38.Vom Bildungs-Zivilisations-Kultur-Lernen (Bildungs-
lernprinzip eines alten Zeitalters) zum Kulturations-Entwicklungs-Kultur-Lernen (gotisches Lernprinzip)
eines neuen Zeitalters).
Werte/Ethik/Moral/Tugend/Ge-und Verbote lernen
(Säkular und religiös).
Werte
- Von fremden Ideen/Werten nachlaufen und deren Ruf folgen (christliche Werte im Alltagsleben führen zu keiner wirklichen Erneuerung) zu eigenen Ideen und entwickelten Werten nachlaufen und deren Ruf fol- gen,denn alle dieser Werte will Ewigkeit*.
* Siehe auch z.B. Individualisierungsentwicklung im Gesellschafts-und Berufsleben
- Vom Bildungs-Kultur-Lernen, welches sich für einen weltanschaulich, wertfreien Unterricht einsetzt zum Ent-wicklungs-Kultur-Lernen, welches sich für das wertfreie, gotische Lernprinzip ohne ideologischen Ballast als " Ent- wicklungs-Individualisierungs-Tun-Unterricht " einsetzt und den ehemaligen Religionsunterricht der Glaubensge- meinschaften ersetzt, weil im Leben alle Religion zu fin- den ist, welche der Mensch braucht, auch wenn es im ersten Blick z.B. der Lebensführungsdruck gar nicht nach Religion aussieht.
- Beim Bildungs-Kultur-Lernen wird versucht z.B. christ-liche Werte zu vermitteln. Entwicklungs-Kultur-Lernen vertritt die Meinung, dass es ebenso wenig christliche Werte,wie es eine christliche Bildung gibt. Die Bildung ist autonom und die Werte sind universell menschlicher Natur. Es müssen die christlichen Werte im Kontext der allgemeinen menschlichen Werte interpretiert werden. Weil es keine für jedermann allgemeingültigen Werte gibt, muss jeder persönlich seine eigenen Werte und Maßstäbe finden. Aber auf der anderen Seite sind rechts- staatliche und gesellschaftliche Grundwerte nicht aus- reichend und der stabile Staat ist von Werten abhängig, die er selber nicht schaffen kann. Erst mit dem Kennen und der Auseinandersetzung mit der (christlichen) Tradition lassen sich individuelle Wertvorstellungen entwickeln *.
* Der Geist kennt kein Geschlecht, keine Hautfarbe, Nationalität, Kulturunterschiede, Volks- oder Glaubenszugehörigkeit, weil der " allumfassende Geist ", die Beziehung aller Teile zum Ganzen und zu seinen Teilen ist. Es sind subjektive, angeborene Persönlichkeits-Menschenrechte aufgrund des Mensch- und Daseins, die univer-
sell für jeden gelten und damit eine Allgemeingültigkeit besitzen." Kein Weg zu Gott ist direkter als ein anderer " Keine Religion ist
die einzig wahre Religion ". " Kein Volk ist das auserwählte Volk ".
" Kein Prophet ist der grösste Prophet ".
- Von religiösen,christlichen Grundwerten wie Glauben, sittliche, geistige und ethische Werte (ausserhalb vom Lebensalltag und führen zu keiner wirklichen Erneue- rung) zu den Selbstentfaltungswerten
(innerhalb des Lebensalltages,welche zu einer wirklichen Erneuerung führen)*.
* I.) Maßgebliche Grundlage für christliche Grundwerte ist die Bibel,
die Bergpredigt und das Doppelgebot der Nächsten- und Gottesliebe.
II.) Tritt an die Stelle Gottes ein anderer diesseitiger Wert, so wird dieser Wert fraglich, weil es kein Maß gibt, an dem dieser gemessen und bestimmt werden kann. Denn der Mensch trägt das Maß nicht in sich selber,weil er das unfertige und unvollkommene Wesen darstellt.
Der Wertewandel erfolgt von relativen, inflationären, zeitgeistigen geborgten äuseren Werten (Bildungswer-te, Marktwert, Unterhal- tungswerte, Wohnwert, gesellschaftliche Werte, Wissenswerte, Ge-brauchswert Warenwerte,christliche Werte etc.) als das,wovon ich lebe, als das, was ich äus- serlich be-sitze,ich mir leisten kann und gesellschaftliche Anerkennung erhalte, als der ich bin (Besessener)
zu den eigenen, entwickelten, absoluten, zeitlo-sen,tragenden und bleibenden Entwicklungsorien- tierungs werten (Selbst-entfaltungs- werte, Entwicklungs- sinnwerte, Entwicklungsfreiheitswerte,Werte als Mittel zum Individualisierungszweck,De-und Entmaterialisie- rungswerte, wahrer Wert etc.) als das,wofür ich lebe,die äusseren Werte innerlich in der Überwindung entwicklungskulturell trans- zendiert worden sind und deshalb diesen gegenüber stehe und vieles nicht mehr brauche (Besitzer)*.
* Der Mensch hat nicht mehr seinen Wert aus sich selbst heraus,
sondern nur noch im Bezug auf die technische,soziale und ökono-
mische Funktion und ist zum Spielball der herrschenden Mächte wie Wirtschaft, Politik, Medien, gesellschaftliche Normen etc. geworden. Der Mensch ist nur noch Mittel (Konsument, Quote, Arbeitskraft, Steuerzahler) und nicht mehr der eigentliche Zweck.Der Mensch
lebt in erster Linie für die Systemerhaltung und nicht für seine persönliche Entwicklung. Alle Lebensfragen werden nur noch ökono-
misch begriffen und ökonomisch gelöst. Die Ökonomie hat das letzte Wort und tritt an die Stelle der Religion als "Letzt-Begründungs-Ins-
tanz. Aus unserer Arbeit-,Freizeit, Konsum und Haben-und Wohlfühl-
gesellschaft etc. lässt sich keine neue Idee und neuen Werte für die Zukunft entwickeln, für die es sich zu leben lohnt und ein Lebens-
sinn,Lebenswert und eine Lebensbestimmung sich ableiten lässt.Der Mensch existiert nicht zuerst als Gesellschaftsbürger, sondern als Einzelwesen,lebt aber in erster Linie für die Systemerhaltung und nicht für seine persönliche Entwicklung,weil die Daseinsfrage und
nicht die Sinnfrage im Mittelpunkt des gesellschaftlichen Interesses steht. Das Ganze erhält seinen Sinn vom Einzelnen und nicht umge- kehrt. Kulturen weden immmer nur von einzelnen aufgebaut und von einzeln erneuert.Entwicklung bleibt immer Einzelentwicklung, ist am individuellen Leben des Einzelnen haftend und lässt sich nicht nach-
ahmen.
Ethik
- Von einer allgemeinen Verhaltensethik und überge-stülpten Zeitgeistmoral zur internalisierten Haltungs- ethik und Entwicklungswerte des eigenen Lebens ( Es ist weniger eine moralische, sondern mehr eine Entwick- lungsfrage, weil es der Lebensprozess ist, der sich selbst moralisiert. Wenn es (nicht) aus dem Leben kommt, geht es auch (nicht) ins Leben ein) *.
* Ethik ist für alle Zeit und alle Menschen gültiges Entwicklungsge-
setz. Dieses schliesst eine evolutionäre Ethik als eine Aufwärts-
entwicklung der Ethik aus. Was für immer gültig ist, ist auch resis-
tent gegen allen Zeitgeist und deren Veränderungen. Die Moral dagegen ist ein Wahrheitsverhältnis zur Ethik in der Alltagspraxis
und zur Zeit geltenden Werte, Normen und Haltungen und begrün-
det ein normatives Prinzip. Die Ethik fragt nach dem erstrebens-
werten Idealleben für mich, während die Moral dagegen die Nor-
men für das Zusammenleben aller in der Gesellschaft festlegt und orientiert sich, wenn auch nur sublimiert, am Interesse des Men- schen.Bildung-Kultur-Lernen ist Soll und Verhaltensethik, Sozial-
ethik und Ordnungsethik.Es ist eine allgemeingültig vorgegebene Ethik,was der Mensch im Einzeln zu tun habe. (Pflichten verändern den Menschen aber nicht). Entwicklungs-Kultur-Lernen ist Strebens-und Haltungs-Individualethik (jeder seinen inneren ethischen Rah- men selbst finden, wie der Mensch einmal sein wird und die Einsicht, dass wir keine neue allgemeingültig vorgege- bene Ethik brauchen, sondern dass jeder seinen inneren ethischen Rahmen dem Reife-und Tungrad selbst finden und haben kann (bei seiner Frieden-Entwick- lungs-Bringschuldpflicht einer Individuationslosigkeit)
- Bildungs-Kultur-Lernen ist bspw. von dem Philosophen Immanuel Kant entwickelten kategorischen Imperativ als grundlegendes Prinzip der Ethik kennen zu lernen ( die Ethik ist für den Menschen da). Entwicklungs-Kultur-Lernen ist das gotische Lernprinzip kennen lernen, wel- ches in jedem einzelnen Menschen als Lebens-Individual-Logos kategorisch ist und schon vor der Geburt bejaht wurde (der Mensch ist für die Ethik da).
- Von der Verhaltensethik (was der Mensch im Einzelnen zu tun habe) zur Haltungsethik (wie der Mensch zu sein habe). Maßstab sind nicht die Vorschrift, Gesetze, son- dern die innere Einsicht. Denn der Mensch besitzt aus Gott eine moralische Autonomie und das Leben mora- lisiert sich selbst*.
* Das Ziel der natürlichen Entwicklungsethik ist das Einheitsstre-
ben frei von jeglicher Moral, um in und mit allem durch den Ent- wicklungs-Auseinander-Transzendierungsprozess zu seinem Frieden zu gelangen als das Höchste, weil es etwas Besseres nicht gibt.
- Von der humanistischen Ethik als die angewandte Wissenschaft von der "Kunst des Lebens"',welche weiss was gut und schlecht für den Menschen“ ist zur Huma- nismuskritik, dass auch eine solche Ethik keine Gewis- sensentscheidungen ersetzt. Gewissen haben bedeutet in der Spannung des christlichen Lebens leben. Nach dem Theologen Karl Rahner genügt es nach dem eigenen Gewissen zu leben. Eine Gewissens-und Glaubensent- scheidung im religiösen Sinne bedeutet " Gott hält sein Wort"*.
* Siehe auch "Humanismuskritik des Erasmus von Rotterdam"im Gliede- rungspunkt "Der geschichtliche Bildungsmensch ist entwicklungsge- schichtlich vorpubertär und der geschichtliche Entwicklungsmensch überwindet das Bildungsunterrichtsfach Geschichte "Abschnitt Nr IV-Punkt 12 in Individualgeschichtlichkeit
- Von allgemeinen und über alles stehenden Geboten und ethischen Grundsätzen zu den individuellen dem Ent- wicklungs-Reifegrad-Nr.782 angepasste Wertnormen. Den Alkoholkonsum z.B. auf die Hälfe zurück geschraubt zu haben, wo jemand dazu bereit ist erst einmal besser als ein unsinniges Totalverbot, was erst als übernächster Überwindungsentwicklungsschritt realistisch erscheint.
- Von den viele Geboten, ethischen Lasterkatalogen z.B. der Thora und dem Koran zu es gibt nur ein individuelles und situatives Gebot das Bessere zu wollen als das was im "Hier und Jetzt" getan werden kann und muss*.
* Gott ist im Judentum der Inbegriff des ethischen "das Bessere zu wollen".
- Vom wachsenden, ethischen Empfinden und höherer, moralischer, gesellschaftlicher Sensibilität (z.B. Umwelt-schutz, Finanzvergehen, unmoralische Arbeitsentgel- te) zum wachsenden, ethischen Entwicklungsempfinden und höherer, moralischer, individueller Entwicklungs-Sensibilität (Entwicklungswerteempfinden, permanente Ent- wicklungs-Wertsetzung in allem, den Entwicklungs- begriff zum Handlungsbegriff werden zu lassen, jeden Tag seinen Sinn geben, in der Entwicklungsbewegung Sta- bilität finden und lernen, sich selbst zum Entwicklungs-Tages-Individualisierungs-Programm zu haben).
Moral
- Bildungs-Kultur-Lernen ist vom moralisch Guten zum Guten und meistens nur positive, abstrahierende Lerneinflüsse und das Bestreben durch die Vernunft vernünftiger zu werden. Dieses ist immer mit der Welt, für das Ego und den Versuchungen nicht widerstehen können. Es herrscht die Meinung vor, dass bei allem Lernen etwas Positives rauskommen muss. Das Lernen orientiert sich am Starken, an Idealen, an moralischen Tugenden, an Werten, an Kulturschöpfungen, am abs- trakten, konfliktfreien Leben und die Tugend wird in der Frage und erwarteten-Wissensantwort vollbracht (wie der Mensch sein soll und zu sein hat). Entwicklungs-Kultur-Lernen ist vom moralisch Bösen zum Guten" und setzt sich oft mit negativen, problembehafteten Kri- sensituationen und lebenswidersprüchlichen Lern-einflüssen auseinander und ist bestrebt, durch die Un-vernunft vernünftiger zu werden. Es ist immer gegen die Welt, gegen das Ego und den Versuchungen zu wider- stehen und die Tugend in der Verführungsschwachheit zu vollbringen und orientiert sich an den individuellen Schwächen, den Unvollkommenheiten, in Krisen, an" alles Grosse ist in mir " und es ist erst einmal den Weg nach unten zu gehen, um den Weg nach oben zu finden*.
* Es wird die Tugend nur in der Verführungsschwachheit vollbracht, weil die Kraft erst in der Schwachheit zur Entfaltung kommt. Ohne die Un- tugend gibt es auch keine Tugend Es gibt kein anderes Denken, als solches in Gegensätzen. Diese bilden die Maßbegriffe mit derer wir die gegebene Wirklichkeit bestimmen. Mit jedem richtigen Lernen ist das Unrichtige gegeben und mit jeder Unwahrheit auch die Wahrheit. Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen wird es auch positiv gesehen, durch Schaden und Irrtum klug zu werden. Es ist die Wahrheit, welche im Abgrund wohnt. Wenn ich daraus lernen kann, entfallen die zweiwertigen moralischen Normen Durch Worte erziehen wird Erziehung durch den Lebensreifedruck und die Beherrschung durch Disziplin wird einem befreiten Leben durch Ausein- andersetzungs-Entwicklungs-Prozess Transzendierung der Überwindung gegenüber gestellt. Erst die lebenswidersprüchlichen Lebensgegensätze führen zu einer höheren Lebenseinheit und die polar entgegen gesetzten Prinzipien sind aufeinander bezogen. Jede Seite existiert kausal und final nur durch ihr Spiegelbild. Gäbe es die Polarität nicht, gäbe es auch keine Entwicklung, weil nur durch Kritik als Polarität der Entwicklungsspan- nungszustand entsteht.Es ist das Nobeldilemma in allem. Alfred Nobel hat das Schießpulver erfunden und der Nobelpreis wird an diejenigen ver- liehen, welche seine Erfindung nicht anwenden.
- Von den religiösen Schriftstellern, denen es leicht fällt" sieben Bücher über Ethik und Moral zu schreiben (das Begriffsdenken weiss um die Tugend) zum Entwicklungs-lebenschristentum, wo es schwierig wird "in der Ausein-andersetzungsbemühung einen einzigen geschriebenen guten Gedanken in die Tat umzusetzen (erst bei der Lebensauseinandersetzung wird die Untugend im Entwicklungs-individualisierungsprozess zur Tugend.
- Von der menschlichen Verurteilungs- und Bestrafungs-Angst-Moral des moralisierenden Christentums (die Moral wird über Gott gestellt und nur wegen Angst vor der Strafe wird unser Handeln nicht wahrhafter, tugend- hafter und verdienstvoll ) zur reflektierenden Entwick- lungs-Auseinandersetzungs-Widerspruchsmoral Denn der Mensch besitzt aus Gott (Individuallogos) eine mora- lische Autonomie. Das Entwicklungsindividualisierungs- streben steht über dem moralischen Streben. Gott ähnlicher werden im Sinne von Meister Eckhart ist wichtiger als nur ein besserer Mensch zu werden (Gott wird über die Moral gestellt)*.
* Es gilt dieser zeitlose Satz der Marie von Ebner-Eschenbach,"dass
die Moral, die nicht gut genug war für unsere Väter auch nicht gut genug ist für unsere Kinder". Eine Gesellschaft, welche an der vor-
herrschenden (künstlichen) Moral krankt kann nur gesunden,
wenn sie ihre alte Moral aufgibt und zur (natürlichen) Entwick-
ungsmoral zurückkehrt.
- Vom moralischen (Heiligen)vollkommenheitsstreben (um ein charakterlich besserer Mensch zu werden aber ilussionär und der Unfrieden bleibt (der Maßstab ist die Moral) zum entwicklungsmässigen Lebensübereinstim- mungs- und Einheitsstreben,um sich selbst zu werden und damit immer mehr zum inneren Frieden zu gelangen (der Maßstab ist der innere Friedensgrad)*.
* Diese tiefe, innere Ruhe," die unheimliche Stille des Universums als Ziel erreichen zu können, ist keine weltfremde Utopie und ein abtriften ins Nirvana, sondern es haben nur die Götter in den exis-tentiellen Lebens-Unfriedens-Erfahrungen den Übungs-Ehrgeiz-Fleiss gesetzt, welcher mit Seelenqualen, vielen Rückschlägen, Ausdauer- geduld, Nachbesserungen, Probiersteinen, Optimierungen, Prüfun- gen, Ordnungsfleiß, Dematerialisierungen durch Überwindungstrans-zendierung ,Friedensvertrauen und der Glaube an sich selbst gegen die hartnäckigsten Friedensstörer verbunden ist. Jedem ist auf jeden Fall potentiell möglich von seinem Unfrieden zum Frieden zu gelan-gen, wenn er die Unruheherde, Ärgernisse und Probleme im Aus- einandersetzungstun in jedem Einzelfall immer wieder überwindet. Der Friede lässt sich nicht erzwingen, sondern er wird einem ge- schenkt und ist einfach nur dann da. Dieses zu können setzt auch einen ethischen Standard voraus, der mit einer halbwegs morali-schen und disziplinierten Lebensführung verbunden ist. Wenn ich bspw. am Vorabend gefeiert habe und morgens verkatert bin, be- deutet dieses Unruhe und ich bin froh, wenn der Tag erst einmal vorbei ist und das Friedensthema mich erst einmal überhaupt nicht interessiert. Wenn ich im Unfrieden bin, steht dieser immer im Zusammenhang mit einer Entwicklungs-Individualisierungs-Bring- schuld der Entwicklungslosigkeit. Es bleibt ein " Hase-Igel Spiel", weil ständig neue Unruheherde auftauchen, welche zur Ruhe gebracht werden müssen und immer wieder steht "ein anderer Elefant im Raum" , der mich stört und wenn es banale Alltagsdinge sind".Und wenn am Tag nur ein Unruhestifter zur Ruhe gebracht wird, sind das 365 Mal mehr Frieden in einem Jahr. Was will ich mehr.
- Vom das Nutzenverständnis bestimmt die Moral zum zeitlosen Satz der Dichterin Marie Ebner-Eschenbach, dass die Moral, welche nicht gut genug war für unsere Väter, diese auch nicht gut genug für unsere Kinder ist.
- Von einer geldmoralischen Grundhaltung (man darf alles verkaufen, nur nicht seine Moral) zur entwicklungs-moralischen Geldeinstellung (Entwicklung und Entwick-lungsmoral bilden eine Einheit,weil sich der Entwick- lungsprozess moralisiert und aus der Moralität heraus- tritt)*.
* "Ein gutes Geschäft und abends gut schlafen schliesen sich nicht
aus".Wenn es im Entscheidungsfall ums Geld oder die Moral geht, wird immer das Geld die Oberhand behalten.
- Von der Aussage des Philosophen Friedrich Nietzsche, " dass das Christentum mit seiner beanspruchten Moral selber zugrunde geht" zu "während sich der Wille der Wahrheit (im Entwicklungs-Individualisierungs-Prozess) sich selbst bewusst wird"*.
* Das Moralprinzip ist kein Naturprinzip, sondern ein normatives Prinzip d.h., es bezieht sich nicht auf etwas was ist, auf eine ge- setzmäßige Struktur,welche im Menschen angelegt ist, sondern auf ein Gesolltes.
- Von der Moral, deren Befolgung mit Pflicht,Opfer und Askese aber auch mit Verbot, Bestrafung und Verur- teilung in Verbindung gebracht wird zur Entwicklungs-Individualisierungs-Moral, welche u.a. mit der Ausein- andersetzungs- überwindung, einer Bringschuld einer Entwicklungslosigkeit, mit dem Unsterblichkeits-Lernen, mit dem, mit dem Kultur-Lernen, mit dem gotischen Lernprinzip, mit dem De-und Entmaterialisierungs-Lernen ,mit einer evolutionären Allzeit-Jetzt-Nutzung, mit der säkularen, evolutionären Nachfolge Christi und einer Individualsierung in der Gesellschaft und im Beruf in Verbindung gebracht wird.
- Von die Menschen sind moralisch schlecht (Sollbewusst- sein/Sollethik/sein sollen als unrechtes Bewusst- sein) zu die Menschen sind weniger moralisch schlecht sondern entwicklungsschwach (entwicklungsgewolltes Bewusst- sein/ Strebeethik als rechtes Sein und das Sein selbst).
*I.) Die Moral ist mit der Gesellschaft entstanden und hat sich mit ihr entwickelt. Ausserhalb der Gesellschaft gibt es keine Moral, während eine immanente Entwicklungs-Individualisierungsbringschuld das Gesetz des Lebens ist.
II.) Recht und Gesetz können die moralische Erosion nicht völlig ausgleichen und der Staat selbst kann keine moralische Kraft schaffen, sondern muss sie voraussetzen und darauf aufbauen.
- Beim Bildungs-Kultur-Lernen gilt " Böses" gilt als Synonym für eine Theologie der Schwachheit und das Symbol für den Fall, für Lebensfehler, für Lebensirr- tum und Lebensverlust. Der Irrtum ist gar nicht vor- gesehen und will durch Belehrung vor ihm schützen (Patronisierung). Alles Böse ist grundsätzlich verwerf- lich, wird bekämpft, bestraft und wendet sich an die niedrigen Triebe (Theologie des Guten als negativer Kampf). Eine Entwicklungsdialektik ist in dem vor- herrschenden Moral- ,Erfolgsschema und gesetzlichen Regelungen gar nicht vorgesehen. Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen wird das Böse als Wachstums- und Auf-stiegsmöglichkeit gedeutet, als Symbol für Entwicklung, für Lebensfreiheit, höhere Ziele und Wegweisung als Selbstwerdung. Das Böse ist als ein Teil von mir zu akzeptieren und zu transzendieren, weil religiös gedeu-tet " Gott das Böse als Erziehungssinnmittel " zuge- lassen hat. Das " moralische Böse " geschieht mit abso- luter Lebensnotwendigkeit, dass daraus Besserung geschieht d.h. ich zu mehr inneren (Gewissens)frieden) gelange. Dieses führt zu mehr Gottentwicklung im Sinne von Meister Eckhart (Theologie der Krise als positiver Kampf)*.
*I.) Das Böse existiert nicht aus sich selbst und ist keine Schöpfung Gottes. Das Böse hat keine Realität und ist schlicht weg die Ab- wesenheit Gottes. Wie nach den Gesetzen der Physik die Kälte nicht existiert wegen fehlender Wärme oder es keine Dunkelheit gibt, denn sie ist in Wirklichkeit nur ein Lichtmangel.Das Licht lässt sich unter- suchen, die Dunkelheit nicht.
II.) Individualisierte Entwicklungswahrheiten sind immer nur Irr-
tumswahrheiten. Der Weg des Irrtums ist auch der Weg der Wahr- heitssuche. Der Irrtum kann nur durch den Irrtum korrigiert werden. Irrtümer sind letztes Endes billiger als diese um jeden Preis vermei- den willen. Durch Worte erziehen wird zu einer Erziehung durch den Lebensreife-Schmerz-Erfahrungsdruck, was allmählich zu einem befreiten Leben durch die Entwicklungs-Prozess-Trans-zendierung wird. Wo keine Untugend, da ist auch keine Tugend möglich. Die Untugend ist nur eine verkleidete Tugend. Nur weil ich der Ver- suchung widerstanden habe, bin ich dadurch stärker und tugend- hafter daraus hervorgegangen und der " Böse wird zum Guten". Das Sprichwort " Wer für die Sünde zu alt ist, preist die Tugend ", das war gestern.
III.) Das Böse gilt nicht mehr als Synonym für eine Theologie der Schwachheit, sondern wird zur Wachstums-und Entwicklungs-Aufstiegsmöglichkeit gedeutet. Es ist nicht das Symbol für den
Fall, sondern für Entwicklung, nicht für einen Lebensverlust, son-
dern für Lebensfreiheit, nicht für Selbstverfehlung, sondern für Selbstwerdung. Es ist die Tugend in der Untugend durch Selbster-
ziehung und Selbstentwicklung an Unwerten zu lernen. Es ist die Tugend "im Bösen" zu vollbringen. Nur weil ich z.B. der Versuchung widerstanden habe, bin ich dadurch stärker und gereifter daraus hervorgegangen und "der Fluch wird zum Segen".
IV.) Das Schlimmste ist nicht Verbrechen und schändliche Taten
nicht zu begehen, sondern das " Entwicklungsgute" nicht getan zu haben. Der Mensch ist nicht nur für das Böse verantwortlich, son-
dern auch für das Entwicklungsgute, was er unterlässt, was als Entwicklungs-Individualisierungs-Bringschuld bezeichnet wird.
- Von dem moralischen gut/richtig-und böse/falsch Kate- goriendenken (man bricht den Stab über Menschen, die am Boden liegen)zum moralisch neutralen, bewertungs- freien Denken. Gut ist genauso schlecht wie schlecht - nur das Entwicklungshafte (geniehafte) zählt, wo das Leben ganz Charakter wird.Es kann jeder so bleiben und wird akzeptiert wie er ist und die Nicht-Vor-Verurteilung gehört zur Methodologie des Lernens. Es wird zugehört ohne Wertung und Besserwisserei als begleitendes Verstehen. Weisheits(frieden) versöhnt als Toleranzhilfe- lernen (man hilft dem Menschen, der am Boden liegt,weil der Mensch nur so ist und wird, wie er von anderen Menschen glaubend gesehen wird)*.
*I.) " Wenn ein Mensch jetzt gut ist, mit sich im Reinen ist und in
seinem Frieden lebt, ist er so gut, als wenn er nie schlecht gewesen wäre".
II."Erlöse uns vom Bösen" wird zum Erlöse uns von dem zu Vielen
(durch Dematerialisierung)
III.) Wer einen tadelt, stellt sich mit ihm gleich, hat Johann Wolfgang Goethe einmal bemerkt.
IV.) Bei der moralischen Belehrung gilt der Grundsatz, keine Anwei- sungen auszusprechen, die nur für die Vollkommenen und Heiligen in Frage kommen.
V.) " Wer einen Menschen für gut hält, macht ihn besser ", weil in
der Quantenphysik gilt, dass die individuelle Interpretation des Wahrnehmens nicht nur als kognitiver Akt zu verstehen ist, sondern zugleich im Sinne eines Wahrmachens als dingspezifische bisher unbeachtete Eigenschaft der Materie. Nur die Geist ist das Wirkliche und die Ursache für die transzendierende Erscheinungsrealität.
Alles existiert nur in Verbindung mit einem Bewusstsein. Es ist das quantenphysikalische Faktum, dass es ohne Bewusstsein keine Ma-terie gibt, alle Dinge nur in Beziehung zum Bewusstsein existieren und alles Bewusstsein zur Realität führt. Von der Quantenphysik wissen wir, dass es keine Materie gibt und dass der Geist und die Materie austauschbar sind und nur (unser) Geist die Wirklichkeit und die Ursache für die materiale Realität ist.Es wird im Lernprozess
" universeller Geist " in Bewegung gebracht und dadurch (schöpfe-
risches) Entwicklungsbewusstsein gebildet (geistig durchdrungener, sich entäussernder Geist und entwicklungs mässig überformt). Information ist der Grundbaustein aller Materie und durch die schöpferische Macht des Überwindungs-Transzen- dierungs-Bewusstseins wird diese manifestiert und verfestigt. Wenn wir Herr sind über die Information sind, sind wir Herr über die Materie
Da es in der ganzen Schöpfung nichts Formloses gibt, hat auch der Geist Gestalt und Form, weil das Materielle nur ein Abbild des Geistigen darstellt*.
* " Die Realität wird erst durch Beobachtung geschaffen oder eine Erscheinung ist nur eine Erscheinung, wenn sie eine beobachtete Erscheinung ist ", Niels Bohr, dänischer Physiker und Nobelpreis- träger
VI.) Wer einen Menschen besser sieht, macht ihn besser, weil alle
Teile des Universums stehen grundsätzlich in einer Wechselbezie-
hung zueinander und jedes Ding, Natur und Tierwelt, jeder Prozess und jeder Bewusstseinsakt hängt mit anderen Dingen, der Natur, den Prozessen und Bewusstseinsakten zusammen in einer durchdachten und geordneten, schöpferischen Beziehung zum grössten, möglichen Ganzen, welches folglich nach Adam Riese keine Zweiheit, sondern nur ein Einziges sein kann. Durch das Verschränkungsprinzip sind wir nicht nur mit jedem Individuum, sondern auch mit jedem Punkt des Universums zu jedem Zeitpunkt verbunden, was auch als kollektives Gedächtnis bezeichnet wird.
VII.) Unmoralisch wird es meistens erst, wenn es rauskommt*.
* Quelle unbekannt.
VIII.) Die Abgabe der Einkommenssteuererklärung hat mehr Menschen zu Lügnern gemacht als der Teufel*.
* Quelle unbekannt.
IX.) Moralisierende Menschen gelten als langweilig."Wer in der Hölle sitzt, hat bestimmt interessanteres zu erzählen, als die, welche im Himmel sitzen*.
* Quelle unbekannt.
X.) Ich habe meinen Kopf voller philosophischer Gedanken und bin doch ein Schwein*.
* Platonow bei Anton Tschechow.
XI.) Das ganze 19.Jahrhundert ob Philosophie, Literatur, Theater, Kunst und das gesamte Geistesleben hat von der Auseinandersetzung mit der bürgerlichen Moral gelebt und sich daran entzündet.
XII.) Je mehr wir moralisieren, desto weniger Lebensidentität haben wir in uns.
XIII.) Ein moralischer Mensch wirkt schon durch seine bloße Daseinsexistenz in seinem Umfeld, denn seine Strahlkraft schafft um ihn herum eine überzeugende Sphäre. Diese innere Wirkung pflanzt sich wie ein Wellenschlag unmerklich und unaufhaltsam wie eine Vorbildwirkkraft in die Weite fort.
XIV.) " Moral ist immer, wenn man dem Gegenüber seine lässt"*.
*Quelle unbekannt.
XV.) Die Moral der Musik liegt darin, dass sie von gut und böse nichts weiß.
XVI.)Beim gotischen Lernprinzip kommt es in Anlehnung an das Alterstagebuch des Schriftstellers Lew Nikolajewitsch Tolstoi nicht auf die moralische Vollkommenheit an zu der man gelangt ist, son- dern nur auf den Prozess der Vervollkommnung*.
- Von einer Jesuitenausschlussregel,welche jegliche Form des Ehrgeizes als unmoralisch verurteilt (absterben des Egos) zu einem entwicklungsnatürlichen Ehrgeiz z.B. sich noch im gereiften Alter an einem Marathonlauf zu ver- suchen (ein gesunder Geist in einem gesunden Körper, Laufen als Mittel, um die Lebensspannung aufrecht zu erhalten und "der Körper(adel) als Tempel für die See- lenvervollkommnung" als Unruhe ist aller Ruhe (Frieden) Ziel, Verbesserungen der kognitiven Gehirn- funktionen, "alles Gott zur Ehr" etc.).Es ist die positive, dialektische Seite des Ehrgeizes, welcher einem höheren Zwecke dient, als nur z.B. sein Ego über eine Marathon- bestzeit zu definieren. Besser ist es beim Marathon an Gott denken als im Vorabendgottesdienst ständig nur an den Marathonstart zu denken*.
* I.) Der physische Körper wurde nach dem Vollkommenheitsideal der abendländischen Geistesgeschichte unterschätzt, weil die Seele den Körper als Entwicklungsvehikel bedarf.
II.) Sorge für deinen Leib, doch nicht so, als wenn er deine Seele
wäre*.
* Matthias Claudius, Dichter, Journalist und Lyriker.
- Vom moralischen Imperativ des Philosophen Immanuel Kants ; "Handle nur nach der jenigen Maxime durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde zum Entwicklungsimperativ eines Meister Eckhart; Darauf setze all dein Studieren, verwende alle deine Zeit und Kräfte, dass Gott in dir gross werde d.h. dass du dich weiter entwickelst.Ein Stück Entwicklung ist mehr wert als jeder abstrakter moralischer Humanko- dex.
- Von der moralischen,weltoffenen Qualifikation eines Bundespräsidenten als staatstragende Autorität (Ideal- typus)zur entwicklungsoffenen Qualifikation eines Bundespräsidenten als staatsentwickelnde Autorität (Entwicklungstypus)*.
* Eine Entwicklungsautorität ist auch eine moralische Autorität, weil
sich das Leben durch Entwicklung selbst moralisiert.
- Von der moralischen Belehrung z.B.durch Fenelon; "sobald man die Zertreuungen bemerkt, lässt man sie fallen und kehrt zu Gott zurück zu der Entwicklungs- moral, dass Zertreuungen als Entspannung entwick- lungsdialektisch zur Lebensanspannung lebenszugehörig sind und dass erst bei der Entwicklungs(gott)reife ein solcher Ratschlag zu Gott zurückzukehren, entwick- lungspädagogisch erst möglich ist*.
* François de Salignac de La Mothe-Fénelon war ein französischer Erzbischof und Schriftsteller.
- Von der Auflösung der Religion in Werte und Moral zur Auflösung der Religion ins Leben*.
*Das Religiöse lässt sich vom Entwicklungslebensprozessakt nicht trennen und ist immer mitgegeben und mitgesetzt. Es ist die Vollendung durch die persönliche Entwicklung.Deshalb ist jeder Mensch religiös auch wenn es nicht danach aussieht und mit Religion in Verbindung gebracht wird. Religion ist angeboren und gehört kon- stitutiv zum Menschsein. Die Religion und der Glaube an Gott sind vom Menschen als Anlage eines Individuallogos als " Gottesgen" mitgegeben. Religion zu haben ist die Pflicht des Menschen gegen- über sich selbst. Alles Heilige muss aus dem Leben kommen und
muss im Innerweltlichen aufgehen. Das Leben als Heilsgeschehen wird heilsnotwendig begriffen. Religion ist die Substanz der Kultur und Kultur ist die Form der Religion.
- Von der Moraltheologie, wo sich das menschliche Handeln an den Inhalten von Offenbarungsquellen orientiert (Gott als moralisches Verhältnis)zur Ent- wicklungsteleologie, wo das menschliche Handeln sich an den Lebensquellen orientiert (Gott als mein Wesen).
- Von der Moral,welche sich an die niedrigen Triebe des Menschen wendet (nachschwätzen) zum Entwicklungs- bewusstsein, welches nur das Bessere im "Hier und Jetzt will" und nur edlere Motive und höhere Ziele kennt (Vorbildtun)*.
* Ein moralischer Mensch wirkt schon durch seine blosse Daseins-existenz, denn sein Wesen schafft um ihn eine überzeugende Sphäre. Auch wenn scheinbar dieser auf den engsten Kreis be- grenzt ist, pflanzt sich diese innere Wirkungsweise doch wie ein Wellenschlag unmerklich und unaufhaltsam in die Weite fort.
- Von einer moralisierender Erziehung eines sittlichen Despotismus z.B. den Sexualtrieb zurückzudrängen und zu unterdrücken zum menschenwürdigen Sublimierungs- gebrauch des Sexualtriebes einer christlichen Askese, welche erhebt und fördert (was in einem angelegt ist, lässt sich nicht durch Worte und Verbote zähmen,weil wir mehr Fleisch sind als Geist)*.
*I.) Bildungs-Kultur-Lernen ist bspw. mit der Sexualität als biologische Triebfunktion zur Fortpflanzung als Schlüssel zum Überleben als auch verantwortungsvoll im aus- und erleben der Sexualität umzugehen (Sexualkundeunterricht als Kultur des Eros und Energieauflösung des Sextriebes). Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen liegt das Augenmerk mit der Sexualität sublimierungsge mäss durch Triebsinnverschie- bung durch Transzendierung umzu gehen, um damit der Sinnlichkeit eine edlere Richtung zu geben. Jetzt heisst es, was der Selbsterhal- tung, der Fortpflanzung als Schaffung neuen Lebens und der Lust diente und Leben hervorbringt, dient jetzt der Fort- und Höherent wicklung und die Fruchtbarkeit bringt geistiges Leben hervor, weil in der Sexualität eine Kraft steckt, welche über den Menschen hinaus- führt. Der Geschlechtstrieb wird un- wichtig, die Lebensschöpfung wird wichtig. Das Leben pflanzt sich auf höherer Entwicklungsstufe fort, weil die Triebkraft in den Dienst der Aufgabe gestellt wird. Ich lebe dann meine befreite Sexualität. Die Neuschöpfung wird als geistiger Sexualakt verstanden als Individual-Logos-Schlüssel-Nr.404 für den Lebenssinn auch über den Tod hinaus. Der Eros ist eine geistige Macht und der Geist eine erotische (Der Eros als Erkennt- nismittel und Quelle von Lebensenergie wird durch Energieum- wandlung in den Dienst der Entwicklungs-Kultivierung gestellt). Siehe Textfortsetzung Nr.369 in Kulturlernen-9
II.) Die Kirche hat einerseits den augustinischen Sexualhass über- nommen aber pflegte auch den idealistischen Sublimierungs- gedanken.Vom abstrakten, künstlichen moralischen Streben (Immanuel Kant) zum lebensimmanenten Entwicklungs- streben, welches über dem moralischen Streben steht. Gott ähnlicher werden ist wichtiger als nur ein besserer Mensch zu werden (Meister Eckhart).
- Von der Moral des Christentums,welche aus Normen und Direktiven, Dogmen, biblischen Wegweisungen, Vor- schriften Gesetzen und Ge-und Verboten besteht zu wenn ich das Gebot nicht gekannt hätte, hätte ich auch nie die Neigung empfunden, es zu übertreten. Deshalb ist die die Gebots-und Verbotsmoral nur bedingt effektiv.
- Von der heuchlerischen Belehrungs, Ermahnungs-und Anweisungsmoral z.B. " wandelt euch, tut Buße, verändert euch"(alte Theologie und Menschenwille) zur ehrlicheren "alles-was-nicht-Entwicklung-ist,-ist-nicht-gut-Moral", wo jegliche Belehrung und Besserwisserei entfällt, weil das Entwicklungsvermögen durch den Lebensführungsdruck bedingt und durch Einsicht errungen wird. Der Mensch hat keine andere Wahl als auf-oder unterzugehen (Gotteswille und neue Entwick- lungstheologie)*.
* Zu den bekannten Fernseh- Ansprach-Anlässen,Parteiveranstal- tungen und Sonntagsreden werden meistens nur vom Bürger Mass- halte-,Toleranz- und Leistungstugenden abverlangt, damit es uns ökonomisch wieder gut oder noch besser geht und die Appelle sind nicht nur eine hilflose Alibifunktion", sondern zeugen von einer Ratlosigkeit"des sich selbst etwas vormachens". Jedem fällt es leicht anständig zu bleiben ,wenn es einem gut geht,wenn es nur die Men- schen betrifft und damit nicht mich als Einzelner in meiner je wei-
ligen gesellschaftlichen Rollenverantwortung. Aber ohne Wahrhaf-
tigkeit machen wir uns etwas vor, wenn wir eine Moral einfordern, die nichts kostet, zu nichts verpflichtet und ich mich nicht ange- sprochen fühle. Nicht mahnende Worte, an die moralisierende Vernunft,welche die Entwicklungsprobleme bemänteln, sondern wahre, individualisierte Entwicklungsworte, weil es der Entwick- lungslebensprozess ist, der sich selbst moralisiert. Nicht mehr Leis-
tungsbereitschaft z.B. in einer Neujahrsansprache anmahnen, son- dern die ungenügende Entwicklungs-und Veränderungsbereitschaft beim Einzelnen sind notwendiger und nachhaltiger.
- Von der Moral zu mehr Versittlichung zum Wort Sittlichkeit, welches moralisch ungenau, verbraucht, anrüchig, moralisierend und völlig unsexy ist.Je mehr wir moralisieren, desto weniger Lebensidentität haben wir in uns.
- Von dem Reformator und Theologen Johannes Calvin zu wenn es um seine Lehre ging, verlor er jedes Mal das moralische Maß und jedes humane Gefühl*.
* Siehe Volltext den Gliederungspunkt "Tragikfiguren des Geistes Calvin-Theologie " in Jeder ist ein Genie der Selbstevolution
- Vom sexuellen Mißbrauch Minderjähriger der katholi- schen Kirche zu dieser wiegt wegen der moralischen Vorbildfunktion schwerer als in anderen Berufen der Gesellschaft.
- Von einem Klassenbesten mit der Abiturnote eins (Wert) zu die gleiche Person kann mit pädophilen Neigungen das Leben anderer und sein Leben zerstören (Moral).
- Von dem traditionellen pädagogischen Versuch das Übel durch "Du darfst oder Du darfs nicht-Verbote und Belehrung auszumerzen zu der Entwicklungs-Indivi- dualisierungs-Pädagogik das Übel in der permanenten Entwicklungsauseinandersetzung allmählich zu über- winden*.
* I.) Nicht das moralische Verbot, die Belehrung,der Versuch diese zu reanimieren und mit Druckmittel durchzusetzen bringt jegliches
Übel aus der Welt, sondern nur durch deren Überwindung. Der Mensch kann nicht gut sein, wenn er will. Das ist auch der Grund, warum moralische Instanzen, Erziehungs- und Bildungsbelehrung eigentlich machtlos sind.Die zeitlosen Wahrheiten können ihm einen Weg zeigen, aber sie geben ihm nicht die Kraft es zu tun. Die mora- lischen Normen sind i.d.R. zweiwertig z.B. richtig/ falsch oder gut/böse und berücksichtigen nicht die individuelle, graduelle Entwick- lungsbe- reitschafts-Wahrheit des Besseren im Schlechteren als persönliche Entwicklungsreife, wo die kritische Masse für Verände-rungen erreicht ist und nach dem Gleichgewichts gesetz der quan- titativen Verän- derung in qualitative Veränderung umschlägt. Dann wird jede belehrende Moral und Besserwisserei überflüssig,weil ich die Tugend selbst geworden bin. Die direkte, lebenskraftunmittelbare Entwicklungsempfindung kennt wie die Musik "kein gut und böse".
II.) "Widerstrebt nicht dem Bösen und gibt ihm die schöpferische Auslegung "*.
*Tolstoi.
III.) Schon der Philosoph Georg Friedrich Wilhelm Hegel wusste, dass mit der Leugnung des Bösen das ganze Christentum abgetan ist. Das Böse dient bei der Überwindung dem Guten und ist die andere Seite des Guten. Das Leben muss dazwischen liegen als die Auseinander- setzungs-Reifemasse für das Bessere. Alle scheinbaren Gegensatz- paare sind Illusionen von Polarität, die automatisch aus einer Denk- position erwachsen, um den Umkehrprozess einzuleiten. Der Lebens- widerspruch ist die sich vollendende Wahrheit. Polaritäten stehen immer unter dem Gesetz der wechselseitigen Beeinflussung und der Angleichung, die auf Synthese und einen Ausgleich zutreiben und der Ausgleich als selbstorganisierender Entwicklungsprozess zwangs- läufig erfolgt und den Dualismus überwindet. Nicht die passive Ruhe, sondern die Suchbewegung ist der natürliche Zustand eines jeden Körper.
IV.) Den allerletzten Grund für das angebliche Scheitern liegt in der Botschaft des Christentums selbst "dass sich der Mensch von Grund auf ändern müsse" und das Christentum deshalb eine Illusion und unerfülltes Ideal bleiben muss, weil ich erst die Welt lassen muss, bevor ich zu Gott kommen kann. Es ist das Herzstück der Religion,
die Unterwerfung unter Gott des "nicht mein, sondern dein Wille geschehe". Jegliche Lebens- und Berufsphilosophie muss scheitern, solange diese nicht das gesellschaftliche Normverhalten, den Zeit-
geist, die praktische Lebenswirklichkeit und den Lebensdruck des Einzelnen widerspiegelt, den individuellen, freiwilligen Reife- und Bereitschaftsgrad berücksichtigt und die Wirkkraft einer Vorbild-
funktion fehlt. Die Sphäre des Religiösen bleibt abstrakt und unverbindlich, solange diese selber nicht konkret wird und im Entwicklungs-Individualisierungs-Streben einer Bringschuld als Nachfolge Christi Gestalt angenommen hat. Lebensentwürfe, die auf Erkenntnisse, Askese, Gebete, Wiedergeburt, Moral, fremde Beleh- rungen, Idealismus, mystisches Denken begründet sind, haben im Leben keine Verankerung. Die rücksichtslose Hingabe an die christ- liche Wahrheit führt zur Selbstzerstörung, wenn man sich nicht mit der Welt arrangiert. Es gibt noch kein Podest, auf dem der selbst- ehrliche Mensch sich in der säkularen, evolutionären Nachfolge Christi bewundern lassen könnte.
- Von es ist ernüchternd festzustellen, wie wenig christ- liche Substanz noch im Lebensalltag übrig geblieben und das Christentum zur traditionellen Leerformel verkom- men ist und dieses für den Moral-und Werteverfall verantwortlich gemacht wird zur Feststellung, dass die zunehmende Säkularisierung nicht automatisch zu einem zunehmenden Verfall der Moral und Sitten geführt hat und das Leben mehr ist als Moral.
- Von den Werkzeugen der geistlichen Kunst (Gebote) z.B.du sollst niemanden hassen, du sollst nicht im Neid handeln, du sollst dich fernhalten von dem Treiben in der Welt, du sollst nicht eifersüchtig sein etc (Pflicht). zu den Werk- zeugen der Entwicklungs-Auseinandersetzungs-Lebens-Widerspruchs-Kunst vollbracht wird, weil diese dort erst zur Entfaltung gelangt (Neigung).
- Beim Bildungs-Kultur-Lernen ist es moralisch schlecht oder gegen sein Gewissen gehandelt zu haben weniger peinlich, als es nicht zu wissen. Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen gilt entwicklungsgewissenskonform zu handeln mehr als alles Wissen.
- Von dem Reformator Martin Luther, welcher die Ethik des Aristoteles verurteilt, der zufolge die moralischen Tugenden durch Erziehung und Bildung erlangt werden könnten zu der Lebenserfahrungserkenntnis, dass Moralpredigten noch nie genützt und etwas verändert haben, sonst wäre die Welt nicht so wie sie ist.
Moralische Ebenen
- Orientierung an der Bestrafung und Freiheitseinschrän- kung (notgedrungen und unwissend).
- Orientierung an Gesetz und Ordnung (Einsicht, Vernunft).
- Orientierung an der Autorität, seine Pflicht zu tun und die soziale Ordnung um ihrer selbst willen aufrecht erhalten. Ich handle nach Maßstäben, die von der Gesellschaft akzeptiert werden (Interesse, Wertemotivation).
- Die Orientierung erfolgt an universalen, ethischen Prinzi- pien z.B. Entwicklungsgewissens-Entscheidungen aus Überzeugung,Erkenntnis,Lebensvertrauen und Lebens- glaubens (Freiwilligkeit,Lebensnotwendigkeit, Entwick- lungsreife-Nr.782).
Tugend
- Vom Wissen zur Unterscheidung "der guten und bösen Geister" und Prüfung ob die Geister von Gott sind zur allgemeinen Erkenntnis, dass alle "guten und bösen Geister" von Gott sind, weil z.B. die Tugend nur in der Versuchung der Schwachheit vollbracht wird, weil die Kraft erst in der Schwachheit zur Entfaltung kommt*.
*I.) Die "bösen Geister" werden als (dialektische),individuelle Mög-
lichkeit der Entwicklungsbringschuld angesehen, meine Seele zu reinigen. Im Lebenswiderspruch liegt die Quelle und Triebkraft
aller Entwicklung und dieser ist komplementär lebenszugehörig
und die polar entgegengesetzten Prinzipien sind aufeinander bezogen.
II.) Siehe auch Das Gesetz des Lebens ist ihr Widerspruch
- Von vorgegebenen, allgemeinen christlichen Tugenden (Tugend-Untugendbelehrung) zu selbst entwickelten, dem persön- lichen Reifegrad individuellen Entwicklungs-Individua- lisierungs-Eigenschaften (nicht christliche Tugenden) des gotischen Lernprinzips,wo meine Untugenden durch Transzendierung zur Tugend werden*.
* Der französische Philosoph Petrus Abaelardus setzt an die Stelle
des Charakters mit seinen Tugenden und Untugenden den Willen Gottes (Friede/ Unfrieden). Das höchste Gut erreicht der Mensch
nicht durch moralische Belehrung, einem tugendhaften Leben, sondern Unabhängigkeit von der Tugendhaftigkeit, weil ein tu-
gendhaftes Leben " ein Kampf gegen die Windmühlen " bleibt.
Lebensentwürfe, welche auf der Tugend aufbauen haben keine Verankerung, weil die fehlende Reife dafür fehlt. Es geht nur um
die Befolgung des Entwicklungs-Individuations-Gewissens im hier und jetzt, religiös betrachtet als " Entwicklungs)willen Gottes " genannt wird und der sich im Frieden/Ruhe oder Unfrieden/Unruhe als Lebensempfindungsausdruck äussert und dadurch alles erreicht wird*.
* Das gotische Lern(verbesserungs)prinzip bezieht sich über die Untugend (Unfriede) zur Tugend (Tugendverbesserung) als " Nicht mein, sondern dein Wille geschehe " (Friede), welcher bspw. durch
das Medium des Entwicklungs-Individualisierungs-Gewissens oder durch Übung der Probiersteine des Lebens erreicht wird *.
- Vom Tugend-und Moralbewusstsein des Guten (was ich aber nicht bin) zum Gottes-Friedens-Bewusstsein ( was mein eigentliches Wesen ist und immer mehr sein wird).
- Von der lebensverhindernden, bevormundeten Einzel- entwicklung (jedes eigene religiöse Denken und Er- fahrung wird moralisch kritisch bewertet) zur lebens- bejahenden, freien Einzelentwicklung ( jedes eigene Denken und jede Irrtumserfahrung steht im Dienste der Entwicklungserkenntnis).
- Von vorgegebenen moralischen allgemeinen christlichen Tugenden (Moral des Scheins) zu selbst entwickelten Entwicklungs-Individualisierungs-Eigenschaftstugenden des gotischen Lernprinzips, indem sich das Leben selbst moralisiert, weil die Fehler, Irrtümer und Schwächen selbst zur Tugend werden (Moral des Seins).
- Von der lebenskalten Soll-Pflichten-Lehre des Philoso- phen Immanuel Kant (Pflichten verändern den Menschen nicht) zu dieser steht die lebenswarme Wesens-Mystik des Meister Eckhart gegenüber.
- Von den allgemeinen christlichen Tugendkatalog, indem viele Tugenden für mich nicht zu treffen oder selbstver- ständlich sind zu den individuellen zutreffenden mensch- lichen Schwächen, wo die Tugend erst in der Verfüh- rungsschwachheit vollbracht wird.
Ge- und Verbote
- Von kirchlichen Verboten und Geboten halten sollen (verurteilende Unreife) zu was die persönliche Entwick- lung gebietet und ich auch halten und zu tun bereit bin (beurteilende Reife).
- Von die Zehn Gebote GOTTES sind das Grundgesetz des Lebens zu diese sind nur ethisch bindend für den, wel- cher an Gott glaubt.
- Von der Forderung nach den Geboten der Kirche und Bibel zu leben zu dem höchsten Gebot, seine Lebenszeit entwicklungs-individualisierungsgemäss zu leben.Nach Meister Eckhart ist alle Zeit, welche nicht für die Gottentwicklung genutzt wird, vergeudete Lebenszeit*.
*I.) Nach Meister Eckhart liegt der Sinn des Lebens im Lebens selbst. Entwicklung ist der Individualisierungs- LebensformPlan-Wille Gottes. Das Maß Gottes ist dass Maß meiner Entwicklungskraft und Entwick-
lungsmöglichkeiten. In jeder Möglichkeit ist der Mensch einzeln. Nur die nichts gleich sind, sind Gott gleich. Gott wird durch die Individua-
lisierungsentwicklung neu geboren und das Entwick- lungsstreben ist die Selbsterziehung zu Gott hin. Gott kennt nur ein Gesetz, die Entwicklung seiner selbst und zieht alles an sich.Gott wird sich selbst als direkte Selbstschöpfung Gottes. Gott kennt nur sich allein und liebt nichts ausser seiner selbst. Gott wird einem erst in der Entwick-
lung gegeben und Entwicklung trägt die Seele zu Gott hin und wird damit zum Mittelpunkt eines säkularen und evolutionären Christen- tums. Gott als Träger des Lebens ist das Lebensprinzip schlechthin und Quelle allen Seins als letze Wirklichkeit.
II.) Was ist das Leben ? Gott das Leben.Ich atme nicht, sondern werde geat- met. Durch mein " ich-werde-geatmetes Leben " bin ich Gott unmittelbar, weil Gott das Leben als Spiritualität (Spiritus=Atem) selbst ist, indem ich lebe.Ich bin in Gott und Gott ist in mir. Alles was noch nicht Gott gewor- den ist, somit noch unvollendete Entwicklung. Wo Entwicklung ist da ist auch Gott und wo Gott nicht ist, ist das Leben nicht in Ordnung (ent- wicklungskonform). Der Mensch ist nur und hat nur so viel Wert, wie viel er von Gott (ent- wickelt) hat, wie viel Lebenszeit Entwicklungszeit ist und Zeitloses in der Zeit und Wesenhaftes im Wesenlosen geschaffen wird.Nach Meister Eckhart ist deshalb Gott ist mir näher, als ich mir selber bin.Gott ist das Absolute,Herr über Gesundheit, Krankheit, Leben und Tod. Ohne ihn ist alles Lebensspaltung und ohne seine "Seinexistenz" bin ich eine Leiche, welche wieder in seine Zellchemie und mineralischen Be- standteile zerfällt. Der Evolutionsbiologe Friedrich Cramer drückt
den gleichen Sachverhalt so aus. Für ihn liegt das Göttliche in der innewohnenden Intelligenz der Evolution.Er sieht in der Selbstorgani- sation eine Grund- eigenschaft der Materie,die immer auch die Idee der Entfaltung aller Baupläne und Ausformungen in sich trägt.
III.) Wie der Mensch Gott braucht um nicht zu vergehen, braucht ebenso das Göttliche den Menschen, um wahr- haft und zur Wirk- lichkeit zu werden und zu sein.Entwicklung ist, wo Gott in jedem einzelnen Leben zu sich kommt und das Göttliche ist nicht mehr in unsinnlicher Abstraktion jenseitig des Irdischen und Weltlichen, sondern wird lebensnah im Brennpunkt des eigenen Selbst innerlich von mir als Wirkkraft wahrgenommen. Das Leben wird als eine Erscheinung und Offenbarung Gottes und mein persönliches Leben als "das Gott-Werde-Selbst-Sein betrachtet. Immer wenn ich mich entwickele, rufe ich Gott ins diesseitige Dasein und er tritt an die Stelle des Überwundenen, des De-und Entmaterialisierten als das transzendierte Verbesserte. Dass Gott Gott ist, dadurch bin die Ursache.Wäre ich nicht, wäre auch Gott nicht.Deshalb will ich auch ausser mich niemand anderes sein.Gottes Existenz zu leugnen bedeutet auch meine eigene Existenz zu leugnen.Mein Wohlbefinden ist auch sein Wohlbefinden.Das Auge, mit dem ich Gott sehe, ist dasselbe Auge mit dem Gott mich sieht. Der Grund warum ich lebe ist, das Gott etwas " Grosses und über den Zeitgeist Bleibendes " mit vor hat. Als Gott uns schuf hatte er uns schon verplant. Der dynamische Gottesbe- griff spiegelt die Entwicklungsstufen und Gottvermensch- lichung wieder. Die Menschheit wird mit fortschreitender Entwick- lung ihre Gottesvorstellung wandeln.Man soll Gott nicht ausserhalb von einem erfassen und ansehen, son- dern als sein Eigen und als das, was in Einem ist ".
IV.) Sein Leben entwicklungsgemäss leben bedeutet in der Entwick-
lungs-Such-Unruhe seinen Halt zu finden,im Berufs-und Alltagsleben lernen den Entwicklungsbegriff zum Handlungsbegriff werden zu lassen, eine permanente Entwicklungswertsetzung als Erkennt-
nismittel zum Entwicklungszweck in allen vorzunehmen, jedem Tag seinen Entwicklungssinn zu geben weiss, sterben lernen und sich selbst zum Entwicklungs-Individualisierungs-Tages-Programm
zu haben.
V.) Der Kirchenlehrer Thomas von Aquin hat einmal geschrieben,
Gott habe dem Menschen nichts geboten, was nicht ohne Gebot
für den Menschen gelte.
- Von moralisierenden Verboten( Bestrafung, Verteufe- lung, Verurteilung) zum Geist der Entwicklungsfreiheit, welcher zur vollen Entfaltung des Individuums führt, weil hier Verbote verboten sind).
Fortsetzung
De-und Entmaterialisierungslernen
( säkular-und religiös interpretiert)
in Kulturlernen-39