie enden immer im hellsten Licht und Gott hält sein Wort".Jede Glaubens-und Gebets- erhörungswahrheit besitzt den Makel eines Glaubensver- trauensdruckes "dass Gottes rettende Hand erst vor dem Abgrund im letzten Moment erkannt wird",weil Gott am meisten Licht ist, wo er am wenigsten Licht ist*. 90.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen ist die" Göttliche Komö- * I.) Alle Religionen sprechen vom Gleichen nur in anderen Geschich- ten der Dreiheit, was sie alle vereint: "Schöpfung,Erhaltung und Zerstörung" als das ewige Lebensgesetz. II.) Die Göttliche Komödie, italienisch ursprünglich Comedia oder Commedia, in späterer Zeit auch Divina Commedia genannt, ist das Hauptwerk des italienischen Dichters Dante Alighieri. Sie entstand während der Jahre seines Exils und wurde wahrscheinlich um 1307 begonnen und erst kurze Zeit vor seinem Tod vollendet.
92.) Johann Wolfgang Goethe steht für die klassistische Bil- dungs-Kultur ersten Ranges,was aber nur einen kulturellen traditionellen, abstrakten Wert besitzt.Entwicklungs-Kultur-lernen ist aber der Meinung,dass unsere Kulturvielfalt nicht mehr geeignet ist auf Höheres als nur Geld zu verdienen und nichts Grösseres kennen als ihren Alltag zu verweisen, um die Sehnsucht nach oben wach zurufen, was man selbst noch nicht, aber Menschenaufgabe ist und in der Individualisie- rungsentwicklung verwirklicht werden soll. Diese Fülle der kulturellen Werte lebte ursprünglich nicht selber aus sich heraus, sondern z.B. eine Zeichnung von Dürer, die Branden- burgischen Konzerte von Bach, eine Stradivari des gleich- namigen Geigenbauers, ein Gemälde von Vincent van Gogh oder eine gotische Kathedrale sind nur Wegweiser, Hilfen, Probiersteine und Mittler für den Weg nach oben, was den Menschen übersteigt, welche nicht an die Seele heranrei- chen. Sie weisen nur auf sich selber und bestätigt das Be- wusstsein des Menschen, der sie schuf und vermittelt das Gefühl eine Vollkommenheit erreicht zu haben, wo das Sein und das Bewusstsein, das Wesen der Erscheinung und die Erscheinung selbst als Lebenseinheit sich decken. Aber dieser kulturelle Ausdruck weist nicht mehr über sich hin- aus auf etwas, was hinter ihr steht, was keine Form mehr hat,was durch sie verwirklicht werden soll und wozu der Mensch durch seine Entwicklung fähig sein kann.Es ist eine Interpretation der berühmten These des Philosophen Georg Wilhelm Friedrich Hegels vom Ende der traditionellen Kul- turträger (Dichtung,Musik, Literatur,Architektur, Religion etc), welche keinen wirklichen, tieferen Einfluss mehr auf die kulturelle Entwicklung des Menschen haben und auch keine zündenden Werte mehr vermittelt werden, weil diese auch dem geschichtlichen Gesetz "des Blühens und Welkens" unterliegen und deshalb die Zeit gekommen ist, wo der Wahrheit-und Bildungsvermittlungsausdruck eines anderen Mediums bedarf und auch Platz für das existentielle Leben eines jeden Einzelnen ist und z.B. das Entwicklungs-Kultur-Lernen bereit ist, für eine erneute Stabübergabe. 93.) Goethe sage einmal in den "Maximen und Reflexionen" "Wir sind naturforschend Pantheisten, dichtend Polythe- isten, sittlich Monotheisten“. Auch der Physiker Werner Heisenberg schreibt über Goethes Naturbild: "Wir werden von Goethe auch heute noch lernen können, dass wir nicht zugunsten des einen Organs, der rationalen Analyse, alle andern verkümmern lassen dürfen.Goethe hatte die Univer- salität der inneren Verbundenheit in und mit allem schon damals erkannt und vorweg genommen. Die moderne Physik und Kosmologie haben das Bild vom Universum (lat. univer- sus „gesamt“, von unus und versus „ in eins gekehrt ") als ein unteilbares, dynamisches Ganzes unwiderruflich bewiesen. Alle Teile des Universums stehen grundsätzlich in einer Wechselbeziehung zueinander und jedes Ding, Natur und Tierwelt, jeder Prozess und jeder Bewusstseinsakt hängt mit anderen Dingen, der Natur, den Prozessen und Bewusst- seinsakten zusammen in einer durchdachten und geord- neten, schöpferischen Beziehung zum grössten, möglichen Ganzen, welches folglich nach Adam Riese keine Zweiheit, sondern nur ein Einziges sein kann. Durch das Verschrän- kungsprinzip sind wir nicht nur mit jedem Individuum, son- dern auch mit jedem Punkt des Universums zu jedem Zeit- punkt verbunden, was auch als kollektives Gedächtnis be- zeichnet wird. Was als Gesetzmässigkeit zur Erhaltung von Energie und Materie gilt trifft auch als Gesetz zur Erhaltung des Lebens zu. In dieser Lebenskraft als Quanten-Gedächt- nis-Information ist alles festgehalten, was wir gedacht, ge- sprochen, getan und versäumt haben. Es geht nichts verlo- ren und wird nichts vergessen. Alles was das Universum hervor bringt überlebt,wird für alle Zeiten archiviert ". Jedes Individuum ein Teil des grossen Ganzen, mit dem grossen Ganzen verbunden, befindet sich in Übereinstimmung mit dem Ganzen, da auch die komplexen Vorgänge des Be- wusstseins den geist-psychischen Plastizitäts-Gesetzmässig- keiten der Quanten-und der Feldtheorie unterliegen. Das Universum ist kein Sammelsurium von vielen Einzeldingen, sondern eine mit einander verbundene Ganz-und Einheit. Das gegenständliche, materielle Universum als Ganzes und als Einheit ist für sich selbst genommen ungegenständlich und hat weder Form noch eine materielle Erscheinung. 94.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen werden Vorbildgrössen zitiert, nachgeahmt und auf Briefmarken verewigt. Ent-
95.) Bildungs-Kultur-Lernen besteht aus Bildungsfächern und Schulnoten, aber das Leben besteht nicht aus Bildungs- fächern und Schulnoten. Entwicklungs-Kultur-Lernen besteht aus dem Entwicklungs-Individualisierungs-Bringschuld-Prinzip des Lebens als das Neue Lernen.Johann Wolfgang Goethe unterschrieb dieses Postulat mit dem Satz: " Wer seine Schuldigkeit nicht tut ist unnütz, mag er noch so brauchbar sein wie er will - dass sich alle Schuld auf Erden rächt"*. * I.) Es wird eine Zeit kommen, wo Entwicklungsresistente als Unbe- Bringschuld-Beispiel.
Menschenverstand hindern einen daran, um kein Dauerarbeitsloser und Sozialfall zu werden, um dieser Schuld zu entgehen, weil die Existenzangst immer grösser ist als die Gewissensangst. Es ist die angehäufte Mitschuld von Generationen, welche jeder Einzelne jetzt mit abtragen muss, auch wenn er gesetzlich völlig unschuldig ist tagefliessband nicht mehr möglich ist.
VI.) Nach dem Theologen Martin Buber besteht die einzige Schuld darin nicht jede Sekunde umzukehren und das Bessere zu wollen. 96.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen heisst es, dass Johann Wolfgang Goethe 60 Jahre an seinem Faust als eines der meist zitierten Werke der Weltliteratur gearbeitet hat. Goethezitate geben oft den Inhalt eines ganzen Buches wieder und es wird auch "das Buch der Bücher" genannt. Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen gibt es immer mehr Menschen, welche anfangen erst im fortgeschrittenen Rentenalter nochmals "durchzustarten", um Bleibendes als ihre (unsterbliche) Lebensleistung über den Tod hinaus zu schaffen und damit ihrem Leben einen (neuen) Sinn geben. Die besten Jahre kommen erst.Es ist z.B. mit 67 Jahren anfangen zu lernen, was Lebenssinn bedeuten kann, wenn wir früher damit angefangen hätten und sich die Kindheit und Jugend lebens-plan-final-sinn-logisch im Rentenalter sich erst vollendet*. * "Glücklich ist der, welcher sein Arbeits-und Lebensende mit dem Anfang seines Lebens in Verbindung setzen kann und sich darin vollendet.Er ist sich sicher, dass dieser Weg von Anfang an, in der Kindheit und Jugend als Lebensfundament schon festgelegt war und jetzt erst vergleichbar mit einem "Röntgenblick" erkannt wird.Siehe Textfortsetzung in Kulturlernen-45 97.)Beim Bildungs-Kultur-Lernen werden Sätze gedacht und fließen durch den Kopf auf das Papier (kognitive Worthül- sen).Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen werden geniale Sätze gedacht und fließen durchs Herz auf das Papier (gebiete- rische, kraftvolle Worte).Goethe sagte dazu,dass es vom Herzen kommen muss,wenn es auf Herzen wirken soll*. * Die Klarheit und die Kraft des schöpferischen Wortes ist dort am Grössten, wo es aus der Tiefe der Existenz heraus gesprochen wird also nicht vom denkenden Verstand, sondern vom (seelischen) Frieden,dem Gewissen,dem Lebensvertrauen und dem Glauben. 98.) Der wirklich grosse Mann ist, mit dem Philosophen Schleiermacher es auszudrücken,durch welchen die Masse erregt wird.Ob jemand als Grosser genannt wird, ist in erster Linie auch davon abhängig, von wem er seine Selbstbestäti- gung erhält; vom gesellschaftlichen Kollektiv oder vom Selbst her, was im religiösen Duktus " Gott " genannt wird und dieses"die allumfassende Naturkraft" bei Goethe es war. "Das Göttliche": Diesen Titel trägt auch eine seiner bekanntesten philosophischen Oden, in der er den Menschen als edel, hilfreich und gut beschreibt – Eigen- schaften, die er dem Göttlichen zuordnet. Am Ende gilt für alle Religionen aber ausnahmslos das Wort in Goethes Faust; "In bunten Bildern wenig Klarheit, viel Irrtum und ein biß- chen Wahr- heit".Wenn der Einzelne sich nicht mehr seine Bestätigung von oben, sondern von unten geben lässt, hört er auf als einzelner (grosser) Mensch zu existieren. Der Mensch darf sich nicht auf Kultur, Bewusstsein und Besitz begründen und sein Selbstbewusstsein und seinen Wert da- von abhängig machen, weil das einer anderen Rechtfertigung bedarf. Kultur, materieller Besitz, gesellschaftliches und wissenschaftliches Bewusstsein sind nur ein Ausschnitt und instabil, weil es ist nicht das Ganze und die Einheit ist. 99.) Mit Goethes Faust müssen wir erkennen, dass absolutes Wissen nicht möglich ist. Der Bildungslernbegriff ist ein überholtes duales, deterministisches, partielles Lernver- ständnis und vollzieht sich in dualistischen, deduktiven, zeitgeistigen Bildungslernkategorien in blutleeren Begriffen. Der Entwicklungslernbegriff ist ein zeitloses, nicht-duales, indeterministisches und ganzheitliches Lernverständnis und vollzieht sich in universellen, induktiven, zeitlosen Entwick- lungslernkategorien und die Begriffe sind mit Leib und Leben geschrieben. 100.)Entwicklung ist welt- und wertanschaulich neutral und weder demokratisch noch undemokratisch. Entwicklung als naturgesetzlicher Drang und als Lebensformprinzip ist mir näher," als ich mir selbst bin ". Nach Goethe ist (Entwick- 101.) Jeder, der für etwas kämpft, ist früher oder später die Avantgarde. Es gibt niemanden,der nicht einmal seine Stunde hätte. "An einem Punkt gibt es keine Rückkehr an dem weiterzumachen gilt (Franz Kafka) ".Wenn man nicht aufgibt, hat man nie verloren und dieses wird als gute Rezeptur betrachtet. " Es bleibt einem jeden immer noch soviel Kraft das auszuführen, wovon er überzeugt ist, sagte Johann Wolfgang Goethe dazu. 102.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen wird die Meinung Johann Wolfgang Goethe zitiert, das schönste Glück des denkenden Menschen sei, das Erforschliche erforscht zu haben und das Unerforschliche ruhig zu verehren und ruhen zu lassen. Entwicklungs-Kultur-Lernen gibt zu bedenken, dass nach Goethes Zeiten der Mensch wissender wurde als in der gesamten Menschheitsgeschichte davor. Das Gesetz des Lebens ist immer ihr Widerspruch. Wenn es einmal z.B. in 200 Jahren Realität sein wird,müssen wir jetzt schon darüber nachdenken.Nur wer das Absurde versucht, kann das Unmögliche erreichen. Fast unser gesamtes Wissen verdan- ken wir nicht denen, die zustimmten, sondern denen, die anderer Meinung waren oder mit dem Nicht-Gewussten regelkonformen zufrieden gaben. Ohne Spekulation und Risiko gibt es keine neue Beobachtung. Irren ist Voraus- setzung für jeden wissenschaftlichen Fortschritt. Es ist der Rat von Francis Bacon, Begründer der modernen Natur- wissenschaften vor 300 Jahren, " dass die Natur auf die Folter gespannt werden muss, bis sie uns die letzten Geheimnisse preis gibt".Wer nicht gelegentlich kausalwidrige Dinge zu denken vermag, wird die Wissenschaft nicht um eine Idee bereichern können (Max Planck, Physiker). Nur wer das Absurde versucht, kann das Unmögliche erreichen (Albert Einstein).Es ist das Wesen der Wissenschaft,dass sie sich selbst berichtigt und alles nur als vorläufig ansieht. Jede neue Generation von Wissenschaftlern amüsiert sich über die Naivität ihrer Vorgänger. Alle sagten, es ist unmöglich. Dann kam einer, der das nicht wusste, das es nicht geht und machte es einfach*. * Durch Verschiebung des geistigen Blickwinkels als neue Sichtweise einer Denkanschauung z.B. Martin Luther ( Initiator der Reformation), Christopf Kolumbus (neues Weltbild), Nikolaus Kopernikus (heliozen- trisches Weltbild), Meister Eckhart (evolutionäres Individual-Gottes-und Religionsverständnis), Renaissance (Überwindung des Mittelal- ters), Immanuel Kant (Beginn der modernen Philosophie), Werner Heisenberg, Albert Einstein etc. (moderne Physik und Überwindung des mechanistischen, newtonischen Weltbildes ),Sigmund Freud (Psychoanalyse),Bill Gates (Computer)-und Tim Berners-Lee (Internet-Zeitalter), OpenAI-Chef Sam Altman (künstliche Intelligenz), Frau Dr.Kübler Ross (Mitbegründerin der Unsterblichkeitsthese und Ent- tabuisierung des Todes) wurde immer ein neues Zeitalter eingeläutet und hat zu einer gewaltigen Bewusstseins-und Lebensveränderung geführt, auch wenn es manchmal Jahrzehnte bis zum Durchbruch gedauert hat und in unseren Schulbüchern Einlass gefunden hat. 103.) Für Johann Wolfgang Goethe war immer das Grosse im Kleinen, im Alltäglichen und Naheliegenden zu finden. Die Auseinandersetzung mit dem Niedrigsten entfaltet das Höchste.Wer nicht zu gross ist für kleine Aufgaben, der ist nicht zu klein für grosse Aufgaben.So ist es auch im Entwick- lungs-Individualisierungs-Leben wo es keine Nebensachen gibt und im Kleinsten das Grosse gegeben ist. Streng ge- nommen gibt es dann keine höher oder minderwertige Tätigkeit mehr. Vielmehr wird dadurch jeder Augenblick Entwicklungs-Individualisierungs-Unmittelbar genutzt. Auch z.B. besitzen die sozial niedrigen, schlecht bezahlten, wieder- holenden, langweiligen, stumpfsinnigen, den Geist lähmen- den Tätigkeiten einen Entwicklungswert und einen tieferen Entwicklungssinn, wo das Üben der Entwicklungs-Individua- lisierungs-Tugenden, De-und Entmaterialisierungslernen (Entsinnlichung ), Kultur-Lernen ( Verwesentlichung) und Unsterblichkeitslernen (Entweltlichung )möglich ist. Ein aufrichtiges Entwicklungstun ist auch in der einfachsten und wenig sinnvoll und entfremdeten, erscheinenden Tätigkeit gegeben. Es sind die vielschichtigen Entwicklungsaspekte, welche in einer " einfachen Telefonzentrale “ wie auch in der machtvollen Konzernzentrale nur für mich persönlich zu finden sind und mir auch ein hohes Selbstwertgefühl ver- leihen können. In kleinen Aufgaben ist genauso viel Ent- wicklungspotential vorhanden wie in grossen Aufgaben. Keine Tätigkeit ist entwicklungslos und es ist in jeder Nicht- identifikation eine Arbeitsentwicklungsauthentizität mög- lich. Wenn sich der Mensch von seiner Individual-Entwick- lung her versteht, ist jede (" niedrige) Tätigkeit “ förderlich und gibt dem scheinbaren sinnlosen, trivialen seinen tie- feren Entwicklungssinn. 104.) Johann Wolfgang Goethe steht für die positive Pädago- gik des Philosophen Aristoteles("Vom Guten, Wahren und Schönen“ als Bildungsruhe), aber es liegt keine Verantwor- tung darin inne. Entwicklungs-Kultur-Lernen steht für die negative Widerspruchspädagogik des Philosophen Platons (Lebenskrisen, Krankheiten, Arbeitslosigkeit,Individualisie- rungskrisen etc als Entwicklungsunruhe) und darin wächst die Verantwortung für das Gereifte. 105.) Johann Wolfgang Goethe war die lateinische Rede- wendung " mens sana in sano corpere " als Vers sicherlich bekannt, aber diese Sport-und Körperertüchtigung wird bei den Schriftstellern, Dichtern, Philosophen, Künstlern, Architekten, Wissenschaftlern, Kardinälen, Feldherren und sonstigen vielen anderen Grossen der Menschheit in den Biografien mit keiner Zeile erwähnt. Die banale Notwendig- keitsweisheit der Sport-und Körpertüchtigung in jedem Alter aus gesundheitlichen, kognitiven und gerontologischen Gründen läuft heute in allen Gassen und "Bewegung ist al- les" in jedem Fernsehkanal. Aber eine noch grössere, geis- tige, sportliche metaphorische Entwicklungslebensweisheit von Meister Eckhart wird heute wie damals mit keiner Zeile erwähnt, dass man in den Frieden laufen soll und und nicht anfangen im Frieden d.h., nicht am besten schon nach der Schule und Studium gleich in die Rente gehen und erst durch die jahrelange Lebensschule zu seinem inneren Frieden zu gelangen*. * "Der Mensch, der sich im beständigen Laufen befindet, und zwar in den Frieden, der ist ein himmlischer Mensch. Es ist etwas, was alle bewegt, alle Dinge in Lauf setzt, dass sie zurück kommen, woraus sie geflossen sind. Je edler das Ding, desto beständiger läuft es. Soweit in Frieden, soweit in Gott. Gott will nur Ruhe finden in sich selbst. Wer Gott hat, den behindert keine Unruhe. Wer Gott gefunden hat (Frie- den) dem ist alles zuwider, was Gott nicht selbst nicht ist. Im Kreatür- lichen findet man keinen Frieden, weil alles dem Veränderungsgesetz des Welkens und Blühens unterliegt. Niemals ist ein Unfriede in dir, der nicht aus dem Eigenwillen kommt". Siehe Textfortsetzung den Gliederungspunkt Frieden in Christentum-frueher-heute-Teil-1 106.)Beim Bildungs-Kultur-Lernen bin ich nur so viel wert, welche und wie viel Bildung ich erfahren habe. Beim Ent- wicklungs-Kultur-Lernen gilt das Goethe-Zitat: "Willst du dich deines Wertes freuen,so musst du der Welt deinen Wert verleihen"*. * Es kann weiterhin nicht oft genug wiederholt werden, dass es unwichtig ist was die neuesten Nachrichten sind, was andere sagen und tun, wie prominent jemand ist, Mißstände zu kritisieren sondern nur was ich tue. Es geschieht zwar viel in der Welt und um uns herum, aber in Wahrheit geschieht alles nur in mir.Die Welt ist nicht das Schwierige, sondern das Schwierige bin ich selbst Es ist der Weg von der Verwandlung der Welt, um diese in der Aussenwelt z.B. eine Krise bspw. durch Reformen, Technik, Schutzmassnahmen und viel Geld zu verbessern und retten zu wollen und der Andere der Schuldige ist zum Mittelpunkt für die Anderen.Aber was ich geworden bin und weiter noch werde, bin ich nur aus mir selbst geworden und es waren nicht andere Menschen und keine Bildungs- erlebnisse, welche mich geformt oder andere Förderer, welche mich weitergebracht haben, sondern es ist das Ergebnis eines individuellen Entwicklungsstrebens. Jeder Entwicklungs-Lebensweg immer, weil er noch von niemanden gegangen wurde, ist autobiografisch, autodidaktisch und bildungs- dialektisch angelegt. Die Erscheinung des Menschen sagt mehr aus Gut lebt der, der im Verborgenen lebt. Der Weise fragt nicht, ob man ihn auch ehrt. Nur er allein bestimmt seinen Wert. Es erwartet keiner etwas von mir, sondern ich erwarte nur etwas von mir. 107.) In der Askese der katholischen Tradition versteht man unter dem Attribut "heilig" die Vereinigung mit Gott, die Angleichung des eigenen Tuns an den Willen Gottes. Erst mit dem Tod ist die Unificatio (lat. für „Vereinigung“) ganz mög- lich. Von einem, der sich bemüht hat, diese Vereinigung schon auf Erden zu verwirklichen, sagt man, er habe ein heiligmäßiges Leben geführt. Der Nachweis eines heilig- mäßigen Lebens ist übliche Voraussetzung für eine Heilig- sprechung. Jede und jeder, der z.B. im Christentum kano- nisiert, d.h. heilig gesprochen wird durch Nachweis einer heroischen Tugendtat und aufgrund seiner lichten Charak- terseite hat und hatte auch eine unheilige, dunkle Charak- terseite,weil aus diesem Polaritätsgesetz keiner heraus treten kann. Vor allem aber waren es die Gelehrten, die Dichter wie Klostock, Wieland, Lessing, Herder, Goethe und Schiller, Philosophen wie Kant und Leibnitz, Musiker wie Bach und Beethoven,nur von den einigen Deutschen zu re- den. Diese werden als die wahren, nicht kanonisierten " Heiligen der protestantischen Kirche" angesehen und des- halb die Meinung vertreten wird, wer die Tradition bewahrt, sollte nicht heilig gesprochen werden*. * I.)Nur wer es schafft, das schlafende Christentum und den "Chris- tus" in jedem Einzelnen im Entwicklungs-Individualisierungs-Sinne im Alltag wieder zu erwecken und zu einem Umkehrnachdenken zu be- wegen, kann gross genannt und sollte heilig gesprochen werden*. * Verfasser unbekannt. II.)Nach dem Mystiker und Autor David Ramon Hawkins spiegelt sich der Grad der Heiligung in einer Bewusstseins-Kalibrierungsskala (von 0 bis 1000) wieder und über dem Bewusstseinswert 600 hat das gen- derspezifische Geschlecht keine Bedeutung mehr. Beispiele für hohes, entwickeltes Bewusstsein sind z.B. Geistheilung BW 600, das ewige Lied "Stille Nacht, Heilige Nacht" BW 550, das Megalith-Bauwerk der Jungsteinzeit "Stonehenge" BW 550, der Jazztrompeter "Louis Arm- strong" BW 550, der Psychiater "Gustav Jung" BW 550 und der Maler "Vincent van Gogh" wird mit einem Bewusstseinswert von mindes- tens 600 skaliert. III.) Von den Kirchenheiligen, wo auch nicht jeder Tag, welcher durch das Gebet geheiligt wurde ein "Heiliger Tag" war zu den stillen Ent- wicklern im Lande,die auch Tage haben, wo sie die Nacht nicht geschlafen haben, an dem Tag alles schief gelaufen ist und deshalb sich auf den nächsten, neuen Tag freuen.Siehe Textfortsetzung in Christentum-frueher-heute-Teil-3 108.) Johann Wolfgang Goethe war kein Bildungs-Schultyp, Klassenprimus und hatte keine akademische Weihen, sondern war ein Autodidakt (Der Vater hatte eine Bibliothek von ca. 2000 Büchern) und er hat alles aus sich selbst heraus geschaffen.Was er geworden ist ist er immer nur aus sich selbst geworden und es waren nicht andere Menschen und keine Bildungserlebnisse, welche ihn geformt haben und hat trozdem heute seinen Ehrenplatz in der deutschen Bildung eingenommen.Das gleiche trifft für Entwicklungs- Individua- lisierungs-Menschen zu, welche die Schulzeit oft als "Ge- fängnis" empfanden, auf dem Schulweg im Zug vom Mit- schüler abgeschrieben haben, deren Sinn nie verstanden hat- ten und nur ihre Kindheit und Jugend im Sinn hatten. Erst als Autodidakt wird man unbewertet, unabhängig, freigeistig, vor Autoritätsgläubigkeit bewahrt, ist auch nicht vom schnellen Erfolg abhängig und vertraut mehr seinem recher- chierten Laienwissen und seinem inneren Strebedrang.Es zählt nur die Aussage: " Klug sei, wer sagen kann, ich habe nichts, als mich studiert".Es hat sich noch immer nicht über- all herum gesprochen,dass Visionäre oft Träumer waren und diese " die Welt verändert haben und verändern, die im vorherrschenden Reich nicht wahrgenommen werden und ihr eigenes Reich für alle erschafften. Alle, die eine Schul- klasse wiederholen müssen, werden eines Tages alle an- deren überholen. Siehe auch Nr.78 109.) Johann Wolfgang Goethe meinte einmal," dass man alt werden soll, aber mit jungem Herzen" .Es ist die Kunst des Lebens, welche darin besteht, jung zu sterben und das in einem hohen Alter. Der grösste Reiz des Alterns ist die Wie- derentdeckung der Jugend als "Verjüngungstrank". Verjüngt- heit ist nur ständig inwendig suchend und nur das Ideal im Herzen hält jung. Es ist der Geist, der den Körper ständig erneuert und verjüngt.Verjüngtheit ist ständig neu anfangen, dazu gehört auch streiten uns sich nicht dauerhaft fest- legen.Wer jünger älter wird, bleibt länger alt. Man wird nicht älter, sondern bleibt nur länger jung. "Gott ist immer jung und der Teufel ist immer alt".Auch Goethe war für "Jugend- sünden" nie zu alt. 110.) Ein erweiterter geothischer Anspruch lautet: Dass sich der Mensch in der Überwindung eigentlich erst recht findet. Das heisst, alles was man tut, soll in der Absicht getan werden, es zu überwinden."Von der Gewalt die alle Wesen bindet,befreit der Mensch sich der sich überwindet,und in dieser Überwindung sich selber erst zur Wahrheit findet,wie die ganze Menschheit in Christus in Wahrheit sich selber finden kann". Das zeigt,dass nichts menschliches ihm fremd war.Darin steckt die ganze Weisheit des gotischen Lern- prinzips,des Entwicklungs-Kultur-Lernens und Neuen Lernens und des Christentums als Weltüberwindungs- religion",wo die Diesseits-Jenseitsspaltung aufgehoben ist.Wer das tut, der hat er so viel getan, wie der Papst in Rom und noch viel, viel mehr"*. * "Der süddeutsche Goethe hat diese Forderung aufgestellt wie auch weitere süddeutsche hochfliegende schwäbische Philosophen, Dichter und Denker wie z.B.Hölderlin, Schelling und Hegel und nur der kühle, verwurzelte, praktische Norddeutsche kann diese erfüllen". *Quelle unbekannt. 111.-Teil I.) Johann Wolfgang Goethe bemerkte einmal,dass er es weit bringen wird in der Welt,der nicht fragt, ob es ande- ren gefällt. Das beschreibt den derzeitigen gesellschaftlichen Zustand treffend. Ein Einzelner ist in der Gesellschaft nicht gewünscht. Ein Hindernis, ein Einzelner in unserer Gesell- schaft zu werden ist, dass die durchschnittliche Leistungs- fähigkeit und Mittelmässigkeit genügt, das Spezialistentum gefragt ist und die vitalen Elemente des Einzelnen " das vorherrschende gesellschaftliche System nicht verwerten. Nur die Gleichschaltung und Anpassung eines Konsensbür- gers und nicht die Individualisierungsattribute als Eigen- schaften und Werte sind in unserem Gesellschaftssystem von Nutzen, um das reibungslose Funktionieren nicht zu gefährden. Es ist eine künstliche, konstruierte Welt, in der jeder einzelne Mensch seine Rollenaufgabe in diesem riesigen Systemapparat zu erfüllen hat. Der Mensch als Indi- viduum ist in der Gesellschaft in seine Umwelt eingepasst und er funktioniert nur als gesamtgesellschaftliches Mit- glied, der nur in der Totalität als scheinbares Individuum Wirklichkeit ist. Das Maß des Menschen ist der gesellschaft- liche, gleichgeschaltete, angepasste, vorgesehene berufliche und persönliche Sozialisierungsweg. Eine Individualisierungs-Entwicklung wird als überflüssige " Selbstverwirklichung und brotlose Kunst " verstanden, wobei dieser Begriff als " spin- nerhaft " negativ belegt ist, obwohl dieser der Sinn und das Ziel alles Lebens ist. Es muss schon das Feuer in einem brennen (Reife), dass dieser unbequeme Weg gegen die Widerstände und Nachteile der Gesellschaft und beruflichen Karriere gegangen wird, welcher herkulischer Anstrengung, die Ausdauer eines Langstreckenläufers und innerer Schmerzresistenz bedarf.
Trotz seinen Entwicklungsweg beschreitet. Der Entwick- lungs-Individualisierungs-Weg des Einzelnen ist der Weg der Gesellschaft von morgen. Das Durchschnittliche gibt der Gesellschaft ihre Bestandserhaltung, dass Aussergewöhn- liche aber ihren Wert. Siehe Textfortsetzung in Gesellschafts-und Einzelmensch
112.)Beim Bildungs-Kultur-Lernen stehen eminente, grosse Geister und hochentwickelte Individuen Pate wie z.B. der Geheimrat Johann Wolfgang Goethe,dessen exemplariche Ausnahme die ganze Menschheit betrifft.Sie sind Lehr- meister, ihre künstlerische Werke sind schwärmerische Denkanregungen für die weitere Entwicklung und werden auf dem Kunstmarkt zu Höchstpreisen versteigert (Siehe Textfortsetzung in Dematerialisierungslernen). Beim Ent- wicklungs-Kultur-Lernen genügen Leute, "Menschen wie du ich", denen ich dankbar bin, weil sie mir Anregungen geben und mir erst meine Unvollkommenheiten durch sie bewusst werden, Motivation für meine Entwicklung sind und mich nachhal- tig geprägt haben. 113.) In Goethes Lebenswerk des Faust sind die erkannten Lebensweisheiten seines langen Lebens zu lesen. Im Gegen- zug steckt in jedem Einzelleben in jedem "Hier-und Jetzt" eines Lebensgeschehens eine Lebensweisheit als immanen- ter Lebensführungshelfer, welche erkannt werden soll.Nicht der Mensch macht die Entwicklung,sondern die Entwicklung macht den Menschen. Es ist die Kernaussage von Goethes Faust als das unstillbare Streben des Menschen nach Er- kenntnis, absoluter Erfahrung und dem Sinn des Lebens jeden Augenblick im hier und jetzt ein Stück näher zu kom- men.Nur die Lebenswirklichkeit ist eine andere*. * Beim Bildungs-Kultur-Lernen gilt der Lebensgrundsatz" Was der Zeit unterworfen ist, das brauchst du" (Wissen). Beim Entwicklungs- Kultur-Lernen gilt die Lebens- maxime "was ewig ist, danach strebe du (Weisheit)". 114.)Das berühmteste Zitat aus Goethes Faust (konkret aus Faust I) ist der Stoßseufzer: "Da steh ich nun, ich armer Tor! Und bin so klug als wie zuvor.“Es drückt Fausts tiefe Frustra- tion aus, dass er trotz intensiven Studiums von Philosophie, Juristerei, Medizin und Theologie das Geheimnis der Welt nicht entschlüsseln konnte.Unsere Physik und Metaphysik ist heute bei der Beantwortung dieser Frage keinen Milli- meter weiter gekommen, aber Meister Eckhart beantwortet die Frage lapidar:"Könnte der Mensch Gott erkennen ohne die Welt, wäre sie nie um seinetwillen geschaffen worden. Die Welt wäre nicht geschaffen worden, wenn sie nicht da wäre Gott zu suchen und zu finden. Die Sinnenwelt ist gött- lichen Ursprungs.Wir brauchen sie, um zu wachsen. weil das Ewi- ge sich im Vergänglichen offenbart.Und alle Werke, die Gott im Himmel und auf Erde gewirkt hat die hat er gewirkt, um ein Werk wirken zu können, nämlich uns selig zu ma- chen. Die Welt ist um des Menschen willen, aber der Mensch ist um Gotteswillen geschaffen worden".Für religiöse Na- turen ist die Frage aus dieser Sichtweise beantwortet*. * Ohne die Körperlichkeit als Beziehung zur Welt verliert die Seele die Möglichkeit sich unmittelbar in der Geistwelt zu entwickeln, weil sie ihres Weltbezuges und den Weltwerkzeugen beraubt ist. Der Geist braucht die Beziehung mit der materiellen Welt als polare Spannung, um sich weiter zu entwickeln,die erst in den sinnlichen Entwicklungs-Lebens-Widerspruchs-Reizen des praktischen Alltagsweltlebens gegeben ist.Deshalb ist nach dem Tod keine Entwicklung mehr mög- lich und das Unsterblichkeitslernen von essenzieller Bedeutung. 115.) Bildungs-Kultur-Lernen und Entwicklungs-Kultur-Lernen stehen sich fremd gegenüber wie Ost und West, aber auch zugleich befreundet gegenüber als Schnittmenge wie das von Ernst Rietschel geschaffene Goethe-Schiller Denkmal in Weimar oder wie der Morgenstern und die Morgenröte. Jener verkündet den Tag und dieser bringt ihn. 116.) Von ich stehe in der "Forbes Reichenliste" weltweit auf dem neunzehnten Platz zur banalen Feststellung,dass Reichtum vergeht, aber Entwicklung bleibt ( in Anlehnung an Humboldt auf dem Schlachtfeld von Waterloo,dass Reiche und Reichtum vergehen, aber ein guter (sprichwörtlicher) (Goethe)Vers(Spruch) bleibt. Siehe auch Nr.87 117.)Von dem Friedhof,welcher als Synonym steht für "Friedhofsruhe" zu wenn aber der Tod Aufbruch, Neuanfang und ewiges Leben bedeutet, dann passt die Friedhofsruhe dazu wie "die Faust auf das Auge",weil genau das Gegenteil nach dem Tod passiert.In Goethes Faust-Drama steht der Wunsch nach Unsterblichkeit nicht für ewiges körperliches Leben, sondern für ein unendliches, rastloses Streben nach Erkenntnis, das Überwinden menschlicher Grenzen und die Rettung der Seele durch göttliche Gnade. Es ist der Wahr- heitsbegriff der Aufklärung im strebenden Bemühen seine Lebensmitte zu finden. 118.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen wird Johann Wolfgang Goethes Meinung zitiert; "Nur wenn man eine Million 119.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen ist es bspw. die Sprache der Dichter Goethe, Schiller und anderer Denker, die Fach- sprache der Wissenschaft, die Sprache einer gelernten Fremdsprache, die Sprache der Ökonomie und Deutsch als Amtssprache. Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen gilt,dass die Ausdrücke die Wirklichkeit betreffen und Motivation ausüben müssen.Wenn es nützen soll, muss es den " Durch- schnitts-Alltags-Jedermanns-Menschen "mit seinen Alltags- problemen und seinen persönlichen Interessen erreichen und diese lösen helfen in einer für jeden Einzelnen verständ- lichen (Entwicklungs)lebens)sprache und begrifflichen Klar- heit,Redlichkeit und Verlässlichkeit*. * I.) Luther,Dante,Moliere,Balzac,Cervantes,Shakespeare und Lessing,Meister Eckhart wirkten nur dadurch,dass sie zur Volksprachlichkeit zurückkehrten.Auch Goethe hat es sich zur Aufgabe gemacht, die tiefsten Sache einfach zu sagen. II.)Beim Bildungs-Kultur-Lernen kommt man sich in fremder Sprache oder verquaster, abgehobener Fachsprache gebildeter und besser vor (Fremdsprachen lernen). Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen bin ich nur der Mutter- und Volkssprache authentisch, ursprünglich, unmittelbar und nur diese wirkt auch danach weiter. Nur in der Mutter- und Volks sprache wirkt es volkstümlich, befreiend, lebendig, lebensnah, un- verfremdet, bildhaft, einsichtig (Entwicklungslebenssprache lernen). III.)Ich will keine Worte, die andere erfunden haben. Ich will meine eigenen Worte. Jede Sache und Lebensempfindung hat ihr Wort und da ist selber das Wort zur Sache geworden.Mit den Begriffen der Psychologie werden wir keine Menschenkenner, mit den Begriffen der Nationalökonomie werden wir nicht reich, und mit den Begriffen der Theologie bekommt man noch keine Gotteserfahrung. 120.) Lichtgestalten für die Bildungsreife sind z.B.Goethe, Beethoven, Kant, Lessing, Thomas von Aquin, Michelange- lo,Erwin von Steinbach, aber für die Mehrzahl der Gebildeten ist es meistens nur ein schulisches Lese-Kennen-Lernen. Erst bei der Entwicklungsreife wird die wirkliche Grösse und die Gabe der Menschheitsbeseelung dieser Bildungs- und Kulturvertreter für die Menschheitsganzheitsentwicklung gewürdigt und auch die These "ich bin ein Genie der Selbst- evolution" erkannt und genial werde, wenn ich meinem Genius folge. 121.) Was aus dem Menschen wird, hängt beim Bildungs-Kultur-Lernen davon ab, was ihm kulturell angeboten wird (kulturelles Erbe des Besichtigungs-Kultur-Museums-Tourismus und multikulturelle Vielfalt). Was aus dem Menschen wird, hängt beim Entwicklungs-Kultur-Lernen davon ab, was er entwicklungskulturmässig aus sich macht (kulturelle Substanz wird nur vom Einzelnen in der Ent-
122.) In seiner Jugend dachte Goethe,dass die Welt erst ei- gentlich mit ihm angefangen hat und alles nur um seinet- willen da sei und man sieht nie was getan wurde,sondern nur was zu tun bleibt. Dieses ist auch das Signum der Ent- wicklungsreife, wo jeder bei der Reife zu den gleichen Erkenntnissen gelangt,dass alles was war,ist und sein wird nur um seinetwillen da ist und auch erkennt,dass man nie sieht, was getan wurde, sondern nur, was zu tun bleibt."Das Tun interessiert das Getane nicht mehr". 123.) In den Goethes Faust Versen 1.335 bis 1.336 lässt Goethe den Teufel auf die Frage, wer er denn sei, sagen: " Ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft. Gott und Welt sind Gegensätze, die sich in der Polarität gegenseitig bedingen.Das Gesetz des Lebens ist ihr Widerspruch, aber bei näherer Betrachtung offenbart sich in diesem Paradoxon eine tiefere Wahrheit. Die Tugend wird nur in der Verführungsschwachheit vollbracht, weil diese zur Entfaltung das Gegenteil bedarf. Das Gute ist erst das Gute und eine Tugend, wenn es vom negativen Pol gereinigt wurde. Wo keine Untugend, da ist auch keine Tugend mög- lich. Die Untugend ist nur eine verkleidete Tugend. Nur weil ich der Versuchung widerstanden habe, bin ich dadurch stärker und tugendhafter daraus hervor gegangen und das Böse wird zum Guten.In der Auseinandersetzungs-Transzen- dierung wird der Widerspruch erst aufgelöst. Nur tugend- haft leben führt auch zu psychomatischen Störungen. Keine Tugend ist ein Selbstläufer, sondern jede menschliche Charaktereigenschaft muss Tugend üben. Sie muss in jeder Handlung neu produziert werden. Das Sprichwort " Wer für die Sünde zu alt ist, preist die Tugend ", das war gestern. 124.) Seinen individuellen Weg in der Gesellschaft und im Beruf gehen, der in der vorherrschenden Gesellschafts- ordnung nicht vorgesehen ist, bleibt eine Gratwanderung der Marginalisierung und vorübergehenden Heimatlosigkeit als Bürger (gelungenes Leben) und Bohemien (verpfuschtes Leben) zugleich, ein Gesellschaftsmensch nach aussen, aber einer Einzelner nach innen, in der kulturlosen Zivilisation leben, aber die Zivilisation im Verborgenen als " Namenloser " und stilles Vorbild kultivieren. Es besteht immer die Gefahr zum " Bürgergeldempfänger " zu werden und sich eine Zeit lang " als Sozialschmarotzer von der Gesellschaft durchfüt- tern lassen " und auf dem Rücken anderer für eine abstrakte Idee sich durchschlängeln,weil es eben nur diese eine Gesell- schaft gibt und ausserhalb von ihr (wenn nicht " von Beruf Sohn oder Tochter " ) nur kein Überleben ist.Dieses Lebens- risiko einzugehen ähnelt beinahe dem absurden Versuch, "einen Abgrund im Dreisprung zu überqueren".Wer aus- serhalb von gesellschaftlichen Wertvorstellungen und kollektiven Sozialverhalten als Entwickler lebt, gilt als Aussenseiter und im negativen Falle sogar als ein Verlierer und Versager, obwohl nur die individuelle Revolte dem Leben einen Wert gibt (Sartre). Goethe notierte dazu: "Lass euch nicht irren. Ewig wirkt und bleibt, was vorwärts und den Menschen himmelwärts treibt.Ob es zu Zeiten scheinbar auch erliege,es endet immer mit einem Siege" ! Siehe auch Nr.139 *Nach der gekreuzigten Wahrheit erfolgte die Auferstehung und die Dornenkrone wurde zur Königskrone. 125.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen werden immaterielle Menschheits-Kulturgüter der Dichter Goethe, Schiller und andere den Schülern vermittelt (Bildungsbewegung).Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen gilt, dass jede Generation kulturell gleich wie Sisyphos seinen Felsblock immer wieder bergauf wälzen muss,der kurz vor dem Gipfel dann wieder hinab- rollt. Auch wenn die Welt im Ganzen fortschreitet, muss die Jugend doch immer von vorne anfangen und kann sich nicht auf das Kulturerbe berufen. (kulturelle Bewe- gung).Siehe Textfortsetzung Nr.85 in Kulturlernen-3 126.) Der Schwur von Buchenwald wurde am 19. April 1945 von den befreiten Häftlingen auf dem Appellplatz des Kon- zentrationslagers Buchenwald verlesen. Er lautet:„Wir stellen den Kampf erst ein, wenn auch der letzte Schuldige vor den Richtern der Völker steht! Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.“Diesen Schwur hätte Goethe doppelt unterschrieben und wahrscheinlich im hohen Alter noch einen Faust-Teil III "Gedenkstätte Buchenwald" verfasst*. * Die Formulierung vom "Land der Dichter und Denker“ wurde in der deutschen Geschichte nach den Verbrechen des Nationalsozialismus oft bitter und kritisch zum "Land der Richter und Henker“ zugespitzt. 127.) Nach dem Dichter Goethe ist (Entwicklungs)natur das, was aus sich selbst zeugt, aus sich selbst wächst,reift, seine Gestalt wandelt und sich selbst erfüllt. Von der Quanten- physik wissen wir, dass es unter anderem keine Materie gibt und dass der Geist und die Materie austauschbar sind und nur (unser) Geist die Wirklichkeit und die Ursache für die materiale Realität ist.Es wird im Lernprozess " universeller Geist " in Bewegung gebracht und dadurch (schöpferisches) Entwicklungsbewusstsein gebildet (geistig durchdrungener, sich entäussernder Geist und entwicklungsmässig über- formt). Es ist aktiver Geist gestalterisch in Bewegung ge- bracht als die bekannte einsteinsche Fomel E=mc2 (Energie ist Masse multipliziert mit Lichtgeschwindgkeit zum Qua- drat).Information ist der Grundbaustein aller Materie - 128.) Johann Wolfgang Goethe hat alters-und reifebedingt verschiedene Entwicklungsstufen und Entwicklungsphasen durchlaufen und nicht weniger persönliche Probleme gehabt wie jeder andere Mensch auch.Keiner ahnte damals, aus welchem Holz das Kind und der Jugendliche geschnitzt war und ist auch nicht besonders aufgefallen.Was er geworden ist ist er immer nur aus sich selbst (autodidaktisch) gewor- den und entwickelt. Es waren nicht andere Menschen und keine Bildungserlebnisse, welche ihn geformt haben.Aber er hat sich bewusst tagtäglich mit seiner Entwicklung ausein- ander gesetzt, um Erkenntnisse gerungen,schreibend reflek- tiert und diese oft in seiner Dichtung verarbeitet, um freier zu werden und immer mehr seinen Frieden gefunden. Da- durch erst wurde sein Name Programm und zum dem, wie ihn die Welt heute wahrnimmt. Er war ein Genie der Selbstevolution und hat das Neue Lernen schon vorweg genommen. 129.) Goethes Zitate haben den Makel, dass diese Wahrheiten eines ganzes Buches oder eines langen Lebens sind und deshalb keinen Vorbildnachahmungscharakter haben.Sie werden zum reinen, abstrakten, nutzlosen Wissen und geraten dadurch wieder in Vergessenheit, weil es Wahrhei- ten an sich, aber nicht Wahrheiten für mich sind.Die Grösse kommt erst beim Bauen und nicht beim Steine sammeln. Erst in der permanenten selbsterzieherischen Wahrheits- individualisierung werden Goethes Zitate allmählich zur eigenen, tragenden Lebensgrundwahrheit, weil die Wahr- heitssuche als Evolutionsaspekt im Menschen angelegt ist. Dass ist der Lebenssinn des Menschen auf Erden, seine Indi- vidualisierungswahrheit zu leben und zu sagen.Jede Wahrheit muss, um sie zu erkennen erlebt werden und die Wahrheitsverifizierung liegt im Erkenntnisprozess selbst als die Wahrheit der gemachten Selbsterfahrung und bleibt kein Gedankengebäude. Deshalb sind auch die vielen abstrakten z.B. Predigtwahrheiten erst einmal nutz-und wertlos. Eine kollektive Wahrheit ersetzt nicht die individuelle Erfahrung. Das eine ist das Wissen und das andere ist es erkannt zu haben. Wenn einer die Wahrheit sagt oder sie erkannt hat, ist diese erst einmal eine individuelle Wahrheit und für keinen anderen wertgültig. Nur wer der Wahrheit gleicht, kann sie auch verstehen. Es gibt keine Endgültigkeit der Wahrheit, sondern die Wahrheiten werden wieder zur neuen Wahrheit.Die Wahrheit bleibt ein letztlich nie zu erreich- endes Ideal und wir müssen mit Goethes Faust bekennen, dass es keine endgültigen Wahrheiten möglich sind und das Nichtwissen das eigentliche Wissen ist und d.h.,dass es in Wahrheit keine Wahrheit gibt.Es geschieht zwar viel in der Welt und um uns herum, aber in Wahrheit geschieht alles nur in mir. Wer lieber für die Wahrheit leidet als dauerhaft in der Un-und Halbwahrheit lebt, wird einmal ein ganz Grosser in der Welt sein.Es ist nichts groß als das Wahre, und das kleinste Wahre ist groß ist ein weiteres Goethe Zitat. Ein Stück Individualisierungswahrheit ist mehr wert als die ganze Welt könnte man auch in Anlehnung an Meister Eckhart sagen. Die Welt vergeht, aber die errungene (Ent- wicklungs)wahrheit als ein Teil von mir (nach Meister Eck- hart ein Stück Gottentwicklung) bleibt*. * Beim Bildungs-Kultur-Lernen kann ich jedem er- zählen, welchen Beruf ich ausübe und wie viel Geld ich verdiene (die Unwahrheit läuft in " Markenklamotten" herum). Das Entwicklungs-Kultur-Lernen führt zur Berufung, wofür es keine Berufsbezeichnung gibt und oft mit (viel) Geldverdienen nichts zu tun hat ("die Wahrheit hat meistens schlechte Kleider an"). 130.) Jeder kennt das Goethezitat "Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben, der täglich sie erobern muss". Unter der Entwicklungsfreiheit versteht man weniger die Freiheit vom Gesetz, sondern Freiheit durch das Gesetz als Rahmen-und Vorbedingung, "dass der Mensch ganz Mensch werden kann" und ist fern von jeder Revolutionswut. Freiheit kann nie ein Staat schenken, sondern diese muss persönlich er- rungen werden. Es ist Freiheit anders sein zu wollen, indem ich die persönliche Freiheit entwicklungsmässig ausfülle und Goethe hat diese literarisch ausgefüllt. Es ist nicht das was ich tun will, sondern was ich tun soll. Entwicklungsfreiheit bleibt immer eine selbst geschaffene Freiheit und muss ständig neu erobert und durch das Entwicklungs-Kultur-Lernen über seinen Entwicklungsweg zu sich selbst zu gewonnen werden. Es ist sich freimachen als Dematerialisi- erungslernen von Entwicklungsblockaden, selbst geschaffe- nen Abhängigkeiten, Verstrickungen, Illusionswerten, Ent- wicklungsüberflüssigem, Vergangenheitsbewältigungsler- nen tauschen gegen die Fetische der Gesellschaftswerte wie das Sicherheitsdenken, Bequemlichkeit, stromlinenförmige, Anpassung, versinken in Gewohnheiten,finanzielle Frei- heiten, geistige Passivität durch den Erlebnis- und Geltungs- konsum und das Fernsehen,Internet und das Smartphone als einzige Kultur. 131.)"Der ist der glücklichste Mensch, der das Ende seines Lebens mit dem Anfang in Verbindung setzen kann"heisst es in Goethes Spruchsammlung "Maximen und Reflexionen", weil die Kindheit und Jugend sich darin vollendet und er sicher ist, dass dieser Weg von Anfang an in der Kindheit als Lebensfundament festgelegt war, weil ich meinen Träumen mein Leben schulde als unverbrauchter Idealismus der Le- bensspannung" . Wo Beruf und Berufung schon zu Kindheits- und Berufsbeginn zusammen fallen und Entwicklungsrück- schlüsse auf die Kindheit und Jugend gezogen werden kön- nen, ist aller- dings den Allerwenigsten gegeben*. *I.) Die Kindheit wird nach dem evolutionären Verständnis von der Genese her betrachtet. Es sind das Erb-, Kindheits-, Erziehungs- und Elterngut, die Jugendjahre, Zeitgeist, Jugend- Freunde, Landschafts- eindrücke der Heimat, (jede Region hat ihren eigenen Seinsart, monumentale Eigenschaften,Seelenchemie und entwicklungswirk- same Formen, welche einen jahrelang geprägt haben), Kindheitsin- teressen- und Gewohnheiten, kulturelle und religiöse Sozialisati- on,Traditionsfeste, Umwelteinflüsse, persönliche Erlebnisse und Leistungen,Entwicklungseigenschaften, Leidenschaften, Lebenskri- sen, Sturm- und Drangjahre sind unsere Entwicklungsbestimmung und der Beginn unseres Entwicklungsweges. Eine Kindheitsnatur lässt sich auch nicht später erlernen, sondern sie wird einem mitgegeben. Es sind weniger die Ereignisse und was sich damals abgespielt hat, sondern es ist das,was als Kind erfahren und empfunden habe.
132 Teil I-III ) Johann Wolfgang von Goethe war sowohl ein literarisches und geistiges Vorbild als auch eine ambivalente Persönlichkeit, die im Laufe der Jahrhunderte stark stilisiert wurde und damit der Vorbildnachahmungscharakter nicht mehr gegeben war (Siehe auch oben Nr.44.Vorbildcharakter). Es ist immer die "Gretchenfrage" um bei Goethe zu bleiben als unangenehme Grundsatzfrage wie hälst du es selbst mit dem, was du verkündest. Wir verändern und verbessern als Orientierungsvakuum die Welt nicht mit dem was wir sagen, sondern nur durch das, was wir durch den gegangenen Vorbild-Entwick- lungslebens-Weg geworden oder nicht ge- worden sind. Von dem Grad der Selbstbeherrschung wird der Grad der Gleichwilligkeit der Anderen bestimmt. Die Nach- ahmungskraft und autorative Ausformung wird erst durch die Handlungsvorbildfunktion übertragen, welche in die Vorbildform reingelegt wurde,sich selber wirkend ist, die Reife für den Einzelnen geschaffen hat und den Nachah- mungsreiz ausmacht. Die abstrakte Wahrheit, die mir einer erzählt ist nur soviel wahr wie sie durch das Leben des Einzelnen gegangen ist. Weil jeder Mensch ein Teil der Menschheit eines universellen Ganzheitsbewusstseins ist (Interverbundenheit) und wenn es vom Einzelnen realisiert wurde, wirkt es erst vorbildlich für das Ganze als Gemein- schaftsfeld, was als kollektives Gedächtnis bezeichnet wird aus. Je mehr das Vorbild für das Ganze da ist und nicht nur für ein Teil (bspw. Partei, Berufsgruppe, Meinung, Weltan- schauung, ein Land), umso mehr repräsentiert es das Ganze. 132 Teil II.)Alleine durch seine Existenz wird er zum Vorwurf und wenn es das Lebensgefühl der Zeit ist, zur permanenten Forderung nachzuahmen und ihm nachzufolgen (weniger ein nachmachen, sondern mehr seinen eigenen Lebensweg gehen). Wer sein eigenes Leben erkannt hat, hat es für alle erkannt. Der Dichter Friedrich Schiller würde sagen; " Was einer im Reiche der Wahrheit erwirbt, hat er für alle erwor- ben. Nur dieses ist der archimedische Punkt und prima causa (Heils-, Entwicklungs-,Nachfolge-und Lebenswert), auf den es ankommt. Wenn der Mensch sich durchgerungen und den Vorbildweg gegangen ist, ist das wie ein Tropfen, welcher ins Meer fliesst, wo das Meer sich in den Tropfen verwandelt und ein Einzelner zur Menschheit wird zeigt sich die wahre Vorbildmagie und nicht der Tropfen zum Meer wird. Der kleinste aller Samen kann den grössten Baum hervorbringen und ein einzig erwachter Mensch kann eine neue Mensch- heit entstehen lassen. Es ist die Bewahrheitung, dass "die Stillen im Lande" die lautesten Gedanken haben.Das Leben wird zum allgemeinen Interesse. Das ewige Wort wird nur in der Stille laut.Das Heil alleine genommen wird zum das Heil der ganzen Welt.
133.) Erlebnisbericht Weimarbesuch ("Erzähler/in unbekannt") Wenn ich als Tourist nach Weimar fahre,vergesse ich den Alltag, lebe in einer anderen Welt und mein Lebens-und Lernrhythmus ist auf Urlaubsentspannung eingestellt.Dass ich mein Übernachtungshotel,die Parkgebühren und überall Eintritt bezahlen muss und mich über die hohen Preise auf der Speisenkarte aufrege, betrachte ich als normal.Alles davon ist unabhängig von meiner Erwartungshaltung und warum ich nach Weimar komme. Es kostet weiter viel Kraft oft vor den Sehenswürdigkeiten wartend anzustehen,überall herum zu laufen und nach zwei Stunden " brummt mein Kopf durch den Literaturspaziergang des vielen Weimar-und Goe- thewissens",wo ich mit fast religiöser Andacht zugehört ha- be. Ich brauche mir ja nichts zu merken oder mitzuschrei- ben, "weil ich am Montag ja keinen Aufsatz darüber schrei- ben muss". Ich bin zwar in Weimar gewesen,kenne auch die umliegenden Sehenswürdigkeiten, aber warum soll ich nochmals dahin fahren ? Das Wissen geht wieder verloren und ich bin der Gleiche geblieben wie zuvor.Nur ich bin nicht wirklich tief in den " Kaninchenbau der Goethegeistwelt" eingestiegen,haben sich neue Gewissheiten eröffnet, habe geschweige von dem Weimarbesuch Nachhaltiges gelernt und mein Leben geht unverän- dert weiter.Eine erneute Sehnsucht Goethe wieder zu besuchen ist auch nicht ent- facht worden.Das alles oder so ähnlich geschieht immer als Weimar-Besucher vor der Goethereife (Kaufkonsum und andere Menschen sind mein Lebenssinn). Bei der Goethe-reife aber geschieht "der Urknall" im Menschen und das Geschilderte ist nur noch "ein nettes Neben her", zwar dazugehörig, aber nicht wesentlich.Es ist die letzte Tiefe des Menschen aufgebrochen als der "geheime Takt allen Wer- dens" in mir und es ist der gleiche damalige "Sturm-und Drang" eines Johann Wolfgang Goethes.Schon die Hinfahrt, wo die Entfernungs-Kilometerangaben auf der Autobahn auf dem Weg nach Weimar schmelzen" wie der Schnee in der Sonne" bekomme ich Herzklopfen. "Wo ein Begeisterter steht,da ist der Gipfel der Welt und der Beginn eines neuen Goethefrühlings".Ich bin jetzt vorbereitet in voller Anspan- nung, Weimar wird für mich zu einem Fest und "Holiday wird zum Holyday". Es ist von der Wallfahrt und Pilgerreise zur gotischen Kathedrale" als religiöser Wallfahrtsort " und Mit- telpunkt eines touristischen Besuches zum Weimarbesuch als " Wallfahrts-Pilgerort der persönlichen Entwicklung " und Mittelpunkt des Lebens.Wenn ich zurückfahre, bringe ich zwei voll beschriebene Schreibblöcke von neuen Erkennt- nissen mit nach Hause, jede weitere Weimarfahrt wird zu einer weiteren Entwicklungsinvestition und Weimar wird für mich zu einer immer wiederkehrenden Kultur- Hauptstadt. Ich habe mich nicht interessiert auf das, was ich noch nicht von Goethe weiss, sondern auf das, was ich noch nicht bin und noch nicht zur Ruhe (Einheit) gelangt ist,die Lebens- spaltungs-Überwindung "von Rathaus und Kathedrale". Wo andere nichts Besonderes gesehen haben, war für mich eine Offenbarung. Bei Entwicklungsreife lässt einem Goethe nicht mehr los und das Historische wird anziehend, weil selbst individualhistorisch, wie Goethes Karriere zur Ge- schichte" wurde.Die gesamte Geschichte ist nichts anderes als eine fortgesetzte Umwandlung der menschlichen Natur. In der Geschichte sind wir uns selber (Entwicklungsgeist und das Selbstwerden ist mein Lebenssinn). Goethe hätte an alledem auch seine grosse Feierfreude daran gehabt und ein Fläschen Moselwein "Klüsserather Bruderschaft Spätlese Jahrgang 1816 " aus diesem Anlass dafür gerne entkorkt.Herr Geheimrat "Prost-ich kann nur Weimar" (Siehe auch Goethe + Wein Nr.43)*. 134 Teil I.) Deutschland ist stolz auf seine Kulturvergangen- heit und ist das Land der Dichter und Denker,der Philoso- phen, Musiker, Wissenschaftler und andere grosser Persön- lichkeiten.Für religiöse Naturen ist Deutschland sogar das Land der Wahrheit (Martin Luther). Deutschland ist genauso stolz die grösste Volkswirtschaft in Europa zu sein und das Geld, der materielle Wohlstand,die Sicherheit,der Frieden und die Zertreuungs-und Konsumgesellschaft werden über alles gestellt und füllen das fehlende geistige Vakuum aus (helle Deutschland-Seite).Auf der anderen Seite hat Deutsch- land kein geistiges tragendes Fundament,eine verbindliche Ethik und Moral, verwurzelte, bodenständige Lebensprin- zipien eines Bauerntums mehr, welche nicht religiös sozialisiert sein müssen.Es fehlen auch mitreissende Lebens- formeln für die Jugend, für welche sich in Zukunft zu leben und zu kämpfen lohnt. Alles ist lebenssinnleer, kraftlos, relativ, zeitverfallgeistig und durch die überall herrschende Maßlosigkeit wurmstichig geworden.Der Mensch verschwin- det hinter der Formel und das eigene Wesen ist durch das Fadengitter der Mathematik und gesellschaftlichen Soziali- sierung abgeschirmt und ausgeschaltet.Die menschliche Seele als das Leben des Einzelnen spielt überhaupt keine Rolle mehr obwohl diese den Menschen ausmacht.Die meisten Menschen kämpfen mit den sozialen, wirtschaft- lichen und persönlichen Gegebenheiten ihrer Existenz,sind weiterhin unzufrieden und über das Medienwissen hinaus interessiert sie nichts mehr,aber die gesellschaftlichen Werte sind relativ, fragil und werden beinahe als christliche, ab- solute Tugenden verkauft. Innerhalb der Legalität ist alles erlaubt. Die Gesetze dienen nicht dazu besseres zu ent- wickeln, sondern nur zur Abwehr des Schlechten.Aber auch das Recht braucht ein moralisches Fundament.Der moderne Staat ist auf eine Wertenormen und Pflichtenkonsenz angewiesen, gerade weil er ihn weder schaffen kann und soll.Der freiheitliche Verfassungsstaat lebt aber von kul- turellen, ethi- schen Voraussetzungen und er muss auch die Wahrheit über das Recht immer wieder von aussen empfangen, da er dieses nicht in sich selbst trägt.Der Mensch kann nicht durch mehr Gesetze und Vorschriften verbessert werden, freilich auch nicht durch die Pyschologie und Sozio- logie. Recht und Gesetz können die moralische Erosion nicht völlig ausgleichen und der Staat selbst kann keine mora- lische Kraft schaffen, sondern muss sie voraussetzen und darauf aufbauen.Die Normen und Werte, die auf Systemer- haltung und Entfaltung ausgerichtet sind geschützt, während dagegen Normen, die aus persönlichen Entwicklungsüber- zeugungen und einer Entwicklungsfreiheit hergeleitet sind es nicht. 134 Teil II.) Es fehlen die Wertnormen für entwicklungs- würdige Verhältnisse und entwicklungsmotivierende Bedingungen.Die Gleichbehandlung hat Vorrang gegenüber dem individuellen Grundrecht einer Entwicklungsgerech- tigkeit.Das bürgerliche, angepasste,regulierte und sozia- lisierte Alltagsleben ist am Leben vorbei, weil dieser Lebens- form die Lebenstiefe fehlt und der persönliche Lebensindivi- dualisierungsauftrag darin nicht erkannt wird. Es ist nach dem goethischen Verständnis das Gesetz, wonach der einzelne Mensch angetreten ist und diesem kann er nicht entfliehen.Kulturen werden von Einzelnen aufgebaut und er- neuert. Kultur ist das Ergebnis der Entwicklungsauseinan- dersetzung und die Veränderung des Einzelnen ist der kulturelle, schöpferische Transzendierungsakt.Das Wesen des Menschen ist seine Entwicklungsnatur, die Auseinander- setzung mit dem Entwicklungsmenschen in ihm als die Ent- faltung nach einem individuellen Eigengesetz als das, was in einem angelegt ist und mit dem, wo ich authentisch bin (innerer Entwicklungs-Individualisierungs-Mensch).Wegen fehlender (Krisen)reife und Extremerfahrungen durch den Lebens-und Gesetzesdruck bei jedem Einzelnen bleiben diese Aussagen erst einmal nur eine belanglose Fußnote."Man kann einen Birnbaum noch so prügeln,der wird deshalb nicht schneller reif"(dunkle Deutschland-Seite)*.Siehe dazu auch die Nr.32,Nr 52 und Nr.54
II.) Von der Mensch lebt in einer freiheitlichen Demokratie (Rahmen- bedingungen) zu aber sein innerstes Wesen ist nach Aussagen der Religionen aber eine Theokratie,weil . III.) Von dem Staat als eine labile Grösse und von der Kraft des Menschen abhängig zur stabilen Grösse des Einzelnen, welcher aus eigener Kraft existiert weil es des Mystikers sicheres Wissen ist,dass alles Sein dieser Welt getragen und aufgehoben ist im göttlichen Urgrund. IV.) Von der Individualisierung des dialektischen Prozesses, welcher bei dem Philosophen Hegel unausgeschöpft bleibt und an den Staat weiter gegeben wurde (Staatsverant- wortung) zur Individualisie- rung,dass nicht der Staat, sondern der Einzelne besser werden muss und nicht bleiben kann wie er ist. V.)Von fremden Ideen/Werten nachlaufen und deren Ruf folgen (christliche Werte im Alltagsleben führen zu keiner wirklichen Erneuerung) zu eigenen Ideen und entwickelten Werten nachlaufen und deren Ruf folgen,denn alle dieser Werte will Ewigkeit. VI.) Von regulativen Gesetzen, welche das Leben regulieren und disziplinieren können zu aber diese Gesetze können kein Leben hervorrufen und Entwicklung schaffen. Siehe Textfortsetzung in Kulturlernen-30 135.)Beim Bildungs-Kultur-Lernen wird der kategorische Imperativ des Philosophen Immanuel Kants gelehrt; 136.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen heisst es " macht euch die Erde untertan (Besitzstreben)". Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen heisst es im geothischen Geist " lasst wachsen, was ich euch gegeben habe (Entwicklungsstreben)". 137.)Goethes Faust bestand anfänglich in der ersten Version nur aus lauter Notizen,Einfällen, Erfahrungen und Buchan- regungen,autobiografischen Fragmenten, die erst später geordnet zu einem Werk zusammengefasst wurden.In An- lehnung an die Entstehung dieses Goetheessays sei ange- merkt,dass dieses anfänglich auch nur lauter Notizen, Ein- fällen, Erfahrungen, Buchanregungen, Besuchsreisen und "als ein Kind verschiedener Eltern" bestand, die erst später zu diesem persönlichen "Weimarspaziergang auf Goethes Spuren" zusammengefasst worden sind. 138.) Ein bekannter Goethevers heisst "Die beste Bildung findet ein gescheiter Mensch auf Reisen".Jeder Jugendliche kennt heute den Ohrwurm der französischen Sängerin Desireless "Voyage,voyage",was übersetzt Reise bedeutet ("bon voyage-gute Reise") und eine innere Entdeckungsreise metaphorisch poetisch in einem surrealen,mitreissenden Musikvideo beschreibt.
voyage,voyage. voyage,voyage. voyage,voyage. voyage,voyage. Im unerhörten Raum der Liebe voyage,voyage. *Musiktitel Google Suchbegriff: "Voyage,voyage Desireless" 139 Teil I-IV.) Goethe hat einerseits in der wirklichen Welt gearbeitet und andererseits in der Ideenwelt gelebt, was das Höchste ist,was man ereichen kann.Für ihn war Sinnliches und Geistiges zugleich. Er brauchte nicht die Erde zu ver- lassen, um das Unendliche zu erreichen.Siehe Textfort-setzung in "Charakterprolog des Dichters Johann Wolfgang Goethe und des Dichters Friedrich Hölderlin". 139 Teil II.) In der wirklichen Welt leben aber seinen Entwick- lungs-Individualisierungs-Weg-Ideal gehen welcher in der vorherrschenden Gesellschaftsordnung nicht vorgesehen ist, bleibt eine Gratwanderung der Marginalisierung und vor- übergehenden Heimatlosigkeit als Bürger (gelungenes Le- ben) und Bohemien (verpfuschtes Leben) zugleich, ein Ge- sellschaftsmensch nach aussen, aber einer Einzelner nach innen, in der kulturlosen Zivilisation leben, aber die Zivilisa- tion im Verborgenen als " Namenloser " und stilles Vorbild kultivieren. Es ist das Kunststück der Kontrasterfahrung zwei Herren gleichzeitig zu dienen z.B. den Berufs- und Lebens- alltag mit seinen Pflichten zu bewältigen, in der Gesellschaft als Konsensbürger,Familienvater, Arbeitnehmer, Mieter, Konsument etc. gut zu funktionieren und dabei sich noch zu individualisieren und statt nur ein bloßes sein eigenes Leben zu leben ohne jemand zur Last zu fallen. Es ist das Spagat innerhalb der Gesetze leben und sich ausserhalb der Gesetze sich verwirklichen, geerdet bleiben und nicht ins Nirvana abtriften.Der Mensch existiert in seiner Doppelheit als amphibisches Wesen einerseits als Staatsbürger und Mitglied der Gesellschaft und andererseits als werdendes Individuum. Die Einzelentwicklung widerspricht erst einmal dem gesell- schaftlichen Integrations-und Anpassungsinteresse und wendet sich gegen die gesellschaftlichen Normen, Berufs- wege und Sicherheitsvorstellungen und stellt kein gesell- schaftlicher Wert dar. 139 Teil III.) Persönliche Entwicklung ist einfach in der Gesell- schaft nicht vorgesehen. Das Ganze erhält seinen Sinn vom Einzelnen und nicht umgekehrt.Nur über die Entwicklung des Einzelnen definiert sich aber eine Gesellschaft und der Staat sucht, lebt und ist angewiesen von der Entwicklungs- widerstandskraft und dem Entwicklungsmut eines jeden Einzelnen,welcher allen gesellschaftlichen Konventionen zum Trotz seinen Entwicklungsweg beschreitet (Siehe Anhang Textfortsetzung).Es wird erwartet, dass man seinen Bür- gerpflichten nachkommt, die Gesetze einhält, aber nicht, dass man sich entwickelt und nur durch die Anpas- sungs-Sozialisierung eine Individualisierungsbringschuld an- häuft.Das Entwicklungsleben und die Existenz des Einzelnen sind aber mehr als ein gesellschaftlich stromlinienförmig, angepasstes, verwaltendes Leben und erfordert andere und mehr Anstrengungen, als was der Gesetzgeber, der Arbeitgeber,die Familie, persönliche Interessen und sonstige Lebensverantwortlichkeiten etc. von einem abverlangen, weil wir uns nicht selber gehören. Diese übersteigt die Selbst- 139 Teil IV.) Das Maß des Menschen ist der gesellschaftliche, gleichgeschaltete, angepasste, vorgesehene berufliche und persönliche Sozialisierungsweg. Eine Individualisierungs-Entwicklung wird als überflüssige " Selbstverwirklichung und brotlose Kunst " verstanden, wobei dieser Begriff als " spin- nerhaft " negativ belegt ist, obwohl dieser der Sinn und das Ziel alles Lebens ist. Unser System hat viel Platz für einen reichen Menschen, aber wer in der vorherrschenden Wirt- schafts- und Gesellschaftsordnung seinen Entwicklungs-Individualisierungsweg beschreiten will, (was als genie- haftes bezeichnet werden kann), wird als Entwicklungs- mensch, der nur für seine Idee lebt, wenig Platz ist finden und wird ohne zivilen Ungehorsam nicht sehr weit kom- men. Der grösste Genius zerschellt an der unbegrenzten Gewalt des Gewöhnlichen. Deshalb ist ihm der Alltag zuwider Es muss schon das Feuer in einem brennen (Reife), dass die- ser unbequeme Weg gegen die Widerstände und Nachteile der Gesellschaft und beruflichen Karriere gegangen wird, welcher herkulischer Anstrengung,die Ausdauer eines Lang- streckenläufers und innerer Schmerzresistenz bedarf.Der Individualismus und Kollektivismus sind aber jedoch keine Gegenpole, sondern bedingen sich kulturell gegenseitig, bis der Individualist wieder zu einem Gesellschaftsmenschen wird, der alle bereichert.Siehe Textfortsetzung in Gesell- schaft-und Entwicklungsmensch* *Die Gesellschaft ist aber nicht fähig aus sich heraus sich zu wandeln, der Gesellschaftsmensch ist wenig entwicklungsfähig und nicht der wirkliche Mensch, sondern nur der sich entwickelnde Einzelne ist wirklich und die tragende Kraft unserer Gesellschaft und gibt die Werderichtung mit seinen Entwicklungsimpulsen an. Nur der Vorbildeinzelne ist eine Hilfe, den anderen muss geholfen werden. Erst durch die Entwicklungs-Individuali- sierung wird der Einzelne zu einem unersetzbaren Entwickler und weil das wertvollste Mitglied, " das Salz der Gesellschaft " und ist deshalb auf der tiefsten Ebene " systemrelevant ".Vorbildentwickler machen den Unterschied aus, weil es die Anderen schon gibt. Einer muss es zuerst gedacht und getan haben. Durch ihn wird die Welt zu einem besseren Ort. Er ist es, der die Anderen durch " sein-anders-sein " weiterbringt. Entwickler machen den Unterschied aus, weil es die Anderen schon gibt. Ent- wickler sind machtvolle,verkannte Einzelgänger und bilden die zukünftige Elite der Gesellschaft. Die Zivilisation rechtfertigt sich, wenn sie Einzelne hervor zu bringen vermag. Das Ganze erhält seinen Sinn vom Einzelnen und nicht umgekehrt.Es kann nicht genug betont werden, aber im menschlichen Kultur-,Berufs-und Krisenleben ist der Starke, der Nichtangepasste. Nur die Menschen, welche etwas gewagt haben,haben den Menschen den Fortschritt gebracht. Immer waren es schöpferische,nicht angepasste, exemplarische Einzelgänger, welche Ausserordentliches erreicht und Umwälzungen eingeleitet haben.Nur wer sich entfaltet, bewirkt gutes oder Entwicklungs-Individualisierung nicht zu tun ist schlimmer, als etwas schlechtes zu tun Der Gradmesser für die Höhe einer Kultur des Volkes sind nicht das Bildungsniveau des Einzelnen, die Höhe des Sozialpro- duktes oder die Anzahl der Millionäre und Museen eines Landes, sondern die Anzahl der Entwicklungseinzelnen sind vom nationalen Interesse. Jedes Land kann stolz sein, wenn es mehr Einzelentwicklung zulässt. Mit dem Aussterben des Einzelnen beginnt die Destabilisierung und der Zerfall der Gesellschaft. Fast jeder kennt den Roman "Glasperlen- spiel" des Schriftstellers Hermann Hesse; "Eine Gesellschaft zerfiel, weil sie nicht wandlungs- fähig war". 140.) Johann Wolfgang von Goethe war ein Universalge- nie,eine überkomplexe, vielschichtige und ehrgeizige Persönlichkeit mit starkem Drang nach Sinnsuche, Lebens- genuss und diszipliniertem Schaffen. Andere Quellen spre- chen aber auch von seiner dunklen, egoistischen Seite, von einem grossen Egomanen in ungewöhnlichen Grade, der niemand neben sich duldete.Er drängte das Kleine und Mittelmäßige von sich fort.In der Nähe von grossen Bäumen wachsen weder Blumen noch andere Pflanzen. Der Bild- hauer Frédéric-Auguste Bartholdi, der Erschaffer der Frei- heitsstatue, welche auf Liberty Island in New York die Einwanderer begrüsst trat dagegen hinter der Symbolkraft seines Werkes der Freiheit, Demokratie,Hoffnung, das Ende von Unterdrückung und Sklaverei zurück.Er war unwichtig und hätte in den Augen der Welt nicht mehr zu existieren brauchen, weil nur sein Werk noch wichtig war*. *I.) "Ich, Egoist! - Wenn ich's nicht besser wüßte! Der Neid, das ist der Egoiste;Und was ich auch für Wege geloffen,auf 'm Neidpfad habt ihr mich nie betroffen". II.) "Öfters um Goethe zu sein, würde mich unglücklich machen: er hat auch gegen seine nächsten Freunde kein Moment der Ergießung, er ist an nichts zu fassen; ich glaube in der Tat, er ist ein Egoist in unge- wöhnlichem Grade. * Johann Christoph Friedrich Schiller (1759 - 1805). 141.) Bei Johann Wolfgang Goethe war nicht sein Bestes, die Gedanken die er schrieb, sondern die Macht die ihn trieb und die Notwendigkeit seines Daseins zu seinem Schicksal mach- te. Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen ist das Beste immer nur das Bessere zu wollen.Das Leben nur so viel Wert, wie viel er sich entwickelt hat, wie viel Lebenszeit eine Entwicklungs-Individualisierungszeit war, Zeitloses in der Zeit und Wesen - haftes im Wesenlosen geschaffen wurde. Wer an ein weiter- leben nach dem Tod ,Gott und den "grossen Gerichtstag" glaubt (Totengericht),da bin ich nur als Einzelner und nicht eine Glaubensgemeinschaft vor Gott gestellt ist,weil nur in der Anerkennung der eigenen Individualisierung-Lebens-Bringschuld das einzige Eigentum ist,was den Einzelnen begründet. Die Beurteilung einer moralischen Bilanz erfolgt meist aufgrund heilwirksamer Maßstäbe der guten und schlechten Taten,was ich getan und was hätte tun können und wo ge- liebt, wo ich verletzt habe und diese bestimmen mein zu künftiges Schicksal frei nach dem biblischen Grund- satz "Saat und Ernte". Wenn Klartext gesprochen wird,wird er/sie nicht gefragt z.B. ob er/sie ein gute(r) Staatsbürger(in) gewesen ist, was die anderen gemacht haben, nach seinem Bekanntheitsgrad, wie viele Tore z.B. als Fußballstar einmal eingenetzt wurden oder wie viele Welthits er/sie gesungen hat, nach seinem Bankkontostand, wie viele Kinder, welche Position, welchen Beruf, Besitz, für was er Zeit und Interesse hatte,welchen Heiligen wir geglichen und verehrt haben, welche Opfer wir gebracht haben und wie löblich die Grab- rede des Pfarrers war, sondern Auge in Auge nur nach seinem persönlichen Gottesverhältnis als die eigentliche Lebensleistung d.h., ob er sich treu und entwicklungsehrlich als Wahrheitsliebe geblieben ist, das Bessere und Höhere im Hier und jetzt gewollt,was er für andere getan hat oder hätte tun können als Lebensprüfung, Lebenssinnaufgabe und geschenkte Lebensdankbarkeit. 142.)In dem goethischen Epos Hermann und Dorothea in neun Gesängen gibt es den berühmten Vers "Am Sein erhalte dich beglückt – Freue dich, am Sein erhalte dich“.Philoso- phisch ist Sein die Existenz der Realität, nicht die äussere Erscheinung selbst wie der Philosoph Immanuel Kant es ausdrückte, sondern das Ding an sich hinter der Erschei- nung.Theologisch ist das Sein das fundamentale, unendliche und aus sich selbst heraus bestehende Sein Gottes, von dem alles andere Geschaffene sein Dasein ableitet.Es ist des Mys- tikers sicheres Wissen,dass alles Sein dieser Welt getragen und aufgehoben ist im göttlichen Urgrund.Gott ist der Haken, an dem die ganze Welt hängt.Es gibt nichts in der Welt als Gott allein,was auch die Weltformel für alles ist und seine Anwesenheit wird überall gespürt.Deshalb konnte Meister Eckhart sagen; "Was kein Sein hat,ist ein Nichts". Dieses Sein wird in der Lebenspraxis mit Frieden (Gott ist Frieden) gleichgesetzt.Wer in seinem Frieden lebt, lebt dann auch in Gott.Um zu diesem inneren Frieden zu gelangen ist eine lebenslange Entwicklungs-Überwindungs-Auseinander- setzung erforderlich,was als Unsterlichkeitslernen bezeich-net wird und dann ist erst die tiefe Verstehensreifezeit dieses Goetheverses gegeben.Obwohl Goethe zeitlebens eine gewisse Abneigung gegen die christliche Offenbarungs- religion zeigte,weil er die Wahrheit frei wissen wollte ohne Dogmatismus, ist es das gleiche religiös verstandene Sein eines Meister Eckharts. Weitere Beispiele folgen. Entwicklungs-Individualisierungs-Weg durch die gotische Kathedrale in Straßburg lernen.
( in Vorbereitung ) Charakterprolog des Dichters Johann Wolfgang Goethe und des Dichters Friedrich Hölderlin.
Zweig).
II.) Mit unbeugsamer, erdfester zielstrebiger Kraft dichtete Goethe von der Erde aus, Hölderlin über die Erde hinweg. Er war immer vom Leben abgesondert, während Goethe mit beiden Beinen auf der Erde stand. Beide sind sich einmal in Weimar begegnet. Hölderlin hat Goethe im geistigen Sinne nicht erkannt aber Goethe ihn auch nicht. Goethe machte schon zu Lebzeiten Karriere und war der geistige Mittelpunkt des damaligen Deutschlands, während Hölderlin eine späte Karriere erst nach seinem Tod machte. Hölderlin will von ihnen jugendliche Begeisterung und sie lehren ihm Bedäch- tigkeit und konservative Werte. III.) Hyperion bleibt ewig Knabe, ewig haltloser Träumer, er ahnt nur ohne wirklich zu finden, um sich zu festigen. Kleist, Nietzsche und Hölderlin sind am Ende ihres Daseins einsam, verlassen und erdentfremdet,indes Goethe zu jeder Stunde der letzte Augenblick der Reichste ist. Goethe verbrauchte ebenso viel heroische Kraft um sich zu erhalten, wie das Dä- monische zu verschwenden. Jede Anstrengung in der einen Richtung wirkt sich erst kontraproduktiv in der anderen Richtung aus, aber es bestand ein gesunder Kräfteausgleich des Verbrauchens und des Kräfteerhalts von Gegensätzen als Gleichgewichtspunkt. IV.) Wer kennt nicht die berühmten Worte Goethe, dass er die Anlagen zu allen Schändlichkeiten und Verbrechen in sich empfand. Denn Goethes ganze gewaltige Entwicklung be- deutet nichts als eine ungeheurer Kraftakt diese gefährlich wuchernden Keime in sich auszurotten. Der Olympier will zur Harmonie, sein höchste Sehnsucht ist die Zerstörung des Gegensatzes. Er brauchte sich auch nie zu verleugnen,um sich zu steigern. Er war Idealist und Kenner der mensch- lichen Natur. und hasste das nebulöse Mystische, denn gerade er wusste, wie leicht man philosophischen Wunsch- träumen, besonders in der Sturm- und Drangzeit verfällt. Auch zur Musik stand Goethe vorsichtig und skeptisch gegenüber, weil dort die Gefahr zum Ausbruch in die Unend- lichkeit bestand. Er will immer Herr seines Schicksals bleiben und von den Dingen nur genau so viel nehmen als es ihnen erlaubt, indes Hölderlin als Verschwender sich immer unge- teilt mit ganzer Seele grenzenlos mit jedem Eindruck hingibt und beglückt und dann wieder sich alles in Luft auflöst. Wäh- rend Goethe ewig auf der Flucht vor seinem Schicksal ist, um den ungeheuren Schutz des Lebens zu retten dem er sich an- vertraut hat, fühlt Nietzsche prometische Lust sich mit dem Unendlichen zu messen. Goethe will zum antikisch-Apolli- narischen, Dostojewski zum Bachantischen. Er will nicht Olympier, gottählich, sondern nur ein starker Mann sein. |
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