42.Vom Bildungs-Zivilisations-Kultur-Lernen (Bildungs-
lernprinzip eines alten Zeitalters) zum Kulturations-Entwicklungs-Kultur-Lernen (gotisches Lernprinzip)
eines neuen Zeitalters).
Glauben und Vertrauen lernen.
- Bildungs-Kultur-Lernen ist Glaubensvermittlung und Glaubensunterweisung eines Transzendenzglaubens sozialisierend, erzieherisch, unnatürlich, religiös, theologisch und pädagogisch abstrakt (Altevangeli- sierung) zum Entwicklungs-Kultur-Lernen, wo die Glaubensvermittlung und Glaubensunterweisung in einer Lebenskrisenbetroffenheit als Glaubensübungs- erfahrung (siehe nachfolgende neun Stufen des Glau- benslernens) und Entwicklung der Lebensgrundkraft als quantenphysikalisches und quantentelelogisches Gesetz selbsterzieherisch, individualisierend, weltanschaulich neutral, natürlich, evolutional und antipädagogisch konkret (Neuevangelisierung) erfolgt*.
*I.) Religion beruht in ihrem Kern, dass ihre Wahrheiten nicht
experimentell, empirisch beweisbar sind. Eine spirituelle Wirklich-
keit ist erfahrbar z.B. durch den Glauben, aber nicht beweisbar. Der Beweis resultiert immer aus den Newtonschen Paradigma der Kausalität und ist auf Inhalt und Form begrenzt. Es wird nur die Wahrnehmung oder der abstrakte, logische Denkprozess bewie-
sen, aber nicht die Entwicklungswirklichkeit. Beweise sind Begren-
zungen und willkürliche Abstraktionen einer festgelegten phäno -
menalen Realität und schliessen die noumenale Wirklichkeit aus.
Die Wahrheiten der Naturwissenschaft hingegen besitzen wegen
der Wiederholbarkeit der Experimente auf der elementaren Ebene weltweite Gültigkeit und nur Erkenntnisse, die auf eigener Wahr-
nehmung beruhen oder durch logische Schlussfolgerung aus diesen abgeleitet werden, haben wissenschaftliche Geltung. Ausnahmen bilden die Komplexität und Nichtlinearität von Systemen und his- torische Rückschlüsse wissenschaftlich zu erklären. Gegenstand der Wissenschaft sind die sinnlichen Phänomene der Welt und es wird gefragt nach dem richtigen und falschen Fakten. Gegenstand der Re-
ligion ist aber die übersinnliche, transzendente Welt und sie be-
schäftigt sich mit Sinn und Wertfragen.
II.) Je besser man die Religion begreift, desto weniger kann man verstehen, wie diese mit den Naturwissenschaften übereinstimmen soll und umgekehrt. Zwischen Religion und Naturwissenschaft be- steht keinen Unterschied und die Wissenschaft ist kein Gegensatz zum Glauben, sondern nur eine Form des Glaubens. Der Glauben ist keine verminderte Form von Naturwissenschaft als " ein noch-nicht-wissen " und nicht Gewusstes. Dieser Glauben, der Gott in die Lücken der Welterklärung setzt, gerät automatisch in die Krise, wenn die Wissenschaft diese Lücken gefüllt hat. Glauben ist mehr als eine Anschauung mangels Beweise. Der religiöse inbrünstige Glaube an das Geld, den Arzt, die Versicherung, den Staat, den Fortschritt ist alleine auf die Grundlage des Bewusstseins gestellt,aber der Glaube an die Wissenschaft muss einhergehen mit dem Glauben an Gott, was das empirische Leben übersteigt. Es gibt aber trotzdem gute Erfah- rungsgründe an Gott zu glauben, die nicht auf dem derzeitigen naturwissenschaftlichen Wissensmangel beruhen. Quantenphysi-
kalisch ist der Glaube ein übergeordnetes, ein alles überlagertes energetisches Kraftfeld der, wenn zum sicheren Wissen geworden, seine Wirkung zeigt. Unbestritten gilt aber, dass die Fähigkeit spiri-
tuelle Wahrheiten aufzuzeigen, wissenschaftliche Forschungser-
gebnisse weit in den Schatten stellt*.
* Für Christen ist Glaube keine antike oder mittelalterliche Vorstufe vom Wissen (etwa also eine verminderte Form der Naturwissen- schaft), die entschwinden muss, wenn das „echte“ Wissen kommt, sondern etwas vom Wesen her anderes. Es ist kein bloßes Für-wahr-Halten, auch keine Vermutungsäußerung damit gemeint, etwa wie im deutschen Satz: ‚Ich glaube, dass es morgen regnet.‘ Dann bedeutet glauben so viel wie meinen. Dieses „glauben, dass“ entspricht nicht dem Sinn des griechischen Wortes - im Gegensatz zum ‚ich glaube an‘ oder ‚ich glaube dir‘, was dem griechischen Wortstamm entspricht. Dann heißt es so viel wie: ‚Ich traue dir, ich vertraue dir, ich kann auf dich bauen. Ich habe eine Gewissheit, die weniger aus Berechnungen und Experimenten kommt. Der christliche Glaube ist nicht Produkt unserer inneren Erfahrung, sondern ein Ereignis, das von außen auf uns zutritt. Der Glaube beruht darauf, dass uns etwas begegnet, an das unsere Erfahrungsfähigkeit von sich aus nicht heranreicht. Die christlichen Hauptrichtungen (Orthodoxe, Römisch-katholische und Protestantische Kirche) – wie auch andere christliche Gemeinschaf-
ten fordern, dass der christliche Glaube mit einer moralischen Le-
bensführung verbunden wird.
III.) Der Streit der Zukunft der Religion ist nicht mehr das Verhältnis von Religion und Wissenschaft. Beide, die Naturwissenschaft als
auch die Religion haben den Anspruch, wahre Aussagen über die
Welt zu machen. Die Wissenschaft die in ihrem Bereich des For-
schungsdenkens ihr Recht hat, aber nicht für das Ganze gilt. Es ist einerseits die Reinheit des praktischen Denkens (Logik, Experiment und auf der anderen Seite die Reinheit des religiösen Gefühls (Glau-
bensbestätigung, religiöse Erfahrung, Lebenslogos) zu bewahren. Religiöse Begriffe haben nichts in der Wissenschaft verloren, wäh-
rend andererseits wissenschaftliche Begriffe keine theologischen Termini sind. Die mystische Weltsicht bietet einen anderen Weg,
die Wahrheit zu finden als die empirische Methode,weil Aussagen über verschiedene Ebenen der Bewusstseinswirklichkeit gemacht werden. Der Wissenschaftler entdeckt nur den Gott der Theologen. Die Erklärung der Welt hat einen anderen Sinn als die wahrgenom-
mene Welt. Die Frage nach dem Faktischen beantwortet nicht die Frage nach dem Sinn, Wert und der Bedeutung des Lebens und das Gewissen,die Lebensbringschuld, Gottvertrauen, der Entwicklungs-Individualisierungs-Weg, Individualgeschichtlichkeit, sterben lernen etc. sind keine wissenschaftlichen Entitäten .Deshalb sind beide Parteien gleichwertig. Keine theologische oder philosophische Deu-
tung kann die wissenschaftlichen Forschungsergebnisse ersetzen, was umgekehrt genauso gilt. Wissenschaft und Religion sind von Anfang an zwei Methoden der Menschheit die Welt zu verstehen und sind komplementär zugeordnet. In diesem Kontext ist auch die Aussage von Albert Einstein zu verstehen: "Naturwissenschaft ohne Religion ist lahm, Religion ohne Naturwissenschaft ist blind". Ein Fortschritt auf dem Gebiete der Wissenschaft zieht nicht notwen-
digerweise einen Nachteil oder Verlust auf dem anderen Gebiet nach sich. Die Religion der Zukunft wird frei sein von dem sinnlos ge-
wordenen Konflikt zwischen dem Glauben und dem Wissen. Für die klassische Naturwissenschaft ist nur das Erkennbare interessant für die moderne Naturwissenschaft aber bpsw. das Geglaubte (was nicht mit Religion zu verwechseln ist.
IV.) Der Glaube wurde während der Aufklärung in rationales Ver-
nunftswissen transformiert (Versachlichung der Aufklärung) und
zum Bildungssystem erhoben. Die Aufklärung will nur wissen, und nicht glauben. Auch für den Philosophen Nietzsche ist die Aufklä-
rung auf dem halben Wege stehen geblieben.Es war die Aufklärung selbst, die uns in die Unmündigkeit geführt hat und die Aufklärung wird erst durch das Entwicklungs-Kultur-Lernen "als ihre Hauptar- beit"zu Ende gebracht wird ". Die heutige Glaubensskepsis ist geprägt von Kants "Vernunft gegen den Glauben". Er hat der Glaubenser- fahrung jegliche Wirklichkeit abgesprochen. Aber die moderne Naturwissenschaft der Mikrophysik ist die Widerlegung Kants Ver- nunft gegenüber dem Glauben, welche nachgewiesen hat, das der Glaube nichts abstraktes, weltanschauliches, sondern eine konkrete, wissenschaftsphilosophische Kategorie ist, welche Wirklichkeiten er-
schafft und die Tatsachen sich nach dem Glauben richten. Auch der Glaube lässt sich nicht in die Vernunft auflösen und ersetzt auch nicht die Vernunft, weil die Vernunft nicht alles erfasst. Es ist der Versuch den Glauben durch Wissen zu ersetzen (Philosophie der Griechen), welcher die Gestaltwirklichkeit des Lebens ausschliesst und nur ein schaler Wirklichkeitsersatz ist.
V.) Die fünf natürlichen Sinne des menschlichen Körpers (Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, Fühlen) sind für die Wahrnehmung der Umgebung geschaffen, während der Glaube als "sensus numinis"
für die Nichtwahrnehmung geschaffen, aber unentwickelt geblie-
ben ist. Weil die "Glaubensentwicklungsreife", an Voraussetzungen gebunden ist, kann diese nicht durch eine Glaubensunterweisung
und Glaubensvermittlung direkt pädagogisch abstrakt vermittelt werden.Wo Geborgenheit, Absicherung und Planungssicherheit
als Lebensmaxime vorherrscht (Weltglauben), da besteht kein
Anlass zum Glauben und da ist auch kein Glaubensweg zu finden.
Der Glaubensentwicklungsweg ist nur auf eigenes Risiko möglich. Ohne das Risiko der Irrtumskrise (Erfahrung) oder des Scheiterns (Nullpunkt) ist eine Glaubensentwicklung nicht möglich. Lebens-
scheitern, Lebenskrisen, Lebenserschütterungen,durch "die Ver-
worfenheit des Lebens gehen" und die ganze Bedrängnis erfahren,
die das Leben für einen vorgesehen hat, sind wegweisende und
dazugehörige, und für die Glaubensreife notwendige Entwick-
lungsvoraussetzungen als Lebensbeweis für die Trag- und Realisie-
rungsfähigkeit des Glaubens*.
* "Sensus numinis" ist das Gefühl einer entwickelten Lebenssensi-
bilität für das Überweltliche, die Wahrheit hinter der Erscheinung, die Rückbindung des Lebens, religiöser Wahrnehmungssinn, Lichtsinn, Ganzheitsbewusstseinssinn, Verschmelzung von Subjekt und Objekt als Einswerdung, der Entwicklungsprozess, wo Himmel und Erde zusammenfallen, wo der Gottesbegriff und die Realität eins sind,
wo jede Lebensspaltung aufgehoben ist, wo die Komplexivität, die Dynamik und die Zeitlosigkeit harmonisiert sind, erfüllt sein vom Friedens-Lebensgrund-Gottes-Wirklichkeits-Bewusstsein, wo Gott
und Frieden im Begriffswesen mitgesetzt ist und alles viel mehr ist, als der traditionelle Gewissensbegriff als Lebensführungsweckruf.
VI.) Auch der Glaube unterliegt dem geschichtlichen Werden und Ver- gehen, dem blühen und welken. Deshalb wird die Zukunft des Glau-
bens evolutionärer Natur sein. Der Glaube, der im 21. Jahrhundert wieder ernst genommen wird, wird ein aufgeklärter, quantenphilo-
sophischer und selbst entwickelter Glaube sein, der den bisherigen
erstarrten und formalisierenden Glauben der kulturellen Praxis ablösen wird. Der Glaube ist nicht nur eine Theorie, sondern selbst -
verständliche Wirklichkeit der lebendigen Existenz, ein entwick-
lungssubstantieller Lebensglauben ohne Instanz. Warum wurde der
Lebensglaube geisteswissenschaftlich aus dem Lebensvollzug herausgenommen und in den Bereich der Religion gestellt.
VII.) Wie kann dem Glaubensverständnis die "kirchliche Frömmigkeit" genommen werden und wie lässt sich über den, wenn überhaupt, sozialisierten und anerzogenen Kin- derglauben der Inkulturation hinaus einen entwicklungs- substantiellen Lebensglauben ohne Instanz (quanten- theoretidcher Sachverhalt) oder mit religiöser Instanz ent- wickeln, damit die Glaubenskrise überwunden wird und das Leben durch die Glaubenskraft bereichert wird ? Der Glaube ist dann keine alleinige, religiöse Glaubensangelegenheit mehr, sondern eine reale Verwirklichungskraft, welche in der Quantenphilosophie und Quantenphysik als empirischer Fakt nachvollziehbar bestätigt wird. Ich sehe ein, um Glau- ben zu können (intelligio, ut credam).
VIII.) Bei der Zukunft des Glaubens wird dem alten, traditionellen, religiösen ein neues, evolutionäres, unreligiöses Glaubensverständnis gegenübergestellt. Es ist gläubig sein auch ohne religiös zu sein. Es ist ein von mir unabhängiges Wirklichkeitsgeschehen als Zeichen menschlicher Aufgeklärtheit der Aufklärung und Reife als ein We-
senscharakterzug meines Selbstbewusstseins. Es ist unser Selbst-
vertrauen als Glaubenskraftfeld, "das herbei zieht",was wir auch im Innersten auch glauben, weil der Glaube zum sicheren Wissen ge-
worden ist und nicht auf dem halben Wege der Aufklärung stehen geblieben ist.
IX.) Zum Christentum kann man nicht durch den Vernunfts- und
einen Sozialisierungs-Wissens-Prozess gelangen. Zum Glauben kommt man nicht durch Bücher oder Deduktionen von Gedanken und auch die Beschreibung des Glaubens führt noch nicht zum Glauben. Der Glaube und das religiöse Gefühl lässt sich nicht pädagogisch fördern und mit Bildung kann " ich nicht zu Gott kommen". Was auf die Mit-
telbarkeit gerichtet ist, kann niemals Orientierung und ein verläss- licher Halt sein .Niemals kann die Existenz Gottes bewiesen werden. Deshalb müssen wir uns auf den Glauben verlassen"*.
* Der religiöse Begriff Glaube wird in den verschiedenen Religionen nicht nur unterschiedlich ausgelegt, sondern hat auch in jeder Religion einen anderen Stellenwert. Der Glaube selbst ist kein religiöses Konzept des Judentums, sondern bezieht sich auf die ganze jüdische religiöse Tradition. Statt eines inhaltlich festgelegten Glau-
bens steht Gerechtigkeit auf der Grundlage der universellen Nächs-
tenliebe und Gleichheit aller Menschen im Mittelpunkt. Bereits im Koran wird eine wichtige Unterscheidung getroffen, nämlich zwischen der Annahme des Islams (islām) und der Annahme des Glaubens (īmān). An derartige Aussagen knüpft sich die Vorstellung, dass der- jenige, der den Islam angenommen hat, also ein Muslim ist, nicht unbedingt ein „Gläubiger“ , sein muss.Im Buddhismus bedeutet Glaube, die Lehren des Buddha als wahr anzuerkennen, noch ehe ihr Wahrheitsgehalt durch die eigenen Erfahrungen bestätigt werden kann. Dieses Konzept ist ein wichtiger Bestandteil sämtlicher bud- dhistischer Traditionen, auch wenn dieser Glaube in einzelnen Schu- len dann unterschiedlich ausgeprägt sein kann. Vertrauen und Weis- heit sind gleichermaßen wichtig. Der buddhistische Glaube grenzt sich somit vom „blinden Glauben“ ab*.
* Quelle Wikepedia.
X.) Es gibt viele Lebenslagen und Krisensituationen, wo man nur
noch glauben und vertrauen kann, weil man selbst nichts mehr tun kann. Das Leben zwingt einen immer wieder zu vertrauen. Das Bekannte ist nicht das Ganze. Das Lebensvertrauen erschliesst erst die sich entwickelnden Möglichkeiten, die ohne Lebensvertrauen sich gar nicht ergeben. Der Glaube wird als objektiver Begriff ange-
sehen, weil er das Ganze, also auch die unbekannte Wirklichkeit in der Totalität mit erfasst, die Fähigkeit mit Komplexität und Dynamik umzugehen, und das noch nicht Entwickelte, als die noch zu erfah-
rene Realität mit einschliesst. Wir sind stärker, wenn wir glauben,
als wenn wir nur wissen. Der Glaube gibt dem Leben einen festen
Halt und ich habe alles unter Kontrolle. Nicht was ist, gibt dem Handeln die Orientierung, sondern was werden soll. Der Glaube ist
ein natürlicher Akt des Denkens, da es kein menschliches Denken gibt, was nicht vom Glauben durchdrungen ist. Wir sind stärker,
wenn wir glauben, als wenn wir viel wissen und wir wirken mehr durch das, was wir glauben, als durch das, wir sagen und tun.
XI.) Die gotischen Kathedralen im Mittelalter wollten die Mensch- en dem Glauben näher bringen. Damals hieß es, der Mensch muss sehen, um glauben zu können. Heute heisst es, der Mensch muss glauben, um sehen zu können. Ich muss erst glauben, dass ich durch die Glaubenserfahrung erkennen kann und diese erschliesst und bewahrheitet erst die Glaubenslogik. In der Quantenphysik ist der Glaube die Kraft des Wahrmachens Es gibt kein Wissen ohne den Glaubens-und Vertrauensakt Jede Betrachtung muss mit Axiomen (mit nicht beweisbaren Sätzen) beginnen, denen erst vertraut
werden muss.
- Beim Bildungs-Kultur-Lernen wird der Glaube nur als christliches Kulturerbe religiös verstanden oder basiert auf Lücken in unserem Wissen über die Welt. Es ist die Glaubenslehre eines Martins Luther, eines Thomas von Aquin, eines Meister Eckhart und die Summe des rechtmässigen anerkannten religiösen Offenbarungs- und Gottesglaubens an eine höhere Macht (gläubige Wissensannahme). Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen wird der Glaube zu einem objektiven Begriff, selbst Kultur und wird die kirchliche Frömmigkeit genommen und ist davon auch unabhängig, ob ich Kirchensteuer zahle oder nicht. Unter dem Glauben und dem Vertrauen wird eine elementare Lebensgrundkraft verstanden und wird durch diese aktiviert,was gehören zum Grundwesen des Menschen gehört und nicht durch Wissen ersetzt werden kann. Der Glaube ist nicht an Gott und an eine Offenbarung glauben, sondern ein ganzes Leben um- greifendes heilendes und befreiendes Widerfahren, was dem Mensch zuteil wird als anthropologisch fundiertes Glau- bensverständnis. Es ist die völlig unreligiöse Glau- bensinterpretation der Quantentheorie, dass sich die Materie entsprechend meines Bewusstseins und meiner Überzeugung verhält (Glaubensoffenheit) und zur Wirk- lichkeit wird. Geist beherrscht die Materie oder der Glaube ist stärker als die Umstände und Widerstände und setzt etwas in Gang. Die Materieatome richten sich entsprechend nach der Glaubenstatkraft aus und steu- ern die Materialismus-, Um-und Lebenswiderstände. Der Glaube ist somit nichts abstraktes, weltanschauliches, sondern eine philosophische Kategorie, wo die Tat-sachen sich nach dem Glauben richten. Es ist die Wider- legung Kants Vernunft gegen den Glauben, der jeder Glaubenserfahrung jegliche Wirklichkeit abgesprochen hat. Erst durch diesen praktischen Glauben wird die Lebenswirklichkeit zu einer experimentellen Erkenntnis. Das Ganze, die Totalität,eine Wahrheitsannäherung kann nur durch den Glauben erfasst werden, lässt sich nicht durch eine Wissenssumme rationalisieren und verob- jektivieren (Wissen durch den Glauben)*.
* I.) Der Glaube wird völlig unreligiös als eine übergeordnete Kraft definiert die das Universelle, Archetypische (Welt der Ideen) das Individuelle und das Angeborene mit einschliesst. Der Glaube, die Ge-
fühle, die Erkenntnis, Gewissensentscheidungen, die Einstellungs-Sichtweise, die Entwicklungs-Prozess-Transzendenz sind keine wis-
senschaftliche, anwendbare Begriffe, aber in der Mikrophysik sind
es gefühlte Fakten mit der Kraft Wirkens, des wahr machens und die materialisierende Entität. Diese angeborenen Entwicklungskogniti-
onen sind wichtiger als unser Bildungs-Geist-Bewusstsein und die Ver-
nunft. Weil sie lebenskraftunmittelbar sind, entspringen sie direkt
aus dem Lebenslogos. Beim traditionellen Glaubensverständnis muss
ich es verstanden habe bevor ich glaube (Verstehensdenkakt als Intellektualisierung des Glaubens). Bei einem mikrophysikali- schen Glaubenverständnis muss ich erst glauben, um es zu verstehen zu können (Glaubensakt als Intellektualisierung der Glaubens) Es gibt kein Wissen ohne den Glaubensakt, sondern wir müssen einfach zu aller erst glauben. Jede Betrachtung muss mit Axiomen (mit nicht beweisbaren Sätzen) beginnen, denen erst vertraut werden muss.
II.) Diese Betrachtungsweise setzt voraus, dass Entwicklungsphä-
nomene einen Bewusstseinsaspekt haben. Dieses bestätigen die Erkenntnisse der modernen Physik, die Doppelnatur der Materie, wo in zunehmenden Maße Materie- und Geistesstrukturen als gegen-
seitige Spiegelbilder erkannt werden und alles nur Bewusstsein ist. Von der Quantenphysik wissen wir, dass es keine Materie gibt und dass der Geist und die Materie austauschbar sind und nur (unser) Geist die Wirklichkeit und die Ursache für die materiale Realität ist.Weil der Geist der Ursprung der Materie ist, ist die Materie ohne Bewusstsein leblos. Es wird im Lernprozess " universeller Geist " in Bewegung gebracht und dadurch (schöpferisches) Entwicklungsbe- wusstsein gebildet (geistig durchdrungener, sich entäussernder Geist und entwicklungs mässig überformt). Information ist der Grundbau- stein aller Materie und durch die schöpferische Macht des Überwin- dungs-Transzen- dierungs-Bewusstseins wird diese manifestiert und verfestigt. Wenn wir Herr sind über die Information sind, sind wir Herr über die Materie.
III.) Der Betrachter ist nicht nur notwendig, um die Eigenschaften eines "atomaren Geschehens" zu beobachten, son-
dern sogar notwendig, um diese Eigenschaften hervor zu rufen. Die Wahrnehmung ist stets ein aktiver Prozess, keineswegs blosses Aufnehmen von Sinneseindrücken ". Die Realität wird erst durch Beobachtung geschaffen oder eine Erscheinung ist nur eine Erscheinung, wenn sie eine beobachtete Erscheinung ist, Niels Bohr, dänischer Physiker und Nobelpreisträger ". Die Quanten- oder Mikrophysik ist kurz gesagt, wenn unbeobachtet, alles eine Welle und wenn beobachtet, alles ein Teilchen.* Die Makrophysik ist die Beo- bachtung der Aussenwelt und die Mikrophysik ist die Betrachtung der Innenwelt, beide sind wissenschaftlich.Es ist die Widerlegung des Glaubens,dass Wissenschaft und Glaube von einander unabhängig sind.
IV.) Erst durch den Glauben weiss ich, was ich nicht weiss. Alles Wis-
sen bleibt ohne den Glauben ein Nichtwissen, weil nicht umfassend. Aber die Geschichte lehrt, dass der Zweifel am Glauben zum Wissen führt und der Zweifel am Wissen zum Glauben. Der Glaube ist der nicht Anfang, sondern das Ende vom Wissen. Die Gewissheit des Vertrauens ist stärker als die Gewissheit des Wissens, weil sie das Unwissen miteinschliesst. Deshalb steht der Glauben über dem Wissen, ist grösser als das Wissen und manifestiert alles Wissen, welches erst aus einem Zweifel hervor und im Glauben endet. Die letzte Frage des Daseins ist nie mit einem Erkenntnisinstrument, sondern nur mit dem Glauben zu erfassen. Die universelle "Lebens-
grund-Gefühl-Glaubens-Friedens-Dankbarkeits-Gewissheit " über- steigt das rudimentäre Verstandeswissen.
V.) Glauben und Vertrauen sind identisch. Um Glauben zu können, haben die Götter (neben dem stringenten, voraussetzenden Gottes/
Lebensglauben) den Übungsfleiss gesetzt und dieser muss in der existentiellen Glaubensprüfungserfahrung mit Seelenqualen aus-
getragen, errungen werden und das gegen alle Widrigkeiten, Zweifel, den persönlichen Problemen, dem Tageswohlgefühl, Rückschlägen, Versuchungen, Unwissenheit, Krisen, Ungeduld, z.B. medizinisches Diagnosewissen zum Trotz. Es ist eine Erziehung durch den Glauben, welcher immer wieder auf die Probe gestellt wird. (Religiös wird von geschenkter Gnade gesprochen, welche aber auch erst in der stän-digen Auseinandersetzungsübung verdient werden muss). Jeder Mensch ist in der Glaubens- und Vertrauensprozess-Unwissensheits-und Machtlosigkeits-Anspannung einsam und alleine und dieses ist auch nicht erzählbar. Der Vertrauende muss erst einmal die drü- ckende, gotische Ungewissheitsschwere, welche jede Lebens-
spannung und Lebensfreude lähmt unter Umständen sogar eine längere Zeit ertragen und kann in dieser Zeit oft an nichts anderes denken, vom schlecht schlafen ganz zu schweigen. Wenn man müde und abgespannt ist, löst sich automatisch das felsenfeste Gottver- trauen (" Körper vor Geist") auf und die Verzweiflung macht sich wieder breit. Glauben und Vertrauen sind erst einmal nur eine (religiöse), innere, abstrakte, geistliche Grundeinstellung und Ver- heissung, welche sich nicht inhaltlich vollkommen rationalisieren und begrifflich objektivieren lässt, während die sinnliche Aussenwelt als Faktenwissen dieses unwissenschaftliche Numinöse, Gefühls- mässige, Mögliche, Spekulative, schwammige, höchst persönliche
oft den Tatsachen widersprechende erst einmal wie Seifenblasen zerplatzen lässt und deshalb wieder Rückschritte durch Vertrauens- schreck übungen von vorne angefangen werden muss und dann auf weitere Reifefacetten des Glaubenslernens stösst, welches den Glauben weiter stärkt und die "Glaubensfahne weiter hochhalten" lässt. Siehe auch weiter unten Nr. IX.) "Die neun erlittenen Entwick- lungs-Reife-Übungs-Stufen des Glaubensvertrauens im Bewusstseins- Werde-Prozess".
> Der Glaube als ein praktisches Beispiel bestätigt die Auf- hebung der dualistischen Diesseits-Jenseitsspaltung. Im Alltag wird er als jenseitige Transzendenz einer religiösen Kann-Kategorie betrachtet,während dieser aber in der Quantenphysik völlig unreligiös als eine übergeordnete Kraft definiert wird.Es ist die Kraft des Wirkens, des Wahrmachens und die eigentliche materialisierende Entität. Weil der Geist der Ursprung der Materie ist, ist die Materie ohne Bewusst- sein leblos. Dieses bestätigen die Erkenntnisse der moder- nen Physik, die Doppelnatur der Materie, wo in zunehmen- den Maße Materie- und Geistesstrukturen als gegenseitige Spiegelbilder erkannt werden und alles nur Bewusstsein ist. Der (glaubende)Betrachter ist nicht nur notwendig, um die Eigenschaften eines "atomaren Geschehens" zu beobachten, sondern sogar notwendig, um diese Eigenschaften hervor zu rufen. Die (Glaubens)wahrnehmung ist stets ein aktiver Prozess, keineswegs nur ein “für wahr halten“ und dieser nicht existente anachronistische zwei-Welten-Dualismus ist damit zum ad Absurdum geführt Der Mensch ist ein am- phi- bisches Wesen und lebt in zwei Welten gleichzeitig.Es ist die die rechte (Jenseits) und linke (Diesseits) Gehirnhemisphäre, welche aber eins sind. Es gilt der quantentheoretische Grund satz, dass alles bekanntlich mit allem zusammenhängt und weil das Ganze nur ein Einziges und eine Einheit ist, deshalb keine Zweiheit einer Dualität geben kann*.
*I.) Die Krux dabei ist, der Mensch kann nur einen Gedanken im Kopf haben. Entweder konzentriere ich mich nach innen und verharre im angstlosen, gläubigen Vertrauen, aber dieses Vertrauensbewusstsein schwindet, wenn ich mich der Aussenwelt zuwende und z.B. eine Schockdiagnose erhalte. Die Angst und der Schreck, welche beim gläubigen Vertrauen verschwunden waren, haben plötzlich wieder Macht über mich. Es bleibt da nur übrig nach der "Schnappatmung "
die erneuernde Kraft des Lebensvertrauens nach innen wieder aufbauen, bis es zum sicheren, angstresistenten Wissen als innerer Friedenszustand geworden ist. Es haben sich dann zwei Schichten
gebildet. Eine innere, tiefere Lebens-Grund- Gefühl-Friedens-Bewusst- seinslose Schicht und eine zweite darüber liegende äussere All- tags-,sinnliche Wahrnehmungs-Bewusstseins- Schicht. Die Innere dringt durch das äussere Konzentrationsbewusstsein hindurch und der Mensch bleibt trotz Ruhelosigkeit in seinem Lebensruhe- gleichgewicht. Erst nach vielen Mißerfolgs-Erfahrungs-Übungen und Glaubensprüfungen wird der Lebens-Grund-Wirklichkeits-Glauben kurz "innerer Frieden" genannt zum Wirklichkeits-Bestätigungs-Bewusstsein und die Anspannung schlägt in eine Glaubensvorfreude um, als wenn man schon am Glaubensziel wäre. Es gilt jetzt nochmals "Langzeit-Gottvertrauens-Esels-Geduld "zu üben und die Zeit abzu-
warten, bis die Glaubenswirklichkeit zur sichtbaren Lebensrealität geworden ist, weil Ungeduld mangelndes Gottvertrauen ist (weil nicht mein, sondern sein Wille geschehe und dieser das Allerbeste ist). Geduld ist eigentlich nur, dass ich dem kommenden Besseren ver- traue. Mehr als Vertrauen ist der Frieden, weil jeder Glaube und jedes Vertrauen im Frieden mitgesetzt sind.
II.) Bildungs-Kultur-Lernen ist Glaubensvermittlung und Glaubens- unterweisung eines Transzendenzglaubens sozialisierend, erziehe- risch, unnatürlich religiös, theologisch und pädagogisch abstrakt (Altevangelisierung) zum Entwicklungs-Kultur-Lernen, wo die Glau- bensvermittlung und Glaubensunterweisung in einer Lebenskri- enbetroffenheit als Glaubenserfahrung und Entwicklung der Lebensgrundkraft als quantenphysikalisches und quantentheo- logisches Gesetz selbsterzieherisch, individualisierend, weltan-
schaulich neutral, natürlich, evolutional und antipädagogisch konkret (Neuevangelisierung) erfolgt.
III.)Es ist abwegig sich mit Bildung abzugeben, wenn es um unsere Seele oder neudeutsch um den " Entwicklungs-Individualisierungs-Transzendierungs-Prozess geht. Ein Entwicklungsfortschritt kann nicht vom rationalen Bildungsweltlichen kommen, sondern von etwas, was dieses übersteigt. Was auf die Mittelbarkeit gerichtet ist, kann nie- mals Orientierung und ein verlässlicher Halt sein. Ob ich an Gott glaube, ist auch nicht eine Sache des Verstandes, der Vernunft oder irgendwelcher Diskussionen, sondern der Lebenskrisen, Lebens-
erschütte-rungen und der Individualisierungsreife. Nur durch jeden Lebensdruck und in jeder Lebensprüfung , wo ich zwischen Welt- und Lebensvertrauen entscheiden muss, lässt sich nur unerschütterliches Gottvertrauen entwickeln. Wenn der Glaube nicht mit Irrtümer, Ver-
zweiflung und Opfer verbunden ist, wächst er nicht. Erst in der Krise weiss ich, wer ich bin. Bei einer religiösen, konfessionellen Schulbil- dung wird nur der Schein vermittelt (Kenntnis), aber nicht die Sache selbst (Erkenntnis). Religion muss immer persönlich erlebt und erfahren werden und die Religionsmündigkeit erschliesst sich erst im Entwicklungslebenstun und meistens in der nach-und ausserschuli-
schen Lebensphase.
IV.) Religion wird als eine private Angelegenheit und hat erst einmal
nichts mit dem Bildungsauftrag zu tun. Wenn sich die Religion erst
bei der Gnade oder Entwicklungsreife (als Geschenk) sich erschliesst, dann kann die Religion als Bildungs- und Schulfach bestenfalls nur ein freiwilliges, interessierendes Bildungswahlfach sein. Zum Christen- tum kann man nicht durch den Vernunfts- und einen Sozialisierungs-Wissens-Prozess gelangen. Zum Glauben kommt man nicht durch Bücher oder Deduktionen von Gedanken und die Beschreibung des Glaubens führt noch nicht zum Glauben. Auch der Glaube und das religiöse Gefühl lässt sich nicht pädagogisch fördern und mit der Bil- dung kann ich nicht zu Gott kommen. " Die Seele hat keine Lust an der Bildung". Hat die Bildung die Seele des einzelnen Menschen als solche vorwärts gebracht ? Man muss diese Frage eindeutig ver- neinen. Es ist abwegig sich mit Bildung abzugeben, wenn es um unsere Seele oder neu-deutsch um den " Entwicklungs- Individualisie- rungs-Transzendierungs- Prozess geht.
V.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen wird der Glaube nur als christliches Kulturerbe religiös verstanden oder basiert auf Lücken in unserem Wissen über die Welt. Beim Entwicklungs- Kultur-Lernen wird der Glaube zu einem objektiven Begriff, selbst Kultur und wird die kirch- liche Frömmigkeit genommen. Der Glauben wird als eine (neutrale) Grundkraft verstanden und liegt in der Lebenshaftigkeit der Entwick-lungsidee beschlossen. Er gehört zum Grundwesen des Menschen, was nicht durch Wissen ersetzt werden kann. Der Glaube ist nicht
an Gott und an eine Offenbarung glauben, sondern ein ganzes Leben umgreifendes heilendes und befreiendes Widerfahren, was dem Mensch zuteil wird als anthropologisch fundiertes Glaubensver- ständnis. Es ist die völlig unreligiöse Glaubensinterpretation der Quantenphysik, dass sich die Materie entsprechend meines Bewusst- seins und meiner Überzeugung verhält (Glaubensoffenheit) und zur Wirklichkeit wird.Geist beherrscht die Materie oder der Glaube ist stärker als die Umstände und Widerstände und setzt etwas in Gang. Die Materieatome richten sich entsprechend nach der Glaubenstat- kraft aus und steuern die Materialismus-, Um- und Lebenswider- stände. Der Glaube ist somit nichts abstraktes, weltanschauliches, sondern eine philosophische Kategorie, wo die Tatsachen sich nach dem Glauben richten. Es ist die Widerlegung Kants Vernunft gegen den Glauben, der jeder Glaubenserfahrung jegliche Wirklichkeit abgesprochen hat. Erst durch diesen praktischen Glauben wird die Lebenswirklichkeit zu einer experimentellen Erkenntnis. Das Ganze,
die Totalität kann nur durch den Glauben erfasst werden, lässt sich nicht durch eine Wissenssumme rationalisieren und verobjektivieren.
VI.) Der Gottesglaube und das Gottvertrauen muss sich ständig neu beweisen und wird als höchster Lebenswert betrachtet. Ohne Glaubensbestätigung taugt der Glaube nichts. Es ist der Glaube, der nach Einsicht sucht. Immer wenn man durchgehalten hat, spürt man, dass das Vertrauen belohnt wurde. Beides gehört zusammen wie der Schlüssel zum Schlüsselloch. Das Wissen alleine um Gottvertrauen und die Großen des Glaubens sind wert- und wirkungslos. Blosse man-
trahafte Glaubenssätze sind Relikte einer absterbenden Religion, weil die Erneuerung und die Auseinandersetzung in und durch die exis-
tentielle Glaubenserfahrung fehlt. Der Glaube wird erst in dem Le-
bensgeschehen erschlossen, wenn ich mich darauf einlasse. Ein Le-
ben mit Gott gibt es nur wenn ich ganz mit ihm riskiere.Nur der ringende, zweifelnde und ständig erneuerter Gottesglauben,welcher durch viele Prüfungen hindurch gegangener, gefestigter Glaube ist wirklicher Glaube, bis die gereifte Seele die versuchende und be-
drängende Macht des Gegenpols als Erziehungs-und Festigungs-
mittel künftig nicht mehr bedarf und in sichere Glaubensgewiss-
heit umgeschlagen ist. Der Glauben muß auch ständig erneuert werden, damit dieser zum unerschütterlichen Glauben wird.Deshalb muss hauptberuflich im Stillen gelernt werden täglich zu glauben.
Der andere schwammige, nebulöse Wortglauben ist nichts wert und verdient es nicht, Glauben genannt zu werden und dann noch ohne Vorbild-Wirkungs-Nachahmungs-Kraft gepredigt wird. Vertrauens- geduld auch über einen ungewissen Zeitraum, gleich wie sich die Lage darstellt, aber trotzdem wieder alles ins Lot kommt, gilt als eines der grössten christlichen Tugenden und als grösster menschlicher Wert. (Wenn ich nicht aufgebe, gibt Gott auch nicht auf. Ein Dauerglaube auf Gott ist die grösste Spekulation die es gibt und eine Investition in die Zukunft. Zum Glauben gehört Naivität, Mut,ein Spieltrieb und Kindlichkeit. Ich suche dann nicht mehr zu begreifen um zu glauben, sondern ich glaube um zu begreifen. Wenn mein Leben zum Glauben und Vertrauen wird, dieses wird als die höchste Form des Glaubens betrachtet und ist nicht nur von einer Vertrauenssituation ab-
hängig und auch bin ich nicht enttäuscht trotz einem felsenfes-
ten Glauben, wenn sich die Umstände noch nicht gebessert haben. Das ist eine notwendige Wahrheit, dass man Gottvertrauen in allem und alleine im Sinne haben muss, wie Meister Eckhart mit seiner ungewöhlichen Urteilskraft in Glaubensdingen postulierte, weil das Vertrauen die Realität wieder ins rechte Lot bringt. (Gott)vertrauen kann ich nur, wenn ich an Gott, in welchem Gewande auch immer glaube. Ich bin dann ein Friedens-Katalysator, nur gestützt auf die Glaubens-/Friedens-und nicht auf die menschliche Kraft. Das Herz
ist in Gott festgemacht denn d.h., der Glauben in seiner ursprüng- lichen Wortbedeutungsbeziehung.
VII.) Wenn ich vertraue bin ich wieder angstbeschwerdefrei und
grüble nicht weiter darüber nach und mache mir auch keine weite-
ren Gedanken mehr, weil Gott die Verantwortung dafür trägt und nie enttäuscht werde. Das Problem wird nicht von allen Seiten mehr
nach bestmöglichen Lösungen beleuchtet, weil im Nachhinein dem Vertrauen geglaubt werden konnte. Selbstvertrauen ist auch im allerletzten Gottvertrauen, was nicht anders sein kann. Es ist das Medium, was die Erde mit dem Himmel verbindet. " Was noch nicht die volle (Glaubenswahrheit ist, verhindert sie zu erkennen. Denn solange der Mensch dieser "bergeversetzenden" (Glaubens)- wahrheit nicht gleich ist, kann er diese Wahrheit nicht erkennen", Zitat Meister Eckhart. Diese (Glaubens)wahrheit offenbart sich, indem man selbst zum Glauben wird als ein Grundzug des Lebens.
VIII.) Tatsache ist, dass die meisten Menschen mehr an die Europä-
ische Zentralbank (Staatsgeldgäubigkeit) als an Gott glauben und
das immanente (An)vertrauensrisiko einer Glaubensentwicklung scheuen, damit nichts anfangen können oder mit vorurteilshaften "Kirchenkram" verbinden (Wie der Glaube des Menschen, so ist sein Gott). Die Mehrzahl der Menschen hat nie gelernt zu glauben, zu vertrauen oder sogar zu beten, was auch als Vermittlungsschuld des Traditionschristentums gesehen wird, weil die Botschaft nicht mehr an die Menschen heranreicht und nie mehr das Kinderzimmer verlassen hat. Menschen investieren in Dinge und glauben an die Investition, weil diese erfolgsversprechend ist, aber dem Glauben an das risikolose Bibelwort wird nichts zugetraut. Auch wenn von einer Finanzkrise, Jobkrise oder Lebenskrise gesprochen wird, weiss jeder was gemeint ist, aber wenn jemand von seiner Glaubenskrise spricht, wirkt dieses befremdlich (zur Zeit ist es noch lebensfremd und illusorisch zu glauben, dass viele mit den "zehn Entwicklungs-Reife-Stufen des Glaubens" anfangen zu üben (Glied.Punkt IX). Dieser Un-,Irr-, Aber-und Analphabetenglaube ist noch sehr weit verbreitet. Der Glauben ist eine weltanschauliche, neutrale Verwirklichungs- grundkraft und ein Wesenszug des menschlichen Selbstbewusstseins. Glauben und Vertrauen ist erst einmal "ins Blaue spekulieren, aber ins Schwarze treffen". Gottes Wege können ins Dunkel führen, aber sie enden immer im Licht (Bibelvers)*.
* Von dem aufgeklärten Weltenbürger, der ohnehin das nur ernst nimmt und glaubt, was er ohne Gottesbezug sieht und der Glaube dient Wissenslücken aufzufüllen zu dem überwundenen, aufgeklärten Weltenbürger, der nur das ernst nimmt und glaubt, was er mit einem Gottesbezug sieht und nur mit dem Kopf schütteln kann, wer nicht glaubt, was einem Daseinsverlust gleich kommt.
IX.) Es kann nicht oft genug wiederholt werden, nur wer in der Glaubens- und Vertrauensgewissheit lebt ist stark und machtvoll wirkend, wer nur seiner (Welt)wissenheit vertraut, ist schwach und machtlos redend. Wer Gottvertrauen hat, hat das Grösste,was der Mensch aufzeigen kann. Alleine schon die Tatsache, dass alles dem ewigen Veränderungsgesetz des Vergehens und Werdens unterliegt bestätigt, dass alles nur vorübergehend und nichts bleibend ist und nur der Glaube die Verzweiflungsbrücke ist, welche mich über" den Lebensfluss trägt " von dem jetzigen, noch nicht überwundenen schlechteren Zustand zum werdenden, überwundenen, besseren Zustand. Dass der Unsegen zum Segen wird, dagegen kann man noch nicht einmal etwas tun. Das Gesetz des Lebens bleibt ihr Wider-
spruch einer Irrtumswahrheit. Wir irren uns empor. Das Leben muss erst einmal scheitern, wenn es gelingen soll. In den Himmel kommt nur durch die Hölle. In der Not werden die schönsten Dinge geboren z.B. " Das ewige Lied Stille Nacht, Heilige Nacht " wurde aus der Not heraus nur getextet und komponiert, weil die Kirchenorgel defekt war. Es ist das Nobeldilemma in allem. Alfred Nobel hat das Dynamit (Schießpulver) erfunden, aber der Friedensnobelpreis geht an diejenigen, welche seine Erfindung (als Waffe) nicht einsetzen.
Von der Glaubensaussage "Gott hält sein Wort" was im tiefsten und allerletzten als theologische Wahrheit zutreffend ist, aber kraft-und wirkungslos bleibt (bestenfalls ein" für- wahr-halten" zur Glaubenser- fahrung, dass" Gott sein Wort hält" wenn um den Glau- ben existentiell vertrauend, wie nachstehend stufen- weise durch Entwicklungsauseinandersetzung beschrie- ben wird (zupackendes Tätigkeitswort)*.
> Die neun erlittenen Entwicklungs-Reife-Glaubenskampf Übungs-Stufen des Glaubensvertrauens im Bewusstseins- Werde-Prozess als der lange Entwicklungs-Prozess-Weg vom zweifelnden Un-und Nichtglauben zum felsenfesten Gottes-
glauben.
* Glauben kann genauso gelernt werden wie das kognitive, rationale, logische, zeitgeistige,lebensgetrennte, subjektive deduktive Be- wusstseins-Verstandesdenken der linken Ge- hirnhemisphäre (IQ-Intelligenz Quotient) der Bildung). Glaubensprozesslernen geschieht über das konsistente, nicht-rationale, vernunftgesteuerte, zeitlose, lebensgeeinte, objektive, induktive, gedankenfreie Glaubens-Lebens-Trans- zendierungs-Grundgefühl der rechten Gehirnhemisphäre (EQ-Entwicklungs-Individualisierungs-Transzendierungs-Quotient).
- 1.) Un-,Irr-, Aber-,Nicht-,Analphabeten-,blinder und frommer, gefesselter Kinder-Erziehungs-Glauben.
- 2.) Konventioneller,dürrer, schwammiger nicht ernst genommener gepredigter, umgangssprachlicher Wort- und nachgesprochener Bekenntnis- und Autoritäts- glaube, weil es in Heiligen Schrift steht und für den Reformator Martin Luther der Mensch allein durch den Glauben das ewige Leben gewinnt. Von weil irgendwo geschrieben steht und gepredigt wird, glaube ich (from- mer Transzendenzglauben) zum Glauben als Ereignis, welches in der inneren Entwicklungserfahrung, von aussen auf mich zutritt (existentieller,sich entwickelnder Glaube und Transzendenszerfahrung in der Lebensbe- troffenheit). Der Glaube ist abstrakt und z.B.nach dem Kirch- gang ist der gepredigte Glaube auch vergessen und hat das Galubensbekenntnis nur auf sich abregnen lassen. Aber der sinnliche Weltautoritätsglaube an das Geld, den Staat, die Gesellschaft, die Wissenschaft, die Politik, meinen Besitz, die Rente, den Arzt und die vorherrschende Realität ist immer stärker als der abstrakte,gepredigte Gottesglaube aber das Einzige ist,was Gott von uns verlangt ("Brot vor Geist"). Von einer Glaubenskrise oder von einem existentiellen Glauben kann noch nicht gesprochen werden, weil dieser im Alltag und bei Krisen noch keine Rolle spielt. Jedes Nein zum Glauben ist aber auch ein Nein zum Leben.
- 3.) Reflektierender, schwankender Glaube, zwei- felnde Glaubensungeduld und Rückfall wieder in die Glaubens- angst als Beginn des Glaubenslernens. Auch fehlt noch die letzte Bereitschaft einer moralischen Lebensführung und alles Geschehen dem Glauben unterzustellen. Das Leben ist noch nicht alternativlos so auf den Glauben ausgerichtet, dass es voll vertraut und seine falschen Rück- und Absicherungen aufgibt und sich auf den aben- teu- erlichen Glaubensweg begibt, wo es kein Zurück mehr gibt. Der Glaube ist noch nicht aus der Kirche herausgekommen oder nur ein abtraktes quantenphysi- kalisches Verwirklungsphänomen.Es ist ein Wissen um die Glaubenswahrheit, ein für-wahr- halten, aber es ist noch nicht die Wahrheit selbst.
- 4.) In vielen Glaubenskrisen langsam gereifter, verbind- licher, felsenfester, unerschütterlicher,tragender und widerstandsfähiger in der Glaubensspannung ausge- haltener Glaube mit " Haut und Haaren", welchem noch die letzte Gewissheit fehlt. Der Gottesglaube ist stets bedroht, nicht krisenfest und gegen Zweifeln abge- sichert. Gerade durch die Zweifeln hindurch bewährt sich das ja zu Gott und wird zu einem geprüften und bewährten Gottes- glauben.Erst indem ich mich darauf einlasse, eröffnet sich mir die Wirklichkeit und die Glau- benswahrheit.
- 4.)Fortsetzung- Die letzten Widerstände von Ermüdungs-erscheinungen der Glaubenskraft und Glaubensausdauer sind besiegt. Die drückende Ungewissheitsschwere der Realität wird bis zur Glaubenswirklichkeit durchgehal- ten. Der Gottvertrauensvorschusss bleibt erst einmal als Tat ein Risiko und Wagnis.Bis es zum tragenden, substan- tiellen Glauben kommt, haben die Götter den "Zitter-Ausdauer-Schweiss" gesetzt und im allerletzten muss auch die Todesangst überwunden werden. Der Glaubens-Mut und die Vertrauensschuld steht und fällt mit dem Übungsringen des Glaubens in Lebenslagen, wo nur noch geglaubt werden und das Unglaubliche geschehen kann, ich ganz alleine dastehe, das Unerforschliche aber exis- tiert, einem die Kraft gibt, weiter zu machen mit dem weiter machen und es kein zurück mehr gibt.Wenn wir den Glauben am Ziel festgemacht haben, ist die Erfüllung bereits geschehen*.
* Der chemisch reine, absolute, theologische Glauben ist ein abstrak- ter, leerer Glaube, während der lebendige Glaube ständiger Instabili- tät ausgesetzt ist und sich in der Glau- bensbewegung wieder neu stabilisiert. Eigentlich ist jeder Tag ein neuer Gottvertrauensübungs- tag und nicht alles immer gleich selber machen zu wollen, sondern es ist oft besser einfach geschehen lassen. Ein täglicher "vierund- zwan- zig Stunden" bewusster, gegenwärtiger Glaube bleibt aber eine Illusion.
- 5.) Glückliche, befreiende, geschenkte, unzweifelhafte Glaubens(erkenntnis)gewissheit durch die tiefe Friedens- und Ruhebestätigung ohne weiter noch darüber nach zu denken,weil alles im Griff (Gott hält sein Wort). Wenn ich meinen Frieden habe, ist jedes Glaubensgebet erhört. Es gibt nichts Beunruhigendes mehr, auch wenn die derzei- ti gen Umstände zweifeln lassen, weil einerseits die Glau- bensreife und andererseits die Lebenslage reif sein muss (Glaubens-Prozess-Kipp-Punkt), was als Gottes Wille interpretiert werden kann. Glauben heisst eben Geduld und die Ausdauer(puste) eines Langstreckenläufers ha- ben müssen, auch bei (scheinbaren) Rückschlägen, Um- wegen,Irrtümern, anderweitigen Fachleutemeinungen und Wirtschafts-und Gesellschaftskrisen nicht daran zweifeln. Es bleibt oft immer noch ein Glaubensrest übrig, wo der Glaubende überall in Abgründe schaut, und die Bedeutung des Glaubens nicht mehr versteht. Der Glaube ist erst einmal abstrakt, nebulös, unsinnlich, flüchtig, schwan- kend,unwissenschaftlich dahin ge- sprochen und nur in den vielen Glaubens-Bewährungs-Auseinan- dersetzungen wird der Glaube zu einem konkre- ten, klaren,sinnlichen, handfesten Lebensgrund-Gewissheitsgefühl (weil zwei Mächte Gott und Welt,sein und mein Wille, Stärke und Schwäche miteinander ringen) und erst der manifestierte Glauben lässt jedem zweifelnden, schwankenden Glauben keinen Platz mehr. Nur auf die erste Macht ist tragender Verlass und und die Glaubensmacht einen nicht im Stich lässt,weil Gott unwandelbar ist, ist er auch der Halt aller Dinge. Auch Trost- und Glaubens(unwissenheits)fragen stellen sich aber dann nicht mehr*.
* I.) Die anfängliche Glaubensangst wird zur Glaubensgeduld, diese wiederum zur Glaubensgelassenheit und diese wird zum Frieden einer zweifelsfreien Glaubensgewissheit. Und wenn zehntausend Professoren etwas anderes behaupten, durch die gläubige Gewiss-heit weiss ich es besser.
II.) Im hebräischen ist das Wort für Glaube " Gewissheit" – unser Amen heisst gewiss (du kannst dich darauf verlassen).Weil ich ver- traue bin ich wieder frei.
III.) Halte an dem Glauben fest, dass Gott dich nicht fallen lässt, er hält sein Versprechen. Wenn ich Gott vertraue, trägt nach Meister Eckhart "Gott die Last".
IV.) Die Hoffnung stirbt zuletzt ist ein umgangssprachliches bekanntes Sprichwort, aber es ist keine Gewissheits-und und Wirkkraftfeld wie der (Gottes)glauben.
- 6.) Der Glaube wird nur wahr, wenn er als Tat praktisch wird und setzt etwas in Gang. Freudiges, prohetisches Glaubenstun in einer getragenen Hochstimmung und aktive Mitwirkung in der Glaubensverwirklichungssache, welche immer mehr zur Wirklichkeit wird. Der Glauben wirft jegliche zeitliche Planung und Eigenwollen über den Haufen, weil das Geglaubte als sicheres "Glaubensglücks- wissen" für den Glaubenden ja schon am nächsten Tage eintreten kann und jeden Tag erwartet wird, auch wenn es oft von aussen Stehenden als un- wahrscheinlich betrachtet wird oder Rückschläge alles verzögern. Es ist die uner- schütterliche Glaubensgwissheit, welche einen nicht aus der Ruhe bringt*.
* Der Glaube ist noch nicht wahr geworden, aber ich habe viele neue Erkenntnisse gewonnen des warum, welches den Glauben weiter stärkt*.
*Verfasser unbekannt.
- 7.) Kategorische Dankbarkeits-Glaubens-Bewahrheitung, dass es nur nach unserem Glauben geschieht.
- 8.) Glauben und Leben sind universell und eins geworden. Glauben und Vertrauen werden zu einem dauerhaften "Lebens-Grund-Friedens-Gefühl", zum übungsfreien Le- bensfundament und alles Tun geschieht nur noch aus dem gläubigen Vertrauen heraus unabhängig davon, wie die Um- stände sich derzeit darstellen, ohne weiteres (Eigen)wollen, Verzweiflungsdruck und Unzufriedenheit. So wie es ist, wird als nicht nachvollziehbarer Gotteswille betrachtet als das Allerbeste und das Glaubensvertrauen wird dankbar mit dem Geschehen akzeptiert.Auch wenn es erst einmal anders endete wie ich es erhofft und geglaubt habe,war es kein leerer, vergeblicher Glaube und umsonst, weil die zeitlose Glaubenerfüllungs- dimension einer Interverbundenheit und der tiefere Sinn des Geglaubten sich uns nicht erschliesst und deshalb der Geduldsvertrauensbeweis abgewartet werden muss.Was als Niederlage aussieht wird durch einen Glaubenssieg gekrönt Das was kurzfristig gut sein mag und jetzt geglaubt war, kann sich langfristig als schlecht und zu kleinkarriert erweisen,weil Gott immer noch Grösseres und Besseres will als nur das aus reiner Verzweiflung Geglaubte.Wir müssen die Zukunft der Gebetserhörung beurteilen nach einem Zeitmaßstab, der grösser ist als mein Eigener.Was wäre das für ein Leben, hätten wir nicht den Mut zu vertrauen.
- 8.)Fortsetzung: Der Reifezeitpunkt "jedem geschieht nach seinem Glauben“ lässt sich nicht vorhersagen, mit einem Glaubensstarrsinn und Erfolgs-und Ungeduldigkeitsdruck erzwingen. Gott hat seinen eigenen zeitlosen Terminka- lender und hält sein (Ewigkeits)glaubenswort immer zu sei- ner Reife-und Sinnzeit auch über den Tod hinaus*. Immer unter der Voraussetzung, dass sein und nicht unser Wille geschehen soll, liegt das Geheimnis einer jeden Gebetserhörung.Wenn z.B. jedes Gebet (mein Wille) sofort erhört würde,wäre die Krankheit z.B. "Krebs" nicht das Problem*.
* Es ist der Natur schlechthin unmöglich, ein Wesen zu zerbrechen, zu schädigen oder irgend wie anzutasten, wofern dieses nicht damit auf einen höheren Wert hinaus will. Gott will die Natur nicht zerstören, sondern vollenden.Es gibt kein Scheitern, was nicht in einem neuen Anfang mündet. Es muss etwas sterben, weil es gedient hat und die Zeit dafür abgelaufen ist, damit ich weiterleben kann*.
*in Textanlehnung an Meister Eckhart
- 8.)Fortsetzung:Der Glaube ist stärker geworden als die Um-und Widerstände, weil diese transzendiert worden sind. Nichts kann mich mehr aus der Ruhe bringen und es gibt keinen Verzweiflungsgrund und keine Sorgen mehr, auch wenn nicht jeder Tag der Beste war, Müdig- keit und Nieder- geschlagenheit vorherrschte und der Glaube erneuert wird, indem die Hoffnung wieder zum sicheren, freudigen Wissen wird. Aber auch nicht jeder Tag ist ein felsenfester Glaubens- tag. Wenn ich z.B. gesundheitlich angeschlagen bin und mich mehr oder weniger selbst verwalten musss, bleibt der Glaube abstrakt und ist nicht mehr wirklich. Wo alles heil ist, ist eben nichts heil. Aber Gott wirkt auch, wenn ich schwach oder nicht am Ort des Glaubens bin. Auch wenn zeitnahe, notwendige Dinge getan werden müssen, welche dem Glau- ben erst einmal widersprechen, ist dieses keine Glaubensun- treue, sondern nur kein blinder Glaube, wo die Realität ausgeblendet wird, weil die Glaubenswirk- lichkeit noch nicht oder in der Gänze in Erscheinung getreten ist sich prozess- haft erst entwickelt und diese Glaubensstufephasen aber notwendig sind. Ausdauer bezeichnet theologisch die Geduld Gottes aushalten lernen im Vertrauen und als Hoffnung zum "ja des Le- bens", dass wie es im Sprichwort heisst, dem Mutigen (Ausdauernden) hilft Gott immer.Der Glaubende bewegt sich immer in dem Kreislauf "vom Unglauben zum Glauben, vom Glauben zum Zweifel und wieder zu einem neuen Vertrauen"*.
* Die Grösse des Glaubens sagt der Philosoph Kierkegaard wird kenntlich an der Größe des Unglaubens. Je unglaublicher etwas ist, desto heftiger kann sich der Glauben bewähren. Auch Glaubens-
aussagen müssen sich aber der Erkenntnis stellen. Wer an Gott glaubt, der ist am Ende seines Lebens verantwortlich, dass er richtig und fest glauben gelernt hat.
- 8.)Fortsetzung:Die Grenze zwischen dem Glauben und Unglauben verläuft mitten durch jeden von uns aber nur deshalb,weil es ein mittelbarer, nicht verankerter Buchstabenglaube (Kopf) ist,während der unmittelbare Glaube das Lebensgrundgefühl durchdringt und keinen Schwankungen auseinan- dergesetzt ist (Herz). Solange nicht diese Glaubens- stufe erreicht ist besteht die Glau- benskunst darin, einmal mehr aufstehen als hinfallen und allen Stürmen des Lebens trotzen.Jeder Krise und jedem Problem ist die Lösung aufgrund der Polarität immer immanent auch mitgegeben. Das ändert nichts an freudigen Glaubens-Gewissheits-Anspannung und ist viel,viel mehr und tragender als der Spruch, "die (Glau- bens)hoffnung stirbt zuletzt"und nur der vertrauende Glaube ist der Sieg über das Leid*.
* I.) Weil das Leben über den physischen Tod hinaus weiter geht, geht auch der Lebens-Glaubens-und Vertrauensprozess weiter.Der Glaube und Gott hält sein Wort setzt sich im Diesseits in der Ewigkeit der Zeit jenseitig als (Weiter)leben naturgesetzmässig fort.Der Diesseits-Jenseits-Dualismus ist im nicht-linearen, raum- und der zeitlosen
Dimension aufgehoben. In der nichtlinearen Zeit existieren Gegen- wart, Vergangenheit und Zukunft zur gleichen Zeit.Der Zeitenbruch von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sind nur eine optische Täuschung und ein Relikt unseres dualistischen Bewusstseins, aber nicht wirklich. Der Glauben muss zeitlos und frei von der Zeit "immer nur im jetzt" sein. So wie es jetzt ist, ist der zeitlose Gottes Wille und somit nach Meister Eckhart das Allerbeste. Darüber hinaus gilt immer noch der wissenschaftliche Zeitbegriff der klassischen Physik als mathematische, absolute Uhr-Zeit, welcher durch den Ewigkeits-Zeitgriff der Relativitätstheorie aufgehoben ist und dieses Zeitver- ständnis auch für die kantschen, philosophischen (Gottes)glauben- Kategorien zutrifft,weil viele seiner Erkenntnistheorien durch die Mikrophysik (die er vor 300 Jahren noch nicht kannte) überholt sind.
II.) Das dualistische und deterministische Denken gilt im heutigen, dimensionellen, nachquantischen Mikrophysikzeitalter der Bezie-
hungen, der Ganz- und Einheit, weil alles mit allem verbunden, das Kleinste mit dem Grössten, das Naheliegenste mit dem Entferntesten theologisch überholt und wahrheitswidrig, auch wenn dieses " ge-
trennt sein " in den Köpfen erst den Dualismus Religion als " Zwei- Reiche-Lehre " eines antiken Welt- und scholastischen Gottesbildes und notwendig macht. Die Sichtweise, dass jeder einmal endgültig abtreten und sterben muss, ist ein logischer und tragischer Irrtumsschluss, weil es nach Adam Riese für das Leben keinen Gegensatz (Tod) geben kann und deshalb überlebt der Mensch sein Sterben. Ein allumfassendes Ganzes muss immateriell sein und kann kein Gegenteil als Gegenstand haben, womit auch das dualistische Weltbild vom Leben und Tod ad absurdum geführt wird*.
*Siehe auch "den Zeitbegriff der Relativitätstheorie als ein ewiges jetzt" in https://entwicklungschristentum.de/Evolutionaere-Nachfolge-Christi-6
- 8.)Fortsetzung: Der Gläubige vertraut, denkt nicht mehr weiter darüber nach und freut sich immer über den nächsten und am nächsten Morgen und Vertrauen heisst auch ich habe losgelassen. Weil wird wir unseren Glau- ben am Ziel festgemacht haben, ist die Erfüllung bereits geschehen.Gottes Wege können ins Dunkel und in die Ungewissheit (Reifezeitpunkt) führen, aber sie enden immer im Licht. Es war seine Hand die in die Krise (und erst am Abgrund Gottes rettende Hand erkannt wird) hineinführte (wenn sich Gott für den Menschen interessiert, gerät er in die Krise) und es ist seine Hand, welche wieder hinaus führt. Jede Hilfe wird nur nach dem Maße des (Glaubens)vertrauens zuteil. Das Leben ist aber immer das Endprodukt des Glaubens als wenn dieser "Augen und Ohren" hätte. Einerlei, ob das was wir glauben gut oder schädlich ist.Immer entspricht die Wirklichkeit der Richtung unseres Glaubens. Je mehr Selbstvertrauen wir durch den Glauben haben, desto grösser ist unser Wirkkraftfeld.Wer einmal eine solche ("lutherische") existentielle Erfahrung "Allein durch den Glauben" gemacht hat," gibt es jedem schriftlich"und singt aus voller Brust "eine feste Burg ist unser Gott", das deutscheste aller Lieder.
- 9.) Das letzte Stadium des Glaubenslernens ist eine Be- wusstseins-Erkenntnis-Weiterentwicklung. Es ist der Glaube, um verstehen zu können. Der Denkakt wird zum Vertrauensakt, der abstrakte Begriff wird zum objektiven Begriff und der Glaube ist ein anderes Wort für verläss- liches Vorwissen. Der Glaube ist so real wie z.B. ein Arzt- gespräch, in dem einem eröffnet wird, dass die Schul- medizin mit ihrem "Therapie-Latein) am Ende ist, weil die empirischen Untersuchungsergebnisse und medizini- schen Parameter eindeutig und irrversibel sind, aber mein Glaube "im Stillen" viel mächtiger und dieser mit seinem "Latein" noch lange nicht am Ende ist und Gott meine einzige Autorität ist (obwohl Glaubensüberzeu- gungen in naturwissenschaftlich-medizinischen Fragen nichts zu suchen haben).Besonders z.B. bei längerer Krankheit gilt: Vergangenheit war die Hölle und die Zu- kunft ist der Himmel. Dieses ist der Wendepunkt, wo ich nichts mehr tun kann und entweder abwarten muss (Glaubensanspannung und das Warten wird zur grössten Tugend) oder jede Stunde sogar ein kleines Wunder ge- schehen kann und es sich alles nach und nach zum Bes- seren und Besten ordnet. Dieses wird oft nicht erkannt, weil jedem nach seinem lebendigen Glaubens-Selbst-Bewusstsein geschieht und jedes Gebet erhört wird. Immer unter der Voraussetzung das sein und nicht unser Wille geschehen soll,liegt das Geheimnis einer jeden Gebetserhörung.
- 9.)Fortsetzung: Durch den Glauben gestalte ich im akti- ven Tun das Geglaubte mit und es ist die Kraft des Wahr- machens. Der Glaube ist der aktive Mitvollzug, ja sogar die Mitgestaltung durch den Glau- ben als objektive Tatsache. Er durchdringt die Sprache,mein Denken, mein Lebensgrundgefühl durch Mark und Bein und trägt zur Synapsenbil- dung im Gehirn bei. Das Geglaubte wird transzen- diert d.h., die Lösungs-Materieatome einer neuen Situation substanzieren sich, das gestaltlose Geglaubte nimmt sichtbare Gestalt an. Das Glaubens-Wirklichkeits-Bewusstsein schliesst die neue werdende Realität mit ein, welche die ganze unwissbare, ganzheit- liche, undualistische Dies- seits/Jenseits nicht-zeitliche Glaubens-Bannbreite abdeckte und alle Fragen beant-wortet sind oder sich selber beantworten.
- 9.)Fortsetzung:Das Bibelwort "Dir geschieht nach deinem Glauben" wird nicht nur der abwartende ,un- geduldige im " Hier und Jetzt-Glaube" verstanden in Anlehnung an den Zeitbegriff der klassischen Physik als mathematische, absolute Uhr-Zeit, sondern der zeit- lose,geduldsfreie Ewigkeitsglaube. Es ist das Zeitver- ständnis der Relativitätstheorie, wo Vergangenheit, Ge- gen- wart und Zukunft nur eine Illusion sind,weil in der nicht-linearen Zeit diese zur gleichen Zeit existieren und die Spaltung des Diesseits-Jenseits-verständnis aufge- hoben ist."Der Unterschied zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ist eine Illusion, wenn auch eine sehr hartnäckige" ( Albert Einstein).Es gibt nur ein ewiges Jetzt, wo das Zeit- geistige zum zeitlosen lebensübersteigend transzendiert wird.Die Zeit ist als absolute Zeit in der Ewigkeit gebän- digt als das Ende und die Erfüllung aller Zeit. In der Ewig- keit, weil alle Zeit, kann deshalb auch keine Zeit ein- gehen. Ewigkeit ist eine Zeit ausserhalb der Zeit.Die Zeit ist stillstehend. Deshalb entfällt auch jedes Zeitgefühl. In der Ewigkeit sind eine Sekunde und zehntausend Jahre gleich wahr.Die Ewigkeit ist nicht zeitlos, vielmehr ist sie gleichzeitig zu allen Teilen der Zeit und umgreift alle Zeit. Die zeitlose Existenz ist jenseits aller Kausalität und jeglichen Werdens und Vergehens*.
* Wir leben zu keinem anderen Zeitpunkt als im zeitlosen "Jetzt" und die Zukunft ist auch nur ein ewiges "Jetzt" und beginnt in jedem Augenblick aufs neue.Es ist die zeitlose Gegenwart auf Dauer im Sinne der objektiven Zeitdauer, dem Wechsel und der Veränderung enthoben als zeitspannloser Zeitpunkt und als ein zeitloses Grund- lebensgefühl ohne ein Verhältnis zur messbaren (Uhr)zeit. Es ist der Platz in meinem Leben, den ich einnehmen muss als lebenslanges Lernen auf den Punkt gebracht.Gott ist ein Gott der Gegenwart. Wie er dich findet, so nimmt und empfängt er dich, nicht als das, was du gewesen, sondern als das, was du jetzt bist".
9.)Fortsetzung:Es ist die Überzeugung des Glaubenshelden Martin Luthers, der den Glauben als ein "lebendig, wirken- des, tätiges, mächtiges Ding" nannte oder wie Meister Eck- hart konstatierte "was zu Gott kommt, wird verwandelt". Es ist nicht mehr nur der Glaube an Gott alleine, sondern es ist ein Wissen um Gott als lebendige Gegenwartserfahrung und Ergebnis eigenen Schauens, ein imaginäres, gefühltes, angst- loses getragen-, beschützt- und geführt sein als objektive Lebensrealität als auch ein selbstverständliches Lebens-Friedens-Grund-Gefühl, dass der Glaube an Gott einen grossen Wert und höchster Adel darstellt, die Schwere der Lebensumstände und die Zeitdauer nicht zu interessieren brauchen egal wie es momentan aussieht,weil alles durch den Glauben gesteuert und abgedeckt wird, dieses "stille (glückliche) Machtbewusstsein" nicht mit Gold aufzuwiegen ist und deshalb der Gottesglaube ein Geschenk ist. Es ist das Bibelwort; dem ruhigen Geist (Frieden) ist alles möglich. Deshalb wird auch die Zukunft des Christentums die Zukunft eines fortentwickelten Glaubens eines jeden Einzelnen sein.
9.)Fortsetzung: Der Weise tut nichts, trotzdem bleibt nichts ungetan, weil sich alles von selbst (vom selbst) her ordnet. Hier trifft auch das Friedrich Schiller Zitat voll zu, dass "der Starke ist am mächtigsten allein" und es verstummt jede Wissenschaft, alles Gerede und selber machen wollen ist dagegen ein lärmendes, wirkungsloses "Nichts" und eine reine Zeit-und Geldverschwendung. Wer den Glauben höher hält als das Wissen, schleudert der verwurzelt Glaubende sein z.B. fünfzig Jahre langes erworbenes verstandesstol- zes Welt- und Wissenschaftswissen seiner Unbelehrbar- keitsweg und tauscht es gegen den Glaubensfrieden ein, weil er weiss, wer glaubt ist nie allein. Weil er seinen inneren Frieden hat, stört ihn das alles nicht mehr, sonst wäre es ja wieder Unfrie- den. Er kann jetzt nur noch mit dem Kopf schüt- teln, wer nicht an Gott glaubt. Auf dieser "Glau- bensstufe neun" wurde auch der Glaube überwunden, weil der Mensch in dieser Entwicklungsprozessphase auch vom Glauben verlassen wurde, was der "Karfreitagstiefpunkt" darstellt. "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen". Aber erst dann konnte Christus am Kreuz sterben, weil Gott (Frieden) nicht sterblich ist und über dem Glauben steht.Dieser Satz wird auch gedeutet, dass Christus nicht Gott war (was er auch nie gemäss der Bibel gesagt hat),denn dieser kann sich nicht selbst verlassen. Was erst einmal als Niederlage aussah, wurde mit einem Sieg gekrönt. Trotz der Kreuzigung konnten sie ihn nicht töten.Und danach kommt Ostern, weil jeder seine Stunde hat. Es ist das Fest des (Glaubens)siegers*.
Erst durch viele existentielle Glaubenserfahrungs-übungen kann jeder diesen Glaubensweg auch unterschreiben*.
*I.) Ob ich an Gott glaube, ist auch nicht eine Sache des Verstandes, der Vernunft oder irgend welcher Diskussionen, sondern der Lebenskrisen, Lebenserschütterungen und einer Individualisierungs- reife-Nr.782. Nur durch jeden Lebensdruck und in jeder Lebensprü-
fung, wo ich zwischen Welt-und Lebensvertrauen entscheiden muss, lässt sich nur unerschütterliches Gottvertrauen entwickeln. Wenn der Glaube nicht mit Irrtümer, Verzweiflung und Opfer verbunden ist, wächst er nicht. Jeder Mensch ist in der Glaubens- und Vertrauens- prozess-Unwissensheits-und Machtlosigkeits-Anspannung einsam und alleine und dieses ist auch nicht erzählbar.
II.) "Vertraue Gott, mißtraue dir"*.
* Spruch der Freimaurer.
III.) Von die evangelischen Konfessionen betrachten die ganze Bibel als alleinigen Maßstab ihres Glaubens, als "nor-
ma normans " zum Entwicklungs-Lebens-Christentum, dem " allein durch den Glauben" nicht weit genug geht und "allein durch den (Gliederungspunkt)Frieden" erst der Glaube zur Wirkung kommt. Der Glaube ist noch mittelbar, willensge- steuert, Glaubensangstzweifeln, einer Veränderung ausge- setzt und wendet sich an eine höhere Macht (Unfrieden), während der Friede unmittelbar, willenlos, unveränderbar, eins sein mit Glauben an "Jemanden", nicht mehr Friedens- angst- zweifeln ausgesetzt und die Spaltung überwunden ist. Der Glaubende bewegt sich immer in dem Kreislauf "vom Unglauben zum Glauben, vom Glauben zum Zweifel und wieder zu einem neuen Vertrauen".Die Grenze zwischen dem Glauben und Unglauben verläuft mitten durch jeden von uns aber nur deshalb,weil es ein mittelbarer, nicht verankerter Buch- stabenglaube (Kopf) ist, während der unmittelbare Glaube das Lebensgrundgefühl durchdringt und keinen Schwan- kungen auseinandergesetzt ist (Herz).Solange nicht diese Glaubensstufe erreicht ist, besteht die Glaubenskunst darin, einmal mehr aufstehen als hinfallen.Erst der Glaube und das Vertrauen auf Gott führt zum Frieden und ist im Frieden mitgesetzt. Deshalb steht der Frieden über dem Glauben, ist umfassender und mächtiger als der abstrakte Glaube, den er mit einschliesst (Der Frieden und "Gott" sind hier das Gleiche und weil er unwandelbar ist, ist er auch der Halt der Dinge)*.
IV.) Diejenigen, die ihr Vertrauen auf Gott gesetzt haben, konnten allen Widerwärtigkeiten zum Trotz diese in einen Entwicklungs- fortschritt umwandeln Vertrauen heisst, dass am Ende auf jedenfall etwas entwicklungsbesseres, seelisch tieferes und in der Sache grösseres herauskommt. Nur dann hat die Krise und das Leid einen höheren Lernsinn gemacht.
V.) Hätten wir einen Grund zum glauben, hätte dieses nicht mit
dem Glauben zu tun, sondern mit der Motivation, mit der Logik,mit wissenschaftlicher Wahrscheinlichkeit, mit Vorteilsüberlegungen und dem gesunden Menschenverstand.
VI.) Es ist das "cogito dei experimentalis" eines Meister Eckhart,
dass ich durch die Glaubensreflexion als Transzendierung ein Selbst-bewusstsein eines wesensgleichen "Gottesgrundgefühls" entsteht. Wenn ich mich im Glauben wieder erkenne, handelt es sich um einen lebendigen Prozess, der den gesamten Menschen erfasst und dieser selber verwandelt wird. Das Subjekt und das Objekt der Erkenntnis sind identisch und die Spaltung ist aufgehoben, das Glaubenswirk-lichkeitsbewusstsein wird für den Glaubenden zur empirischen Beweisrealität. Nur mit der blossen Macht des (Friedens)daseins
wird es zur Wirklichkeit, ein Geschehen, was von selbst geschieht. Oder wie Meister Eckhart sagte, die Dinge werden und sind, weil sie Gott erkennt.
VII.) Jeder Versuch den Glauben durch Wissen zu ersetzen (Rationa-
lismusphilosophie der Griechen, Idealismus und Positivismus) lässt das Leben versanden, nimmt die Gestaltwirklichkeit und ist nur ein schaler Wirklichkeitsersatz. Einerseits die Exaktheit, logische Klar-
heit und abstrakte Effizienz der Mathematik, aber andererseits die Lebensferne und der Realitätsverlust, weil die Formel mit der Wirklichkeit gleichgesetzt wird. Zum Glauben kommt man nicht
durch Bücher oder Deduktionen von Gedanken. Die Beschreibung
des Glaubens führt noch nicht zum Glauben. Auch der Glaube und
das religiöse Gefühl lassen sich nicht kulturell fördern. Religiös gesprochen kann ich mit dem Bildungs-Kultur-Lernen nicht zu Gott kommen, weil die Seele keine Lust hat an der Bildung hat.
VIII.) "Wir Physiker glauben längst wieder an den lieben Gott, nur die Mediziner glauben noch an die Physiker*.
* Thure von Uexküll, Mediziner und Vorsitzender der Max Plank Ge-
sellschaft.
IX.) Dass seit der Renaissance gewachsene Vertrauen in den Ver-
stand ist durch die Quantenphysik wieder gesunken, weil es als gesichert gilt, das die Naturwissenschaft aus Irrationalismen be-
steht und die Ratio deshalb nicht als absolut gesetzt werden kann.
Wir sind von der Wissenschaft und Technik vom Aberglauben erlöst bzw. der abgelöste Glaube an die Beherrschbarkeit erweist sich zunehmend als Irr- und Aberglaube. Die Wissenschaft ist kein Gegen- satz zum Glauben, sondern nur eine Form des Glaubens.
X.) "Da die Menschen nicht leben können,ohne zu glauben, glau-
ben sie, dass sie nicht glauben und glauben an die Wissenschaft.
Statt an Gott, glauben sie an das Unglaubliche: an die Machbarkeit aller Dinge. Um ihre Gläubigen nicht zu enttäuschen, sieht sich die
moderne Wissenschaft gezwungen, auch das Nichtmachbare für machbar zu erklären: das Leben*.
* Max Thürkauf, Schweitzer Naturwissenschaftler und Philosoph.
XI.) Am Grunde des begründeten Glaubens liegt der unbegrün-
dete Glaube *.
*Ludwig Wittgenstein, österreichisch-britischer Philosoph.
XII.) "Wir sind nicht weiter als Platon, Meister Eckhart. Nur im Material wissenschaftlicher Erkenntnisse, die sie benutzt haben
sind wir weiter. Im philosophieren sind wir kaum bei ihnen an-
gelangt*.
*Karl Jaspers, deutscher Psychiater und Philosoph.
XIII.) Die Auflösung des Glaubens durch Erweiterung der naturwis-
senschaftlichen Erkenntnisse könnte das Wissensende der Philo-
sophie und der Wissenschaft sein und endgültig zu wissen, dass
wir glauben müssen,was die Wissenschaft wegen ihrer Unvoll-
ständigkeit bestätigt.
XIV.) Der Glaube ist die Vorstufe vom Frieden. Wenn ich meinen
Frieden habe, ist der Glaube ein Friedensbestandteil einer tiefen inneren Ruhe ohne Glaubensbekenntnis störender Eigenge-
danken*.
* Quelle unbekannt.
XV.) Wenn sich die theologische These bewahrheitet, dass "Gott als
die Ursache von allem ist" und somit der Einzige wäre, der wirklich helfen kann (Wirkungsmacht). Dann wären wir einem Wissenschafts-
aberglauben verfallen (Dominationsmacht).
XVI.) " Der Glaube an mich, lässt mich nicht im Stich" oder halte
an dem Glauben fest, dass Gott dich nicht fallen lässt. Er hält sein Versprechen.
XVII.) Und wo die Seele mit ihren Sinnen und Kräften nicht kommen kann, da trägt sie der Glaube hin*.
*Meister Eckhart.
XVIII.) Der Weg der Freiheit gehen heisst Gottvertrauen. Aber dieses
ist nur möglich, wenn ich an Gott glaube.
XIX.) Der Rat des Meisters ist zu lernen an sich zu glauben. Dann wirst du nicht abhängig sein von der Meinung anderer. Der Mensch kommt nicht weiter, wenn er mehr auf andere blickt als auf sich selbst.
XX.) Wo ich immer Mut bewiesen habe, ins Ungewisse und Ungeplante gegangen bin und vertraut habe, ich wurde immer nur positiv überrascht.
XXI.) Die Gnosis wollte den religiösen Glauben durch Erkenntnis ersetzen.
XXIII.) Meister Eckhart hat rundwegs in Abrede gestellt, daß es unerkennbare Glaubensätze gäbe die man glauben müsse.Blosse Glaubenssätze sind nur Rudimente einer absterbenden Religion aus zweiter Hand. Es fehlt der Glaubens-Erneuerungs-Beweis durch das Erlebnis. Wo der Glaube sich beweist, wird er zum Glauben.Es ist die Gegenthese, dass der Glaube sich inhaltlich nicht vollkommen rati-
onalisieren und begrifflich objektivieren lässt.
XXIV.) Geschützt ist nach unserem Grundgesetz nicht nur jede Form des Glaubens, sondern auch des Unglaubens und Nichtglaubens.
XXV.) Für Christen ist Glaube keine antike oder mittelalterliche Vorstufe vom Wissen (etwa also eine verminderte Form der Naturwissenschaft), die entschwinden muss, wenn das „echte“ Wissen kommt, sondern etwas vom Wesen her anderes. Es ist kein bloßes Für-wahr-Halten, auch keine Vermutungsäußerung damit gemeint, etwa wie im deutschen Satz: "Ich glaube, dass es morgen regnet". Dann bedeutet glauben so viel wie meinen. Dieses "glauben, dass" entspricht nicht dem Sinn des griechischen Wortes - im Gegen- satz zum ‚ich glaube an‘ oder ‚ich glaube dir‘, was dem griechischen Wortstamm entspricht. Dann heißt es so viel wie: ‚Ich traue dir, ich vertraue dir, ich kann auf dich bauen. Ich habe eine Gewissheit, die weniger aus Berechnungen und Experimenten kommt.
XXVI.) Dass der stabilste Glaube früher oder später die ganze Welt besitzen wird*.
* Verfasser unbekannt.
XXVII.)Nur der christliche Glaube rettet und die anderen Religionen sind deshalb keine Heilswege*.
* Karl Barth,Theologe.
XXVIII.) Der Glaubende muss eine Spielernatur besitzen, weil die Investition in Gott die grösste Spekulation die es gibt. Ich muss jemanden eine Blankovollmacht geben, den ich nicht kenne und mit Haut und Haaren vertrauen. Ein mittlerer Sparkontobesitzer oder ein abgesicherter Beamter sind für solche Geschäfte, welche den Schlaf rauben nicht zu haben.
XXIX.) Wenn der Glaube esotherischer Hokospukus wäre, könnte man alle Kathedralen zu Parkhäusern umfunktioneren , die vielen Glaubensprediger in die Wüste schicken und Millionen von Büchern würden zur Makulatur werden*.
* Verfasser unbekannt.
XXX.) Wenn sich die theologische These bewahrheitet,dass "Gott als
die Ursache von allem ist" und somit der Einzige wäre, der wirklich helfen kann. Dann wären wir einem Wissenschaftsaberglauben verfallen.
XXXI.) Viele materialistische Wissenschaftler verabsolutieren ihren
Glauben mit der Gleichsetzung des Materialismus mit dem Glauben. Religiöse Wissenschaftler sehen das anderes und sind Wissenschaftler ohne das sie ein wissenschaftliches Weltbild vertreten.
XXXII.)" Für den gläubigen Menschen steht Gott am Anfang, für den Wissenschaftler am Ende seiner Überlegung*.
* Max Planck, theoretischer Physiker und Nobelpreisträger der Physik".
XXXIII.) Jeder Versuch den Glauben durch Wissen zu ersetzen (Ratio-
nalismusphilosophie der Griechen, Idealismus und Positivismus) lässt
das Leben versanden, nimmt die Gestaltwirklichkeit und ist nur ein schaler Wirklichkeitsersatz. Einerseits die Exaktheit, logische Klar-
heit und abstrakte Effizienz der Mathematik, aber andererseits die Lebensferne und der Realitätsverlust, weil die Formel mit der Wirklichkeit gleichgesetzt wird.
XXXIV.) Auch die Wissenschaft basiert auf einem Glauben, weil ohne den Glauben an einen Sinn alles unsinnig wird.
XXXV.) Für die Wissenschaft sind die empirischen Erkenntnisse interessant, für den Gläubigen (und für die Quantenphysik) das überempirische Geglaubte.
XXXVI.) Ich glaube an die Wissenschaft ohne es verstanden oder die Experimente selbst verifiziert zu haben. Ich glaube an Gott, ohne
ihn jemals gesehen zu haben oder zu wissen, ob das Gottvertrauen
trägt.
XXXVII.) " Wir sind von der Wissenschaft und Technik vom Aber-
glauben erlöst, aber der neue Glaube an die Beherrschbarkeit unserer Lebenswelt erweist sich zunehmend als Irr-und Aberglaube. " Für den gläubigen Menschen steht Gott am Anfang, für den Wissenschaftler am Ende seiner Überlegung " *.
XXXVIII.) Menschen die an Gott glauben haben es nicht nur leichter im Leben, sondern nach einer US-amerikanischen Studie leben diese
14 Jahre länger.
XXXIX.) Trivia: Im 16.-und 17. Jahrhundert war der Teufelsglaube stärker als der Gottesglaube.
XL.) Vor Gott ist das äussere Glaubensbekenntnis nicht von Bedeu- tung. Er betrachtet es nur als ein äusserer Mantel, welcher sich der Mensch umgehängt hat.
XLI.) Trivia: In Jemen stösst der Mensch, der nicht an Gott glaubt, auf kopfschüttelndes Unverständnis. Wer nicht an Gott glaubt ist kein vollwertiges Mitglied der Gesellschaft.
- Vom apostolischen Glaubensbekenntnis als das Lehren und blutleeres Bekennen des Glaubens der christlichen Lehre (Glaubensbekenntnis)zu den blossen, nachge- sprochenen Glaubensätzen, als ein Relikt einer abster- benden Religion, weil die Erneuerung fehlt und der Glaube erst in der existentiellen einzelnen Lebensü- bungserfahrung erschlossen wird (Glaubenserkennt- nis).
- Von die Menschen geben ihren Glauben nicht auf zu sondern nur die Zugehörigkeit an eine der Kirchen.
- Vom ersten Schritt an lernen wir " auf diese Steine kannst du bauen und vertrauen " (Weltgebäude) zu nachdem dieses(z.B. in einer Lebenskrise) zusammen- gestürzt ist lernen ich, " nur auf diese Steine kannst du bauen und vertrauen " (Gebäude einer gotischen Kathe- drale).
- Vom gelungenen, gesellschaftlichen im Mittelpunkt stehenden allseits anerkannten Aufstiegsleben mit mehren akademischen Titeln, vermögend und scheinbar "glücklich" zu dass dieses alles glaubenslos ist und das Glaubenslernen mehr behindert als fördert.
- Vom weiten Weg des Glaubens zum Wissen,dass man nur sieht man weiss. Ich muss verstehen, um glauben zu können (Denkakt und Intellektualisierung des Glaubens) zum Weg des Nichtwissens zum Glauben, dass ich schon weiss, was ich glaube zu sehen. Ich muss erst glauben und vertrauen, um verstehen zu können (Entwicklungs- vertrauensakt).
- Von wie kann ich meinem Gott näher kommen durch die Dogmatik, Rituale, die Tradition, den Glauben etc. zu wie kann ich meinem Gott näher kommen durch die persön- liche Entwicklungs-Individualisierung in der säkularen, evolutionären Nachfolge Christi was nicht nach Religion aussieht
- Von der Ansicht vieler Philosophen und Theologen,dass religiöse Überzeugungen nur eine Angelegenheit des Glaubens sind (über abstrakte Theologie zu Gott) zur An-sicht, dass erst bei Entwicklungsreife-Nr.782 religiöse Überzeu-gungen eine Angelegenheit der persönlichen Entwicklung sind (bei Entwicklungsreife) zu Gott)*.
* Siehe auch " Bei Entwicklungsreife zu Gott " Nr.782 in Kulturler- nen-17
- Vom konventionellen,dürren, nicht ernst genommenen gepredigten, umgangssprachlicher Wort- und nach- gesprochener Bekenntnis- und Autoritätsglaube, weil es in der Heiligen Schrift steht und für den Reformator Martin Luther der Mensch allein durch den Glauben das ewige Leben gewinnt zu wenn Entwicklung als Weg zum Gottesglauben und zum inneren Frieden bedeutet, muss dieser neu durchbuchstabiert werden, weil ohne den Glauben an Gott eine Individualisierungs-Entwicklung sinn-und nutzlos ist und der innere Frieden unerreichbar bleibt.
- Von den Klagen, dass der Glaube sich immer mehr ver- dunstet und abhanden gekommen ist zur ersten Fest- stellung, dass der Glaube auch vor z.B.fünfzig Jahren kein existentieller, tragender Glaube, sondern nur ein Lippenbekenntnis war. Der Glaube ist abstrakt und z.B. nach dem Kirchgang war und ist der gepredigte Glaube auch vergessen. Die zweite Feststellung ist, dass alles auch das Glaubensverständnis dem ewigen Entwick- lungsgesetz "des Welkens und Blühens" unterliegt.
> An wichtigen Punkten der Evolution treten Wertwenden auf d.h.,was bis dahin entwicklungsförderlich war (Maß, Sinn, Wert) wird entwicklungsschädlich (Maß-, Sinn- und Wertlosigkeit), die werbende Kraft der Anziehung lässt nach und die Involution zur Evolution. Der unterdrückte,unent- wickelte Teil meldet sich zurück.
Beim Reifezeitpunkt wird die kritische Masse für Veränderungen erreicht (Sättigungsgrad) und nach dem allgemeinen Gleichgewichts- und Reifegesetz des Werdens-und Vergehens "schlägt die quantita- tive Veränderung in qualitative Veränderung wie ein "eiserner Arm", um als nächste, höhere Glaubens- Entwicklungsstufe, welche die Ermattung des Denkens der jetzigen, Glaubenskrise überwindet. Das alte " Glaubensverständnis zerbricht, weil dieses auf einen höheren Glaubenswert hinaus will. Ab einem gewis- sen Glaubensunreifezustand regt sich die Polaritäts- idee, die einen Gegenzustand herauf führt als Unterordnung unter eine höhere Idee.Wir befreien uns von etwas, was evolutions- bedingt noch z.B. vor fünfzig Jahren richtig war, aber heute wertlos und beklagenswert geworden ist.
- Von der berühmten Bibelthese, dass "der Glaube Berge versetzen kann"aber von empirischen Wissenschaftlern bezweifelt wird zu vielen Glaubensanhängern, welche diese These für ungeprüft wahr halten und nichts aus- schliessen.
- Von der Gemeinschaft der Gläubigen (Gruppenglauben, aber eine Gemeinschaft ist gewissenlos) zur Gemein- schaft der Freien und Selbständigen, weil nur der Einze- lne als Gläubiger vor Gott gegenüber steht (Einzel- glauben, weil nur der Einzelne ein Gewissen hat)*.
* I.) Ohne Gewissen hört der Mensch auf als Einzelner zu existieren, denn nur im Einzelnen ist das Gewissen wach und nur als Einzelner
besitzt der Mensch Zugang zum Gewissen. Das Gewissen ist im Einzelnen gebunden und wird im Kollektiv aufgehoben. Nur der Einzelne wird von seinem Gewissen bedrängt, während das Kollektiv gewissenlos ist. Der Konformismus, die gesellschaftliche Anpassung, Medienmeinung und der Tagesablauf ersetzen heute das Gewissen. Das einzelne Gewissen wird meisten von den systembedingten Normen und Werten der Gesellschaft ersetzt, Anstelle des persön- lichen Gewissens tritt immer mehr die Staatsraison als eine intel-
lektuelle Form des Gewissens, wo das individuelle Gewissen an den Staat abgegeben wird als ein gebundenes, abhängiges Gewissen, was
aber ist kein Einzelgewissen mehr ist. Das Gewissen offenbart sich dem Kollektiv nur über den einzelnen Menschen. Das Entwick-
lungsgewissen aber ist das Einzige, was den einzelnen Menschen begründet, ihn unruhig,friedlos und unsicher werden lässt und nur
in der Erkenntnis der eigenen Entwicklungslosigkeit und Willens- verstocktheit, kann der Mensch sich selber gegenüber treten.
II.) Am "grossen Gerichtstag" des Todes (Totengericht) bin ich nur als Einzelner und nicht eine Glaubensgemeinschaft vor Gott gestellt ist,weil nur in der Anerkennung der eigenen Individualisierung-Lebens-Bringschuld das einzige Eigentum ist,was den Einzelnen begründet ("Karmakonto"),was aus- serhalb der gesellschaftlichen und demokratischen Sank- tionen liegt. Dein Gott ist persönlich und auch nicht ein Gott einer anderen Religionen.Der Rechenschaftsbe- richt ist fern von jeder Schuldzuweisung einer Strafwürdigkeit und es wird jetzt die innere, unverstellte Natur sichtbar und dass ich getauft worden und jeden Sonntag in die Kirche gegangen bin und "weiner- liche Entschuldigungen sind bedeutungslos*.
* Von wenn man regelmässig in die Kirche geht und glaubt ein guter Christ zu sein zu dieses wird genauso als ein Irrtum angesehen,wenn man in die Garage geht und glaubt ein Auto zu sein"
*Verfasser unbekannt.
III.) Die Beurteilung erfolgt meist aufgrund entwicklungsethischer Maßstäbe. Nach Meister Eckhart hat das Leben nur so viel Wert, wie viel er von Gott (entwickelt) hat, wie viel Lebenszeit Entwicklungszeit war und Zeitloses in der Zeit und Wesen- haftes im Wesenlosen ge- schaffen wurde.Der "imaginären abgespulten Vergangenheitsheit-Überwa- chungs-Himmels- Kamera" hält uns einen Spiegel vor und ihr bleibt nichts verborgen.
IV.) Wenn Klartext gesprochen wird,wird er/sie nicht gefragt z.B. ob er/sie ein gute(r) Staatsbürger(in) gewesen ist, was die anderen gemacht haben, nach seinem Bekanntheitsgrad, wie viele Tore z.B. als Fußballstar einmal eingenetzt wurden oder wie viele Welthits er/sie gesungen hat, nach seinem Bank- kontostand, wie viele Kinder, wel- che Position, welchen Beruf, Besitz, für was er Zeit und Interesse hatte,welchen Heiligen wir geglichen und verehrt haben und wie löblich die Grabrede des Pfarrers war, sondern Auge in Auge nur nach seinem persönlichen Gottesverhältnis als die eigentliche Lebensleis- tung d.h., ob er sich treu und entwicklungsehrlich als Wahrheitsliebe geblieben ist, das Bessere und Höhere im Hier und jetzt gewollt,was er für andere getan hat oder hätte tun können als Lebensprüfung, Lebenssinnaufgabe und geschenkte Lebensdankbarkeit.Nur die Weltwerte alleine lässt Gott nicht gelten.Die Kernfrage ist immer die nach der Entwicklungs-Individualisierungs-Bringschuld, ob wir uns selbst gewesen waren, was ich aus meinem Leben transzendierend gemacht d.h.,ob ich immer mehr meinen inneren Frieden im Unfrie- den meiner Alltagswelt als Unsterblichkeitslernen gesucht habe. Nach Meister Eckhart lohnt Gott nicht nach der Größe und Vielzahl der Werke, sondern nur, ob sie in Gott und als Gotteswille vollbracht worden sind.
- Von dem Licht, welches in der Finsternis erscheint aber die Finsternis es nicht wegen der Glaubenslosigkeit erkennt zum Entwicklungs-Individualisierungs-Licht, welches in der jetzigen Welt scheint, aber für den be- quemungsangepassten, gesellschaftlichen Einzelnen keinen Sinnwert darstellt.*
* in Anlehnung an Meister Eckhart.
* Die grössten Entwicklungswiderstände sind die Anpassung
als äusserliche Gleichschaltung, die Gleichgültigkeit,die Gewöh-
nungen und die Bequemungen. Es sind die persönlichen geschaffe-
nen und sozialisierten Über-Abhängigkeiten,die vielen Konsum-
und Unterhaltungsanreize und individuelle Neigungen. Es ist das einzige Ziel nur noch im Auge haben den materiellen Lebensstan-
dard zu halten und ihn weiter zu optimieren, die Interessenlosig-
keit und Abgestumpftheit über das Alltägliche als das wiederholen-
de Gewohnte hinaus, nur in einer passiven Erwartungshaltung an andere, sich mit seiner privaten, beruflichen und gesellschaft-
lichen Rolle und in einer satten Selbstzufriedenheit abgefunden
haben, was aber die Seele nicht berührt.
- Von weil irgendwo geschrieben steht und gepredigt wird, glaube ich (frommer Transzendenzglauben) zum Glauben als Ereignis,welches in der inneren Entwicklungserfah- rung, von aussen auf mich zutritt (existentieller,sich entwickelnder Glaube und Transzendenszerfahrung in der Lebensbetroffenheit).
- Von dem Kirchenlehrer Thomas von Aquin,welcher den Glauben mit der Vernunft versöhnt hat zur Mikrowissen- schaft, welcher den Glauben mit dem (empirischen) Ver- stand versöhnt hat*.
* Es ist die völlig unreligiöse Glaubensinterpretation der Quanten- theorie, dass sich die Materie entsprechend meines Bewusstseins und meiner Überzeugung verhält (Glaubensoffenheit) und zur Wirklich- keit wird. Geist beherrscht die Materie oder der Glaube ist stärker als die Umstände und Widerstände und setzt etwas in Gang. Die Materie- atome richten sich entsprechend nach der Glaubenstatkraft aus und steu- ern die Materialismus-, Um-und Lebenswiderstände.Nicht die Wirklichkeit beeinflußt und es geschieht was ist, sondern nur was wir glauben. Der Glaube ist somit nichts abstraktes, weltanschauliches, sondern eine philosophische Kategorie, wo die Tatsachen sich nach dem Glauben richten.Von der Frage was die Menschen glauben müs- sen um zum Glauben kommen können (erstarrter, formalisierender Glauben in und mit der Instanz und Glaubensbekenntnisse als in- haltsleere Worthülsen und Lippen- floskeln) zur Frage, wie kommen die Menschen zum Glauben als grundlegende Lebenseinstellung (natür- licher, entwickelter Glauben, um in der Wirklichkeit die Realität auszuhalten ohne Instanz).
- Vom Glauben als ein Verhältnis zu Beweisen (Glaube als vermittelter Inhalt und was geglaubt werden muss) zum Glauben als ein Verhältnis zu Personen (Glaube als Ent- wicklungsakt und der Weg zum Glauben).
- Von Martin Luthers reformatorischer Rechtfertigungs lehre „allein der „Glaube (sola fide) würde den Menschen „coram Deo“ (vor Gott) gerecht machen sowie dem Prinzip der biblischen Schrift zur Entwicklungsrecht-fertigungslehre eines Meister Eckhart"allein durch die Entwicklungsindividualisierung werde ich vor Gott gerecht" und wer Gott hat, hat alles andere (Niedrigere) auch auch*.
* I.) Die Rechtfertigungslehre fragt danach, was geschehen muss, damit das Verhältnis zwischen Mensch und Gott wieder in Ordnung kommen kann.
II.) Das "Individualisierungs-Entwicklungsprinzip" des Lebens besagt religiös interpretiert dass jeder einzelner nur vor Gott gestellt,weil sich Gott in Jedem werden will. Gott lenkt und leitet die Schöpfung durch die Prozesse der Evolution hindurch. denkt und entwickelt
sich selbst in der Evolution seiner Geschöpfe. Für ein weiter ent-
wickeltes christliches Verständnis"ist z.B. Gott das Leben selbst,
weil Gott in jedem einzelnen Menschen seine einmalige Individua-
lität entwickeln will, ist das Leben Theologie und das Leben löst sich als das Wesen der Religion in Theologie auf. Die Lebensfrage bleibt immer die Gottesfrage. Der Gottesbegriff wird aus der persönlichen Situation des Einzelnen heraus entwickelt und damit individualisiert sich die Religion immer mehr. Weil das Reich Gottes das Reich der persönlichen Entwicklung ist, stellen sich alle theologischen Fragen vom Leben her und alle Lebensfragen werden beantwortet, als wenn
sie Religion wären. Es ist die Vollendung des Einzelnen als eine indi -
viduelle Eschatologie. Durch Evolution und die persönliche Ent-
wicklung wird sich erst Gott selbst. Der Entwicklungslebensbegriff wird zum neuen Gottesbegriff und Entwicklung wird zum Synonym für Gottentwicklung und Christusnachfolge als das Wesen des Christentums überhaupt. Gott wird in der Entwicklung erst wieder neu geboren und ist in der Entwicklung einem immer mit gegeben.
III.) Gott ist Subjekt und kann nicht zum Objekt gemacht werden.
Immer wenn ich mich entwickele, rufe ich Gott ins diesseitige Dasein und er tritt an die Stelle des Überwundenen als das transzendierte Verbesserte. Gott wirkt sich selbst, sucht nichts ausserhalb seiner selbst und durchwirkt die Welt in dem Entwicklungsprozessge-
geschehen und deshalb ist Gott nahe. Alles was noch nicht Gott geworden ist, somit noch unvollendete Entwicklung. Wo Entwicklung ist da ist auch Gott und wo Gott nicht ist, ist das Leben nicht in Ordnung (entwicklungskonform). Weil der Glaube an Gott dem Menschen in seiner Entwicklungsanlage mitgegeben ist (weil ich Gott brauche, sonst kann ich nicht zum Frieden kommen), muss es ihn auch geben. Der Gottesbegriff wird aus der persönlichen Situation
des Einzelnen heraus entwickelt und damit individualisiert sich die Religion immer mehr. In der Entwicklung wird Gott erst Mensch.
Gott muss Mensch werden, um selbst sein und selbst werden zu können und bekommt erst durch meine Entwicklung sein Gesicht
und seinen Namen. Gott braucht mich, dass er sich werden kann. Deshalb ist Gott mir näher, als ich ("mein Ego") mir selber bin. Der Mensch ist nur und hat nur so viel Wert, wie viel er von Gott (ent- wickelt) hat, wie viel Lebenszeit Entwicklungszeit ist und Zeitloses
in der Zeit und Wesenhaftes im Wesenlosen geschaffen wird. Die Individualisierung ist Lebensauftrag und Lebenssinn,um seinen persönlichen Gott zu finden. Alles andere ist zweitrangig.
- Von dem Schriftglauben, wie die Kirche ihn als Offen-barungsreligion lehrt (man glaubt nicht an Gott, sondern an einen Offenbarer) zur Selbsterfahrungsreligion, wo Gott sich einem in der suchenden Lebenserfahrung selbst offenbart. Es ist ein ganzes Leben umgreifendes heilen- des, befreiendes und tragendes Widerfahren, was dem Mensch zuteil wird als anthropologisch und biblisch fundiertes Glaubensverständnis (ich glaube nicht mehr an Gott, sondern ich weiss um Gott.Einzeloffenbarung als Aufhebung der Religion)*.
* Der deutsche Existenzphilosoph Karl Jaspers vertritt dagegen eine „existentiale Interpretation“ der Religion d. h., eine auf den einzelnen Menschen bezogene Auseinandersetzung mit dem Transzendenten. Offenbarungsglauben kritisiert den Offenbarungsglaubenden zuguns- ten eines philosophischen Glaubens, den das Individuum entwickeln muss und der keine Verheißung, sondern lediglich Selbstverantwor- tung mit sich bringt.Von den Glaubensbeweisfragen durch die Mittel der grie-chischen Philosophie und der Versuch, den Glauben in philo- sophisch rationale Form zu bringen zum persön lichen ringenden Glaubenserfahrung beweis in Lebenskrisen und Lebenserschütte-rungen.
- Von den händeringenden Glaubensgebeten und Dogmen, was der Mensch zu glauben hat zum evangelischen Satz, der seit 1789 herrschend wird,dass keine Generation der kommenden Generation die Form und den Glauben aufzwingen darf.
- Von den vielen Menschen in der Welt, die ihren Glauben öffentlich bezeugen zu der Reserviertheit den eigenen Glauben nicht zu zeigen, was als eine deutsche Besonder- heit gilt, die nur von wenigen Völkern geteilt wird*.
* Die Instrumentalisierung der religiösen Bindung zu staatlichen Zwecken ist z.B. in den USA gang und gäbe. Gott,Politik und Gesell- schaft stellen eine unverbrüchliche Einheit dar, deren Infragestellung einer Blasphemie gleich kommt.Es beginnt mit dem Amtseid "so wahr mir Gott helfe"meistens in theatralischer Pose mit einer Hand auf die Famlienbibel gesprochen, auf der Rückseite jeder Dollarnote steht "in god we trust" (auf Gott vertrauen wir)und nicht nur die Patrioten bezeichnen Amerika als god´s own Country (Gottes eigenes Land).
- Von dem verstandesstolzen Wissen einer Unbelehr- barkeit (Vertrauen auf den Verstand) zur Erfahrung, dass der Glaube grösser ist als alle Gelehrsamkeit und das Einzige im Leben ist, was trägt. Deshalb schleudert er sein z.B. 50 Jahre langes erworbenes Weltwissen weg und tauscht es gegen den Glauben ein (Gottvertrauen).
- Von der christliche Glaube hält viele Zumutungen be- reit, weil dieser erst in der Vorleistung der Glaubens-und Vertrauenserfahrung erkannt wird (religiöses Glaubens-verständnis) zu einem natürlichen, universalisierenden Glauben als Zeichen eines grundlegenden Lebensgrund-gefühls und menschlicher Reife (evolutionäres Glaubens-verständnis).
- Von dem Glaubensgut der römischen-katholischen Kirche der Transsubstantiationslehre als Wesensverwandlung von Brot und Wein in das Fleisch und Blut Christi durch die Epiklese (Wandlungsworte als Anrufbitte Gottes) zur quantenphysikalischen Kreationsformel, das die Realität (Realpräsenz) nur eine Abbildung des Geistigen dieser der Ursprung und Kausalität der Materie und ohne Be- wusstsein leblos ist und durch meine Denk-,Sprech-, Beobachtungs-,Erkenntnis-, Gefühls-und Glaubenssicht- weise erst geschaffen (materialisiert wird.Der Glaube wird völlig unreligiös als eine übergeordnete Kraft defi- niert,aber in der Mikrophysik sind es gefühlte Fakten mit der Kraft Wirkens, des wahr machens und die materia- lisierende Entität*.
*I.) Substanzbegriff nach aristotelischem Verständnis als das selbst nicht sinnliche wahrnehmbare Wesen eines Dinges und nach dem Philosophen Immanuel Kant nicht die Erscheinung selbst, sondern das Wesen hinter der Erscheinung "als das Ding an sich",was auch das Untersuchungsobjekt der Qauntenphysik ist.
II.) Der Reformator Martin Luther billigte der Transsubstantiations- lehre nur den Rang einer Lehrmeinung zu und verwarf die sophis- tische Subtilität und Anspruch auf eine dogmatische Verbindlichkeit.
III.) Auch andere kirchliche Gemeinschaften wie die altkatholischen, altorientalischen, anglikanischen lutherischen, methodistischen, orthodoxen Kirchen lehren und glauben an die Realpräsenz Christi in den sichtbaren Gestalten von Brot und Wein nach dem Sprechen der Einsetzungsworte und je nach Lehre, auch an die tatsächliche Subs- tanzveränderung von Brot und Wein.
IV.) Was mit der Transsubstantiationslehre als Wesensverwand-
lung geistig wesensverwandt ist die Aussage von Meister Eckhart
"Der Vater sprach ein Wort und das ist sein Sohn.In diesem Wort sprach er alle Dinge" in Anlehnung an den Bibelvers Johannes 1:1-18. "Das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott selbst. Von Anfang an war es bei Gott. Alles wurde durch das Wort geschaffen; nichts ist ohne das Wort entstanden". Die Schöpfung als Sohn, welcher im evo- lutionären, geistigen Entwicklungs-Auseinandersetzungs-Leidens-Glaubens-Überwindungs-Transzendierungs-Werde-Erkenntnis-Prozess geboren wird (eine Geburt ist immer schmerzhaft). Im Gotterken-
nen fliesst Gott in alle Dinge. Die Dinge sind,weil sie Gott erkennt, aber kein Ding ist Gott selbst. Deshalb wird nur aus der Mystik
heraus Substanz geschaffen. Der Mystiker weiß, dass er alles vom (Friedens)geist her steuert. Es ist der göttliche Logos, die dem Menschen und der Welt zugewandte, erkennbare und erfahrbare Seite Gottes. Von der Quantenphysik wissen wir, dass es keine Materie und nur,höheres Bewusstsein gibt. Nur der Geist ist Wirklichkeit und die Ursache für die trans- zendierende Realität
V.) Die newtonsche Objektivität trennt den Beobachter vom beobach-
teten Gegenstand. Die Welt wird in Subjekt und Objekt eingeteilt
und der Wissenschaftler ist ein losgelöster Betrachter. Dieser wis-
senschaftliche Methodenzwang des descartischen Dualismus
schliesst ganzheitliche Betrachtungen und universelle Interpreta-
tionen aus. Wir können die Welt als Ganzes nicht erkennen, da uns das Ganze in der Anschauung niemals gegeben ist. Wir können nur
die Dinge der Welt erkennen wie sie uns erscheinen. Die Erscheinung
ist eine Folge unserer Erwartungshaltung und unseres ständigen, aktiven Wahrnehmungsprozesses,welches über die einmalige, sinn-
liche Erfassung des Beobachtens hinausgeht. Eine gesamthafte Sichtweise, ein Geist der Synthese,universelles Erkennen und die Erfassung einer Totalität sind kein Gegenstand des Erkennens Der Wahrnehmungsprozess kann das Ganze nicht erfassen, weil wir selbst nur Teile des Ganzen sind. Die Endlichkeit kann nicht die Unend- lichkeit verstehen.
VI.) Weil der Geist der Ursprung und Kausalität der Materie ist, ist die Materie ohne Bewusst sein leblos.Materie und Geist sind gegensei-
tige Spiegelbilder und die zukünftige Wirklichkeit und das Bewusst-
sein sind untrennbar miteinander verbunden. Die Wissenschaft hat mit der Quantenphysik nachgewiesen, dass Geist und Materie aus-
tauschbar sind und Materie nur materialisiertes Bewusstsein ist. Es existiert im Innersten der Materie nichts dinghaftes mehr, sondern nur Energie, die alles in Bewegung hält. Im Grunde genommen gibt
es im umgangssprachlichen Sinne keine Materie, sondern nur ein
Beziehungsgefüge,ständiger Wandel und Lebendigkeit. Die Materie
ist letztendlich nicht aus grobstofflicher Materie zusammengesetzt und auf einen Urstoff begründet, sondern die feinstofflichen Struk-
turen des Lebens und die eigentliche Wirklichkeit beruhen auf im-
materiellen Beziehungen der Information.Der Gegenstand als Objekt der Sinne richtet sich ganz nach der Beschaffenheit unseres Erkennt-
nisapparates. Es ist die dynamische Auffassung der Formenerfas-
sung durch die Bewusstseins-Prozess-Prägekraft als Schöpfungs-
akt.
VII.) Weil der Mensch Verursacher von Bewusstsein ist, sind wir der Schöpfer und Verursacher von allem und deshalb ausgestattet mit der universellen Schöpferkraft. Es ist die Kreationsformel "Was wir mit dem Bewusstsein formen, drängt zur Verwirklichung". Bewusst sein erzeugt Realität. Nach der Unschärferelation des Quanten- physikers Werner Heisenberg bestimmt der Kontext den Inhalt und das heisst,der Beobachter beeinflusst das Testresultat. Unser indivi- duelles Ichbewusstsein steht in Verbindung mit dem universellen Ganzheitsbewusstsein als alles in allem, was alles überlagert, alles zusammenhält und jeder daran Anteil hat.
- Von dem aufgeklärten Weltenbürger, der ohnehin das nur ernst nimmt und glaubt, was er ohne Gottesbezug sieht und der Glaube dient Wissenslücken aufzufüllen (der Mensch macht die Entwicklung) zu dem überwun- denen, aufgeklärten Weltenbürger, der nur das ernst nimmt und glaubt, was er mit einem Gottesbezug sieht (die Entwicklung macht den Menschen oder wie J.W.Goethe konotierte "Du schiebst nicht, sondern du wirst geschoben).
- Von dem sinnlosen gewordenen Konflikt zwischen Glauben und Wissen, zwischen Naturwissenschaft und der Religion zu beide sind zwei getrennte, aber nicht widersprechende und zugehörige Methoden zum besseren Weltverständnis mit unterschiedlichem Wahr- heitsanspruch. Naturwissenschaft ist die eine Seite des Lebens und die "Heilige Schrift "(evolutionäres Ver- ständnis) deckt die andere Lebensseite ab. Die Wissen- schaft ist kein Gegensatz zum Glauben, sondern eine Form des Glaubens. Auch die Wissenschaft basiert auf einem Glauben, weil ohne den Glauben an einen Sinn alles unsinnig wird. Siehe Textfortsetzung auch den Gliederungspunkt Christliche,kulturelle und wissen schaftliche Wahrheit (4)*
* Die klassische, newtonsche Wissenschaft sieht sich den Naturge-
setzen verpflichtet und ihre empirischen Erkenntnisse beruhen auf
Logik und den kausalen Zusammenhängen in den Gesetzmäßigkeiten
der Natur. Es ist immer nur Wissenschaft, wenn sie materialistisch
und reduktionistisch ist. Die Regeln und Leitplanken wissenschaft-
licher Forschung sind universell, welche faktischen und axioma-
tischen Denkzwängen unterliegen. Sie muss sich an diese Regeln
halten, ohne sich selbst aufzugeben. Wissenschaften verkünden
nicht die Wahrheit, sondern interpretieren nur das Realitätsge-
schehen. Sie kann nicht die Wirklichkeit erkennen, sondern nur
die Struktur der Realität. Die Wissenschaft hat nur in ihrem Bereich des Denkens ihr Recht, was aber nicht für das Ganze gilt. Die inte- llektuelle, geistige Kraft der Wissenschaft umfasst nicht das We-
sen der geistigen Totalität und deshalb spaltet sie. Für den gläubigen Menschen steht Gott am Anfang zu für den Wissenschaftler am Ende seiner Überlegung. Die Autonomie des Bewusstseins setzt immer zugleich die Autonomie des Unbewussten. Deshalb wird das Ende aller wissenden Philosophie und Wissenschaft sein,dass wir glauben müssen.
* Max Planck, theoretischer Physiker und Nobelpreisträger der Physik.
- Von ich glaube an die Wissenschaft ohne es verstanden oder die Experimente selbst verifiziert zu haben zu ich glaube an Gott, ohne ihn jemals gesehen zu haben oder zu wissen, ob das Gottvertrauen trägt.
- Für die Wissenschaft sind die empirischen Erkenntnisse interessant, für den Gläubigen erst einmal das überem- pirische Geglaubte*.
* Die Wissenschaftler erfassen immer nur das Gewordene, aber nicht das Werdende. Bei der Wissenschaft geht es um die Klärung
des Geistes und nicht um die Gärung des Geistes. Auch die Frage
nach dem Lebenssinn und Motiven schliessen die Naturwissen-
schaften als empirischer Forschungsgegenstand naturgemäss
aus, weil naturwissenschaftliche Methoden sich nicht auf das
Leben übertragen lassen. Es liegt auch in der Methodologie der Naturwissenschaften alles Individuelle auszuklammern Die Wis- senschaften, welche mit Geist, Freiheit, Bewusstsein, Gewissen, Leben, Tod, Glaubens- und Einstellungssichtweisen, Irrationalem und anderen philosophischen Wertbegriffen operieren, werden in der Makrophysik nicht als wissenschaftlich angesehen, weil diese nicht die allgemeingültigen, vorurteilsfreien Auswahlkriterien der wissen- schaftlichen empirisch nachvollziehbaren Betrachtungsweise erfüllen. Jegliche Spekulation ist in der wissenschaftlichen Forschung ausgeschlossen und nur eine unbewiesene Hypothese.
- Von der Aufklärung, Wissenschaft und Technik,welche uns vom Aberglauben erlöst hat zum abgelösten Glau- ben, welche Beherrschbarkeit und Machbarkeit vor- gauckelt, aber sich zunehmend als Irr- und Aberglaube erweist und sich an einen tragenden und verlässlichen Glauben zurück sehnt.
- Von der Sozialisierung eines anerzogenen, frommen, institutionalisierten, blinden Kinderglaubens zur Selbstentwicklung eines entwickelten, substantiellen, persönlichen, existentiell errungenen aufgeklärten Lebensglaubens, der das Universelle, Archetypische und Individuelle miteinschliesst.
- Von "jedem geschieht nach seinem Glauben“ und dieses nicht zu hinterfragen und zu begründen wird als christ- liche Tugend betrachtet zu der Glaubende bewegt sich immer in dem Kreislauf "vom Unglauben zum Glauben, vom Glauben zum Zweifel und wieder zu einem neuen Vertrauen".Es ist in vielen Glaubenskrisen langsam gereifter, verbindlicher felsenfester, unerschütterlicher und widerstandsfähiger in der Glaubensspannung aus- gehaltener Glaube mit " Haut und Haaren", welchem noch die letzte Gewissheit fehlt. Der Gottesglaube ist stets bedroht, nicht krisenfest und gegen Zweifeln ab- gesichert. Gerade durch die Zweifeln hindurch bewährt sich das ja zu Gott und wird zu einem geprüften und bewährten Gottesglauben.Erst indem ich mich darauf einlasse, eröffnet sich mir die Wirklichkeit und die Glau- benswahrheit. Bis es zum tragenden, substantiellen Glauben kommt, haben die Götter den "Zitter-Ausdauer-Hinterfragungs-Schweiss" gesetzt. Der Glaube ist der aktive Mitvollzug, ja sogar die Mitgestaltung durch den Glauben als objektive Tatsache.Das Leben ist aber immer das Endprodukt des Glaubens. Einerlei, ob das was wir glauben gut oder schädlich ist, was eine ständige Glau- bensreflexion notwednig macht.Wer den Glauben höher hält als das Wissen, schleudert der verwurzelt Glaubende sein z.B. fünfzig Jahre langes erworbenes verstandes- stolzes Welt- und Wissenschaftswissen seiner Unbelehr- barkeitweg und tauscht es gegen den Glaubensfrieden ein, weil er weiss, wer glaubt ist nie allein.Deshalb wird den Glauben nicht zu hinterfragen im Gegensatz als Untugend verstanden und nur hinterfragte Glaube an Gott stellt einen grossen Wert und höchster Adel dar.
- Vom Aber-,Irr-,Un-,Nicht-,blinder-, frommer-, Analpha- beten-und Erziehungsglauben zum selbst entwickelten existenziellen,errungenen Gewissheitsglauben als ein dauerhaftes,tragendes Lebensgrundgefühl.
- Von der Intellektualisierung des Glaubens (alle Glau- benserfahrung erscheint umgewandelt in Philosophie) zur Selbsterfahrung des Glaubens ( existentielle Lebens-erfahrung wird umgewandelt in Entwicklungsteleologie).
- Von der Glaubenstatsache, dass die meisten Menschen mehr an die Europäische Zentralbank (Welt-,Staats-und Geld-und Fortschrittsgläubigkeit) als an Gott glauben und das immanente (An)vertrauensrisiko einer Glau- bensentwicklung scheuen, damit nichts anfangen kön- nen oder mit vorurteilshaften "Kirchenkram" verbinden zu wo der fromme Glaube sich seinen Ausdruck schuf (z.B. gotische Kathedralenschöpfung), da wurde er zum Grössten fähig.
- Von dem inbrünstigen Glauben, dass der Mensch ge- tragen, bestätigt und abgesichert ist durch den Staat,die Gesetze, die Wissenschaft, die Gesellschaft, seinen Ar- beitsplatz, durch das Geld und den Materialis-und Kon- sumismus nur gestützt auf die menschliche Kraft und Hilfen werden nur in der Welt gesehen. (Der Mensch macht Entwicklung) zur tragenden Kraft der Glaubens- wirklichkeit, wo der Mensch aus dem Glauben an Gott heraus getragen,bestätigt und abgesichert wird gestützt auf die unerschütterliche Glaubensmacht und Gott wird als die einzige Hilfe angesehen. (Die Entwicklung macht den Menschen)*.
* Menschen investieren in Dinge und glauben an die Investition, weil sie erfolgsverspreched ist, aber dem Glauben an das risikolose Bibelwort nicht vertraut und zur Zeit zumindest dem Glauben nicht sehr viel zugetraut wird.
- Von einem transzendenten, substanzlosen Gottes- glauben zu einem immanenten, substantiellen Lebens- glauben, wo die Transzendenz in der Lebensbetroffen- heit entwickelt wird (siehe auch oben "Die neun Stufen des Glaubenslernens).
- Von dem Reformator Martin Luther,welcher die These vertrat, dass der Mensch vor Gott allein nur durch den Glauben gerecht werde zu einer weiteren Hypothese von Meister Eckhart, dass die aus Gottgeborenen die Macht haben, selbst Kinder Gottes zu werden, allein durch den entwickelten De-und Entmaterialisierungs- und den Unsterblichkeitsfrieden, den es vor seiner Geistmeta- physik nie gegeben hat.
- Von einem pervertierten Glauben extremistischer Aus- prägung z.B. bei einem fundamentalistischen Selbst- mord-Attentäter, der Unschuldige mit in den Tod reisst und dessen einzige Warnung darin besteht ,"das Beste sei an nichts mehr zu glauben und diesen aufzugeben.Aber jeder Mensch glaubt an etwas (z.B.die Kaufkraft des Geldes),weil der Glaube konstitutiv mitgegeben ist.Auch die Wissenschaft basiert auf einem Glauben, weil ohne den Glauben an einen Sinn alles unsinnig wird.Dagegen steht der vernünftige,sich bewahrheitete Glauben an Gott, weil es das Einzige ist, was er von uns verlangt und dieser einen grossen Wert und höchster Adel darstellt,Es ist das Bibelwort: " Dir geschehe nach deinem Glauben. Erst indem ich mich darauf einlasse, eröffnet sich mir die Wirklichkeit und die Glaubenswahrheit.Es gibt kein Wis- sen ohne den Glaubensakt, sondern wir müssen einfach zu aller erst glauben.Der Denkakt wird zum Vertrauens- akt, der abstrakte Begriff wird zum objektiven Begriff und der Glaube ist ein anderes Wort für verlässliches Vorwissen.Das Leben ist immer das Endprodukt des Glaubens und die Wirklichkeit entspricht der Richtung unseres Glaubens, gleich wir glauben ob gut oder schäd- lich.Der Weg der Freiheit gehen heisst Gottvertrauen. Aber dieses ist nur möglich, wenn ich an Gott glaube.Der Glaube ist nicht nur eine alleinige, religiöse Glaubensan- gelegenheit mehr, sondern eine reale Verwirklichungs- kraft, welche in der Quantenphysik als empirisches Faktum nachvollziehbar bestätigt wird. Der Glaube wird völlig unreligiös als eine übergeordnete Kraft definiert mit der Kraft Wirkens, des Wahr machens als eine mate- rialisierende Entität*.
* Wenn ich mich im Glauben wieder erkenne, handelt es sich um einen lebendigen Prozess, der den gesamten Menschen erfasst und dieser selber verwandelt wird. Das Subjekt und das Objekt der Erkenntnis sind identisch und die Spaltung ist aufgehoben, das Glaubenswirk-lichkeitsbewusstsein wird für den Glaubenden zur empirischen Beweisrealität.
Vom Bildungs-Kultur-Lernen Glauben zum
Entwicklungs-Kultur-Lernen-Glauben.
- Beim Bildungs-Kultur-Lernen ist viel Ausdauergeduld nötig, bis sich der sportliche Erfolg einstellt, um die Niederlagen, Verletzungen etc. zu verarbeiten und um nicht aufzugeben. Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen ist bis zur Entwicklungsreife eine nie erlahmende Ausdauer nötig, bis sich der Entwicklungserfolg einstellt. Beim Entwicklungs-Individuations-Lebenslauf benötige ich, bis ich am Berufungsziel angelangt bin, " den langen Atem ", die Ausdauer, die Geduld," den Sieger- und Finisher- glauben eines Langstreckenläufers ".
- Beim Bildungs-Kultur-Lernen ist das Werden des Lebens im Substantiv zur Ruhe gekommen und ist nicht mehr Gegenstand des Begriffes (Begriffsstatik). Der Entwick- lungslernbegriff ist die ruhelose Form des Bildungsbe- griffes,wo das Entwicklungswerden als Verbum Gegen- stand der neuen Begriffsdefinition wird (Begriffsdyna- mik). Im Bildungslernprozess bleibt der Begriffsdualis- mus zwischen dem unsinnlichen Wesen der Erscheinung und der sinnlichen Erscheinungbestehen (ich muss sehen, um wissen und glauben zu können). Im Entwick- lungslernprozess wird der Begriffsdualismus als Spaltung überwunden, weil das Wesen und die Erscheinung einer Sache identisch werden (ich muss erst glauben, um sehen zu können, weil der Glaube das Wissen mit einschliesst)*.
* I.) Nach dem Philosophen Immanuel Kants dualistischer Philo-
sophie ist vereinfacht gesagt die sinnliche Erscheinung einer Sache nicht " das Ding an sich " und das Wesen einer Sache. Das Wesenliche
liegt jenseits aller Worte. Das Anfassbare schliesst das Unfassbare nicht mit ein.
II.) Man soll nicht stehen bleiben bei dem äusseren Zeichen, sondern in das Innere der Wahrheit, in das Wesen einer Sache als Sinnge-
halt eindringen und durch die Dinge hindurch gehen, um ihnen gegenüber zustehen und die Wirklichkeit hinter der Erscheinung zu erkennen. Die Materieatome werden gespalten und zertrümmert,
um zum Geistwahrheitskern vorzustossen. Von der Quantenphysik wissen wir, dass es keine Materie gibt. Nur der Geist ist Wirklichkeit und die Ursache für die transzendierende Realität.
III.) Im Kern geht es ist um die De-und Entmaterialisierungsfeststel- lung Meister Eckharts, dass jedes Ding, jeder Begriff, jede Situation, jeder Eindruck, jede Lebenslage, jede Erfahrung, jede Lebensdis- harmonie, jeder Konsum, jede Technik, jede Unterhaltung, jedes Problem und Krise, jedes gute oder schlechte Tun, jeder Lebensdruck, jedes Erlebnis, jede Bewertung, jede Empfindung, jedes Leiden, jede menschliche Begegnung, jede Ichbezogenheit, jedes Konsumierbare, jedes zweckdienliche seine eigene Gotteswahrheit hat und automa- tisch zur Individualisierungs-Friedens-Bringschuld einer Entwicklungs- losigkeit wird,wenn diese nicht als Zeichen und Mittel zum Individua- lisierungs-Sinnzweck verwendet wird, welche auf Höheres verwei- sen,was verwirklicht werden soll. Es sind alles nur Wegweiser, Hilfen Probiersteine und Mittler für den Weg nach oben was den Menschen übersteigt und sind nur je nach kultureller Affinität Mittel zum Ent- wicklungs-Individualisierungs-Reifezweck, welche nicht an die Seele heranreichen. Alles dient nur dem einen Ziel durch die Dinge hin- durch zugehen, um ihnen gegenüberstehen. Erst dann ist es möglich, diese in der Entwicklungs-Transzendierung zu überwinden und zu einem Stück mehr Frieden zu gelangen, weil Ruhe aller Unruhe- bewegung Suchziel bleibt. Das Viele ist nur da sagt Meister Eckhart, die Anwesenheit Gottes in allem zu erfassen, um zu dem Einen (Gott) und zu mehr Gotteswahrheit zu gelangen und dieses "Eine" ist Frieden, ein weltlich Ding und geistiger Stand zugleich. Alles wird in der Absicht getan, es zu überwinden, zurückzutreten hinter die Aufgaben ,die der Höchste zu seiner Ehre verwirklicht haben will. Die Säkularisierung wird religiös begriffen.
IV.) Der Glaube, die Gefühle, die Erkenntnis, Gewissensentschei- dungen, die Einstellungs-Sichtweise, die Entwicklungs-Prozess-Trans-
zendenz sind keine wissenschaftliche, anwendbare Begriffe, aber in der Mikrophysik sind es gefühlte Fakten mit der Kraft Wirkens, des Wahrmachens und die materialisierende Entität. Die Dinge sind, weil sie erkannt werden. Indem ich erkenne, gestalte ich das Erkannte mit
Der Glaube ist der lebendige Mitvollzug, ja sogar die Mitgestaltung des Glaubens. Die Erkenntnis richtet sich nicht nach den Gegen- ständen, sondern die Gegenstände richten sich nach der Erkenntnis. Sie steuern die Materie, bewerten die Situation, sind die Ursache von Lernerfahrungen und bilden die Ganzheit ab.
- Bildungs-Kultur-Lernen wird von einem unreifen Glauben weltanschaulich, religiös oder materialistisch interpre- tiert (Konfession-, Staats-, Geld-, Wissenschafts-oder Weltgläubigkeit und Bestätigung von aussen). Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen wird der Glauben evolutio- när interpretiert (Glauben als Lebensgrundgefühlsein stellung) an eine weltanschauliche neutrale, unreli- giöse, universalisierende, tragende Lebensurkraft des " sich-selbst-vertrauen lernens "als Zeichen errungener Glaubensreife, Glaubensgewissheit (Glaubens)ruhe von innen)*.
*I.) Im Bereich der Mikrophysik ist der Unterschied zwischen Subjekt und Objekt gegenstandslos geworden. Subjekt und Objekt bedingen sich gegenseitig. Was in der Makrophysik wissenschaftlich metho-disch ausgeschlossen ist, sind in der Mikrophysik Parameter, welche die Wirklichkeit gestalten. Indem ich erkenne, gestalte ich das Er- kannte mit oder in dem ich glaube, realisiert sich das Geglaubte und ist die Kraft des Wahrmachens.Von der Quantenphysik wissen wir, dass es keine Materie gibt und dass der Geist und die Materie aus- tauschbar sind und nur (unser) Geist die Wirklichkeit und die Ursache für die materiale Realität ist.Es wird im Lernprozess " universeller Geist " in Bewegung gebracht und dadurch (schöpferisches) Entwick- lungsbewusstsein gebildet (geistig durchdrungener, sich entäussern- der Geist und entwicklungs mässig überformt). Information ist der Grundbaustein aller Materie und durch die schöpferische Macht des Überwindungs-Transzen- dierungs-Bewusstseins wird diese mani- festiert und verfestigt. Wenn wir Herr sind über die Information sind, sind wir Herr über die Materie
II.) In der Quantenphysik sind Subjekt und Objekt gegenstandslos geworden und der Erkennende gestaltet das Erkannte mit. Der Glaube und die Gefühle sind in der Mikrophysik ein konkretes Faktum und die Kraft des Wahrmachens. Sie steuern die Materie, bewerten die Situation, sind die Ursache von Lernerfahrungen und bilden die Ganzheit ab. Sie sind angeboren und wichtiger als unser Bewusstsein und die Vernunft. Weil sie lebenskraftunmittelbar sind, entspringen sie direkt aus der Lebenskraft selbst. Dass die Materie sich entsprechend meines Bewusstseins und meiner Überzeugung verhält (Glaubensoffenheit) ist quantenphysikalisch unstrittig und völlig unreligiös.
- Beim Bildungs-Kultur-Lernen ist es die Sichtweise des Alt- meisters Johann Wolfgang Goethes, dass man nur sieht, was man weiss (Bildungs-Begriffs-Dualismus). Ich muss wissen, um glauben zu können " (Denkakt und Intellek- tualisierung des Glaubens). Beim Entwicklungs-Kultur- Lernen ist es die quantenphysikalische Sichtweise, dass ich schon weiss, was ich glaube zu sehen"(Entwicklungs-Begriffs- Universalismus) ich muss erst glauben (Ver- trauen), um verstehen und wissen zu können "(Glaubens akt und Intellektualisierung der Glaubenswahrheit) (Entwicklungs-Begriffs-Universalismus).
- Bildungs-Kultur-Lernen vertraut man sich bei Krankheit approbierten Ärzten und der naturwissenschaftlichen Schulmedizin (Teilheit, Relativität, Fremdvertrauen, welches nicht trägt und die Angst bleibt). Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen ist keiner wirklich geheilt, der seine religiöse Einstellung nicht wieder erreicht, was mit Konfession oder Zugehörigkeit zu einer Kirche nichts zu tun hat" (Ganzheit, Objektivität Lebens, welches trägt und die Angst schwindet)*.
* C.G. Jung, Schweizer Psychiater und der Begründer der analytischen Psychologie.
*I.) Weil der wissenschaftlichen Schulmedizin kein seelischer Gehalt gegenübersteht, ist die Diagnose "MS" Subjekt-Objekt-Spaltung und trägt keine (Ganzheits)wirklichkeit in sich*.
*Alles was kein Sein hat, ist ein Nichts*.
*Meister Eckhart.
II.) Die Ärzte glauben ihren Patienten sehr viel genutzt zu haben,
wenn sie seiner Krankheit einen Namen geben und repariert die
Krankheiten wie ein maschineller Defekt. Mit dem Lernen von
Fachbegriffen und Zuständen ist noch nichts gelernt und hat sich
noch nichts verändert, auch wenn durch das Diagnosewissen die
Krankheit als gebannt und therapierfähig erscheint.Siehe Textfort-
setzung Rezension " Salutogenese, Geist-,Gebets- und Glaubenshei-
lungen" in https://die-gotische-kathedrale.de/Entwicklungsgotik-1
III.) Nach Meister Eckhart ist der Mensch mehr durch die Seele als durch den Leib. Der Leib ist in der Seele und nicht die Seele im Leibe. Dagegen wirken die Vorstellungen der Seele auf den Leib kräftiger als der Arzt und seine Arznei. Dieses Paradigma gilt als Grundlage für die Geistheilung."Was kein Sein hat ist ein Nichts". Weil der wissenschaft- lichen Schulmedizin kein seelischer Gehalt gegenübersteht, ist z.B. die Diagnose "MS" Subjekt-Objekt-Spaltung und trägt keine (Ganzheits)- wirklichkeit in sich. Jede Wissenschaft ist wenn sie Wissenschft sein will Mathematik.Deshalb ist die Zahl (Parameter)kontraproduktiv zum "Wort" des Schöpfungslogos bei der Geistheilung.
IV.) Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen wird der Glaube zu einem objektiven Begriff, selbst Kultur und wird die kirchliche Frömmig-
keit genommen. Der Glauben wird als eine (neutrale) Grundkraft verstanden und liegt in der Lebenshaftigkeit der Entwicklungsidee beschlossen. Er gehört zum Grundwesen des Menschen, was nicht durch Wissen ersetzt werden kann.
Bildungs-Kultur-Lernen ist z.B. eine gotische Kathedrale besichtigen und versuchen dessen Geistbildungskultur wissensmässig zu erfassen. Entwicklungs-Kultur-Lernen findet es abwegig, sich mit Bildung abzugeben, wenn es um unsere Seele oder neudeutsch um den " Entwick- lungs-Individualisierungs-Transzendierungs-Prozess" geht. Zum Glauben kommt man nicht durch Bücher oder Deduktionen von Gedanken. Die Beschreibung des Glaubens führt noch nicht zum Glauben. Auch der Glaube und das religiöse Gefühl lassen sich nicht kulturell und mit keiner Denkmalpflege fördern. Mit der Bildungs-kultur-Lernen kann " ich nicht zu Gott kommen, weil die Seele keine Lust hat an der Bildung". Ein kultureller Fortschritt kann nicht vom rationalen bildungsweltlichen und staatlichen Institutionen kommen, sondern von etwas, was diese übersteigt und wird einem (Kulturler- nen-17-Nr.782 geschenkt.
- Vom " gotischen Bauübermut " der Kathedralenbauhütte ein solches Jahrhundertbauwerk mit einfachen, techni- schen Mitteln zu bauen und die vielen Baurisiken für einen unüberschaubaren, unplanbaren Zeitraum wie Kriege, Naturgewalten, Geldmangel, wechselnde Herren der Zeit, nachlassen der religiösen Spannkraft,Baustil- wechsel etc. in Kauf zunehmen (Gottvertrauen) zum Entwicklungslebensübermut, mit dem Bau seines Ent- wicklungslebensgebäudes zu beginnen als Entwick- lungslebensindividualisierungsweg, allen Lebensrisiken, Lebenswiderständen, Irrtümern, gesellschaftlichen und beruflichen Nachteilen, fremden Meinungen und nur alleine da stehen " zum Trotz " und nicht aufzugeben (Entwicklungslebensvertrauen).
- Vom Bau der gotischen Kathedrale, wo der Schlussstein als Hauptkontenpunkt des Gewölbes alles zusammenhält und erst, wenn er eingesetzt ist, wird die Konstruktion selbsttragend bzw. wenn er entfernt wird, stürzt das Gewölbe ein zum Bau der Lebenskathedrale, wo das Gott- und Lebensvertrauen als Schlussstein und Hauptknoten- punkt des Lebensgewölbes alles zusammenhält, ist die Lebenskonstruktion selbsttragend bzw. wenn dieses fehlt, stürzt das Lebensgewölbe ein.