71.Vom Bildungs-Zivilisations-Kultur-Lernen (Bildungs-
lernprinzip eines alten Zeitalters) zum Kulturations-Entwicklungs-Kultur-Lernen (gotisches Lernprinzip)
eines neuen Zeitalters).
Für religiöse Naturen.
1.) Beim Bildungskultur-Lernen beginnt eine religiöse Sozialisierung (wenn überhaupt) im Elternhaus, in der
Schule oder durch persönliches Interesse. Beim Entwick-
lungs-Kultur-Lernen beginnt Religion z.B. erst bei Lebens- krisen, auch wenn es erst gar nicht nach Religion aussieht, aber der Lebens-Entwicklungs-Prozess als Religion gedeutet werden kann, weil das Leben alle Religion enthält, welches es braucht. Das Religiöse lässt sich vom Entwicklungs-Lebens-Prozessakt (Mystifizierung) nicht trennen und ist als das eigentliche Element des Lebens immer mitgegeben und mitgesetzt. Siehe Textfortsetzung in Die-Zukunft-des-Chris- tentums*
* Nicht die Religion ist ein Ausdruck von Entzweiung (Dualismus), sondern die fehlende Religion. Religion (Jenseits) und Leben (Diesseits) sind zur Zeit zweierlei, aber das Leben selbst ist Religion und deshalb ist jeder Mensch religiös. Die menschliche Natur ist Religion. Religion ist angeboren, gehört konstitutiv zum Menschsein und ein Gottesbewusst- sein haben alle Menschen aus einem vor-und nachweltlichen Leben ins diesseitige Leben herüber gebracht. Die Religion und der Glaube an Gott sind als Anlage eines Individual-Logos als "Gottesgen" mitgegeben. Ohne Religion ist das Leben nicht nur halbseitig, sondern eigentlich sinn-und wertlos, weil Gott in jedem Einzelnen nach den Entwicklungslebensverständnis eines Meister Eckhart sich selber werden will. Ob wir etwas von Gott wissen, religiös erzogen worden sind, konfessionell geprägt, Atheist, Papst oder Milliardär sind, spielt dann keine Rolle mehr. Die Entwicklung eines jeden Menschen geschieht auch ohne diesen Hintergrund. Es ist wie der Dichterfürst Goethe einmal sagte; "Du schiebst nicht, sondern du wirst geschoben",weil schon vor der Geburt angenommen wird, dass der zukünftige Individualisierungsweg immanent vorgeformt wurde, die Lebenslänge mit dem Lebensauftrag festgelegt ist (Telos) und wir können noch nicht einmal dagegen etwas tun. Entwicklung ist die Auflösung der Religion in ihr Wesen und dieses ist das Leben, wel-
ches selbst zur Religion wird. Nur die Religion macht den Selbstwert des Menschen aus. Religion als persönliche Lebens-Individualisie- rungs-Bringschuld darf kein vom Leben abgesonderter Bereich und losgelöst von den Bürger- und Alltagsverpflichtungen,den beruflichen-und Freizeitinteressen sein. Siehe Textfortsetzung in Die-Zukunft-des-Christentums
2.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen war und ist der theologische Lebens(bibel)gehalt wichtig für das religiöse Leben des Menschen. Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen ist der teleologische Lebens(logos)gehalt (Nr.404) wichtig für das individualgeschichtliche Entwicklungsleben des einzelnen Menschen*.
* Entwickler entdecken die Worte der Heiligen Schrift neu.Es kommt nicht auf den Buchstaben, sondern auf deren Geist im Zeitgeist an. Das Leben interpretiert sich selbst und findet sich in der Bibel wieder. Der Lebensverlauf eines Menschen ist ein unbiblischer Text und vol-
ler Religion. Es ist besser seine persönliche Welt im Geiste des Evangeliums umzugestalten, anstatt zu versuchen,nach der Bibel zu leben. Die Bibel stammt aus einer vorevolutionären, statisch ver-
standenen Zeit und dem antiken Weltbild. Eine zeitgemässe und individuelle Situationsauslegung der Heiligen Schrift hebt den Wahr-
heitsanspruch der Bibel nicht auf und darf nicht als eine oberfläch-
liche, zeitgeistige Anpassung oder nur persönliche Wahrheitsmei-
nung verstanden werden, sondern es ist eine selbstringende, irrende, ständig optimierende Wahrheitsselbstsuche. Nicht die zeitlosen Bibelwahrheiten und deren Belehrung bringen jegliches Übel aus der Welt oder führen zur Umkehr, sondern erst deren Überwindung. Der Mensch kann nicht gut sein, wenn er will. Die zeitlosen Wahrheiten können ihm einen Weg zeigen, aber sie geben ihm nicht die Kraft es zu tun.Siehe Textfortsetzung in Christentum-frueher-heute-Teil-1-5
3.) Für das Bildungs-Kultur-Wissens-Lernen gibt es unzäh-
lige Vertreter auf alle Wissenschafts- und Kulturbereiche
verteilt. Für das Entwicklungs-Kultur-Transzendierungs-
Lernen gilt besonders die Autorität " Meister Eckhart ",
als der herausragende und einflussreichste Lehrer, den Deutschland je hervorgebracht hat. Er ist eine Schlüssel-
gestalt der Individual-Geschichte und mit ihm oder gegen
ihn werden die Lebensentscheidungen getroffen, welche den Sinn und Wert oder Unsinn und Unwert unserer Lebens- existenz aus und er lebt in der Urkraft seines hinterlassenen monumentalen Werkes, ein ständiges Ineinander von Lehre und Leben als theologische Grundwahrheit und Ungebun- denheit aller Religion für jede Religion weiter*.
* Der Autor stellt die These auf, Meister Eckhart ", eine Volksnatur, "der Mund" und das eingeborene Wesen des deutschen Volkes" in religiösen Dingen nicht zu kennen und sich mit seinen deutschen Predigten und Traktaten auseinanderzusetzen, wo die deutsche Sprache zur individuellen, religiösen Wirkungs-Wirklichkeits-Mächtig- keit wird (Seinsmodus), einer Lebensminderung gleich kommt und das bisherige Leben dann nur ein grosser Lebensirrtum ohne tie- feren Lebenssinn war, obwohl derzeit nur eine homöopatische Anzahl von Menschen sich mit seinem Gedankengut auseinandergesetzt hat, Der Gottesbegriff ist der zentrale Angelpunkt des Abendlandes und Meister Eckhart gilt als ihr höchster Weisheitsvertreter, grösster Gotteskenner und wir sind alle Geistes- verwandte von ihm.Er ist die graue Eminenz eines grossen National-und Weltweisen, ein Weltpä- dagoge, der grösste Gottsucher, für viele der wahre, nicht kanoni-sierte Heilige, dessen Zug ins Universale als titanischer Geist am tiefsten Gott zu Ende gedacht und seine theologischen, religiösen, transzendenten Begrifflichkeiten mit säkularen, sinnlichen Lebens- und umgangsprachlichen Worten austauschbar sind ohne ihre (reli- giöse) Kraft zu verlieren. Jedes Wort, was er gesprochen hat, ist nicht mit Gold aufzuwiegen.Er lässt sich nicht konfessionell einreihen und hat mit seiner Religions-Lebensphilosophie die Enge der kirchlichen Lehre gesprengt, das Lehrgebäude weit hinter sich gelassen und wird als die Religion der Zukunft alternativlos betrachtet. Es ist der stille Kampf mit dem tiefsten und reinsten nordischen Lebensgrund-Urge- fühl der Wikingergotik, welches die Mystik eines Meister Eckhart widerspiegelt und was immer gegenwärtig war, wenn in Europa oder sonst irgend wo etwas Neues mit elementarer Kraft zutage trat.
4.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen gilt " Böses" gilt als Synonym für eine Theologie der Schwachheit und das Symbol für den Fall, für Lebensfehler, für Lebensirrtum und Lebensverlust. Der Irrtum ist gar nicht vorgesehen und will durch Belehrung vor ihm schützen (Patronisierung). Alles Böse ist grundsätz- lich verwerflich, wird bekämpft und bestraft (Theologie des Guten als negativer Kampf). Eine Entwicklungsdialektik ist
in dem vorherrschenden Moral- ,Erfolgsschema und gesetz- lichen Regelungen gar nicht vorgesehen. Beim Entwicklungs-
Kultur-Lernen wird das Böse als Wachstums- und Aufstiegs- möglichkeit gedeutet, als Symbol für Entwicklung, für Le- bensfreiheit, Wegweisung als Selbstwerdung. Das Böse ist als ein Teil von mir zu akzeptieren und zu transzendieren, weil religiös gedeutet " Gott das Böse als Erziehungssinnmittel " zugelassen hat. Das " moralische Böse " geschieht mit abso- luter Lebensnotwendigkeit,dass daraus Besserung geschieht d.h.,ich zu mehr inneren (Gewissens)-Frieden gelange. Dieses führt zu mehr Gottentwicklung im Sinne von Meister Eckhart (Theologie der Krise als positiver Kampf)*.
*I.) Individualisierte Entwicklungswahrheiten sind immer nur Irrtums- wahrheiten. Der Weg des Irrtums ist auch der Weg der Wahrheits- suche. Der Irrtum kann nur durch den Irrtum korrigiert werden. Irr- tümer sind letztes Endes billiger als diese um jeden Preis vermeiden willen. Durch Worte erziehen wird zu einer Erziehung durch den Le- bensreife-Schmerz-Erfahrungsdruck, was allmählich zu einem be- freiten Leben durch die Entwicklungs-Prozess-Transzendierung wird. Wo keine Untugend, da ist auch keine Tugend möglich. Die Untugend ist nur eine verkleidete Tugend. Nur weil ich der Versuchung wider- standen habe, bin ich dadurch stärker und tugendhafter daraus hervorgegangen und der " Böse wird zum Guten". Das Sprichwort " Wer für die Sünde zu alt ist, preist die Tugend ",das war gestern.
II.) Der französische Philosoph Petrus Abaelardus setzt an die Stelle
des Charakters mit seinen Tugenden und Untugenden den Willen Gottes (Friede/ Unfrieden). Das höchste Gut erreicht der Mensch
nicht durch moralische Belehrung, einem tugendhaften Leben, sondern Unabhängigkeit von der Tugendhaftigkeit, weil ein tu-
gendhaftes Leben " ein Kampf gegen die Windmühlen " bleibt.
Lebensentwürfe, welche auf der Tugend aufbauen haben keine Verankerung. Es geht es nur um die Befolgung des Entwicklungs-Individuations-Gewissens, religiös betrachtet als " Wille Gottes " genannt wird und der sich im Frieden/Ruhe oder Unfrieden/Un-
ruhe als Lebensempfindungsausdruck äussert und dadurch alles erreicht wird. Dieses steht im Meinungsgegensatz von dem Re-
formator Martin Luther (Theologe) und Thomas von Aquin (Philo-
soph und Theologe), welche die die Tugend neu entdeckten.
III.) Siehe auch " Es ist das Nobeldilemma in allem. Alfred Nobel
hat das Schiesspulver (Dynamit) erfunden aber der Friedensnobel-
preis wird an diejenigen verliehen, welche seine Erfindung (als Waffe) nicht anwenden" in Entwicklungs-Individualisierungs-Lebens-Widerspruch
5.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen wird versucht z.B. christ-
liche Werte zu vermitteln. Entwicklungs-Kultur-Lernen ver-
tritt die Meinung, dass es ebenso wenig christliche Werte,
wie es eine christliche Bildung gibt. Die Bildung ist autonom
und die Werte sind universell menschlicher Natur. Es müssen
die christlichen Werte im Kontext der allgemeinen mensch-
lichen Werte interpretiert werden. Weil es keine für jeder-
mann allgemeingültigen Werte gibt, muss jeder persönlich
seine eigenen Werte und Maßstäbe finden. Aber auf der anderen Seite sind rechtsstaatliche und gesellschaftliche Grundwerte nicht ausreichend und der stabile Staat ist von Werten abhängig, die er selber nicht schaffen kann. Erst
mit dem Kennen und der Auseinandersetzung mit der (christ- lichen) Tradition lassen sich individuelle Wertvorstellungen entwickeln.
6.Teil I.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen ist "Frieden " ist ab-gegriffes, leeres Schlagwort, eine triviale Binsenweisheit, eine kulturkraftlose Redefloskel,bestenfalls mit sich im Reinen sein verwendet und wird oft mit Kriegs(frieden) in Verbindung gebracht. Bildungs-Kultur-Lernen ist alle Zeit, alle Kräfte und alle Mittel verwenden, um mehr Geld zu verdie-nen, um mehr zu haben und um sich zu verwalten. Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen ist (Gliederungspunkt) Frieden ein Entwicklungsprogramm und alle Zeit,alle Kräfte und alle (Unruhe)mittel verwenden, um mehr zum inneren Frieden durch die Überwindungs-De-und Entmaterialisie- rung (Transzendierung) zu gelangen und mehr zu sein. Er versteht dann auch den Satz des Kirchenlehrers Augustinus: " Wer seinen Frieden gefunden hat d.h., wer " Gott " geschaut hat (Gott ist identisch mit Frieden, dem "göttlichen Logos" und mit dem Begriffswesen mitgesetzt), in allem seine Ruhe gefunden hat und immer wieder neu findet, nichts mehr dazu lernen braucht und deshalb alles Wissen, Verste-
hen und Können in der Unmittelbarkeit gelernt hat, was es zu lernen gibt und alle Fragen beantwortet sind. Friedensbe- wusstsein ist ein unmittelbares, materialisiertes bewusst-
seins gewordenes, gedankenfreies Gottes-Lebens-Grund- gefühl als ein direktes Produkt der Spiegelung und Rück-
spiegelung einer Resonanz- wahrnehmung von sich selbst (dem Selbstbewusstsein).
6. Teil II.) Der Frieden ist eine elementare Grundkraft (der Seele), Verankerung mit dem Ewigen und gilt als das macht-
vollste Wissens-, Heil-, Wirkungs-, angstauflösende,-Schutz-, Ordnungs-Harmonisierungs- und einflussreichstes Kraftfeld als wissender und schöpferischer Geist, steht über allem und diesem kann keine menschliche Bosheit, kein Widerfährnis, keine Umstände,keine Krise und keine Macht der Welt scha-
den. Irrtümer werden korrigiert und zeitweilige Mißge-
schicke bekommen ihr "Happy End". Ohne etwas zu wollen oder tun (wäre Unfrieden) und darüber noch nachzudenken, wird alles mit Friedensgeduld und Friedensvertrauen er-
reicht, was mit dem Sprichwort "Wissen ist Macht " gemeint ist. Alles wird einem dienlich. Der Mystiker weiss, dass er alles vom Geist (= Friedenstranszendierung) her steuert und nur zu sein (im Sein) ohne etwas sein zu wollen braucht.
Mit der Zeit braucht er sich nicht mehr an eine Situation anpassen,weil man sie ja selbst geschaffen hat.Es ist das Bibel- wort;dem ruhigen Geist ist alles möglich. Der Weise tut nichts, trotzdem bleibt nichts ungetan,weil sich alles von selbst (vom selbst) her ordnet (Gott trägt die Last). Je grösser das Friedens-Selbst-Bewusstsein, desto grösser ist der Ein- fluss und der geistige Mittelpunkt des seelischen Wirkungs- kraftfeldes. Sein und die zukünftige Wirklichkeit, Frieden und Gott, der Glaube und das Geglaubte, Zufälle und Schick-
sal sind das Gleiche. Wo Frieden ist, verstummt alle Wissen- schaft, alles Geld, alle Bildungsklugheit und jegliche Ver-
nunft. Jedem geschieht nach seinem Glauben und "Gott hält sein Wort". Mystik und Prophetie (Vorwissen),der Gottesbe-
griff und Frieden bedingen sich gegenseitig und ist automa-
tisch mitgesetzt(siehe Textfortsetzung den Gliederungs-
punkt "Frieden" in Christentum-frueher-heute-Teil-1
7.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen herrscht die Autonomie der Zahl und es gibt nur Klarheit in der Mathematik. Der französische Philosoph Rene Descartes träumte von einer Lingua universalis, in der das Wort die gleiche abstrakte Absolutheit besitzen sollte wie die Zahl( Mathesis univer- salis), mit der erst das Ziel der wahren Philosophie erreicht
sei (viele Protagonisten gaben die Vorherrschaft der Zahl auf (z.B. Goethe,Pascal, Berkeley). Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen geht es im Kern die Aussage von Meister Eckhart; "Der Vater sprach ein Wort und das ist sein Sohn. In diesem Wort sprach er alle Dinge" in Anlehnung an den Bibelvers Johannes 1:1-18. "Das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott selbst. Von Anfang an war es bei Gott. Alles wurde durch das Wort geschaffen; nichts ist ohne das Wort entstanden". Der trinitarische Prozess besteht im (Entwicklungs)leben,in dem Gott Vater seinen (Schöpfungs)logos im (Entwicklungs)- prozess den Sohn als Gottes Geist im (Überwindungs)prozess offenbart. Die Schöpfung als Sohn, welcher im evolutionären, geistigen Entwicklungs-Auseinandersetzungs- Leidens-Glau- bens-Überwindungs-Transzendierungs-Werde-Erkenntnis-Prozess geboren wird, der Vater ist wirkend, der Sohn ist erleidend (eine Geburt ist immer schmerzhaft). Das Leben
ist das Wortlogos. Die Erkenntnis ist in der Auseinander- setzungsschöpfung entstanden. Der Entwicklungslern-
prozess ist eine dynamische Auffassung der Formenerfas- sung als Prozessprägekraft des Formens, wo das Gestaltlose des Entwicklungsgeschehens durch Transzendierung " als Kernspaltung des Seins" (" Individual-Logos ") meiner Le- benswirklichkeit zur Wissens-Form-Klarheit transformiert wird, wo das Innerliche veräusserlicht und eine Nichtform
in eine neue (Wissens)form gebracht wird. Es ist nicht das gelehrige (gepredigte), sondern das erlittene (Vorbild)- wort(wissen). "Im Anfang war das Wort", der erste Satz vom Johannes Evangelium in der Bibel, ist auch der Anfang von der Szene "Im Studierzimmer" aus Goethes Faust I. Je mehr das Wort nur Zeichen wird, desto kraftloser wird es und je reicher sein Symbolgehalt (Zahl), desto ärmer sein Wesens- gehalt. Das Wort ist etwas verkörpertes Konkretes und Fleisch, während die nackte Zahl wesen-,seelen- und wir- kungslos ist, welche jeder versteht und sich weiter ent- wickeln lässt. Die Klarheit und die Kraft des schöpferischen (Vorbild)wortes ist dort am Grössten, wo es aus der Tiefe
der Existenz heraus gesprochen wird also nicht vom mensch- lichen Verstand, sondern vom (seelischen) bewusstseins- losen Frieden des Gewissens. Das ist der Sinn des Johannes- evangeliums."Am Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und Gott war das Wort". Der Werkmeister hat die Welt nicht mit den Händen geschaffen, (die Schöpfung hat keine materielle Ursache), sondern durch das Wort. Es ist ein Lebensgeschehen aus dem Nichts, was immer gegenwärtig ist, wenn etwas Neues mit urweltlicher Kraft zutage tritt. Gott ist eine Macht, in der wir uns durch die Entwicklung befreien und entfalten. Es ist der Sinn des Biologos, dass Gott die Quelle allen Lebens ist und das dieses Leben Gottes (Entwicklungs)willen ausdrückt.Siehe Textfortsetzung im Gliederungspunkt "Schöpfungslogos" in Christentum-frueher-heute-Teil-4*.
* I.) Wir sprechen z.B. bei Michelangelo und Rembrandt von schöpfe- rischer Fähigkeit, indem sie Materialien veredelt haben, aber kein Mensch in der Welt hat die Macht oder Fähigkeit, etwas aus dem Nichts heraus zu erschaffen. Das kann nur "Gott".
II.) Bildungs-Kultur-Lernen ist die Sprache im Substantiv uns for- melhaft zu gebrauchen und deskriptiv den Literalsinn des Wortes verstehen. Es ist die intellektuelle Kultur-, Fach- und Dingsprache zur Realitätsbewältigung und das feststehende Designat als Abbildung für die gewordene Realität. Es ist Sprache lernen, um etwas zu be- schreiben und zu sagen. Es ist Sprache als abstrakter Geist und Geist als Sprache (Sprachstatik und und das Substantiv als das Gewordene). Entwicklungs-Kultur-Lernen ist die individuelle, therapeutische Entwicklungslebensprozess-Sprache und die Sprache im induktiven Verbum und lebendigen Zeit- und Tätigkeitswort zu gebrauchen, um das Entwicklungswortwesen zu verstehen und die Sprache mehr im Verbum und dem lebendigen Zeit- und Tätigkeitswort zu gebrauchen als dynamische Entwicklungs-Prozess-Sprache für die Werdestruktur einer Wirklichkeitskonstruktion. (schöpferische Sprachdynamik im Sprachlernprozess das Verb als Realitätsprozess des (Logos)wer- dens).
III.) Bildungs-Kultur-Lernen ist der Gebrauch von Sprache unter nor-
mativen Aspekten und die Syntax, die Sprachregeln und Semiotik werden in Wörter-, Rechtschreib- und Stilwörterbüchern beschrieben. Es ist eine Sprachhaltung, die sich in Fachausdrücken und Fremd- wörtern gefällt. Es ist die mittelbare Sprache des Intellektuellen, des Wissenschaftlers, des Politikers, der Medien und der Zivilisation.
Es ist die offizielle, einheitliche in Deutschland " Duden-Sprachre-
gelung " eines Sprachraums zur Daseinsbeherrschung und das sprachliche Ausdrucksvermögen für die richtige Bewusstseins- und Erkenntnisbegriffsbildung. Die Sprache dient dazu, den Denkzustand als " hörbarer Geist " mit Worten ausdrücken und ist in der äusseren Erscheinung deskriptiv. Immerhin ist es ja die (Bildungs)sprachent-
wicklung über die Körpergestik zur Lautsprache, welche den Men- schen in seiner langen Entwicklungsgeschichte zum Menschen wer-
den liess (verbale Sprachexistentialität als bezwungener Sprach-
Wert-Geist). Entwicklungs-Kultur-Lernen ist die inoffizielle Entwick- lungssprachregelung der Lebensauseinandersetzung der ver- sprachlichten Entwicklungstranszendierung des manifestier-
ten Lebensausdruckes. Es ist die Unmittelbarkeit des Lebens als
Entwicklungssprache und als das, was ich am tiefsten empfinde, glaube, was mich bedrückt, treibt und was gesagt werden muss.
Die Entwicklungs-Lebenssprache ist eine subjektive Begriffsobjek-
tivität in eigener Entwicklungswort- und Entwicklungswertprä-
gung als entwicklungslebensgetreue Wortbildung auf den " Ent-
wicklungs-Jetzt-Hier-Ist-Zeitpunkt " gebracht als individuelle Wahr-
heits-Individuierungs-Empfindung. Weil das Leben sprachlos ist und
selbst die Worte prägt, will der Entwickelnde nur seine eigenen Worte und die tiefsten Sachen in einfacher Form sagen.
IV.) Logosidee als Licht ist auch die neuplatonische Philosophie mit der Theologie des Lichtes des Johannes-Evangeliums verknüpft, wo der göttliche Logos als das wahre Licht begriffen wird, das in der Dunkelheit scheint, durch welches alle Dinge erschaffen worden sind und jeden Menschen erleuchtet, der in die Welt kommt. Denn alle Existenz und alles Leben beruht einzig und allein auf Spiegelung und Reflexion (Transzendierung) auf das universale Licht Gottes (gotisches Lernprinzip). Wer das (Ur)licht hat, der hat auch das erkennende Leben. Erst durch Reflexion (durch mich) und Selbstreflexion (wird Gott). Das Licht, was ich suche, kann ich nicht selbst entzünden. Gott ist Licht und Licht ist die Erscheinung Gottes", welches die Energie der Schöpfung und allen Lebens ist und den Dingen ihre Schönheit verleiht. Gott denkt in ausgewogenen Lichtwellen und sein univer-
saler Körper ist vollkommen im Gleichgewicht. Bewusstsein war das Licht, welches sich als biologisches Leben weiter entwickelte, als es sich materialisierte. In der Lichtmetaphysik ist das Urlicht Gott selbst und alle Dinge dieser Welt sind umso wesenhafter, je mehr sie an diesem Urlicht teil- haben d.h., transzendiert worden sind, was auch das Gott-entwicklungsverständnis eines Meister Eckhart ist. Was man erkennt, da muss Licht sein.Deshalb auch seine rigorose Aus- sage, dass ein Stück (Gott) Entwicklung mehr wert ist, als die ganze Welt. Die Welt vergeht, aber die zeitlose Entwicklung bleibt ewig.
V.) Siehe auch den Gliederungspunkt "Wissenschaft ist immer Mathe-
matik" in Wissenschaft-Technik
8.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen wird an christlichen Gedenktagen z.B. Totensonntag oder am Volkstrauertag den "Kopf gesenkt" an die Toten erinnert, gedacht und gebe- tet (Dualismus). Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen sind Gedenktage " Gemeinsamkeitstage ", wo mit den Toten korrespondiert, das Tote belebt und transzendiert wird,
die Freundschaft nicht abgerissen ist und einem sonnenklar ist, dass diese nicht wirklich tot und diese auch gar nicht wissen, dass sie tot sind, weil es wie vom Leben auch vom Tod kein Erkenntnisbewusstsein, sondern nur Gegenstands-
bewusstsein gibt (Universalismus).
*I.) Siehe auch evolutionäres Feiertagsverständnis
III.) Siehe viele weitere Beispiele den Gliederungspunkt "Heutige, anachronistische und morgige evolutionäre Trauerkultur" in Das-Leben-ist-unsterblich
9.) Bildungs-Kultur-Lernen wurzelt geschichtlich in der Humboldschen Idee eines Schul- und Kulturstaates (Bildungswächter). Entwicklungs-Kultur-Lernen wurzelt "heilsgeschichtlich" in der abendländischen Idee einer "unsterblichen Seele" (Leben ohne Verfalldatum)und es ist der Bildungsbegriff eines Meister Eckhart. Im Rahmen der christlichen Imago-Lehre, die Meister Eckhart vertrat, wurde der Begriff Bildung auf Gott bezogen und als Prozess zur "Ebenbildlichkeitswerdung Gottes" und die Formung des Menschen durch Gott verstanden und benutzt (Entwicklungs-
führer)*.
* Entwicklung ist der Individualisierungs- Lebensform-Plan-Wille Gottes. Das Maß Gottes ist dass Maß meiner Entwicklungskraft und Entwicklungsmöglichkeiten. In jeder Möglichkeit ist der Mensch einzeln. Nur die nichts gleich sind, sind Gott gleich. Gott wird durch die Indivi- dualisierungsentwicklung neu geboren und das Entwick- lungsstreben ist die Selbsterziehung zu Gott hin. Gott kennt nur ein Gesetz, die Entwicklung seiner selbst und zieht alles an sich. Gott kennt nur sich allein und liebt nichts ausser seiner selbst. Gott wird einem erst in der Entwicklung gegeben und Entwicklung trägt die Seele zu Gott hin und wird damit zum Mittelpunkt eines säkularen und evolutionären Christentums. Gott als Träger des Lebens ist das Lebensprinzip schlechthin und Quelle allen Seins. Durch mein " ich-werde-geatmetes Leben " bin ich Gott unmittelbar,weil Gott das Leben selbst ist und Gott das Element ist, indem ich lebe. Entwicklung
ist, wo Gott in jedem einzelnen Leben zu sich kommt und das Gött-
liche ist nicht mehr in unsinnlicher Abstraktion jenseitig des Irdischen und Weltlichen, sondern wird lebensnah im Brennpunkt des eigenen Selbst innerlich von mir als Wirkkraft wahrgenommen. Das Leben wird als eine Erscheinung Gottes und mein persönliches Leben als "das Gott-Werde-Selbst-Sein betrachtet. Immer wenn ich mich entwickele, rufe ich Gott ins diesseitige Dasein und er tritt an die Stelle des Überwundenen, dematerialisierten als das transzendierte Verbesserte.Dass Gott "Gott" ist, dadurch bin die Ursache.Wäre ich
nicht und würde ich nicht leben, wäre auch Gott nicht.Gottes Existenz zu leugnen bedeutet auch meine eigene Existenz zu leugnen.Mein Wohlbefinden ist auch sein Wohlbefinden.Der Grund warum ich lebe ist, das Gott etwas " Gros- ses und über den Zeitgeist Bleibendes " mit vor hat. Als Gott uns schuf hatte er uns schon verplant. Der dyna- mische Gottesbegriff spiegelt die Entwicklungsstufen des Menschen wieder. Die Mensch- heit wird mit fortschreitender Entwicklung ihre Gottesvorstellung wandeln. Siehe Textfortsetzung in Meister Eckhart
10.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen ist das griechische Denken, der ruhende nur sich selbst denkende Gott des Aristoteles.
Es ist die griechische Architektur-Formenwelt und das Le- bensgefühl der Beruhigung, der Zufriedenheit des Glückes. Entwicklungs-Kultur-Lernen ist das dynamische Lebenspro-
zessdenken eines werdenen "(Gott)menschen" als das gotische Lernprinzip eines Meister Eckhart.Es ist die gotische Architektur-Formenwelt und Lebensgrundgefühl der Be-
unruhigung der Unzufriedenheit und der inneren Suchzer-
rissenheit.Beim Bildungs-Kultur-Lernen ist es moralisch schlecht oder gegen sein Gewissen gehandelt zu haben weniger peinlich, als es nicht zu wissen. Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen gilt entwicklungssgewissenskonform zu han- deln mehr als alles Wissen.
11.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen ist das Werden des Le-
bens im Substantiv zur Ruhe gekommen und ist nicht mehr Gegenstand des Begriffes (Begriffsstatik). Der Entwicklungs-
lernbegriff ist die ruhelose Form des Bildungsbegriffes,wo das Entwicklungswerden als Verbum Gegenstand der neuen Begriffsdefinition wird (Begriffsdynamik). Im Bildungslern-
prozess bleibt der Begriffsdualismus zwischen dem Wesen und der Erscheinung einer Sache bestehen (ich muss sehen, um wissen und glauben zu können). Im Entwicklungslern-
prozess wird der Begriffsdualismus überwunden, weil das Wesen und die Erscheinung einer Sache identisch werden (ich muss erst glauben, um sehen zu können, weil der
Glaube das Wissen mit einschliesst)*.
* I.) Nach dem Philosophen Immanuel Kants dualistischer Philo-
sophie ist vereinfacht gesagt die sinnliche Erscheinung einer Sache nicht " das Ding an sich " und das Wesen einer Sache. Das Wesen-
liche liegt jenseits aller Worte. Das Anfassbare schliesst das Unfass- bare nicht mit ein.
II.) Man soll nicht stehen bleiben bei dem äusseren Zeichen, sondern in das Innere der Wahrheit, in das Wesen einer Sache als Sinnge-
halt eindringen und durch die Dinge hindurch gehen, um ihnen gegenüber zustehen und die Wirklichkeit hinter der Erscheinung zu erkennen. Die Materieatome werden gespalten und zertrümmert,
um zum Geistwahrheitskern vor zu stossen. Von der Quantenphysik wissen wir, dass es keine Materie gibt. Nur der Geist ist Wirklichkeit und die Ursache für die transzendierende Realität.
III.) Im Kern geht es ist um die Feststellung Meister Eckharts, das
jedes Ding, jeder Begriff, jede Situation, jeder Eindruck, jede Lebenslage, jede Erfahrung, jede Lebensdisharmonie, jeder Konsum,
jede Technik, jede Unterhaltung, jedes Problem und Krise, jedes
gute oder schlechte Tun, jeder Lebensdruck, jedes Erlebnis, jede Bewertung, jede Empfindung, jedes Leiden,jede menschliche Begegnung, jede Ichbezogenheit, jedes Konsumierbare, jedes zweckdienliche seine eigene Gotteswahrheit hat und automatisch
zur Individualisierungs-Bringschuld einer Entwicklungslosigkeit wird,wenn diese nicht als Zeichen und Mittel zum Individualisie-
rungs-Sinnzweck verwendet wird, welche auf Höheres verweisen,
was verwirklicht werden soll. Es sind alles nur Wegweiser, Hilfen
Probiersteine und Mittler für den Weg nach oben was den Men-
schen übersteigt und sind nur je nach kultureller Affinität Mittel
zum Entwicklungs-Individualisierungs-Reifezweck, welche nicht
an die Seele heranreichen. Alles dient nur dem einen Ziel durch die Dinge hindurch zugehen, um ihnen gegenüberstehen. Erst dann ist es möglich, diese in der Entwicklungs-Transzendierung zu überwin-
den und zu einem Stück mehr Frieden zu gelangen, weil Ruhe aller
Unruhebewegung Suchziel bleibt. Das Viele ist nur da sagt Meister Eckhart, um zu dem Einen (Gott) zu gelangen, und dieses Eine ist Frieden, ein weltlich Ding und geistiger Stand zugleich. Alles wird
in der Absicht getan, es zu überwinden.Die Säkularisierung wird religiös begriffen.
IV.) Der Glaube, die Gefühle, die Erkenntnis, Gewissensentschei- dungen, die Einstellungs-Sichtweise, die Entwicklungs-Prozess-Trans-
zendenz sind keine wissenschaftliche, anwendbare Begriffe, aber in der Mikrophysik sind es gefühlte Fakten mit der Kraft Wirkens, des Wahrmachens und die materialisierende Entität. Die Dinge sind, weil sie erkannt werden.Indem ich erkenne, gestalte ich das Erkannte mit
Der Glaube ist der lebendige Mitvollzug, ja sogar die Mitgestaltung des Glaubens.Die Erkenntnis richtet sich nicht nach den Gegen- ständen, sondern die Gegenstände richten sich nach der Erkenntnis. Sie steuern die Materie, bewerten die Situation, sind die Ursache von Lernerfahrungen und bilden die Ganzheit ab.
V.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen wird der Glaube nur als christliches Kulturerbe religiös verstanden oder basiert auf Lücken in unserem Wissen über die Welt. Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen wird der Glaube zu einem objektiven Begriff, selbst Kultur und wird die kirchliche Frömmigkeit genommen. Der Glauben wird als eine (neu-
trale) Grundkraft verstanden und liegt in der Lebenshaftigkeit der Entwicklungsidee beschlossen. Er gehört zum Grundwesen des Menschen, was nicht durch Wissen ersetzt werden kann. Der Glaube ist nicht an Gott und an eine Offenbarung glauben, sondern ein ganzes Leben umgreifendes heilendes und befreiendes Widerfahren, was dem Mensch zuteil wird als anthropologisch fundiertes Glau-
bensverständnis. Siehe Textfortsetzung den Gliederungspunkt "Glauben und Vertrauen" in Christentum-frueher-heute-Teil-2
12.) Vom Bildungs-Kultur-Lernen, bei der die Wahrheit der Religion (Gliederungspunkt Wahrheit im theologischen Sin- ne) nicht identisch ist mit der Wahrheit der Naturwissen- schaft (Wahrheit im logischen Sinn).Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen herrscht die Toleranztendenz zum beider- seitigen Konsens vor, dass jede Wahrheit individuell ist und deshalb ihr Recht und ihre Gültigkeit hat *.
* Traditionell beruht die Wahrheitsquelle der Religion auf gött-
licher Offenbarung (Verbalinspiration), dem Gewissen, der Bibel,
der Vernunft und dem Glauben, während die Wahrheitsquelle der Wissenschaft die Übereinstimmung zwischen Hypothesen und
wissenschaftlicher Überprüfung beruht (empirische Wissen-
schaftstheorie und Wertfreiheit). Aber Es gibt keine Wahrheit, die
nur für einen Bereich Geltung und für einen anderen Bereich keine Geltung hat. Die Wahrheit lässt sich nicht in zwei logische Grund-
aussagen aufspalten und es kann keine zwei verschiedene Wahr- heiten geben. Die Wahrheit ist Einheit und unteilbar.Siehe Textfort- setzung den Gliederungspunkt "Christliche Wahrheit -Kulturelle Wahrheit-wissenschaftliche Wahrheit in Christentum-frueher-heute-Teil-4
13.) Bildungs-Kultur-Lernen wird von einem unreifen,lauen
Glauben weltanschaulich, religiös oder materialistisch interpretiert (Konfession-, Staats-, Geld-, Wissenschafts-
oder Weltgläubigkeit und Bestätigung von aussen). Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen wird der Glauben evolutionär interpretiert (Glauben als Lebensgrundgefühleinstellung
an eine weltanschauliche neutrale, unreligiöse, univer-
salisierende, tragende Lebensgrundurkraft des " sich
selbst-vertrauen lernens "als Zeichen menschlicher Glau-
bensreife und (innere (Glaubens)ruhe von innen)*.Siehe Textfortsetzung den Gliederungspunkt "Glauben und Vertrauen" in Christentum-frueher-heute-Teil-2
* Im Bereich der Mikrophysik ist der Unterscheid zwischen Subjekt und Objekt gegenstandslos geworden. Subjekt und Objekt bedingen sich gegenseitig. Was in der Makrophysik wissenschaftlich metho-
disch ausgeschlossen ist, sind in der Mikrophysik Parameter, welche die Wirklichkeit gestalten. Indem ich erkenne, gestalte ich das Erkannte mit oder in dem ich glaube, realisiert sich das Geglaubte
als die Kraft des Wahrmachens.
14.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen werden Wahrheiten, Werte und Ethik(tugenden) vermittelt, aber das höchste Gut und die Entwicklungsreife lässt sich nicht durch eine Tugendver- vollkommnung erreichen, was auch immer " ein Kampf gegen Windmühlen " bleibt. Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen gilt für "religiöse Naturen" nur um die Befol-
gung des Entwicklungs-Individuations-Gewissens, christlich gedeutet als "Wille Gottes" genannt, der sich im Frieden/ Ruhe oder Unfrieden/Unruhe als Lebensempfindungsaus- druck äussert und dadurch ohne Zutun alles erreicht wird*.
* I.) Christlich wird das Gewissen als Einfallstor des göttlichen Willens, als Ruf Gottes und als ein Gottgefühl definiert als Mittler zwischen Gott und dem Einzelmenschen, weil er nur über das Gewissen einen Zugang zu Gott besitzt und dieser ist nicht identisch mit der Bibel.
Das Urteil des Gewissens ist für den Kirchenlehrer Thomas von
Aquin die letzte Instanz, nach der sich der Mensch zu richten hat, auch wenn er damit der offiziellen Kirche widerspricht und sich
gegen Gelehrtenmeinungen, Kirchenrecht, Gesetze, lehramtliche Entscheidungen wie gegen Konzil und Papst ausspricht. Damit hat auch die Kirche dem Gewissen des Einzelnen die Priorität vor der Wahrheit zuerkannt. Auch eine humanistische Ethik ersetzt keine Gewissensentscheidungen. Gewissen haben bedeutet in der Span-
nung des christlichen Lebens leben. Nach Karl Rahner, katholischer Theologe, genügt es nach dem eigenen Gewissen zu leben. Eine Gewissensentscheidung im religiösen Sinne bedeutet " Gott hält
sein Wort ".
II.) Bildungs-Kultur-Lernen ist alle Zeit, alle Kräfte und alle Mittel verwenden, um mehr Geld zu verdienen. Entwicklungs-Kultur-Lernen ist alle Zeit, alle Kräfte und alle Mittel durch Dematerialisierung verwenden, um mehr zum inneren Frieden zu gelangen. Er versteht dann auch den Satz des Kirchenlehrers Augustinus:" Wer seinen Frieden gefunden hat, alles Wissen gelernt hat, was es zu lernen gibt*“. Siehe Volltext den Gliederungspunkt Frieden
III.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen wird Kritik geübt als das schlechte gesellschaftliche Gewissen. Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen geht es nur um die Befolgung des Entwicklungs-Individuations-Gewissens als nachträgliche Erkenntnisteil- habe an der Wahrheit*.
* Der Konformismus, die gesellschaftliche Anpassung, Medien-
meinung und der Tagesablauf ersetzen heute das Gewissen.
Anstelle des persönlichen Gewissens tritt immer mehr die
Staatsraison als eine intellektuelle Form des Gewissens, wo das individuelle Gewissen an den Staat abgegeben wird als ein ge-
bundenes, abhängiges Gewissen, was aber ist kein Einzelgewissen mehr ist. Das Gesetz (äussere Kontrolle) ersetzt das Gewissen
(innere Kontrolle). Wenn das Gewissen als der zentrale Ort er-
scheint, an dem die Dinge des Menschen und der Welt immer entschieden werden und die Spaltung des Menschen überwunden werden kann, ist das Entwicklungsgewissen der archimedische
Punkt des Menschen, von dem alles ausgeht und bewegt wird.
Ohne Gewissen hört der Mensch auf als Einzelner zu existieren,
denn nur im Einzelnen ist das Gewissen wach und nur als Einzelner besitzt der Mensch Zugang zum Gewissen. Das Gewissen ist im Einzelnen gebunden und wird im Kollektiv aufgehoben. Nur der Einzelne wird von seinem Gewissen bedrängt, während das Kollek-
tiv gewissenlos ist.
15.)Beim Bildungs-Kultur-Lernen begründet sich der Ein-
zelne auf seine Bewusstseinsautonomie. "Existenzangst vor Gewissensangst". Die lähmende Angst versperrt den freien Blick. Die letzte Entscheidung ist nicht mehr als Quelle
" das persönliche Gewissen", sondern die allgemeine Vernunft, Gesetze und festgesetzte ethische Wertnormen oder einfach nur die öffentliche Medienmeinung, Arbeit (Geld) um jeden Preis (gesellschaftskonformes, pragmati-
sches Gewissen). Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen be-
gründet sich der Einzelne auf seine Entwicklungsauto-
nomie. "Gewissensangst vor Existenzangst". Die letzte Entscheidung bleibt immer das subjektive Entwicklungs-
gewissen, als ringende,irrende Erkenntnis-Einsichtsform,
bei der man nie eine andere Wahl gehabt hat (individuelles, entwicklungskonformes, lebenssynchrones Gewissen). Je stärker das Gewissen, desto schwächer wird die Angst vor den Reaktionen der Aussenwelt. Das Gewissen schaut nach innen und sucht die Ruhe-Übereinstimmung mit den selbst gewählten Werten. Straf- und Verlustangst als auch Geldgier orientiert sich nach dem Aussen in der Mit-und Umwelt, wo der Person einen Nachteil entstehen könnte. Die Straf- angst macht Menschen zu Befehlsempfängern, welche das Gewissen ausser Kraft setzt und den Lebensdruck noch verstärkt.
16.) Der Theologe, Philosoph und Begründer der modernen Hermeneutik Friedrich Schleiermacher sieht auch das bild-und gleichnislose Lebensgrund-Friedens-Gefühl als " Sensus numinis" der eigentliche Inhalt des Gottesverhältnisses. (Goethes Faust TeiI I: "Gefühl ist alles; Name ist Schall und Rauch"). Der Frieden ist eine elementare Grundkraft (der Seele),Verankerung mit dem Ewigen und gilt als das macht- vollste Heil-,Wirkungs-, angst- auflösende,-Schutz-, Ord- nungs-Harmonisierungs- und einflussreichstes Kraftfeld als wissender und schöpferischer Geist,steht über allem und diesem kann keine menschliche Bosheit, kein Widerfährnis, keine Krise und keine Macht der Welt schaden. Irrtümer werden korrigiert und zeitweilige Mißgeschicke bekommen ihr "Happy End". Ohne etwas zu wollen (wäre Unfrieden) und darüber nachzudenken, wird alles mit Friedensgeduld und Friedensdisziplin erreicht, was mit dem Sprichwort "Wissen ist Macht " gemeint ist. Alles wird einem dienlich. Der Mystiker weiss, dass er alles vom Geist (= Friedenstranszen- dierung) her steuert und nur zu sein braucht. Mit der Zeit braucht er sich nicht mehr an eine Situation anpassen,weil man sie ja selbst geschaffen hat.Der Weise tut nichts, trotz- dem bleibt nichts ungetan. Je grösser das Friedens-Selbst-Bewustsein, desto grösser ist der Einfluss des seelischen Wirkungskraftfeldes. Sein und die zukünftige Wirklichkeit, Frieden und Wahrheit, der Glaube und das Geglaubte,Zufälle und Schicksal sind das Gleiche. Jedem geschieht nach seinem Glauben und Gott hält sein Wort. Mystik und Prophetie (Vor-
wissen),der Gottesbegriff und Frieden bedingen sich gegenseitig. Es ist der göttliche Logos, die dem Menschen
und der Welt zugewandte, erkennbare und erfahrbare Seite Gottes als wirkende Gegenwart Gottes. Wer in seinem Frieden lebt und diesen immer wieder neu erringt, hat seine Individualisierungs-Friedens-Gewissens- einer Entwicklungs- losigkeit als lebenslanges Lernen getan. Siehe Volltext- fortsetzung im Gliederungspunkt "Frieden" in Christentum-frueher-heute-Teil-1*
*"Sensus numinis" ist das Gefühl einer entwickelten Lebenssen-
sibilität für das Überweltliche, die Wahrheit hinter der Erscheinung, die Rückbindung des Lebens, religiöser Wahrnehmungssinn, Licht- sinn, Ganzheitsbewusstseinssinn, Verschmelzung von Subjekt und Objekt als Einswerdung, der Entwicklungsprozess, wo Himmel und Erde zusammenfallen, wo der Gottesbegriff und die Realität eins sind und der Diesseits-Jenseits-Dualismus der Lebensspaltung überwun- den wurde, erfüllt sein vom Friedens-Lebensgrund-Gottes-Wirk- lichkeits-(Bewusst)sein,(Gott ist Frieden) Wer den Frieden hat, hat auch Gott und damit auch alles andere, weil Gott mit dem Frieden im Begriff wesensgleich mitgesetzt ist).
17.) Von der Bildungsreife beim Bildungs-Kultur-Lernen, welche die Lebensverwaltung und Lebensbeherrschung durch Kulturtechniken zum Ziel hat (ich gebe der Idee des Fortschritts den Vorzug und lasse mich von äusseren Ideen leiten) zur Entwicklungsreife des Entwicklungs-Kultur-Lernens, welche die Lebensentwicklungsgestaltung und Lebensherrschung durch Entwicklungs-Individualisierungs-Kräfte zum Ziel hat (ich gebe dem Fortschritt der Entwick- lungs ideen den Vorzug und lasse mich von inneren Kräften (Gewissen+ Unfrieden) leiten,weil Ruhe und Friede aller Unruhe Suchziel bleibt)*.
*I.) Die Unmittelbarkeit eines Lebens-Grund-Friedens-Gefühls ist für
den evangelischen Theologen, Philosophen und Begründer der modernen Hermeneutik Friedrich Schleiermacher der eigentliche Inhalt des Gottesverhältnisses. Religion sagt Schleiermacher ist weder Theologie, philosophische Metaphysik oder ein moralisches Anhängsel wie bei dem Philosophen Kant. In der gefühlten Beziehung zum Unendlichen zeigt sich die Erhabenheit des Göttlichen, das Getragen und " Geborgen-daheim-seins " jetzt in der Zeit und Ewigkeit. Alles wird zu einer Offenbarung.In dieser naturhaften, kristallklaren und einfachen, direkten Friedens-Empfindungs-Welt
als Tiefenblick ins Wesenhafte, dessen Unmittelbarkeit auch nur
noch in der (klassischen) Musik (religiöse Musikalität) zu finden ist, ist alles andere nur Lärm von gestern. Der Diesseits-Jenseits-Dualismus ist hier aufgehoben. Gott ist Frieden und wer im Frieden ist, hat Gott.
II.) "Sensus numinis" als das Gefühl und eine tiefe,entwickelte Lebenssensibilität für das Überweltliche, die Wahrheit hinter der
Erscheinung, die Rückbindung des Lebens, religiöser Wahrneh- mungssinn, Lichtsinn, Ganzheitsbewusstseinssinn, Verschmel-
zung von Subjekt und Objekt als Einswerdung, der Entwicklungs-
prozess, wo Himmel und Erde zusammenfallen, wo der Gottesbe-
wusstseinsbegriff und die Realität eins werden (was zu Gott kommt wird (sofort oder im Entwicklungsprozess)verwandelt) und der traditionelle Gewissensbegriff als Lebensführungsweckruf.Siehe Textfortsetzung in Kulturlernen-36
18.) Von der biologischen, genetischen Ich-Bewusstseins-Evolution (Autogenese Darwins, biologische Symbiogenese, Genmutation, Adaption, Selektion, Rekombination, Ex-
tinktion etc. als homo sapiens) beim Bildungs-Kultur-Ler-
nen zur entwicklungs-universellen, kulturellen Selbst-Bewusstseinsevolution (z.B.Selbstgenese des Teilhard de Chardin als homo spiritus, der seit 2007 neu entdeckte Darwinismus der Gegenseitigkeit und Reife und die reli-
giöse Neuinterpretation des Entwicklungsprozesses als direkte Neuschöpfung "Gottes" eines Meister Eckhart beim Entwicklungs-Kultur-Lernen*.
*Entwicklung ist der Individualisierungs- Lebensform-Plan-Wille Gottes. Das Maß Gottes ist dass Maß meiner Entwicklungskraft und Entwicklungsmöglichkeiten. In jeder Möglichkeit ist der Mensch einzeln. Nur die nichts gleich sind, sind Gott gleich. Gott wird durch die Indivi- dualisierungsentwicklung neu geboren und das Entwick- lungsstreben ist die Selbsterziehung zu Gott hin. Gott kennt nur ein Gesetz, die Entwicklung seiner selbst und zieht alles an sich. Gott kennt nur sich allein und liebt nichts ausser seiner selbst. Gott wird einem erst in der Entwicklung gegeben und Entwicklung trägt die Seele zu Gott hin und wird damit zum Mittelpunkt eines säkularen und evolutionären Christentums. Gott als Träger des Lebens ist das Lebensprinzip schlechthin und Quelle allen Seins. Durch mein " ich-werde-geatmetes Leben " bin ich Gott unmittelbar,weil Gott das Leben selbst ist und Gott das Element ist, indem ich lebe. Entwick-
lung ist, wo Gott in jedem einzelnen Leben zu sich kommt und das Göttliche ist nicht mehr in unsinnlicher Abstraktion jenseitig des Irdischen und Weltlichen, sondern wird lebensnah im Brennpunkt des eigenen Selbst innerlich von mir als Wirkkraft wahrgenommen. Das Leben wird als eine Erscheinung Gottes und mein persönliches Leben als "das Gott-Werde-Selbst-Sein betrachtet. Immer wenn ich mich entwickele, rufe ich Gott ins diesseitige Dasein und er tritt an die Stelle des Überwundenen als das transzendierte Verbesserte.Dass Gott Gott ist, dadurch bin die Ursache.Wäre ich nicht, wäre auch Gott nicht.Gottes Existenz zu leugnen bedeutet auch meine eigene Exis- tenz zu leugnen.Mein Wohlbefinden ist auch sein Wohl- befinden.Der Grund warum ich lebe ist, das Gott etwas " Grosses und über den Zeitgeist Bleibendes " mit vor hat. Als Gott uns schuf hatte er uns schon verplant. Der dynamische Gottesbegriff spiegelt die Entwick- lungsstufen des Menschen wieder. Die Menschheit wird mit fortschreitender Entwicklung ihre Gottesvorstellung wandeln.
19.) Religiöse Bewusstseinsformen.
- vom statischen, äusseren, entwicklungslosen und alle Jahre wieder Sonn- und Feiertags-Bewusstsein zum dynamischen, inneren evolutionären,einmaligen Entwicklungs-, Gedenk-, Sonn- und Feiertags-Zeitlern-Bewusstseins-Verständnis der gesetzlichen, staatlichen, religiösen und persönlichen Feier-und Festtage (in Deutschland)*.
* Siehe auch diesen Gliederungspunkt in Christentum-frueher-heute-Teil-5
- Vom kollektiven, gewissenlosen Bewusstsein zum zum Sensus numinis Bewusstsein,ein Gefühl und eine ent- wickelte Lebenssensibilität für das Überweltliche, die Wahrheit hinter der Erscheinung, die Rückbindung des Lebens, religiöser Wahrnehmungssinn, Gottes-Begriffs-Bewusstsein eines Meister Eckhart, Ganzheits-und Einheits-Bewusstsein, Friedens-Bewusstsein,weil Gott im Begriff mitgesetzt ist, ein Terminus für das unsagbare Reale, viel mehr als der traditionelle Gewissensbegriff als Lebensführungsweckruf.
* Wir können aber das Gewissen als " höhere, zeitlose Intelligenz
und Führungs-Orientierungs-Instrument " nicht einfach ignorieren, was immer schon richtig war. Wenn das Gewissen als der zentrale
Ort erscheint, an dem die Dinge des Menschen und der Welt immer entschieden werden und die Spaltung des Menschen überwunden werden kann, ist das Entwicklungs-Individualisierungs-Gewissen
der archimedische Punkt des Menschen, die prima causa aller Bewegtheit, von der alles ausgeht und bewegt wird. Ohne Gewissen hört der Mensch auf als Einzelner zu existieren, denn nur im Ein-
zelnen ist das Gewissen wach und nur als Einzelner besitzt der Mensch Zugang zum Gewissen. Das Gewissen ist im Einzelnen ge-
bunden und wird im Kollektiv aufgehoben. Nur der Einzelne wird
von seinem Gewissen bedrängt, während das Kollektiv gewissenlos
ist.
- Vom Angst-Bewusstsein vor dem Sterben zum Unsterb- lichkeits-Bewusstsein des Lebens.
- Von dem heutigen, anachronistischen und mumifizier- ten Trauer-Kultur-Bewusstsein zum morgigen, evolu- tionären modernen trauerlosen-Kultur-Bewusstsein.
- Vom religiösen, gesprochenen, heiligen Bewusstsein zum unreligiösen transzendierten, bürgerheiligen Entwick- lungs-Bewusstsein.
- Vom statischen theologischen Wissens- und Dogmen- Bewusstsein zum dynamischen entwicklungs-teleo- logischen Selbsterfahrungs-Bewusstsein.
- Vom nicht-religiösen, glaubenslosen, ängstlichen Welt- Vertrauens-Bewusstsein und diesem wird Wirklichkeit zugebilligt zum Lebenswegindividualisierenden, glau- benden, Entwicklungsvertrauens-Bewusstsein und alles in der Welt hat nur gleichnishaften Charakter und ist nicht wirklich.
- Vom dunklen, menschlichen Bewusstsein zum "lichten Christus-Bewusstsein "*.
* Von jeder Weg ins Himmelreich (Geist Gottes) geht nur durch und über die Unmittelbarkeit eines Christus, der unerreichbar erscheint, auch wenn es hyperbolisch klingt,aber wenn einer seinen Weg zum Frieden (Unmittelbarkeit des Geistes Gottes) als Quelle gelangt ist,
dann ist Christus nicht mehr alleine absolut und ausschliesslich. Das Religiöse (das Christusgesicht in uns) lässt sich nicht von jedem Ent- wicklungs-lebens-Prozessakt als ein transzendieren in der Transzen- denz nicht trennen und ist immer mitgegeben und mitgesetzt. "Denn verschlossen war das Tor, bis ein Heiland trat hervor".Der einzige Heilsweg geht dann nicht mehr nur über Christus alleine, sondern im individualgeschichtlichen Verhältnis zu Gott durch Entwicklung, wo sich im persönlichen Entwicklungsauseinandersetzungsweg in den Lebens-Transzendierungs- Überwindungen in der säkularen, evolu- tionären Nachfolge Christi als Christusnachfolge sich das persönliche Heil vollzieht. Jesus gilt nicht als das Heil der Heilsgeschichte, sondern das Reich Gottes und das ist, was ich aus meinem Leben mache.Du hast Christus gesehen und du bist Christus geworden (Evangelium des Philippus N.H.II,3 61;20,32). Euer Leben ist mit Christus in Gott ver-
borgen heisst es im Kolosserbrief des neuen Testament.Es ist die Radikalität des Christentums selbst ein Christus zu werden (alles andere ist lauwarmes, nicht wirklich ernst genommenes Christentum ) "entweder für mich oder gegen mich").Siehe Textfortsetzung in Die-Zukunft-des-Christentums
- Von dem religiösen Diesseits-Jenseits-Dualismus (tradi- tionelle, statische Gottes-Jenseits-Begriffs-Verständnis), wo Gott nur in der einen Hälfte zu hause ist zum evolutionären längst bewiesenen und überwundenen dualistischen " Gott-Welt oder Diesseits-Jenseits-Sicht- weiseverständnis", (dynamischen Gottes-Diesseits-Entwicklungs-Verständnis),welches es durch das Ver- schränktheitsprinzip der Quantenphysik als säkulare Interverbundenheit faktisch nicht gibt, miteinander verwoben ist, komplementär zusammen gehört und das Spannungsverhältnis des religiösen Diesseits (Realwelt)-Jenseits (Wirklichkeitswelt) Dualismus zum ad absurdum geführt hat*.
* Gott ist ein hybrides Wesen, diesseitig und jenseitig zugleich. Für den Theologen Dietrich Bonhoeffer war Gott kein denkbares mächtiges, transzendendes Wesen, sondern für ihn war Gott mitten in unserem Leben jenseitig, ein gegenseitiges Durchdrungensein der Transzendenz des Jenseitigen (Gott) in der Prozedenz des Diesseitigen (Welt) und er hatte Diesseitigkeit dem Streben nach Heiligkeit ent- gegengesetzt. Bewusstsein und das Sein sind dann identisch und werden zur Wirklichkeit. Gott ist nicht im Himmel, sondern in seiner ganzen Schöpfung zu finden. Das dualistische und deterministische Denken gilt im heutigen, dimensionellen, nachquantischen Mikrophy- sikzeitalter der Beziehungen, der Ganz-und Einheit, weil alles mit allem verbunden, das Kleinste mit dem Grössten, das Naheliegenste mit dem Entferntesten, makrowissen- schaftlich überholt und wahr- heitswidrig, auch wenn dieses " getrennt sein " im religiösen Alltag noch vorherrschend ist, dass erst den Dualismus Religion als " Zwei- Reiche-Lehre " eines antiken Welt-und Gottesbildes notwendig macht (aber nicht die strikte Trennung von Kirche (Religion) und Staat das Grundprinzip der Verfassung berührt). Gott kann nicht zum empiri- schen Objekt degradiert werden und deshalb ist die dualistische Spaltung von Rathaus und Kathedrale aufgehoben. Dieses macht deshalb auch keine klerikale Religions-Aussen-und Parallelwelt als Sterbetröstung und eine Welt des Sonntags und Werktags erforder-
lich und Priester als wichtige Verbindung für das Jenseits sind dann überflüssig. Das Ende der Evolution wäre, wo Diesseits und Jenseits eins wären als die Überwindung der Subjekt-Objekt-Spaltung (Karl Jaspers, Philosoph). Die Überwindung des Dualismus geschieht von der gotischen Kathedrale und dem Rathaus als Spaltung von Gott und Welt( Jenseits) zur gotischen Kathedrale, wo durch das gotische Lernprinzip (Diesseits)dieser anachronistische zwei-Welten-Dualismus aufgehoben und zur Einheit gebracht wird.
- Von dem Psyche- und jenseitigen Seelenbewusstsein zum diesseitigen Lebensstrebedrang- und Entwicklungs-prozess- Transzendierungs-Höheres-Selbst-Bewusst- sein*.
*I.)Obwohl es verschiedene Seelenauffassungen gibt, hat die Idee der unwissenschaftlichen Seele alle (geist)wissenschaftlichen, umgangs- sprachlichen Seelenwirrwar-Begriffsbildungen und Annäherungs- beschreibungen überdauert. Der traditionelle Seelenbegriff ist noch am tiefsten verankert, aber dieser Begriff bedarf einer Weiterentwicklung und unmetaphysischen, säku- laren,universellen Neuinter- pretation, der über die Psyche hinausgeht und diese mit einschliesst wie z.B.: das Leben selbst, der Entwicklungsprozesskern des Men- schen, sein Ruhepol, sein Individuationspotential,der eigentliche Mensch,eine Entwick- lungsstufe des Geiste.Die Seele wird als Metapher für die Indivi-
duationsentwicklung verstanden. Die Seele ist kein fertiges Sub-jekt, sondern nur eine Entwicklungsstufe des Geistes als ur- eigenstes Entwicklungs-und Personalbewusstsein als Lebens-Ent-
wicklungs-Prozesskern, welcher in der Auseinandersetzung im Ent-
wicklungsakt Lebensgestalt annimmt. Es ist, wo der Geist über die Reflexion mit seinem "Lebensselbst" eine Resonanzwahrnehmung von sich selbst erhält und dadurch Selbstbewusstsein und Seelen- ge-sundheit bildet. Es ist der formbildende Lebensprozess, welcher sich selbst hervor- bringt (Emanation). Die Entwicklungsdynamik wird als Geschehen des Selbstwerdungs-Prozess interpretiert. Die Seele ist aber das dem Körper verleihende Lebensprinzip an sich, die dem Körper aufbauende und erhaltende Vitalkraft schlechthin, ohne die der Mensch gar nicht bestehen könnte und ohne die ja auch sein materieller Körper sofort zu leben aufhörte.Siehe Text-fortsetzung in Christentum-frueher-und-heute
- Vom inneren Unfriedens- und Unfreiheits-Willens-Be- wusstsein zum inneren Friedens-und Freiheits willen- losen Bewusstsein*.
*I.) Bildungs-Kultur-Lernen ist alle Zeit, alle Kräfte und alle Mittel
verwenden, um mehr Geld zu verdienen. Entwicklungs-Kultur-
Lernen ist alle Zeit, alle Kräfte und alle Mittel verwenden, um mehr zum inneren Frieden zu gelangen. Er versteht dann auch den Satz des Kirchenlehrers Augustinus: " Wer seinen Frieden gefunden hat d.h., wer " Gott " geschaut hat (Gott ist identisch mit Frieden), in allem seine Ruhe gefunden hat und immer wieder neu findet, nichts mehr dazu lernen braucht und deshalb alles (Wissen) gelernt hat, was es zu lernen gibt. Siehe Textfortsetzung den Gliederungspunkt "Frieden" in
Christentum-frueher-heute-Teil-1
II.) Siehe auch Ruhe, Frieden und Freiheit sind aller Entwicklungs-bewegung Suchziel
- Vom gemeinschaftlichen Gebetswort-und Chordienst bewusstsein (Gemeinschaftsgottesdienst) zum individue- llen Entwicklungs-Lebens-Gebets-Bewusst sein weil ich durch Entwicklung mein Leben bete (Lebensgottes- dienst)*.
*I.) Das Gebet bedarf keiner bestimmten Formel. Das ganze Leben soll ein ununterbrochenes Gebet sein. Jede Lebensübereinstim- mung und mit sich in Frieden sein ist ein (Gebet ist Dualismus einer Diesseits-Jenseits-Sichtweise, welche es aufgrund der Inter- verbundenheit aber nicht gibt).
II.) Der Entwicklungsbegriff wird religiös aus der persönlichen Situation des Einzelnen heraus als Gebet und einer Gottent- wicklung im Sinne von Meister Eckhart interpretiert. Gott wirkt sich selbst, sucht nichts ausserhalb seiner selbst und durchwirkt die Welt in dem Auseinandersetzungs-Entwicklungs-Prozess-Transzendierungs-Ge-
schehen und deshalb ist Gott mir nahe. Durch ein gelebtes, geatmetes Leben bin ich Gott unmittelbar. Im selbstwirkenden Entwicklungs- prozess wird Gott erst Mensch, ohne Entwicklung nicht. Er muss Mensch werden, um sich selbst sein und selbst werden zu können. Gott braucht mich, dass er sich mehr werden kann. Deshalb ist Gott mir näher, als ich (" mein Ego ") mir selber bin. Von jeder Bewusst- seins-Situations-Klarheit ohne Vertrauens- und Glaubens-Transzen- denz zur Bewusstseins-Situations-Klarheit mit und in der Vertrauens-und Glaubens-Transzendenz.
III.) Es ist die religiöse-Transzendierungs-Bewusstseins-Dimension als mehr Entwicklungs-Individualisierungs-Vertrauens-Bewusstsein oder Gottesbewusstsein, weil nach Meister Eckhart Gott sich im Entwick- lungs-Transzendierungs-Prozess selber wird.
IV.) Siehe auch den Gliederungspunkt "Vertrauens-und Glaubens- be- wusstsein in Christentum-frueher-heute-Teil-2
V.) Siehe auch Reife (Gnade) wird religiös als "Liebe Gottes " interpre- tiert in Kulturlernen-64
20.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen werden u.a. moralische und kognitive Schwächen als Schuld verstanden. Beim Entwick- lungs-Kultur-Lernen wird die Entwicklungs-Individuations- bringschuld einer Entwicklungslosigkeit als Schuld verstan- den.Solange ich nicht meinen Frieden in allem gefunden habe, so lange bin ich schuldig*.
* I.) Das Individualitäts-Bring-Schuldprinzip bezieht sich auf das per sönliche Gottesverhältnis. Am "grossen Gerichtstag" des Todes (To- tengericht) bin ich nur als Einzelner und nicht eine Glaubensge- meinschaft vor Gott gestellt ist,weil nur in der Anerkennung der eigenen Individualisierung-Lebens-Bringschuld das einzige Eigentum ist,was den Einzelnen begründet ("Karmakonto"),was ausserhalb der gesellschaftlichen und demokratischen Sanktionen liegt. Dein Gott ist persönlich und auch nicht ein Gott einer anderen Religionen.Der Rechenschafts- bericht ist fern von jeder Schuldzuweisung einer Strafwürdigkeit und es wird jetzt die innere, unverstellte Natur sichtbar und dass ich getauft worden bin,jeden Sonntag in die Kirche gegangen bin, "ein frömmelnder Augenaufschlag" und "weinerliche Entschuldigungen sind bedeutungslos. Die Beurteilung er- folgt meist aufgrund entwick- lungsethischer Maßstäbe. Nach Meister Eckhart hat das Leben nur so viel Wert, wie viel er von Gott (entwickelt) hat, wie viel Lebenszeit Entwicklungszeit war und Zeitloses in der Zeit und Wesen- haftes im Wesenlosen geschaffen wurde.Der "imaginären abgespulten Vergangenheits-Überwachungs-Himmels- Kamera" bleibt nichts verborgen.
II.) Wenn Klartext gesprochen wird,wird er/sie nicht gefragt z.B. ob er/sie ein gute(r) Staatsbürger(in) gewesen ist, was die anderen gemacht haben, nach seinem Bekanntheitsgrad, wie viele Tore z.B. als Fußball- star einmal eingenetzt wurden oder wie viele Welthits er/sie gesun- gen hat, nach seinem Bankkontostand, wie viele Kinder, welche Posi- tion, welchen Beruf, Besitz, für was er Zeit und Interesse hatte, wel- chen Heiligen wir geglichen und verehrt haben und wie löblich die Grabrede des Pfarrers war, sondern Auge in Auge nur nach seinem persönlichen Gottesverhältnis als die eigentliche Lebensleis-
tung d.h., ob er sich treu und entwicklungsehrlich als Wahrheitsliebe geblieben ist, das Bessere und Höhere im Hier und jetzt gewollt,was er für andere getan hat oder hätte tun können als Lebensprüfung, Lebenssinnaufgabe und geschenkte Lebensdankbarkeit.Die Kernfrage ist immer die nach der Entwicklungs-Individualisierungs-Bring- schuld, ob wir uns selbst gewesen waren, was ich aus meinem Leben kämpfend gemacht d.h.,ob ich immer mehr meinen inneren Frieden im Unfrieden meiner Alltagswelt als Unsterblichkeitslernen gesucht habe. Nach Meister Eckhart lohnt Gott nicht nach der Größe und Vielzahl der Werke, sondern nur, ob sie in Gott vollbracht worden sind.
u 21.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen bildet der Staat und die Gesellschaft das "Ersatzgehäuse" im Diesseits, wo Geset- ze,Besitz,Sicherheit,Wissenschaft die geltende Normen sind, weil vor der Aufklärung das religiöse, mittelalterliche, kos-
mische Gebäude, in dem der Mensch Schutz und Geborgen-
heit fand, zusammen gebrochen war. Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen bildet der Staat und die Gesellschaft das Ersatzgehäuse, wo das Diesseits als Mittel, Chiffre und Gele-
genheit zum jenseitigen Entwicklungs-Individualisierungs-Sinnzweck durch das Dematerilserungs-,Unsterblichkeits-und Kulturlernen betrachtet als die geltende Norm sein wird.Siehe Textfortsetzung in Die-Zukunft-des-Chrisentums
22.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen wird (Bildungs)bewusstsein und das (Lebens)sein gleich-und absolut gesetzt,Die Erschei-
nung und das Wesen hinter der Erscheinung werden gleich- gesetzt, was es aber nicht ist und nur einen Ausschnitt dar- stellt. Das Bewusstsein des Menschen ist nichts gesicher-
tes, festes und verlässliches, sondern etwas unzuverlässiges, unsicheres, unplanbares und undefinierbares. Es bedarf nur weniger Schwankungen, Veränderungen, Modenwechsel, Lebens-,Werte- und Weltkrisen oder einer falschen Ent- scheidung, um den Menschen wieder in die magische Schick-
salswelt sinken zu lassen. Hier beginnt der Einzelne wieder zu begreifen, dass seine Selbstgewissheit, seine Autonomie auf schwankenden Füßen steht und seine Lebensexistenz sich nicht mehr alleine darauf begründen lässt und einer anderen Fundamentierung bedarf auch wenn es legalisiert ist. Kultur und Bewusstsein sind Mittel die zur Verwand-
lung führen, aber sie sind diese Verwandlung nicht selber. Sie sollen diese nur ermöglichen.Kultur und Bewusstsein sind aber labile Grössen die weder aus eigener Kraft existieren noch vom Wissen der Schöpfung getragen werden. Sie sind abhängig von der Kraft des Menschen sie zu tragen und weiter zu entwickeln und brechen zusammen, wo ihr keine neue Kraft mehr zukommt. Die Kraft erlahmt, wo der Mensch ihr Eigenwirklichkeit zubilligt und seine Existenz davon abhängig macht. Der Mensch darf sich nicht alleine auf die erarbeitete Zivilisations-, Materialismus-, Staats- und das Bildungskulturbewusstsein begründen und seine Lebens-Sinnexistenz davon abhängig machen (Aussenblick), weil das einer anderen Begründung eines Entwicklungslernbewusst- seins (Innenblick), was das Leben übersteigt, bedarf,wenn es tragen soll*.
*I.) Nachdem Descartes im " cogito ergo sum " die Selbstgewissheit des Bewusstsein behauptet und an die Stelle der Selbstgewissheit der religiösen Glaubenserfahrung gesetzt hatte, hat die Philosophie der Neuzeit das Bewusstsein als alleinige Realität vertreten und das (Ich)- bewusstsein als alleinige Wirklichkeit ansah. Dass seit der Renais- sance gewachsene Vertrauen in den Verstand ist durch die Quanten- physik wieder gesunken,weil es als gesichert gilt,das die Naturwissen- schaft aus Irrationalismen besteht und die Ratio deshalb nicht als absolut gesetzt werden kann, und somit unverlässlich ist.
II.) Auch war die Aufklärung einem folgenschweren Irrtum unter- legen zu glauben, der Mensch könnte Kraft der kritischen Vernunft bei sich selbst und bei Null ohne religiöses Traditionserbe beginnen, ohne sich über tausend Jahre lange, akkumulierte, religiöse Substanz klar zu sein, von der die Aufklärung selber noch zehrte, wobei Bildung als Vollendung des menschlichen Wesens begriffen wurde. Die Ver- nunftsreligion der französischen Revolution dauerte noch nicht einmal ein Jahr.
III.) Die Geburtsgeschichte des ehemaligen Bürgertums erfolgte weniger aus dem Geiste der Freiheit, sondern aus dem Geiste der Ordnung. Die Freiheit wurde der Sicherheit untergeordnet. Es war
ein grosser Fehler des Bürgertums, alleine die Ordnung zur zentra-
len Frage und moralischen Tugend zu erhöhen, weil die gesellschaft-
lichen Strukturen eine individuelle, vorübergehende Entwicklungs-
unordnung durch Lebenskrisen als Lebensfortschritt nicht mehr zulassen. Nur wenn in einer Krise der alte Lebensentwurf zerbricht, kann etwas neues und besseres daraus entstehen, was Arbeits-
losigkeit, Ehescheidung, Krankheit, wirtschaftliche Existenzsorgen und ähnliches mit einschliesst. Aber erst nach einer Krise steht mir die Welt wieder offen.
23.) Bildungs-Kultur-Lernen ist Glaubensvermittlung und Glaubensunterweisung eines Transzendenzglaubens sozia -lisierend, erzieherisch, unnatürlich religiös, theologisch und pädagogisch abstrakt (Altevangelisierung). Beim Entwick- lungs-Kultur-Lernen geschieht die Glaubensvermittlung und Glaubensunterweisung in einer Lebenskrisenbetroffen-
heit als Glaubenserfahrung und Entwicklung der Lebens- grundkraft als quantenphysikalisches und quantentheologi-
sches Gesetz selbsterzieherisch, individualisierend, welt- anschaulich neutral, natürlich, evolutional und antipädago-gisch konkret (Neuevangelisierung).Siehe Volltextfortset- zung den Gliederungspunkt " Glauben und Vertrauen " in
Christentum-frueher-heute-Teil-2
24.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen wird der Glaube nur als christliches Kulturerbe religiös verstanden oder basiert auf Lücken in unserem Wissen über die Welt. Es ist die Glau- benslehre eines Martins Luther, eines Thomas von Aquin, eines Meister Eckhart und die Summe des rechtsmässigen anerkannten religiösen Offenbarungs- und Gottesglaubens an eine höhere Macht. Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen wird der Glaube zu einem objektiven Begriff, selbst Kultur und wird die kirchliche Frömmigkeit genommen. Unter
dem Glauben und dem Vertrauen wird eine elementare Grundlebenskraft verstanden und werden durch dieses aktiviert. Diese gehören zum Grundwesen des Menschen,
was nicht durch Wissen ersetzt werden kann. Der Glaube
ist nicht an Gott und an eine Offenbarung glauben, son-
dern ein ganzes Leben umgreifendes heilendes und befreiendes Widerfahren, was dem Mensch zuteil wird als anthropologisch fundiertes Glaubensverständnis. Es ist
die völlig unreligiöse Glaubensinterpretation der Quan- tentheorie, dass sich die Materie entsprechend meines Bewusstseins und meiner Überzeugung verhält (Glau- bensoffenheit) und zur Wirklichkeit wird. Geist beherrscht die Materie oder der Glaube ist stärker als die Umstände
und Widerstände und setzt etwas in Gang. Die Materie-
atome richten sich entsprechend nach der Glaubenstat-
kraft aus und steuern die Materialismus-, Um-und Le-
benswiderstände. Der Glaube ist somit nichts abstrak-
tes, weltanschauliches, sondern eine philosophische Kategorie, wo die Tatsachen sich nach dem Glauben rich-
ten. Es ist die Widerlegung Kants Vernunft gegen den Glau-
ben, der jeder Glaubenserfahrung jegliche Wirklichkeit
abgesprochen hat. Erst durch diesen praktischen Glauben wird die Lebenswirklichkeit zu einer experimentellen Erkenntnis. Das Ganze, die Totalität kann nur durch den Glauben erfasst werden, lässt sich nicht durch eine Wissens-
summe rationalisieren und verobjektivieren. Siehe Volltext- fortsetzung unter dem Gliederungspunkt " Glauben und Vertrauen " in Christentum-frueher-heute-Teil-2
25.) Bildungs-Kultur-Lernen ist bildungsneutral und hat seine Wurzeln in der Vernunfts- und Moralethik des Philosophen Immanuel Kant (weltanschaulich freier Werteunterricht). Entwicklungs-Kultur-Lernen ist geprägt von dem Lebens-Christentum-Entwicklungs-Gottesverständnis eines Meister Eckhart, was jetzt seine Stunde hat (lebensanschauliches-Entwicklungs-Individualisierungs-Gottesverständnis).
26.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen darf vom theologischen Standpunkt nur der die Wahrheit sagen, der sie auch geisteswissenschaftlich reflektiert hat (Lehrautorität).Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen darf nur der die Wahrheit sagen, welcher in ihr ruht (Entwicklungsautorität)*.
* Siehe auch Wirkkraftfeld eines Vorbildes
27.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen wird in einem Religions-
unterricht von der Idee des Christentums und dem Genius der christlichen Religion gesprochen,welche sich nicht erneuern lässt. Entwicklungs-Kultur-Lernen kommt zu dem Resümee, dass nur der einzelne Gewohnheitsmensch sich erneuern muss und er nicht bleiben kann wie er ist .Siehe Textfortsetzung in Die-Zukunft-des-Christentums
28.) Bildungs-Kultur-Lernen ist "Kantianer" und geht nicht über die Erfahrung hinaus und wo der Glauben und Gott keinen Platz hat. Entwicklungs-Kultur-Lernen ist "Meister Eckhartianer", welcher vor der Erfahrung mit dem Glauben an Gott beginnt und wissend ist.
29.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen gilt die These für religiöse, gläubige Naturen, dass ein religiöses Leben eine Garantie sei für ein besseres "Ewigkeitsleben". Beim Entwick- lungs-Kultur-Lernen gilt die These, dass ein Entwicklungs-Indivi- dualisierungs-Leben, das Unsterblichkeitslernen (Entwelt- lichung),das De-und Entmaterialisierungslernen (Entsinn- lichung),das Kulturlernen (Verwesentlichung) und das goti- sche Lernprinzip (Vervollkommnung) die Garantie ist für ein besseres Leben als höhere Bewusstseinsstufe für danach, wo sich der Mensch gleich bleibt.Siehe Textfortsetzung in das Leben ist unsterblich*.
*I.)Das Jenseits ist die allumfassende Wirklichkeit und das viel Grössere, worin das Diesseits eingebettet ist. Insofern ist auch unser gegenwärtiges Leben bereits vom Jenseits um- fangen. Jeder Kultur-
träger will auf etwas (Jenseitiges) hinweisen und die Sehnsucht wachrufen, was den Menschen übersteigt, was man noch nicht ist und verwirklicht werden soll-Nr.85. Das Ende der Evolution wäre, wo Diesseits und Jenseits eins wären und damit die Dualismusspaltung, den die Philosophen Platon und Aristoteles in die Welt gebracht haben, überwunden.
II.) Aber der Mensch befindet sich nur mit einem Teil seines Wesens innerhalb der natürlichen Schöpfung (Diesseits=Bildungs-Kultur-und existentielles Lernen aber mit einem anderen Teil seines Wesens, was ihn als Menschen charakterisiert und sein Leben als solches ist, befindet er sich ausserhalb der Schöpfung (Jenseits=Entwicklungs-Kultur-und Unsterblichkeitslernen ), so dass er in zwei Welten lebt, für beide Wel- ten zum Lernen aufgefordert wird und die Lebenslern- sichtweise aufgegeben wird, als wenn es kein Morgen und kein Jen- seits gäbe. Wir müssen nicht nur für das jetzige, sondern auch das übernatürliche, ausser-und andersweltliche Leben miteinbeziehen.
III.) Jeder ist jetzt schon für sein eigene "Seeligkeit" lernmitverant-
wortlich,weil im Christentum am "grossen Gerichtstag" des Todes ich nur als Einzelner und nicht eine Glaubensgemeinschaft vor Gott gestellt ist,weil nur in der Anerkennung der eigenen Individualisie- rung-Lebens-Bringschuld das einzige Eigentum und Lebenssinn ist, was den Einzelnen begründet. Auch nach dem Kirchenlehrer Alfons Maria von Liguori ist das Sterben ein Unglück, denn die Seele verliert mit dem Leib die Möglichkeit diese zu vervollkommnen und dass das Jenseits als Ort der Vollendung schon im Erdenleben verdient wer-
den muss. Das Leben geht dort ohne Entwicklung weiter, weil sie ist ihres Weltbezuges und den Weltwerkzeugen beraubt.Der Geist braucht die Beziehung mit der materiellen Welt als polare Spannung, die erst in den sinnlichen Entwicklungs-Lebens-Widerspruchs-Reizen des praktischen Alltagslebenswelt gegeben ist.
IV.) Es ist das Lernverständnis eines Leonardi da Vinci; "und die ganze Zeit, da ich dachte, ich lernte zu leben, da lernte ich zu sterben.Nur wegen der Ungewissheit des Sterbezeitpunktes baut der Mensch seine Luft- schlösser, als wenn er ewig leben würde und das Sterben und der Tod werden ausgeblendet anstatt sich mit dieser nächsten "Weiter-Lebens-Phase" im reiferen Alter auseinanderzusetzen. Die Konsequen- zen fehlender Verantwortung für das eigene Leben da-
nach eine "Unsterblichkeitssubstanz" zu schaffen, wo er jetzt die Zeit dafür nutzen könnte, diese innere Lebenslogik ist dem Einzelnen noch gar nicht ernst- haft bewusst.Siehe Textfortsetzung in evolutionäre Altjugend
V.) Die Fragen des Menschen sind existentieller und persönlicher, weltlicher Natur und nicht wo er her kommt und wohin er einmal gehen wird Wir sind aber nicht geboren, um irgendwann einmal zu sterben, sondern um Unsterblichkeit zu lernen.Deshalb bin ich als Diesseitsmensch zu einem "Alter-Ego-Doppelleben und Doppelblick" nach innen (überintellektuell) und aussen (intellektuell) gezwungen, führe eine bewusste und unbewusste Existenz und muss leben wie ein unsterblich Sterblicher zugleich,weil ich nackt auf die Welt ge-
kom men bin und nackt einmal die Welt wieder verlassen werde.Es gibt Dinge (Sachwelt), welche wir im Diesseits und es gibt Dinge, wel-
che wir im Jenseits brauchen (Geistwelt). Für die bisherigen Generati-
onen war nur das Diesseits-Kultur-Lernen Schul- alltagsnormalität (in der Zeit gelernt), für die jetzigen und zukünftigen Generationen wird und muss das Jenseitskulturlernen über die Zeit hinaus), ohne dass es (r)evolutionär klingt, zur ausserschulischen Lebens-Selbstverständ-
lichkeit werden,weil das Leben weiter geht,was der rote Kulturlern-
faden von den drei Webpräsenzen www.entwicklungschristentum.de, www.entwicklungszukunft.de und www.die-gotische-kathedrale.de ist, das bisherige Leben in der physischen,sichtbaren Mittelwelt für das Weiterleben in- einer unphysischen,unsichtbaren Geistwelt.
VI.) Wir sind verantwortlich für das, was wir tun, aber auch für das,was wir nicht tun, konnotierte der französische Philosoph und Schriftsteller Voltaire ein- mal. Das Leben wird dann nicht nur im jetzigen Leben, sondern auch in der Ferne verstanden (Eschatologie).
Wir müssen unsere Zukunft beurteilen nach einem Zeitmaßstab, der grösser ist als mein Eigener, grösser als das statistische Durch-
schnitts-Sterbealter und dadurch immer mehr die Sichtweise ge-
winnen, zwar in der Welt zu sein, aber nicht nur von der Welt zu sein.
VII.) Neuerdings wird unstrittig "das Jenseits" als die dazu- gehörige Rückseite der Lebensmedaille, wo die Dualismusspaltung (Leben-Tod) aufgehoben ist interpretiert, weil es nur Einheits-und ein Ganz
heitsbewusstsein gibt und die Jenseitswirklichkeit ein überholter, ana- chronistischer, meistens religiös verwendeter Begriff darstellt. Es ist spannend in einer Zeit zu leben wo durch die Grundlagenfor-
schung sich die Diesseits- Jenseits-Grenzen immer mehr Richtung einer Mehrfach- Welten-Interpretation verschieben und was man früher "weisses Gebiet" oder "terra incognita" für schwer zugäng-
liche, vermutete Gebiete und Wildnisregionen nannte, durch immer neue Ent deckungs- erkenntnisse die weissen Flecken auf der "Jen-
seitslandkarte" verschwinden.
30.) Von dem Christentum, welches andere Religionen aus- schliesst, weil sie sich im alleinigen Besitz der Heilswahr- heit glaubt (Intoleranz) zu kein Heilsweg zu Gott ist direkter als ein anderer ". " Keine Religion ist die einzig wahre Religion“. " Kein Volk ist das auserwählte Volk"." Kein Prophet ist der grösste Prophet ". Es gibt viele Lampen, aber nur ein Licht (Gott). Es gibt viele Religionen und viele Aspekte der Wahrheit, aber die ganze Wahrheit ist nie in einem Buch, in einer Religion oder sonstigen Ideologie zu finden. Neben dem einen Licht gibt es auch andere Lichter, neben dem einen Wort Gottes auch noch andere Worte Gottes, neben der einen Wahrheit noch andere Wahrheiten.Es würde ja dann die anderen Religionen ausschliessen. Toleranz bedeutet dass auch die anderen Religionsgründer wie Mohamed, Moses, Buddha minderheilig sind als Jesus (Interkulturelle Theologie) Es ist keine Religion oder Gesetz höher als die Wahrheit. Der Weg zur Wahrheit wird wichtiger, als die Wahrheit selbst. Es gibt viele Religionen, aber nur eine Moral (John Rus- kin).(Entwicklungs)ethik ist wichtiger als jede Religion. Wir kommen nicht als Mitglieder einer bestimmten Religionsgemeinschaft auf die Welt, aber die ethischen Entwicklungs-Individualisierungs-Prinzipien als das Individual-Logos sind angeborener, menschlicher Natur. Gott spricht deutsch, japanisch, jiddisch oder türkisch, sonst hätte er mich nicht verstanden. Der Geist kennt kein Ge-
schlecht, keine Hautfarbe, Nationalität, Kulturunterschie-
de, Volks-oder Glaubenszugehörigkeit, weil der " allumfas- sende Geist ", die Beziehung aller Teile zum Ganzen und zu seinen Teilen ist.Unser (Selbst)bewusstsein steht in Ver- bindung mit dem universellen Ganzheitsbewusstsein, was alles überlagert, alles zusammenhält und jeder daran Anteil hat. Deshalb tragen wir alle die gleiche Wahrheit in uns, deshalb ist jede Wahrheit konfessions-,partei-und ideologie- los und frei von jedem eliminatorischen völkischen Ge- dankengut. Wir kommen nicht als Mitglieder einer bestimm- ten Religionsgemeinschaft auf die Welt, aber die ethischen Prinzipien sind angeborener, menschlicher Natur.Völker und Sprachen gibt es viele,aber nur eine Menschheit.Als Person ist man verschieden, dem Wesen nach aber sind wir eins.Es gibt nur eine Gleichheit der Menschen vor Gott, aber es gibt keine Gleichheit der Menschen in der Gesellschaft. Es ist der Kosmopolitismus, die säkulare Ethik und Inklusion, der alle grossen Geister und Gebildeten gehuldigt haben,der bisher nur durch die abstrakte Vernunftseinsicht, aber nicht durch das Gesetz, den wissenden Verstand und Erkenntnis-Reife-Einsicht der Interverbundenheit begründet war und latent in vielen Köpfen noch vorherrscht. Wer dieses alles nicht be- greift,könnte man wegen der Interverbundenheit in An- lehnung an den dänischen Physiker Nils Bohr sagen, hat die Quantenphysik nicht verstanden.
31.) Bildungs-Kultur-Lernen ist bestensfalls wissen,dass Pfingsten der Geburtstag der Kirche und die Entsendung des Heiligen Geistes ist.Entwicklungs-Kultur-Lernen ist das Wissen, wie jeder Tag zum Pfingstfest werden kann.Siehe Textfortsetzung den Gliederungspunkt "Pfingsten".
32.)Beim Bildungs-Kultur-Lernen ist in Anlehnung an den Philosophen Immanuel Kant alles "Sünde", was gegen den kategorischen Imperativ verstösst.Beim Entwicklungs-Kul- tur-Lernen ist alles "Sünde", wenn einer seiner Entwick- lungs-Individualisierungs-Bringschuld einer Entwicklungs- losigkeit nicht nachkommt und diese ein Teil seines Le- bensentwurfes wird. Nach Meister Eckhart ist alles Sünde was Unfrieden und noch nicht zum Frieden geworden ist.Siehe Textfortsetzung den Gliederungspunkt "Sünde" in Christentum-frueher-heute-Teil-4 *.
* Der kategorische Imperativ ist für Immanuel Kant das grundle- gende Prinzip moralischen Handelns: Um zu entscheiden, ob eine Handlung moralisch sei, soll geprüft werden, ob sie einer Maxime folgt, deren Gültigkeit für alle, jederzeit und ohne Ausnahme akzeptabel wäre, und ob alle betroffenen Personen nicht als bloßes Mittel zu einem anderen Zweck behandelt werden, sondern auch als Zweck. Der kategorische Imperativ lautet in einer seiner Grund- formen:"Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde".
33.)Beim Bildungs-Kultur-Lernen wird versucht z.B. christ-liche Werte zu vermitteln. Entwicklungs-Kultur-Lernen vertritt die Meinung, dass es ebenso wenig christliche Werte,wie es eine christliche Bildung gibt. Die Bildung ist autonom und die Werte sind universell menschlicher Natur. Es müssen die christlichen Werte im Kontext der allgemeinen menschlichen Werte interpretiert werden. Weil es keine für jedermann allgemeingültigen Werte gibt, muss jeder persön- lich seine eigenen Werte und Maßstäbe finden. Aber auf der anderen Seite sind rechtsstaatliche und gesellschaftliche Grundwerte nicht ausreichend und der stabile Staat ist von Werten ab- hängig, die er selber nicht schaffen kann. Erst mit dem Kennen und der Auseinandersetzung mit der (christ- lichen) Tradition lassen sich individuelle Wertvorstellungen entwickeln.
34.) Von der humanistischen Ethik als die angewandte Wissenschaft von der "Kunst des Lebens"',welche weiss was gut und schlecht für den Menschen“ ist zur Humanismus-
kritik, dass auch eine solche Ethik keine Gewissensentschei-
dungen ersetzt. Gewissen haben bedeutet in der Spannung des christlichen Lebens leben. Nach dem Theologen Karl Rahner genügt es nach dem eigenen Gewissen zu leben. Eine Gewissens-und Glaubensentscheidung im religiösen Sinne
bedeutet " Gott hält sein Wort "*.
* Siehe auch "Humanismuskritik des Erasmus von Rotterdam"im Gliederungspunkt "Der geschichtliche Bildungsmensch ist entwick- lungsgeschichtlich vorpubertär und der geschichtliche Entwicklungs- mensch überwindet das Bildungsunterrichtsfach Geschichte "Ab- schnitt Nr IV-Punkt 12 in Individualgeschichtlichkeit
35.) Vom Bildungs-Kultur-Lernen, welches sich für einen weltanschaulich, wertfreien Unterricht einsetzt zum Ent-wicklungs-Kultur-Lernen, welches sich für das wertfreie, gotische Lernprinzip ohne ideologischen Ballast als " Ent- wicklungs-Individualisierungs-Tun-Unterricht " einsetzt und den ehemaligen Religionsunterricht der Glaubensgemein- schaften ersetzt, weil im Leben alle Religion zu finden ist, welche der Mensch braucht, und jeder Mensch die gleiche emanierenden Erfahrungen macht, wie in der " Heiligen Schrift, weil die frohe Botschaft,welche sich dem Menschen offenbart das ist, was er seit jeher in sich trägt,aber nur dass diese Erfahrungen keine Quelle der offiziellen Theologie sind.Nur die Religion macht den Selbstwert des Menschen aus, auch wenn es im ersten Blick z.B. der Lebensführungs- druck gar nicht nach Religion aussieht.Siehe Textfortset-
zung Gotisches-Lernprinzip und Christentum-frueher-heute-Teil-1-5
36. Teil I.) Bildungs-Kultur-Lernen kennt nur das Lernen im Diesseits in einer sinnlichen materiellen Lebenswelt.Es ist ein Lernen in und für die Zeit.Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen wird das Jenseits als die allumfassende Wirklichkeit und das viel Grössere, Zeitlose,worin das Diesseits eingebet-
tet ist betrachtet. Insofern ist auch unser gegenwärtiges Leben bereits vom Jenseits umfangen. Jeder Kulturträger will auf etwas (Jenseitiges) hinweisen und die Sehnsucht nach oben wachzurufen, was den Menschen übersteigt, was man noch nicht ist und als Menschenaufgabe verwirklicht werden soll. Das Ende der Evolution wäre, wo Diesseits und Jenseits eins wären und damit der Dualismus, den die Philosophen Platon und Aristoteles in die Welt gebracht haben, überwun- den.
36. Teil II.) Aber der Mensch befindet sich nur mit einem Teil seines Wesens innerhalb der natürlichen Schöpfung (Dies- seits=Bildungs-Kultur-und existentielles Lernen aber mit einem anderen Teil seines Wesens, was ihn als Menschen charakterisiert, befindet er sich ausserhalb der Schöpfung (Jenseits=Entwicklungs-Kultur-und Unsterblichkeitslernen), so dass er in zwei Welten lebt, für beide Welten zum Lernen gezwungen wird und die Lebenslernsichtweise aufgegeben wird, als wenn es kein Jenseits gäbe.Für die bisherigen Gene-
rationen war nur das Diesseits-Bildungslernen Normalität,
für die jetzigen Generationen wird und muss das Jenseits-
lernen ohne dass es (r)evolutionär klingt, zur Selbstverständ-
lichkeit werden. Das Leben wird dann nicht nur im Jetzt, sondern auch in der Ferne verstanden (Eschatologie). Die Bildungskräfte sind zu schwach und reichen für das Jen-
seitslernen nicht aus.Der Hinweis,dass das Jenseitslernen eine Entwicklungs-Individualisierungs-Bringschuld einer Entwicklungslosigkeit darstellt, übt noch keine Lernmoti- vation aus, welche erst bei Entwicklungsreife (Nr.782)/
(Gnade) gegeben ist.Wer aber von der Unsterblichkeit eines Weiterlebens überzeugt ist, erkennt den Notwendigkeits-Lebenssinn und beschäftigt sich immer mehr mit der "In-
vestition in die Zukunft", indem er theologischer vom Leben denkt,ohne dass mit "der Hölle" gedroht wird. Wenn er stirbt, dann fällt er nicht unvorbereitet in ein dunkles Loch ("Après moi le déluge") und in ein angstbesetztes "Nichts" hinein, sondern in ein alles,wo das Beste noch kommt.Viele Menschen haben dieses schon vor uns erfahren und können es leider nicht weiter sagen.Weil jeder Mensch die Nähe des Todes aus seiner eigenen, höchst individuellen, einsamen Sichtweise erlebt, ist er auf sich selbst zurück geworfen.Weil der Tod alles nivelliert, sind wir beim Tod alle gleich. Wer kann sich schon mit der Aussicht auf den eigenen Tod an- freunden ?Auch geistreiche Formulierungen, Trostbekun-
dungen,wissenschaftliche Sterbeerkenntnisse und der religiöse Glaube an ein Weiterleben ändern nichts daran, dass der Tod unausweichlich ist mit Ausahme für diejenigen, welche (noch) nicht geboren wurden.Wer an ein Leben nach dem Tode glaubt, kann aber auch nie desillusioniert werden. Der Sterbevorgang selber lässt sich auch nicht intellektuell verstehen oder üben.Das Jenseitige existiert im weltlichen Sein und der Mensch darf sich nicht damit abfinden, dass "Gott" nur in der einen Hälfte (Jenseits) zu Hause ist, aber nicht in der alltäglichen, lebendigen Wirklichkeit (Diesseits). Wir befinden uns inmitten einer neuen Weltstunde, in der sich die letzte im Diesseits bereits zu diesem (un)religiösen Jenseits-Lernen-Ereignis befindet.
37.) Bildungs-Kultur-Lernen ist der Meinung, dass ich alle Dinge durch mich selbst erkenne und von den Ursachen auf die Auswirkungen schliesse.Entwicklungs-Kultur-Lernen ist der Ansicht, dass ich alle Dinge erst durch "Gott" erkenne und von den Auswirkungen auf ihn als der Verursacher schliesse*.
* "Nicht der Mensch macht Entwicklung (Dominationsmacht), son- dern die Entwicklung macht den Menschen"(Wirkmacht) und alles von selbst (vom Selbst her) geschieht. Jeder weiss, wie um uns und bei mir selbst sich ständig alles verändert, ohne dass ich einen Finger gekrümmt habe und einem alles vor die Füße fällt. Wir werden von einer Wirklichkeit geführt und getragen, welche selbst zu einer neuen Wirklichkeit ohne unser Hinzutun wird. Gott wirkt sich selbst als verursachender Geist.In Gott selbst ist kein Werk, aber das Geist- gesche- hen führt zur Veränderung als Geist Gottes.Wir werden bewegt vom Unbewegten und keine Macht der Welt kann dagegen oder dafür etwas tun.Aus uns heraus vermögen wir nichts zu voll-
bringen.Was der Mensch besitzt,hat er nicht aus sich heraus.Was von uns selbst hervorgeht ist geworden, was von uns gewollt ist, ist gemacht. Auch wenn wir versuchen uns an unseren eigenen Haaren in die Höhe zu ziehen, werden wir doch letztendlich an unserem eigenen Haaren in die Höhe gezogen. Wir haben es nicht in der Hand, können nichts machen, sondern müssen es geschehen lassen. Jeder Eingriff ist eine Störung. Der normale Mensch kommt nie über den Menschen hinaus. Der Mensch trägt nie das Maß in sich, weil er selbst unfertig, unvollkommen und einfach nur Mensch ist.
38.) Bildungs-Kultur-Lernen ist um die(ver)mittelbare Wahrheit wissen aber ohne einen persönlichen Lebenswert. Entwicklungs- Kultur-Lernen ist unmittelbare Wahrheits-Individualisierungs-Lernen mit einem persönlichen Lebenswert.
39.) Warum sind oft z.B. religiöse Predigten nicht sehr effizient und die Heilsbotschaften werden meistens nicht befolgt ? Die Ursachen sind u.a.:
- * "Man kann einen Birnbaum noch so prügeln, er wird deshalb nicht schneller reif".,
- zu weit weg von der Lebensbezugsrealität.
- noch nicht zuhör- und veränderungsbereit dazu.
- die mittelbare theologische Sprache ist ungeignet Gott näher zu kommen.Religion kann nicht durch die in- direkte vom Leben abgetrennte Theologiesprache wirklich gelehrt werden,weil das Leben selbst Religion ist. Religion ist angeboren und gehört konstitutiv zum Menschsein. Das Religiöse (der Christus in uns) lässt sich vom Entwicklungslebenspro- zessakt nicht trennen und ist immer mitgegeben und mitgesetzt.
- das Christentum hat keine eigene Sprache mit der ein Mensch sein erfahren und erleben,seinen Lebensalltag und seine soziale Um-und Mitwelt, seine Gefühle und unmittelbares religiöses Erleben ausdrücken und anwenden kann. Gott, Christus ,Erlösung.... ist auf Rationalität aufgebaut und ohne persönliche Beziehung "als dogmatisches Basta" zu akzeptieren
- Die Prediger und apostolische Weltverbesserer sprechen nicht mit einer Stimme.Was die einen anbeten, wird von den anderen als Unwahrheit verteufelt. Wer kann als Laie nach einer kolportierten Quelle 27 bei verschiede- nen Bibelinterpretationen. noch unterscheiden ob die Zeugen Jeshovas, die Amisch,die Evangekalen oder die Mormonen die wirkliche Wahrheit verkünden ?Die Bibel ist nicht historisch, sondern metaphorisch.Es geht nur um Gott, aber der immer auch das Problem ist. Jede Bibelübersetzung, die etwas anderes als Glauben, Frieden, Liebe oder Einheit lehrt, ist ein Irrtum.Die Predigt muss religionsfrei sein,wo sich jeder Zuhörer wiederfindet.
- Hätte Christus vor 2000 Jahren von den heutigen Werten und Problemen gepredigt und gesagt, was heute getan werden muss, hätte ihm niemand zugehört und so wirkt der damalige Zeitgeist auf uns heute. Die biblische Weltsicht hat keinen realen Bezug zu unserer Weltsicht.
- zu weit weg von den Wahrheitsvoraussetzungen, weil der Wahrheitslohn nicht umsonst ist und "die Götter zuvor den Schweiß gesetzt" haben.
- nur weil es ein Prediger mit penetrierender Stimme sagt z.B. "Wenn du Jesus gesehen hast, kannst du alles andere verkraften" ist sehr ambitioniert zu glauben, dass es danach gemacht wird, auch wenn es die Wahrheit ist.
- wenn Religion ins Spiel kommt, hören die meisten nicht mehr zu,weil diese das religiöse Kinderzimmer nie ver- lassen haben.
- weil Glauben, Vertrauen und Wahrheit als erprobte Einsichten auf soliden Fundament (als elementarer Lebenswert) nur vermittelt, aber nie entwickelt und gelernt worden sind.Diese begründen sich nicht auf Beteuerungen und Behauptungen, sondern auf unmit- telbarer Erfahrung,wozu die wenigsten dazu wirklich bereit sind, obwohl Millionen von anderen Menschen diese Erfahrung gemacht haben.
- was noch nicht volle Wahrheit ist verhindert sie zu er- kennen. Denn solange der Mensch dieser Wahrheit nicht gleich ist, kann er diese Rede nicht verstehen. Die Wahr- heit offenbart sich, indem man selbst zur Wahrheit wird*.
* Meister-Eckhart
- Von dem Versuch das Wort Gottes nahe zu bringen (Predigt- formweg der Wahrheit) zur der Tatsache, dass der beste Prediger immer noch das Leben und die Zeit gewesen sind (Lebensform-Erforschungsweg der Wahr- heit) *.
* Das Reich Gottes kann nie vorgreifend gelehrt werden, sondern wird erst bei Entwicklungsreife auf dem persönlichen Entwicklungsweg von der Lebenserfahrung her erst ergriffen.
- Von der Predigt als Mittel zum Zweck die Religion ins Leben zu bringen (Das Christentum als Predigtform und Objekt der Beleh- rung, wozu ich hörbereit bin) zu "aus dem persönlichen Leben Religion entwickeln,weil das Leben alle Religion hat,die das Leben braucht und damit sein Leben predigen (Das Christentum als Lebensform und Subjekt des Lernens durch Entwicklungserfahrung, wozu ich auch veränderungsbereit bin)*.
* "Jegliche Kreatur ist Gottes voll und ist ein aufgeschlagenes Buch, und wer darin recht zu lesen weiss, der braucht keine Predigt mehr*.
* Meister Eckhart.
- Von warum den Menschen Gott predigen wollen (sollen) zu bei Entwicklungsreife/Gnade predigt sich Gott einem jeden selber (wollen).
- Das Wort erreicht die tieferen Seelenschichten, nicht mehr,weil die Menschen durch die mantrahaften Pre- diger worte abgestumpft sind und bewegen niemanden mehr zur angemahnten Umkehr. Es ist die Erfahrung, dass die Selbstgewißheit des Denkens grosser Genies und der Propheten nicht ausreicht, um Seelen wach zu rütteln, eine Aufbruchstimmung auszulösen und den Geist wieder zu erwecken. Auch schon vor fast 300 Jahren erkannte der Komponist Sebastian Bach,dass die (indirekten) Worte der Theologen fruchtlos blieben und er z.B. das Weihnachtsoratorium erschuf, wo Gott darin wohnte, um durch die direkte Musik die Herzen der Menschen zu brechen. Die gleiche Frage stellt sich auch heute,wie kann ich die Herzen der Menschen erreichen ? Es sind erst die Leiden der persönlichen Schicksalsschlä- ge und Katastrophen in der Welt als der Lebenskrisen- führungs druck, welchen den Menschen erst zuhör-, veränderungs- und anpassungs- bereit werden lassen.Von dem Jahr der Geburt Christi und die darauf folgenden Jahre werden oft mit dem Zusatz „nach Chris- tus“, oder „nach Christi Geburt“ (abgekürzt n. Chr.) versehen, früher meist lateinisch mit „Anno Domini“ zu nach Christus könnte auch eine Nachfolgeperson als Wiederankunft gemeint sein,den besonders die Christen weltweit erwarten,der eine Zeitenwende als Vorbildreife- wirkkraft einleiten wird und damit das Predigen erhört wurde.
- Wer z.B. sich an die Weihnachtspredigt von 1958 erinnert und die Weihnachtspredigt von 2025 daneben vergleicht, wird keinen Unterschied feststellen.Die Botschaft ist in- haltlich und sprachbegrifflich die Gleiche.Warum wer- den ewige Wahrheiten nicht dem Zeitgeist entsprechend neu interpretiert. Zum Beispiel anstatt Christ der Retter ist geboren,Hallejula zu "in jeder Erkenntnis werde ich neu geboren". Durch Evolution in der persönlichen Ent- wicklung wird sich erst Gott selbst, kommt zum Bewusst- sein seiner selbst, denkt und erkennt sich selbst und wird erst Mensch. Gott muss Mensch werden, um selbst sein und selbst werden zu können.Es ist auch der Zweizeiler des Angelus Silesius in seinem cherubinischen Wanders- mann: " Wird Christus tausendmal zu Bethlehem gebo- ren und nicht in dir, du bleibst ewig lich verloren ". Christ der Retter war auch letztes und vorletztes Jahr da, aber solange er nicht für einen persönlich gekommen ist, ist er nie da gewesen.
- Vom Seelsorger als Prediger ohne den Weg je gegangen zu sein zu das Leben predigt sich beim Beschreiten des Entwicklungs-Individualisierungs-Weges in der säkularen, evolutionären Nachfolge Christi selbst. Von einem Priester des alten vorbildlosen Traditi onschristen- tums zu dieser kann nicht Prediger eines neuen Entwick- lungs-Lebens-Christentums sein, weil er noch nicht die Erstarrung hinter sich gelassen hat. Der Praktiker verkör- pert, wenn er es auch nicht weiss und bewusst ist eine Philosophie der Vergangenheit. Deshalb kennt er das Geheimnis der Zukunft nicht .Es ist der Weg von den Galubensführern zu den Entwicklungführern.
- Pfarrerzitat: " Die Menschen kommen mit genauso durstiger Seele aus dem Sonntagsmorgengottesdienst, wie sie hineinge gangen sind". Wenn es nützen soll, muss es aus dem Leben kommen und nicht von der Kanzel als Predigt. Ein Lebemeister ist besser als tausend Lehr-meister. Nicht im Besitzen des Heils, sondern, dieses muss sich in jeder Tat "im Hier und Jetzt " bewähren.
- Beim Bildungs-Kultur-Lernen wird versucht durch eine Gottesdienstpredigt z.B. im Straßburger Münster als Mittel der Wahrheitsverkündigung Religion ins Leben des Einzelnen zu brin- gen (durch die Predigt belehrt werden). Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen predigt sich in der religiösen Bausymbolik, in den Farbglasfens- ter und Figurendarstellungen das Münster selbst und möchte jeden zur Christus-Nachfolge zwingen. Es ist der Lebenswille und die Ideengeistesmacht, ein mächtiges, direktes, urweltliches, unbekanntes Gottes-Bewusst- seins- Lebensgrund-Urgefühl, der einst elementar in die Formen gelegt wurde und die Zukunft aller und von allem ist. Diese Willenskraft ergreift jeden " gotischen Men- schen " und reisst ihn mit und der hohe Münsterturm zwingt den Blick automatisch nach oben zum Himmel als metaphorische Nähe zu Gott (durch Leben gezogen werden).
- Religion kann nicht durch die indirekte vom Leben abge- trennte Theologiesprache wirklich durch eine Predigt gelehrt werden,weil das Leben selbst Religion ist. Religion ist angeboren und gehört konstitutiv zum Menschsein. Das Religiöse (der Christus in uns) lässt sich vom Entwicklungslebensprozessakt nicht trennen und ist immer mitgegeben und mitgesetzt).
- Alles in der Welt einschliesslich des vom Menschen gemachten Christentums unterliegt dem ewigen Gesetz des Werdens und Vergehens,des Blühens und Welkens. Deshalb haben sich die Formen der Lehrverkündigung gewandelt, die Altevangelisierung hatte ihre Blütezeit- gehabt und die Predigerkirchen gehören immer der Vergangenheit an. Siehe weitere Beispiele auch den Gliederungspunkt "Religiöse Vermittlung durch die Kirche, das Bildungswesen, die sakrale Kunst und durch Missionierung" in Christentum-frueher-heute-Teil-3
- Bei der Predigt gilt ausnahmslos die theologische Grund- wahrheit eines Meister Eckharts: "Was von aussen herangetragen wird lebt nicht (vor der Reife). Nur was von innen her kommt lebt.Die Dinge die wir ersehnen kommen nicht zu uns, sondern durch uns. Denn nur das Ding lebt, welches die Ursache sich selbst hat (bei der Reife)*.
* Siehe weitere Beispiele auch den Gliederungspunkt "Religiöse Vermittlung durch die Kirche, das Bildungswesen, die sakrale Kunst und durch Missionierung" in Christentum-frueher-heute-Teil-3
40.)Bildungs-Kultur-Lernen ist z.B. eine gotische Kathedra-
le besichtigen und versuchen dessen Geistbildungskultur wissensmässig zu erfassen. Entwicklungs-Kultur-Lernen findet es abwegig, sich mit Bildung abzugeben, wenn es um unsere Seele oder neudeutsch um den " Entwicklungs-Individualisierungs-Transzendierungs-Prozess" geht. Zum Glauben kommt man nicht durch Bücher oder Deduktionen von Gedanken. Die Beschreibung des Glaubens führt noch nicht zum Glauben. Auch der Glaube und das religiöse Gefühl lassen sich nicht kulturell und mit keiner Denkmalpflege fördern. Mit dem Bildungs-Kultur-Lernen kann " ich nicht zu "Gott" kommen, weil die Seele keine Lust hat an der Bil- dung". Ein kultureller Fortschritt kann nicht vom rationalen bildungsweltlichen und staatlichen Institutionen kommen, sondern von etwas, was diese übersteigt und wird einem geschenkt (Kulturlernen 17-Nr.782)
41.)Beim Bildungs-Kultur-Lernen heißt es im Religions- unterricht, wenn der Mensch keine Religion mehr hat, ist er am Ende.Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen heißt es, wenn der Mensch nicht individuell wird, existiert er nicht*.
* Die Individualität ist die begriffliche Fassung des Lebens und der Einzelne ist nur wahr, wenn er individuiert. Verallgemeinerungen
und Vergesellschaftung berücksichtigen die Individualität nicht.
Der Entwicklungs-Individualisierungs-Lebenslauf als Lebens-
weg wird als ein eingeborenes Leitbild als Selbstidee verstanden und ist in der menschlichen Natur angelegtes, lebenstragendes, lebens- orientierendes und lebensübersteigendes Lernprogramm, welches auf einen nicht beeinflussbaren, beabsichtigen Endzustand hinaus- läuft (und der Zufall gilt wissenschaftlich als ausgeschlossen). Die Entwicklungstheorie hat einen starken teleologischen Charakter,
weil sie unterstellt, dass die menschheitsgeschichtliche Entwick-
lung auf ein bestimmtes, von vornherein feststehendes Ziel gerichtet ist.Die nicht irrende, individuelle Lebensrichtung als Entwicklungs- lernprogramm und Lebensindividualordnung sind eingeboren und es ist der Lebensformkraftwille als das kategorische " Individual-Logos" des entwicklungsschöpferischen Bauplan-Lebensprinzips der Un- verwechselbarkeit, Einzigartigkeit und Notwendigkeit. Es ist der Pulsschlag des Lebens und in jedem Menschen als Lebensprinzip, Bewegungs- und Formursache als das Ursächlichste, Eigentliche und Träger der Lebensvorgänge in gleicher Weise " als individuelles, na- türliches Eigengesetz " angelegt und bei Entwicklungsreife-Nr.782 ist es " höchstes Leben in Aktion "ein Leben lang, was für Meister Eckhart "Gottwerde-Entwicklung" bedeutet und Religion in höchster Potenz ist. Aus diesem Gesetz können wir nicht heraustreten.
42.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen darf vom theologischen tandpunkt nur der die Wahrheit sagen, der sie auch geis- teswissenschaftlich reflektiert hat (amtliche Lehrautorität). Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen darf nur der die Wahrheit sagen, welcher in ihr ruht (Entwicklungsvorbildautorität).
Beim Bildungs-Kultur-Lernen wird die Religion in Werte und Moral aufgelöst und damit verkommt die Kirche zu einer moralischen Anstalt.Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen löst sich die Religion ins Leben auf, welches aus dem Leben heraus tritt und sich selber moralisiert.Es ist der zeitlose Satz der Dichterin Marie Ebner-Eschenbach, dass die Moral, welche nicht gut genug war für unsere Väter, diese auch nicht gut genug für unsere Kinder ist*.
* Das Moralprinzip ist kein Naturprinzip, sondern ein normatives Prinzip d.h., es bezieht sich nicht auf etwas was ist, auf eine ge- setzmäßige Struktur und im Menschen angelegt ist, sondern auf ein Gesolltes.
43.) Wenn beim Bildungs-Kultur-Lernen vom Glauben gespro- chen wird, ist es der Un-,Irr-, Aber-,Nicht-,Analphabeten-, blinder und frommer, gefesselter Kinder-Erziehungs-Glau- ben.Es ist der konventionelle,dürre, schwammige nicht ernst genommene gepredigte, umgangssprachliche Wort- und nachgesprochener "ja, Ja"Bekenntnis- und Autoritätsglau- be. Wenn beim Entwicklungs-Kultur-Lernen vom Glauben gesprochen wird, sind es die "Die zehn erlittenen Entwick- lungs-Reife-Glaubenskampf-Übungs-Stufen des Glaubens- vertrauens im Bewusstseinswerdeprozess als der lange Entwicklungs-Prozess-Weg vom zweifelnden Un-und Nicht- glauben zum felsenfesten sich bewährenden Gottesglau-ben". Siehe Textfortsetzung den Gliederungspunkt "Glauben und Vertrauen" und "Die zehn erlittenen Entwicklungs-Reife-Glaubens- kampf-Übungs-Stufen des Glaubensvertrauens im Bewusstseins- Werde-Prozess als der lange Entwick- lungs-Prozess-Weg vom zweifelnden Un-und Nicht- glauben zum felsenfesten Gottesglauben"in Christentum-frueher-heute-Teil-2
44.) Bildungs-Kultur-Lernen werden historische Ereignisse datiert, ob diese vor und nach Christi Geburt stattgefunden haben und alles was davor lag wird religiös als Vorbereitung und Hinführung der Geburt Christi aufgefasst und möglich wäre auch,dass nach Christus eine Nachfolgeperson gemeint sein könnte.In metaphorischer Anlehnung wird bei Entwick lungs-Kultur-Lernen der tiefere Entwicklungssinn der Nach- kriegsordnung (in Deutschland) als Hin- führung zu einer höheren, geschichtlichen Entwicklungsstufe aufgefasst. Frie-
den,Rechtsicherheit, Besitz,hohes Bildungsniveau, Vermö- gen etc. sind nur Entwicklungs-De-und Entmaterialiserungs-Voraussetzungen der Übergangsepoche einer Entwicklungs-Inkubationszeit zur Individualgeschichte, weil davor immer noch" Brot vor Geist" galt.
44.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen wird z.B. in der Theologie formelhaft, rezitativ,etwas sich vormachend mit der kalten Latein- und intellektualistischen theologischen, scholasti- schen "Halle-Jula-Kirchen-Stelzen-Sprache"in der Kirche kommuniziert, welche aber den Sprachkern, die semanti-
sche Sprachfülle, die Sprachdichte und das muttersprach- liche Gefühl nicht erschliesst. Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen wird es lebenssprichwörtlich " auf gut deutsch "gesagt, " weil Gott Deutsch spricht ", sonst hätte er mich nicht verstanden. Religion ist immer einzelpersönlich und deshalb ist die Sprache immer individuell und eine eigene, "unverquaste Sprache". In der Volkssprachlichkeit liegt die Kraft, das Wesen einer Nation und hier wird "der Volkston" getroffen. Religion kann nicht durch die indirekte vom Leben abgetrennte Theologiesprache wirklich gelehrt werden,weil das Leben,unter der Prämisse,dass Gott das Leben selbst ist selbst Religion ist. Religion ist angeboren und gehört konsti- tutiv zum Menschsein. Das Religiöse ("der Chris- tus in uns") lässt sich vom Entwicklungslebensprozessakt nicht trennen und ist immer mitgegeben und mitgesetzt*.
* Gott ist die individuelle Lebensentwicklung und nicht in Be- grifflichkeiten eingesperrt und steht über jeden Begriff. Religion kann nicht durch die indirekte Theologiesprache wirklich gelehrt werden. Die Lebenswahrheit in der Lebenssprache wird ernst genommen, aber nicht die Lebenswahrheit in der theologischen Sprache. Bis zu Martin Luther sprach Gott nur Latein. Die religiösen Formen haben sich gewandelt und die religiösen Wege sind vielseitig. Die unpräzise, lateinisch wissenschaftliche Begriffssprache schafft Distanz, während die (deutsche) Muttersprache von Herzen zu Herzen geht weil die Begriffe mit Leib und Seele erfüllt sind.(Das hat nichts mit einer Deutschtümmelei zu tun).Es kommt zu einer Unschärferelation wie bei jeder anderen Fachsprache auch. Latein ist Philosophie und Theologie,aber Deutsch- (Muttersprache) ist Mystik und die Religiösität des Lebens ( die deutsche Sprache gilt als einer der präziesten Sprachen der Welt) . Die religiöse Sprache bedarf einer Sprache der verbalen Verflüssigung und nicht einer Statik. Die ver - trockneten, scholastischen Begriffe sind blutleer, bildlos und nicht lebens(umgangs)sprachlich lebenskräftig und vorbildhaft. Es ist das Entwicklungsindividuelle als manifestierter Lebensausdruck und es ist die Sprache des persönlichen Lebens der Konkretheit, des Be- drückenden,des Beklagenswerten, des Jetzigen,der Lebenssituation und des Entwicklungsnotwendigen. Die Wahrheit bleibt immer die Gleiche.Aber die Kirche erlaubt keine Übersetzungen der Bibel in die Umgangssprachen. Namhafte Wortführer des Christentums fürchten das Vordingen des Intellektualismus in der Religion, als würde da- durch die Religiösität entleert.Meister Eckhart ist der Künder einer Christusreligion, welches dem muttersprachlichen "deutschen Gemüt und tiefster Sehnsucht "wie z.B. das Weihnachtslied "Stille Nacht, heilige Nacht oder der "Empfindungswelt einer gotischen Kathedrale entspricht.
45.) Beim dem Bildungs-Studienfach " Philosophie" wird der Glaube, weil unwissenschaftlich ausgeschlossen und deshalb bleibt sie hinter der Wahrheit zurück (lebt nur im Denken).Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen versucht sich der Einzelne der Wahrheit im Glauben anzunähern und deshalb ist er der Wahrheit näher (lebt im Denken und Glauben und Vertrauen
* I.) Siehe auch "religiose, kulturelle und wissenschaftliche Wahrheit" in Christentum-frueher-heute-Teil-4
II.) Siehe auch den Gliederungspunkt "Die zehn erlittenen Entwick- lungs-Reife-Glaubensringens-Übungs-Stufen des Glaubensvertrauens im Bewusstseins- Werde-Prozess als der lange Entwicklungs-Prozess-Weg vom zweifelnden Un-und Nichtglauben zum felsenfesten Gottesglauben" in Christentum-frueher-heute-Teil-2.
46.) Bildungs-Kultur-Lernen ist das traditionelle Kathechis- muslernen.Es ist das Handbuch, das die Grundfragen und Kernaussagen des christlichen Glaubens zusammenfasst. Meist ist er in Form von leicht verständlichen Fragen und Antworten strukturiert. Er dient der Unterweisung von Gläubigen und Interessierten sowie dem Religionsunterricht.
Dem wird das neue Aufbruchlernen lernen eines Entwick- lungskultur-Lernens gegenüber gestellt.
Entwicklungs-Kulturfaktoren des Neuen Lernens sind z.B:
Weitere Beispiele folgen.